Blitz

Bauernverband 5 (11)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Sobald man glaubt, die aktuellen Meldungen der Weltpolitik können nun wirklich nicht mehr übertroffen werden, dann kommt entweder Markus Söder (Star Wars für Bayern) oder der deutsche Bauernverband um die Ecke.

Markus Söder dürfte es ganz alleine um die Show gehen und so ganz nebenbei tritt er mindestens einem Kollegen und dabei selbst auch Parteifreunden sehr gerne gegen das Schienbein.

Dem Bauernverband geht es aber weiterhin um mehr, viel mehr … mehr Subventionen … mehr Garantien usw. und sofort.

Halt! Heute geht es dem Bauernverband tatsächlich um weniger, nicht etwa um die üblichen Steuerbefreiungen, von denen sämtliche Bauern ebenfalls gerne immer mehr hätten, sondern um weniger Lohn für Landarbeiter.

Bauernschlau wie immer, fordert dieser die Lohnkürzungen erst einmal für alle Ausländer und hofft dabei auf die Unterstützung seiner Blut & Boden-Politiker. Bin nun mal gespannt, wann sich AfD und CSU diese Forderungen zu eigen machen?

Und wer nun glaubt, der Bauernverband wäre mit der Erfüllung dieses Wunsches zufrieden, der kennt den Verband noch nicht.

Am Ende werden dann und dies für die Bauern völlig kostenfrei die neuen Wehrpflichtigen auf die Felder geschickt.


Blumenpracht

23.6.02025 4.3 (9)

Beitragsfoto: Blumenpracht am Straßenrand | © Bettina Kümmerle

Vermischtes

Heute wurde ich wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, dass ich zu viel schreibe. Mag sein, aber man muss auch nicht wirklich alles lesen, was ich so schreibe. Übrigens, Grüße an den Nordseestrand bei Bergen.

Thomas Michl hat heute meinen gestrigen Blog-Beitrag „Gruppenbildung“ mit in seinen wöchentlichen Newsletter aufgenommen. Freut mich selbstverständlich, auch wenn ich mit „agil“ weiterhin nichts anzufangen weiß, was durchaus auch an mir liegen könnte. Aber wie schon gesagt, ich muss das Rad auch nicht jeden Tag neu erfinden.

Eine Sendung des Reschke Fernsehens (ARD) verdeutlicht mir immer mehr, dass das SPD Nazi-Gebuhle in Heilbronn kein lokales Alleinstellungsmerkmal ist. Nicht nur in Heilbronn wurden viel zu viele Nazis nicht nur nicht entnazifiziert, sondern konnten ihre Karrieren mit neuem Parteibuch einfach so weiterführen. Und da ist es eigentlich nur folgerichtig, dass sich viele Nazis gleich ein SPD-Parteibuch organisiert haben, denn wer hätte das auch nur vermutet — außer vielleicht meine eigene Nazi-Verwandtschaft, wobei sich mein Großonkel richtig über die neuen Genossen amüsierte; was ich selber erst viel zu spät verstanden habe.

Eine Aufarbeitung tut immer weh! aber auch Not! Wer dies nun, da es so gut wie keine echten Nazis von damals mehr gibt, weiterhin verhindert oder auch nur verschleppt, der schadet sich letztendlich selbst immer mehr und macht sich zumindest moralisch betrachtet zum Mittäter.

Dieses an den Tag gelegte und immer wieder festzustellende Verhalten macht überhaupt keinen Sinn. Es sei denn, man hofft weiterhin inständig darauf, dass es sehr bald ein neues 1933 geben wird!

Wäre jammerschade, wenn die Kühne-Milliarden zum Schluss auch noch auf den Konten der AfD landen.

Lobenswert jene Personen, ob natürlich oder juristisch, die sich dieser Aufarbeitung stellen. Wie gesagt, das tut weh und kostet auch noch Zeit und Geld. Manchmal muss man einfach Dinge machen, die man nicht tun möchte — man nennt diesen Zustand schnödes Leben.

Darauf, dass man in unserem eigenen Rathaus den Nazi-OB abhängt, hoffe ich schon lange nicht mehr.

(Fast) vergessen

Man kann zu Sacha Baron Cohen stehen, wie man möchte, auch ich vertrage nicht immer seinen derben Humor. Aber das hier unten verlinkt Gezeigte bezeugt, dass dieser Komiker mehr drauf hat, als es die meisten von uns erahnen. Und dazu hat er auch noch völlig Recht!

Is it too late to give Sacha Baron Cohen an Oscar for this? Not a damn lie told. 🇺🇸

[image or embed]— The Tennessee Holler (@thetnholler.bsky.social) 22. Juni 2025 um 21:53

Policy Brief

Wohl damit ich etwas auf andere Gedanken komme, hat mir heute Peter Schulze ein Policy Brief des EU-Außenamts übermittelt. Ivan Krastev und Mark Leonard sind die Autoren. Auf alle Fälle eine spannende Lektüre.

Auch wenn ich immer an die Notwendigkeit einer EU-Osterweiterung glaubte und diese befürwortete, kommen mir immer mehr Zweifel, ob es den Preis, den wir nicht nur heute dafür bezahlen, überhaupt wert sein kann.

Besserung

Heute geht es mir erstmals seit Anfang letzter Woche wieder etwas besser. Dies aber nicht nur wegen der Stoa, sondern sicherlich wegen der gewohnt bestmöglichen Betreuung durch meine bessere Hälfte, die in den letzten Jahrzehnten doch so einiges mit mir oder besser wegen mir erleiden musste. Manchmal kauft man einfach die Katze im Sack und dass sie bisher noch nicht draufgeschlagen hat, beweist schon alleine, was für ein toller Mensch sie ist!

Allerdings hätte ich mich nicht „bessern“ können, wenn mich nicht ein verantwortungsvoller Arzt erst zu einer Operation überredet hätte und in dessen Folge ein richtig gutes Ärzte-, Schwestern- und Pflegerteam alles daran setzte, um mich wieder fit zu bekommen.

Für mich dabei völlig überraschend, dass in all den Jahrzehnten Krankenhaus- und Klinikaufenthalte mir das Essen zum ersten Mal schmeckte. Ich hätte jede Wette verloren, dass ich jemals eine solche Küche und das dahinterstehende Personal loben würde. Chapeau!

Sicherlich haben auch die Besserungswünsche aus meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zu einer schnelleren Besserung beigetragen. Wenn jetzt alles so weiterläuft, werde ich bereits am 1. Juli 2025 den Studenten zur Verfügung stehen. Detlef Stern hat beständig mitgeplottet und nachgesteuert.

Und auch alle anderen Aktivitäten werde ich ab kommender Woche wieder langsam, aber sicher hochfahren. Meine Leser dürfen sich dabei gewiss sein, das meine „Besserung“ kaum Auswirkungen auf meine Blog-Beiträge haben wird — manche Dinge verändern sich so gut wie nie; selbstverständlich gilt das nicht für Projekte!

Auch aus meinem Blog wurde zwischenzeitlich etwas entfernt, was manche andere Blogger wohl nicht so richtig verstehen werden — ich bitte hier einfach um Nachsicht. Wahrscheinlich wird es aber außer mir kein anderer feststellen.

Meine Besserung betreffend, hoffe ich nun, dass ich nicht erneut den bevorstehenden Hochzeitstag vergesse.

„Betrachte alles, was Dir Freude macht, gerade so, wie wenn Du es sähest, während es blüht! Genieße es!“

Seneca, 17. u. 18. Buch, 104. Brief (2023: 1059)

Müllberg

22.6.02025 4.6 (9)

Beitragsfoto: Müllberg

Vermischtes

Morgen werde ich auf meine Fahrt mit dem meseno-Bus verzichten müssen. Auch wenn es manche Menschen nicht verstehen werden, mir macht Arbeit und beschäftigt sein Freude. Wohl deshalb habe ich auch nie so richtig gearbeitet.

Lustig dabei ist, dass gerade jene, die den Menschen alleine über die Arbeit definieren, alles Mögliche unternehmen, um die Menschen von dieser zu befreien. Auch hierbei wäre ein ganzheitlicher Ansatz um Einiges besser. Und warum muss ein Staat überhaupt darüber entscheiden, ob und wie lange seine Bürger arbeiten dürfen?

Was bei uns die Polizei so macht, wenn sie nicht völlig illegal Grenzen bewachen muss, na, wer weiß es schon? Welse schießen, zumindest in Bayern. Ich hätte da noch ein paar Katzen in der Nachbarschaft, die außer Dreck zu machen sonst nur dumm herumhängen.

Von Gert M. Hofmann durfte ich erfahren, dass der Kilian-Bot weiterhin seine Arbeit verweigert. Ich wiederhole mich dabei gerne, dass es dazu erst einmal einen städtischen Mitarbeiter oder gar eine extra Firma bedarf, die diese Software arbeitsfähig bekommen. Unsere Stadtverwaltung wartet jetzt wohl darauf, dass es bald entsprechende EU-Fördermittel geben wird, um möglichst viele neue Mitarbeiter einstellen zu können und dann die anfallende Arbeit von Beraterfirmen analysieren und extern vergeben zu lassen.

Wir könnten das aber auch wie mit den Mülleimern regeln und die Wohnungseigentümer übernehmen das auch noch mit.

Mullah-Regime

So wie es wohl in jeder Religion völlig verbohrte Irre gibt, so auch im Islam. Nur dürfte es in der heutigen Welt ein Alleinstellungsmerkmal des Islams sein, dass man diese Irren zu Machthabern ganzer Regime macht.

Faktum ist dabei, dass zumindest das Mullah-Regime im Iran Israel und möglichst alle Juden vernichten möchte. Egal wie, selbst mit Atomwaffen. Diese werden in entsprechenden Fabriken seit Jahren geplant und gebaut, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann diese dann einsatzfähig sind.

Und in einem Punkt dürfen wir den Mullahs tatsächlich glauben, nämlich, dass sie damit die Endlösung zumindest für Israel sicherstellen werden. Das ist das einzige Lebensziel dieser völlig durchgeknallten Fanatiker.

Selbst wenn vielleicht noch heute manche Europäer nichts gegen eine Endlösung hätten, sollten wir dennoch die weiteren Drohungen der Mullahs ernst nehmen, die ihre Atomraketen weit über Israel hinaus und bereits bis in den Westen Europas fliegen lassen können. Denn diese völlig verbohrten Irren denken an eine Islamisierung der gesamten Welt und haben grundsätzlich etwas gegen Andersgläubige — auch etwas gegen Atheisten, nicht, dass sich noch jemand ausgenommen fühlt. Selbst andersgläubige Muslime werden nicht vom Mullah-Regime verschont.

Dies mit in Betracht ziehend, muss man den Angriff Israelis auf den Iran als legitime Notwehr, wenn nicht gar als einen völlig legalen präventiven Gegenschlag ansehen.

Von den aktuellen entsprechenden „Rechtsgutachten“ unserer Juristen halte ich übrigens nichts, denn diese verändern ihre Rechtsauffassung und Auslegung von Gesetzen schneller als Soldaten ihre Unterwäsche wechseln können. Mein ehemaliger Völkerrechtsprofessor und späterer Verteidigungsminister ist mir dabei ein ganz nettes Beispiel.

Auch wenn ich überhaupt in Nichts mit Donald Trump übereinstimme, so war der vermeintliche Einsatz der US-Streitkräfte — nichts Genaues weiß man noch nicht — gegen die iranischen Atomanlagen völlig notgedrungen und hätte bereits vor Jahren zumindest nach meiner Auslegung des Völkerrechts von den Vereinten Nationen angeordnet werden müssen.

Und so müssen, ob sie es wollen oder nicht, die US-Amerikaner wieder einmal die „Drecksarbeit“ für die Weltgemeinschaft erledigen. Wir bigotten Europäer werden es ihnen wie immer danken!

Nachtrag

Hier die Begründung für den israelischen Angriff auf den Iran von Amos Yadlin: „Why Israel Had to Act“ (21.6.2025).

Nachtrag 27.6.2025

Leider habe ich einen völlig anonymen Beitrag hierzu erhalten, den ich nun doch mit einfügen werde.

„Ich finde den Text ehrlich gesagt ziemlich problematisch. Schon am Anfang wird behauptet, Fanatismus sei sozusagen eine Spezialität des Islams. Das ist nicht nur falsch, sondern schürt bewusst Vorurteile. Fanatiker gibt es leider überall, in jeder Religion und Weltanschauung. Auch die Aussage, dass Israel irgendwann gezwungen sei, sich mit einem \”präventiven Gegenschlag\” zu verteidigen, klingt wie eine Rechtfertigung für einen Angriffskrieg. So etwas sollte man nicht leichtfertig gutheißen, egal gegen wen. Gewalt ist nie einfach nur „Drecksarbeit“, die jemand für den Rest der Welt erledigt. Das Töten von unschuldigen Zivilisten in Gaza (über 50.000), davon über 15.000 Kinder, zählt wohl auch zur israelischen Drecksarbeit, die von Deutschland unterstützt wird. Und ja, Kritik am iranischen Regime ist wichtig und richtig, aber das hier pauschalisiert auf eine Art, die alle Muslime oder Andersdenkende in ein gefährliches Licht rückt. Das macht echten Dialog unmöglich und gießt nur weiter Öl ins Feuer. Solche Texte helfen nicht weiter. Im Gegenteil – sie vergiften das gesellschaftliche Klima und fördern Spaltung statt Verständnis.“

Anon per anonymer E-MAil (27.6.2025)

Im Falle, dass Sie meine Antwort nun lesen, hier zwei Anmerkungen. Es handelt sich hierbei um keine Verteufelung des Islams. Und schon gar nicht um die Unterstützung eines vermeintlichen Völkermords an über 50 000 Palästinensern, darunter angeblich 15 000 Kindern.

Ich befürchte, dass Sie meinen Beitrag nicht so richtig verstanden haben oder verstehen wollen. Oder Sie kommen gar aus einer Kultur, in der nur die Führermeinung wiedergegeben werden darf.

Lebenswert

Das Erfreulichste an der Sendung „Ludwigshafen, Heilbronn oder Reutlingen – Wie werden Deutschlands Städte lebenswerter?“ von ZDF heute ist, dass wir nicht die hässlichste Stadt Deutschlands sind, sondern „nur“ als Dönerbronn vermarktet werden.

Dennoch ist unsere Stadt weiterhin lebenswert, vorausgesetzt allerdings, man muss keiner spezialisierten oder hochqualifizierteren Arbeit mehr nachgehen, denn dann bleibt es nicht aus, dass man in größere Städte pendeln muss. Und so ist es weiterhin sehr dringend notwendig, dass wir das Ein- und Auspendeln verbessern, damit neben den zahlreichen Rentnern nicht nur noch die glücklichen Kunden der Dönerläden und Nagelstudios übrig bleiben.

Man sollte dabei auch dringend einmal untersuchen, wie viele Heilbronner, die alleine wegen der Arbeit Heilbronn verlassen mussten, z. B. weil das Bahnpendeln mit der Ausnahme nach Stuttgart seit Jahrzehnten weiterhin unmöglich ist, später wieder in ihre Heimatstadt zurückkehren. Ich behaupte, das ist ein sehr guter Indikator für die Lebensqualität Heilbronns.

Loben muss ich diesbezüglich Dieter Schwarz, denn ohne ihn stünde unsere Stadt noch wesentlich schlimmer da. Wir hätten längst Ludwigshafen abgelöst und wären einzig und alleine nur noch Deutschlands größtes Weindorf — wobei jeder außerhalb unseres Rathauses seit Jahren weiß, dass das mit dem Wein schon lange nicht mehr zukunftsfähig ist.

Schimpfen muss ich mit unseren Gemeinderäten und der Stadtspitze, die kein einziges tragfähiges Konzept ohne Dieter Schwarz umsetzen können. Andere Städte können dies doch auch!

Was wäre in Heilbronn nur alles möglich, wenn man neben einem schwerreichen Gönner auch noch qualifizierte Stadtverantwortliche hätte!

Bis dahin bleiben selbst die Wein- und dank des Gemeinderats auch künftigen Dönertouristen weiterhin auf ihrer Anfahrt in Mannheim oder Würzburg hängen.