Blitz

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Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Es gibt zwei Arten von Menschen, jene die bei Renault an ein Auto denken und jene, die sofort in Erinnerungen schwelgen und eine neue Flasche Renault öffnen.

Anlässlich des Geburtstages meines Jüngsten war ein junger Franzose bei uns zu Gast und die Unterhaltung fing bei Musik an, führte über die Politik und wir kamen aus irgend welchen Gründen auch immer auf Renault zu sprechen.

Als Ergebnis konnte ich eine alte Flasche Renault, auf alle Fälle älter als die anwesende Jugend, öffnen und zu meiner großen Freude stellten alle sofort und unisono fest, dass Cognac nicht immer Cognac ist.

Jean-Antonin Renault gründete bereits 1835 in Cognac eine Weinbrennerei. Er war dabei der erste Hersteller, der seinen Cognac in Flaschen und nicht in Fässern lieferte, um den intendierten Geschmack und eine gleichbleibende Qualität erhalten zu können.

Auch wenn ich in meinem Keller noch andere Cognac-Marken lagern habe und auch vor einem Armagnac nicht zurückschrecke, greife ich weiterhin sehr gerne auf einen Renault zurück.

Übrigens, im Gegensatz zum Doppelbrandverfahren der Cogancs wird Armagnac einfach destilliert und im Anschluss in Eichenholzfässern gelagert.


Wertstoffsammelstelle

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Beitragsfoto: Wertstoffsammelstelle | © Bettina Kümmerle

Sprachlos

Gerade muss ich miterleben, wie sich die Jugendorganisation unseres Verbandes selbst zerlegt. Eigentlich war es aber absehbar, nämlich als die ersten JEF nicht mehr wussten, in was für einem Verband sie eigentlich Mitglied geworden waren, wenn sie es dann feststellten, die Ideen unseres Verbandes nicht mittragen konnten, und sich zudem verstärkt Dingen wie dem Gendern oder regelmäßigen Layout- wie Logo-Änderungen widmeten.

Inzwischen sind die JEF inhaltlich tot und tingeln nur noch als politische Zombies durchs Land. Das wäre noch halbwegs zu ertragen, wenn diese „Jugendlichen“ (bis 35 Jahre!) nicht immer Erwachsene mit ihren inhaltslosen Vorträgen, Präsentationen und Konzepten belästigen wollten.

Europäischer Brief

„Nach dem politischen Erdbeben, das durch die Ergebnisse der Europawahlen ausgelöst wurde, wird immer deutlicher, dass der Aufbau einer demokratischen europäischen Souveränität der einzige Weg ist, um den von nationalistischen und antieuropäischen Kräften verfolgten Plan der demokratischen und bürgerlichen Rückständigkeit zu stoppen.

Zu Beginn der neuen Legislaturperiode ist es daher unerlässlich, dass die proeuropäischen Kräfte ihre Unterstützung für die neue Kommission nicht nur von der Unterstützung der Ukraine im Widerstand gegen die russische Aggression abhängig machen, sondern vor allem von der Verpflichtung abhängig machen, das Europäische Parlament in seiner Forderung nach einer Reform der Verträge zu unterstützen und für die Einberufung des Konvents zu kämpfen.“

Anschreiben zum Europäischen Brief N° 80 | Juni 2024 (19.6.2024)

Den aktuellen Europäischen Brief können Sie unter diesem Link finden. Aber auch hierbei muss ich feststellen, dass man zwar viel schreiben, dies aber wenig bis überhaupt nichts nützt, wenn man seine Mitbürger nicht dazu bewegen kann, um endlich selbst einmal tätig zu werden.

Dies sieht man ganz gut seit fast 80 Jahren an unserer Europäischen Idee und auch schon seit ein paar Jahrzehnten an den vergeblichen Versuchen, um den menschengemachten Klimawandel in den Griff zu bekommen.

Gäste

Die letzten Tage hatten wir Gäste aus anderen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland zu Besuch. Diese nutzten auch die Gelegenheit, um Heilbronn auf eigene Faust kennenzulernen. Erstaunt waren sie dabei wie anscheinend ganze Familien-Clans Altkleider-Container leer räumen und den Müll dann auf der Straße verteilen. Und fast wäre ein Gast von einer Türkenhochzeit auf dem Gehweg überfahren worden, als nämlich ein Feiernder die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

So erstaunte es mich nicht als gleich mehrere Gäste fragten, ob es in Heilbronn nicht so etwas wie einen Ordnungsdienst oder gar Polizei gäbe? Ich versicherte ihnen, dass es dies alles auch bei uns in Heilbronn gibt, wir Heilbronner aber einfach Dreck, Unordnung und Gefahr lieben, denn sonst hätten wir nicht jüngst den alten neuen Gemeinderat in seinem Tun und Unterlassen bestätigt.

Jeder Bürger bekommt genau die Stadt, die er auch verdient.

„Aber hier, wie überhaupt,
Kommt es anders, als man glaubt.“

Wilhelm Busch, Plisch und Plum (1882)

Freie Wähler 2022

Entlastung 4.8 (8)

Beitragsfoto: Freie Wähler 2022 | © FWV HN

Nach unserer Rückkehr nach Heilbronn begannen meine bessere Hälfte und ich uns auch wieder in der Lokalpolitik zu engagieren. Als Vorsitzender der EUROPA-UNION kam für mich dabei das parteiliche Engagement nicht infrage. Mein Vorgänger im Amt war vor Jahren wohl deswegen auch Stadtrat der Freien Wähler gewesen, obwohl er selbst politisch festgelegt war.

2017 schafften es der damalige Vorsitzende und ehemaliger Klassenkamerad Stefan Fiebig zusammen mit dem Ehren- und damaligen Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Heiner Dörner mich für eine Mitarbeit bei den Freien Wählern zu gewinnen. Etwas zu spät nahm dann 2018 der Wahlkampf Fahrt auf und ich entschloss mich für den Gemeinderat zu kandidieren, dies mit dem Ziel die ehrenamtliche Vereinsarbeit in Heilbronn zu stärken und zudem den Heilbronnern mit Migrationshintergrund eine Stimme zu geben.

Mein Vorhaben scheiterte glorios, aber der Wahlkampf machte mir insgesamt Spaß und ich konnte dabei Herbert Burkhardt als Wahlkämpfer kennen und schätzen lernen. So beabsichtigte ich, auch wieder 2024 anzutreten, und nahm das dreijährige Plätschern der Vereinsarbeit der Freien Wähler zur Kenntnis und auch regelmäßig an deren Stammtischen teil.

Wohl von Herbert Burkhardt motiviert aber auch folgerichtig, starteten die Freien Wähler 2022 in den Wahlkampf, und ich musste völlig überrascht zur Kenntnis nehmen, wie dabei nicht nur die Fraktion, sondern der gesamte Verein zerbröselte.

Und so durfte ich nun in den letzten beiden Jahren nicht nur versuchen, die Freien Wähler wieder als Verein aufzustellen, sondern auch den Wahlkampf so zu führen, dass wir wieder als Fraktion einziehen können. Schön wäre es gewesen, wenn ich dabei auch zum Zuge gekommen wäre.

Gestern hat sich nun die Fraktion der Freien Wähler konstituiert und ich habe die drei Gemeinderäte gebeten, mich nun aus meiner Verantwortung als Vereinsvorsitzender zu entlasten. Dies hat gleich mehrere Gründe, denn zum einen werde ich 2029 zu alt für einen Gemeinderatssitz sein (zumindest aus meiner Überzeugung!) und zum anderen werde ich keinen zweijährigen Wahlkampf mehr erfolgreich führen können.

Dies beachtend, ist es ganz folgerichtig, dass sich nun in dem dreijährigen „Plätscherzeitraum“ ein neuer Vereinsvorstand bildet — mit mindestens einem Stadtrat und mindestens dann als stv. Vorsitzender — und sich so festigt, dass man als Team ab 2027 wieder in die Vollen gehen kann. Wie ich es bereits bei meiner Wahl als Vereinsvorsitzender 2022 angekündigt habe, können wir 2024 wieder den Fraktionsstatus erreichen (was geschehen ist!) und dann auch 2029 die zweitstärkste Fraktion im Heilbronner Gemeinderat werden!

Deswegen ist es jetzt zwingend, dass sich noch dieses Jahr ein neuer Vereinsvorstand konstituiert und gemeinsam das Projekt 2029 ins Visier nimmt!

Ich habe mich gefreut, von 2017 bis 2024 ein Teil von diesem Projekt gewesen sein zu dürfen, ich habe dabei sehr viele nette und interessante Menschen kennenlernen dürfen, manche dabei besser, als es mir lieb war.

Aber jetzt ist es gut und ich freue mich schon darauf, wenn sich unsere Stadt ab 2029 zum Besseren entwickeln wird.