Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

29.5.02021 5 (2)

Revanche

Da man gerade miteinander in anderer Sache kommunizierte, entwickelte sich daraus, völlig überraschend, ein gemeinsames Essen: die eine Seite in Neapel, die andere in Heilbronn. Und obwohl ich am Grill mein bestes gab, musste ich zuletzt doch einräumen, dass in Neapel die Speisen doch eine ganz andere Qualität besaßen. Am Abend aber saßen dann beide Seiten mit dem gleichen Wein beisammen, einem Nepetine di Oliena, und die Welt war für jeden von uns wieder in Ordnung. Eine Revanche wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

Engagement

Hans Müller, der auch auf meinem Weblog als Gastblogger zu finden ist, verfolgt mit großer Verve die Entwicklungen rund um unser Europa und kommentiert diese auch sehr pointiert. Heute hat er einen Forumsbeitrag zur „schottischen Gemengelage – Künftig als unabhängige Nation in der EU?“ geschrieben, den ich gerne zum Lesen empfehle. [Die Foren wurden 2022 abgeschaltet.]

Stadtverwaltung

Jüngst überrascht die Stadtverwaltung mit ihren offiziellen Aussagen doch ein wenig. Zum einen behauptet sie, dass man wegen technischer Probleme manche Heilbronner Vereine nicht auf der Website der Stadt Heilbronn eintragen kann, was aber ohne jegliche Probleme mit anderen Vereinen weiterhin möglich ist, und zum anderen, dass das Ordnungsamt täglich — auch am Wochenende — in der Fußgängerzone Kontrollen durchführt.

Bei Ersterem bin ich fest davon überzeugt, dass es sich um einen reinen Akt der Willkür handelt und beim Letzteren, dass man den zuständigen städtischen Mitarbeitern ganz offensichtlich noch nicht mitgeteilt hat, dass Kontrollen in der Fußgängerzone aus dem Home Office heraus keine gute Idee sind.

Geburtstag des Tages

John Fitzgerald Kennedy


Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

28.5.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

Verabschiedung

Wir konnten Klaus Mendte doch nicht so einfach ziehen lassen, deshalb gab es heute eine Verabschiedung zwar im kleinen Kreis, dennoch von ganzem Herzen. Dabei kamen wir ins Schwelgen und sprachen nicht nur über die EUROPA-UNION-Zeiten, sondern auch übers Militär und unsere Erfahrungen als Sachsen — in meinem Falle als kurzfristiger Wahl-Sachse aus meiner Zeit in Chemnitz. Auch die Heilbronner, die heute nicht mit dabei sein konnten, werden den Klaus richtig vermissen und in bester Erinnerung behalten; zudem ist der Ruhrpott ja nicht ganz aus der Welt — auch wenn manche meinen, an deren Ende.

Bund

Meine eigene Zeit beim Bund ist schon eine ganze Weile her und ich habe mir vorgenommen, mich über den, von unserer Politik verursachten, Dilettantismus in Sachen Sicherheits-, Verteidigungs- und Rüstungspolitik nicht mehr aufzuregen und schon gar nicht mehr zu wundern. Inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, dass mein Ältester in meine Fußstapfen getreten ist und erste Fortschritte als Infanterist macht.

Sehr befremdlich ist es trotzdem, wenn ich mit ansehen muss, wieviel Geld er bereits in der Ausbildung für Bekleidung und Ausrüstung ausgibt, nur um einigermaßen gut ausgestattet zu sein. Diese Problematik hat sich in den letzten 40 Jahren nicht wirklich verbessert — ganz im Gegenteil!

Rollern

Dass das Rollern in Heilbronn jemals wieder so populär werden wird, hätte ich nie gedacht. Darüber habe ich jüngst bereits einen Blog-Beitrag geschrieben. Vor Kurzem ist nun der erste E-Scooter-Fahrer, denn so heißen die Roller neuerdings, selbstverschuldet zu Tode gekommen, wobei er zudem bei einem anderen Verkehrsteilnehmer für lebenslange Albträume sorgte.

Dass inzwischen viele junge oder auch nur junggebliebene Menschen diese Art der Fortbewegung schätzen, freut mich nun doch ein wenig, da es tatsächlich auch für den Betrachter neuen Schwung in die Stadt bringt. Leider aber bin ich wohl der einzige, der es weniger gut findet, wenn sich kaum 16 Jährige in der Fußgängerzone damit Rennen liefern. Völlig unverständlich finde ich es, wenn Väter neben ihrem, auf dem E-Scooter fahrenden, Kind nebenherlaufen und dieses dabei mit den Armen kaum an den Lenker heranreicht oder gar ihrem rollerfahrenden Kind mit dem Fahrrad hinterhereilen.


Beitragsfoto: Sülmerstraße | © Shutterstock

27.5.02021 5 (2)

Foto: Sülmerstraße | © Shutterstock

Fußgängerzone

Wenn man immer wieder staunen möchte, dann ist die Heilbronner Fußgängerzone ein sehr guter Ort. Wieder einmal dort unterwegs, fragten wir uns gerade, ob wir schon dem 100. Mitbürger ohne Maske begegnet sind, ob wir einmal mit einer eigenen Statistik aufwarten sollten und ob unsere Stadt mit entsprechenden Verwarnungsgeldern nicht den städtischen Haushalt sanieren könnte, als wir einem Polizeiauto ausweichen mussten, das ebenfalls gerade in der Stadt flanierte.

Und als wir gerade das Polizeiauto passiert hatten, musste wohl ein Rennradfahrer diesem sehr elegant auf jeden Fall aber mit weit überhöhter Geschwindigkeit ebenfalls ausgewichen sein, da er kurz darauf meine bessere Hälfte anfuhr und sich noch schneller wieder aus dem Staub machte.

Da es bereits zu tröpfeln anfing, waren unseren Polizeibeamten bestimmt die Hände gebunden, oder sie waren zu sehr damit beschäftigt, um über alles hinwegzuschauen — was irgendwie verständlich ist, denn sonst würden sie noch jetzt Verwarnungen aussprechen müssen —, dass sie es ganz offensichtlich einfach nicht bemerkt hatten.

Meine bessere Hälfte ist nicht zimperlich, und so humpelten wir heute beide einmal nach Hause.

Kennzeichnungspflicht

Apropos Polizei, es wird doch jüngst immer wieder gefordert, dass unsere Polizisten gekennzeichnet werden sollen — wie wäre es denn mit einer Kennzeichnungspflicht für Rad- und Rollerfahrer, die eine weit größere Gefährdung für unsere Bevölkerung darstellen und sich zudem in Heilbronn ohne jegliche Einschränkungen bewegen dürfen.

Verzettelung

Das gefährlichste an einem politischen Magazin ist, wenn dieses fast 100 Jahre alt ist und dem Leser zudem sein gesamtes Archiv zur Verfügung stellt. So ist es mir heute passiert, dass ich beim Stöbern durch das Archiv von Foreign Affairs völlig die Zeit vergessen habe, meine eigentlichen Vorhaben wie auch eine weitere „Verzettelung“ aus den Augen verlor und erst wieder zum routinemäßigen Spaziergang in den Alltag zurückgeholt wurde.