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Mehrfachlocher Leitz Vario-6 5026

Bis in die 1990er-Jahre hinein konnte man sich kein Büro vorstellen, welches nicht über mindestens einen Locher verfügte. „Knicken - Lochen - Ablegen“ war die Lieblingsbeschäftigung und das Alleinstellungsmerkmal der deutschen Beamten und Angestellten.

1993, als ich erstmals in eine multinationale Stabsverwendung kam, musste ich feststellen, dass auch andere Nationen das „Knicken - Lochen - Ablegen“ beherrschen, allerdings alle mit den unterschiedlichsten Locharten und -anzahl.

Und so war damals für mich der Leitz Vario-6 einfach ein Gadget, das ich haben musste. Kurz darauf entschieden sich die professionelleren Militärs, sich mit dem papierlosen Büro anzufreunden und das „Knicken - Lochen - Ablegen“ wurde durch das „Copié-Collé“ ersetzt.

Sehr schnell geriet damit der Vario-6 wieder in Vergessenheit. Da es sich trotz aller damaliger Erwartung um ein stabileres Gadget handelt, tauchte er vor Kurzem beim Aufräumen wieder in einer Kiste auf; allerdings ohne Gebrauchsanweisung, so dass ich heute nicht mehr weiß, wie man ihn verwendet.

Bei seinen einfacheren Kollegen erübrigt sich dieses Problem, allerdings lochen die auch nur 0815-mäßig.

Hätte der Vario-6 ein Batteriefach, so wäre er wohl schon längst von mir entsorgt worden. So kann er immer noch als eine Art Briefbeschwerer seinen Dienst verrichten -- wenn es dann vielleicht wieder einmal ein paar Briefe zum auf den Schreibtischlegen gibt.

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  • Chris Aldrich