Konzert

Musikvideo der Woche 5 (3)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Der Song „Don’t Let Me Be Misunderstood“ wurde im Juni 1964 erstmals von Nina Simone gesungen; geschrieben haben das Lied Bennie Benjamin, Gloria Caldwell und Sol Marcus. Erst als Single bereits im Oktober veröffentlicht, kam der Song dann auch auf das Album „Broadway-Blues-Ballads“, das im Dezember 1964 erschien.

Die Animals machten 1965 das Lied aber erst so richtig erfolgreich und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Aber erst 1977 schaffte es Santa Esmeralda, den Song dieses Mal mit einem extensiven Intro versehen, unvergesslich zu machen. Für mich gibt es kaum ein „Tor des Monats“, das nicht mit diesem Lied in Verbindung bringe — zumindest habe ich später keines mehr gesehen. Dafür aber denke ich seit 2003 nun jedes Mal an „Kill Bill“.

Und egal wer dieses Lied nun singt, ich selbst werde noch heute des Öfteren missverstanden. Dabei sind meine eigenen Absichten weiterhin und immer nur die besten, was die meisten meiner Leser auch bestätigen könnten.

Gerade deshalb halte ich diesen Song einfach für einen guten Einstieg nicht nur für das kommende Osterfest, sondern einen noch besseren Einstieg für den nach Ostern so richtig anlaufenden Gemeinderatswahlkampf — ich spiele mir das Lied auf alle Fälle beim Plakatieren in meine Hörgeräte und deshalb sollte sich keiner wundern, wenn er mich demnächst durch die Stadt tänzeln sieht.


Kaffeegenuss

Zeit für ein Gedicht 4.3 (6)

Beitragsfoto: Kaffeegenuss | © Pixabay

Es ist schon etwas länger her, dass ich ein Gedicht gepostet habe. Manchen freute es, manch anderer freut sich nun jetzt. Das folgende Gedicht dürfte ganz gut zum heutigen Tag passen und stammt von James V. Cunningham.

Meditation on Statistical Method

Plato, despair!

We prove by norms
How numbers bear
Empiric forms,

How random wrong
Will average right
If time be long
And error slight;

But in our hearts
Hyperbole
Curves and departs
To infinity.

Error is boundless.
Nor hope nor doubt,
Though both be groundless,
Will average out.

James V. Cunningham, The Judge Is fury (1947)

Ok, das mit dem Kaffee heute Morgen war ein Fehlschlag; dazu aber nur ein einziges uraltes chinesisches Sprichwort: A courtyard common to all will be swept by none.

Und wenn ich schon einmal beim Geschichten erzählen bin, gleich hier die Frage, wer den die ersten verbrieften Gewerkschafter waren?

Eindeutig und ohne jeglichen Zweifel, die heiligen drei Könige. Schon in der Bibel steht: Sie legten ihre Arbeit nieder, hüllten sich in Seide und gingen auf Reisen. Diese Weisheit habe ich übrigens von einer österreichischen Langspielplatte aus den 1960er- oder frühen 1970er-Jahren.

Was mich nun gleich zum ersten verbrieften Projektleiter führt, nämlich Sunzi. Die Begründung dafür findet man in manchen Einleitungen zu seinem Buch „Die Kunst des Krieges“, wobei in etwa die folgende Geschichte beschrieben wird.

Ein chinesischer Herrscher hört von der Kunst Sunzis, bestellt ihn ein und gibt ihm die folgende Aufgabe. Wenn er diese löst, wird er Feldherr und Berater, wenn er sie nicht löst, Kopf ab.

Die Aufgabe ist ganz simpel. Er soll noch heute den Harem des Herrschers zu einer funktionierenden militärischen Einheit machen.

Sunzi lässt die Damen antreten, stattet sie mit Uniformen und Waffen aus und erklärt ihnen die Grundprinzipien des Antretens und Marsches. Danach fragt er, ob sie dies auch verstanden hätten. Sie bejahen und er übergibt der Lieblingsfrau des Herrschers das Kommando. Das Ergebnis: ein Hühnerhaufen.

Sunzi stellt fest, dass sie dies nicht können und sucht die Schuld bei sich. Er kommt dabei zum Ergebnis, dass er es den Damen wohl nicht so ganz richtig erklärt habe. Und so erklärt er alles von Neuem. Erneut fragt er, ob sie es verstanden hätten. Die Damen bejahen es wieder und er übergibt das Kommando zum zweiten Mal an die besagte Lieblingsfrau. Das Ergebnis: ein Hühnerhaufen.

Sunzi stellt nun fest, dass es nun nur noch an einer mangelnden Disziplin läge und lässt der Lieblingsfrau den Kopf abschlagen. Der Herrscher interveniert zwar kurz aber vergeblich, da ihn Sunzi darauf aufmerksam macht, dass er die Leitung innehabe und später doch für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich gemacht werde.

Danach lässt er den Herrscher eine neue Lieblingsfrau auswählen und übergibt dieser das Kommando. Das Ergebnis: eine militärische Einheit.

In den letzten zweieinhalb Tausend Jahren hat sich das Projektmanagement zumindest etwas weiterentwickelt, aber die Grundprinzipien bleiben dieselben.


Konzert

Musikvideo der Woche 5 (1)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Zum ersten Mal durfte ich diesem Lied „Hey You“ im Frühjahr 1980 auf einem Tennisplatz lauschen, denn ein Mitspieler hatte das Album „The Wall“ (1979) wohl als erstes und dies direkt aus London bezogen und beschallte nun damit den gesamten Tennisplatz.

Später kaufte ich mir ebenfalls „The Wall“, um nicht nur die Musik besser genießen, sondern auch die Texte ein wenig besser verstehen zu können. Als dann der entsprechende Film Ende 1982 bei uns in die Kinos kam, war es für viele eine Selbstverständlichkeit, diesen auch sofort anzuschauen.

Und noch heute wird gerade dieser Pink Floyd Song hoch und runtergespielt, so wie auch weitere Lieder dieses Doppelalbums. Ob es aber noch weitere Hörer wie mich gibt, die diese Platte insgesamt und dann gleich nochmals hören, darf nach 45 Jahren durchaus bezweifelt werden.

„Hey you, don’t tell me there’s no hope at all
Together we stand, divided we fall“

Roger Waters, Hey You (1979)

Aber wie bereits hier im Blog geschrieben, es gibt für mich weit bessere Platten von Pink Floyd, die ich ebenfalls weiterhin gesamt und auch noch öfters hoch und runter höre.