Konzert

Musikvideo zum Wochenende 4.4 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Auch die 1960er-Jahre hatten durchaus erwähnenswerte Songs, wie zum Beispiel „In the Year 2525 (Exordium & Terminus)“, ein Song der 1969 durch das Duo Zager and Evans ziemlich schnell bekannt wurde.

Das Lied ist auf deren Debutalbum „2525 (Exordium & Terminus)“ zu finden, wobei wohl nur obiges Lied ein richtiger Hit wurde. Damit kann man die beiden zurecht als One-hit Wunder bezeichnen.

Das Lied wurde von Rick Evans bereits 1964 komponiert und kam wohl erstmals 1968 in die Läden.

Der Vollständigkeit halber, der zweite des Duos ist Denny Zager, was aber wirklich niemanden interessieren dürfte.

Wenn ich an 1969 denke, sind es aber nicht einmal die Rolling Stones mit „Honky Tonk Women“, die sich bei mir im Gedächtnis festgesetzt haben, sondern The Archies mit „Sugar, Sugar“.

Und so dürfte es weiterhin eine ganz persönliche Ansichts- oder Einstellungssache sein, welchen Teil von Zuckerbrot und Peitsche man lieber hat — ich habe auf alle Fälle mein Candy Girl noch heute.


Kaffeegenuss

Zeit für ein Gedicht 4.5 (6)

Beitragsfoto: Kaffeegenuss | © Pixabay

Der Regen plätschert so vor sich hin und ich durfte jüngst feststellen, dass die beiden Pflanzentröge in der Stadt, um die ich mich bereits seit ein paar Jahren kümmere, davon nichts mitbekommen. Dachte ich noch, dass mir der Regen einen Spaziergang erspart, so weiß ich jetzt, dass das auch für die inzwischen sehr robusten Pflanzen keine gute Idee war. Und so wird man mich künftig auch dann beim Pflanzengießen erwischen können, wenn es regnet.

Völlig unbedarfte Zeitgenossen werden dann vielleicht ihre Köpfe schütteln, jene mit etwas mehr entsprechender Erfahrung aber verstehend nicken. Und so bleibt das alte Indianersprichwort, dass man einen Mann erst dann beurteilen soll, nachdem man ein paar Schritte in dessen Mokassins zurückgelegt hat, weiterhin ein guter Ratgeber.

Gwendolyn Brooks sagte einmal ganz passend, dass „Bigness can be found in a little haiku, five syllables, seven syllables.“ Und so bin ich noch heute im übertragenen Sinne davon überzeugt, dass wer auch nur einen einzigen Blumentopf gießt, eigentlich damit einen ganzen Wald wässert. Die Leser meiner hier im Blog aufgeführten Gedichte werden sicherlich darüber nun etwas näher nachdenken wollen.

Jüngst lass ich bei einem Blogger, dass dieser nun ebenfalls Gedichte mit in seinen Blog aufnimmt; er versucht dabei sogar weitere Blogger zu animieren, über dieselben Gedichte zu bloggen und bittet seine eigenen Leser, diese Beiträge dann ebenfalls zu kommentieren — sozusagen eine Pan-Poem-Blog-Experience.

Ich bleibe weiterhin dabei, Gedichte nur dann hier im Blog vorzustellen, wenn ich dazu einen Anlass finde. Wohl wissend, dass dies nur einen sehr geringen Teil der Leser interessiert. Aber bekanntlich muss man nicht jeden Blog-Beitrag auch lesen.

Nun aber wieder zurück zu Gwendolyn Brooks und deren wohl bekanntestem Gedicht „We Real Cool“ aus 1959 — auch schon wieder eine ganze Weile her. Spannend dabei die Sprache, die bei uns erst so ab den 1970er-Jahren zu finden war. Und auch heute noch den einen oder anderen dazu motiviert, mit deren Worte zu spielen, wie z. B. Mick Jenkins in seinem Rap-Song „Gwendolynn’s Apprehension“, welcher auf „Pieces of a Man“ (2018) zu finden ist. Bereits 1973 zitierte Bruce Springsteen das Gedicht in „Rosalita (Come Out Tonight)“: „We’re gonna play some pool, skip some school | Act real cool, stay out all night, it’s gonna feel alright“.

„We Real Cool

The Pool Players. 
Seven at the Golden Shovel.

We real cool. We
Left school. We

Lurk late. We
Strike straight. We

Sing sin. We
Thin gin. We

Jazz June. We
Die soon.“

Gwendolyn Brooks, The Bean Eaters (1960)

Mick Jenkins Platte „Pieces of a Man“ und Gwendolyn Brooks‘ Gedicht passen ganz gut zu meinem eigenen letzten Gedicht „Who am I“ aus 2011. Ich möchte dabei aber nicht den Eindruck erwecken, dass ich mein Gedicht mit großartiger oder auch nur mittelmäßiger Kunst vergleiche, mir gefallen nur die rein zufälligen Verknüpfungen oder auch nur Berührungspunkte zwischen den unterschiedlichsten Welten.

Wahre Größe findet man gem. Gwendolyn Brooks auch im Kleinsten und so bleibe ich weiterhin lieber dabei, ein paar Blumen zu gießen, jene im Wohnzimmerfenster sehen gerade sehr durstig aus … und dies, obwohl es draußen weiter regnet.

Es regnet weiterhin …


Konzert

Musikvideo der Woche 4.7 (7)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Heute dürfen es einmal die 1980er-Jahre sein. Wer kennt sie noch, die neue deutsche Welle und dann auch noch Spliff? Deren zweite Platte „85555“ (1982) dürfte mit einer meiner ersten dieser Musikrichtung gewesen sein. Erst als Nina Hagen Band bekannt, machten sie von 1980 bis 1985 ohne die Sängerin weiter. Der heutige Song „Déjà vu“ befindet sich dort und ein weiterer namens „Carbonara“ macht noch heute meine italienischen Kameraden ganz kirre.

„Und jetzt treiben wir rum auf dem toten Schiff
Und warten bis die Zeit vergeht“

Und hier noch von der Platte …

„So schreib dein Leben auf ein Stück Papier
Und warte bis die Zeit vergeht“

Nimmt man das Lied „Heut’ Nacht“ mit dazu, ggf. auch noch „Das Blech “ vom Folgealbum „Herzlichen Glückwunsch“ (1982), dann dürfte man alle nennenswerten Songs der Gruppe kennen.

Die neue deutsche Welle war so schnell vorbei wie sie gekommen war und auch die jeweiligen Bands waren schnell wieder vergessen.

„Die Stadt schläft nur wir sind wach
Heut’ Nacht“

Spliff (1982)