Konzert

Musikvideo der Woche 4.8 (9)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Warum eine Kopie wählen, wenn man das Original wählen kann, selbstverständlich vorausgesetzt, es wäre auch das Original. Inzwischen gibt es so viele billige Kopien, dass kaum einer noch sagen kann, was überhaupt das Original (gewesen) ist. Viel zu viele Kopien beanspruchen dabei nicht nur dem Original am nächsten zu kommen, sondern das Original noch weit zu übertreffen. Original, Kopie oder gar Fälschung, wer weiß das heute noch? Und kann man sich im Falle, dass doch, dabei auch wirklich sicher sein?

Etwas anders sieht es da bei der Musik aus, denn mit ein wenig Recherche erhält man das Original und, wenn einem dann das Original gefällt, hört man es auch gerne selbst immer wieder.

Die jüngst verstorbene Roberta Flack erzielte 1973 mit dem Lied „Killing Me Softly with His Song“ ziemlich großen Erfolg und noch heute gilt er als einer ihrer größten Hits.

Wobei aber aber auch hierbei das Ganze etwas komplizierter ist, denn das Lied wurde für Lori Lieberman geschrieben, die es bereits 1972 veröffentlichte.

https://youtu.be/MGlGJp3IarQ?si=VbpF1a6XzdhWkPlh

Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter und so werden sich weiterhin sehr viele mit fremden Federn schmücken wollen, warum soll es in der Musikwelt anders sein? Aber ganz ohne Frage das Lied ist noch heute hörenswert und inzwischen habe ich — ok, 1996 ist auch schon wieder eine ganze Weile her — meine Lieblingsinterpretation des Songs gefunden.

Roberta Flack und The Fugees singen den Song dabei gemeinsam. Und so findet sich neben dem Original, der Fälschung oder der Kopie noch eine weitere Möglichkeit, nämlich die der Interpretation und das ist es, was die (Musik)Welt weiter voranbringt. Billige Kopien oder Cover gibt es schon zur Genüge. Das zeit- und situationsgemäße Interpretieren von Originalen ist da schon eine ganz andere Sache, meines Erachtens die bessere Möglichkeit, um am (ehemaligen) Erfolg anderer teilzuhaben. Und auch hierfür gibt es die eine oder andere Redewendung: „Wir stehen auf den Schultern von Riesen“.

Aber zum Schluss dann auch noch von mir eine ganz persönliche kleine Erinnerung an Roberta Flack.

Das Album „Roberta Flack Featuring Donny Hathaway“ kam 1980 in die Läden und wurde damals auch in meiner Lieblingskneipe um die Ecke hoch und runter gedudelt.


Konzert

Musikvideo zum Tag 4.8 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Als ich es gerade in der New York Times lese, erinnere ich mich tatsächlich an eine Band aus den 1980er-Jahren, The Bangles. Das einzig Besondere daran war, dass ich damals deren Abtritt von der Bühne nicht einmal mitbekommen hatte — sie waren einfach weg und niemanden hat es weiters gestört.

Vielleicht lag es bei mir einfach daran, dass meine Montage seit 1983 immer bereits am Sonntagabend begannen und ich mit dem folgenden Lied noch nie so recht etwas anfangen konnte.

The Bangles gründeten sich 1981 in Los Angeles und sind den Älteren unter uns noch mit den Liedern Manic Monday (1985), Walk Like an Egyptian (1986) und Eternal Flame (1989) bekannt. Damit war auf alle Fälle garantiert, dass die Band nicht als Ein-Hit-Wunder in die Musikgeschichte einging.

Und da es aktuell regnet, habe ich es noch mit dem obigen Lied probiert — funktioniert nicht, im Gegenteil, es beginnt jetzt sogar zu schneien. Ganz zu schweigen von einer ewigen Flamme.

Und so sind es wohl die Armreifen, welche noch in den 1990er-Jahren an fast allen Damenarmen hingen und beständig klimperten, das was mir in Erinnerung geblieben ist. Das zweite Lied lasse ich ganz bewusst weg, denn ich möchte keine Diskussion wegen „kultureller Aneignung“ starten. Ok, Olaf Scholz würde deswegen aktuell gar des Rassismus’ angeklagt werden.

Was schon gar nicht mehr zur aktuellen — hier sind wir wieder alle, nicht nur die Union, hinter der Zeit zurück — Weltlage passt, denn die US-Internetgrößen passen sich bereits den neuen Gegebenheiten an und haben sämtliche Google- oder Apple-Kalender gelöscht, welche nur im Ansatz etwas mit Diversität zu tun hatten. Auch sollen sie bereits damit begonnen haben, ganze Weltteile neu zu benennen, wie z. B. den Golf von Mexiko oder Grönland. Letzteres soll nun wohl Rot, Weiß und Blauland heißen.

Dabei ist es völlig egal, von welcher politischen oder gesellschaftlichen Richtung die Sprache manipuliert und verändert wird, denn jede nicht ganz von alleine stattfindende Sprachänderung ist ein Eingriff in die Freiheit von allen Menschen.

Und wer es jetzt noch nicht versteht, was die Stunde schlägt, dem hilft es auch nicht mehr, mit dem Buch 1984 zu beginnen! Wir haben es allesamt völlig versaut! wieder einmal.


Konzert

Musikvideo zur Woche 5 (9)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Viel zu spät habe ich von diesem Musikvideo Kenntnis erhalten. Henrik Brislow alias MC Bruddaal ond D’r Joe haben dort den Wolle Kriwanek-Klassiker „Reggae Di uff?“ aus 1981 neu vertont, welcher bereits hier im Blog Erwähnung fand.

MC Bruddaal, ein schwedischer Schwabe, veröffentlichte 2015 seine erste Platte „Bollahits“ und inzwischen noch vier weitere.

Auf MC Bruddaal bin ich gestoßen, da ich aktuell ein paar Studenten etwas aufzuregen scheine, meistens jene, die mit ihren Noten nicht so ganz einverstanden sind. Wobei sich bisher noch keiner danach erkundigte, wie es mir mit den gezeigten Leistungen der Studenten so geht. Dass keiner der Seminaristen alleine nur die formalen Kriterien einer Arbeit einhalten konnte, war für mich völlig neu. So neu, dass ich mir das nicht mehr antun werde. Überraschend aber, dass es ca. 20 % der Studenten nicht schafften, um bei einer Klausur die formalen Kriterien einzuhalten. Einzig jene Studenten, die trotz Klausuranmeldung nicht zur Klausur erschienen, haben nun ein Problem; bei den anderen habe ich nochmals beide Augen zugedrückt.

Insgesamt erschreckend, was für ein „Leck mich am Arsch-Denken“ bei sehr vielen Studenten vorliegt. Manch einer denkt dabei, dass er eine Prüfung nur so lange zu wiederholen braucht, bis er vom Dozenten „durchgewunken“ wird. Und so kam es nun dazu, dass ein Student sich nun eine andere Studienrichtung suchen darf. Einige von jenen, die die Klausur nochmals wiederholen dürfen — nicht müssen! — suchen nun den Fehler ihres Versagens bei mir. Ich behaupte, hätten diese nur halb soviel Zeit mit Lernen verbracht, wie sie dies nun mit dem Nachtarocken tun, wäre uns allen einiges erspart geblieben. Mir, dass anstatt den üblichen 20 % nun bei mir erstmals 26,5 % die Klausur nicht bestanden haben.

Aufgrund der während der Vorlesungen gezeigten Leistungen der Studenten befürchtete ich sogar noch ein weit schlechteres Ergebnis. Gerettet haben sich viele der Studenten dadurch, dass sie meinen Hinweis wie wichtig Pufferberechnungen für die Klausur und mich sind, ernst genommen haben.

Grundsätzlich gilt, wer sein eigenes Studium nicht ernst nimmt, der sollte sich nicht über die Ergebnisse beklagen. Den Beweis hierzu konnten erfreulicher Weise fünf Studenten liefern, die sich dieses Mal auf den Hosenboden setzten und die Klausur ohne Probleme bestanden. Was meine These bestätigt, dass ein Mensch nur aus eigenen Fehlern lernt.

Und so haben meines Erachtens jene Studenten Pech gehabt, die zwar die Klausur bestanden, aber keine 80 % der zu erreichenden Punkte erzielt haben — so richtig viel haben sie dabei nicht gelernt. Für jene, die sich nun auf den Hosenboden setzen möchten, habe ich hier ein kleines Gutsle [und nun auch wieder aus dem Netz genommen] vorbereitet.

Für alle Menschen, auch für Dozenten und Studenten, gilt allerdings weiterhin der nun folgende gesungene und getanzte Hinweis von Henrik Brislow. Und das ist auch gut so! Man sollte dann aber mit den Konsequenzen und Folgen leben können.