Adventsgedanken

Gedanken zum Advent 5 (2)

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Traditionell werden wir Bürger spätestens mit Beginn des Advents von unseren Kirchen und immer mehr „Hilfsorganisationen“ darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht überall in der Welt so geordnet und zivilisiert zugeht, wie hier bei uns in Deutschland.

Spätestens seit unsere Medien den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus wagen, was bestimmt mit der zunehmenden Verfügbarkeit des Internets für alle Bürger zusammenhängt, wissen wir auch aus anderen Quellen, dass unsere Welt nicht überall so in Ordnung ist, wie hier bei uns.

Und spätestens seit 2015 wissen wir alle, dass es sehr, sehr viele Menschen außerhalb Deutschlands gibt, deren Ziel es ist, hier bei uns Fuß zu fassen oder zumindest von unserem „Wohlstand“ ihren Teil abzubekommen.

Aber spätestens seit dem, auch bei uns, zunehmenden Auftreten von COVID-19, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Welt selbst bei uns nicht mehr so in Ordnung ist, wie wir es „schon immer“ gewohnt waren, und wie es sich die vielen neuen Zuwanderer weiterhin erhoffen und versprechen.

Ich spreche dabei nicht von den verstärkt auftretenden Trinker-, Bettler- und Hausiererhorden, die sich so gerne um unsere Kirchen herum und in den Fußgängerzonen zusammenrotten, oder von der zunehmenden Vermüllung unserer Städte, Dörfer und Landschaften.

Ich spreche dabei auch nicht über Landesregierungen, die sich um die Verteilung von Impfdosen und Beatmungsgeräten streiten, oder Mitbürger, die sich um Klopapierrollen balgen, sondern von den wirklich bemerkenswerten Änderungen in unserer Gesellschaft.

Denn inzwischen fliegen bei uns bundesdeutsche Militärmaschinen Kranke durch die gesamte Republik, Bundeswehrsoldaten helfen in Krankenhäusern aus und sind wohl aus keiner Stadtverwaltung mehr wegzudenken, während viel zu viele unserer Mitbürger weiterhin auf ihr „Recht auf Vergnügung“, ihr „Recht auf Ignoranz“ oder gar auf ihr Recht, einfach nur asoziale Idioten sein zur dürfen, pochen.

Jede Gesellschaft wird von ihren Leistungsträgern im wahrsten Sinne des Wortes getragen, die immer auch eine bestimmte Menge an „ganz besonderen“ Mitbürgern mitschleppen können, und, wenn es „rund läuft“, zudem gerne auch mit Spenden und weiteren Hilfen dazu beitragen, dass andere weniger erfolgreiche Regionen und Gegenden dieser Welt, wie zum Beispiel das Saarland oder Berlin, „am Leben erhalten“ werden können.

Sehr viele dieser Leistungsträger wissen leider inzwischen aber nicht mehr, wie sie ihre Firmen, Unternehmen oder Geschäfte am Leben erhalten, wo sie die Mittel herbekommen, um überhaupt noch ihre Steuern zahlen, wie sie jemals die angehäuften Überstunden oder Urlaubstage halbwegs wieder abbauen oder wie viele Kinder, Schüler, Kranke oder Alte sie noch betreuen können?

Der Advent, eigentlich eine Zeit, um ein wenig selbst zu „entschleunigen“, und diese freie Zeit dann zu nutzen, um über sich, seine Lieben und den Rest der Welt nachzudenken.

Glücklich können sich jene Mitbürger schätzen, die in diesen Tage dazu auch die Gelegenheit finden oder bekommen.

Sollten Sie selbst zu diesen glücklichen Menschen gehören, dann glaube ich, wäre es ganz gut, zu überlegen, wie wir gerade jenen Menschen helfen oder diese gar ein wenig unterstützen können, die sich in einer weniger komfortablen Situation befinden.

Und so wie bereits schon ein Euro Spende an „Brot für die Welt“ Großes bewirken kann, so kann auch das kleinen Stück Müll, das nicht auf der Straße, sondern im Mülleimer landet oder der gut sitzende Mundschutz bzw. der ausreichende Abstand zum Nachbarn, oder gar eine aufgefrischte Impfung, wie z. B. gegen die Grippe oder auch gegen COVID-19, für uns allesamt Großes bewirken.

Und wenn Ihnen gerade in dieser Adventszeit ein Mitbürger begegnet, der vor lauter Arbeit keine Zeit zum Reflektieren hat, dann wäre ein einfaches Dankeschön an diesen eine kleine aber bestimmt sehr nette Geste.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine besinnliche Adventszeit und hoffe, dass möglichst viele von uns unbeschadet in das kommende Jahr gelangen.

„Man muß die Segel in den unendlichen Wind stellen, dann erst werden wir spüren, welcher Fahrt wir fähig sind.“

Alfred Delp, Das Gesetz der Freiheit, Epiphanie 1945

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27.11.02021 5 (1)

Foto: Allee | © Shutterstock

Tunnel & Spurenstoffe

Erfreulich ist, dass der Verein Lerchenbergtunnel weiter am Ball bleibt, und wir deshalb erstmals auch Pläne für Radwege in Heilbronn zu Gesicht bekommen. Jetzt hoffen wir einmal, dass bei dieser Aktion nicht nur die „Gutachter“ — wieder einmal sind 120 000 Euro einfach so weg — etwas davon haben, sondern, dass das Ganze zu einem stimmigen Fuß- und Radwegenetzwerk in Heilbronn führt. Was würde bloß unsere Stadtverwaltung ohne engagierte Bürger machen?

Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass Heilbronn wieder einmal nur halbe Sachen macht. Die entsprechende Entschuldigung dafür — keine gesetzliche Verpflichtung — seitens der Stadtverwaltung lässt tief blicken. Alleine mit dieser Entschuldigung könnten wir Bürger unsere Stadtverwaltung gewaltig ausdünnen und doch so einiges an Steuern sparen!

Aber zurück zur halbe Sache. Vor kurzem konnte ich noch davon berichten, dass unsere Kläranlage modernisiert wird. Leider aber verzichtet die Stadtverwaltung auf ein zusätzliches Reinigungsverfahren für sogenannte Spurenstoffe — wohl aus Kostengründen. Was u. a. in Ulm, einer vergleichbaren Großstadt, schon längst Usus ist, wird in Heilbronn wohl noch ein paar Jahrzehnte auf sich warten lassen.

Wir Heilbronner „investieren“ dafür lieber in Berater und Gutachter aller Art sowie in Magazine und Zeitungen, die nette Artikel über uns schreiben und uns als Stadt schöne Titel verleihen.

Wahlalter

So sehr ich selbst die beabsichtigte Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre begrüße, so möchte ich doch gerne darauf hinweisen, dass dies weitere Folgen haben muss. Eine der Folgen ist die entsprechende Anpassung des Jugendstraf- und Jugendschutzgesetzes. Eine politische Mündigkeit ist erst dann gegeben, wenn sie auch mit Verantwortung verbunden ist.

Weitere Folgen sind dabei auch, die Heirat mit 16, nicht nur der Führerschein, und auch der offizielle Zutritt zum Erhalt von Drogen aller Art. Nicht zu vergessen, dass man dann auch mit 16 wieder seinen Wehrdienst leisten können muss.

Kreisversammlung

Trotz der schwierigen, Pandemie bedingten, Lage kamen mehr Europäische Föderalisten zur inzwischen 68. Kreisversammlung der EUROPA-UNION Heilbronn als erwartet. Sehr gefreut habe ich mich zudem darüber, dass viele Mitglieder ihr Fehlen vorab entschuldigten und damit ebenfalls ihr Interesse am Verband bekundeten.

Unsere „Aktion 500“ stieß bei den Mitgliedern auf großen Zuspruch. Auch begrüßten sie unsere Absicht, den Europa-Ball in Heilbronn zu reaktivieren. Dieser wird erstmals wieder am Samstag, 23. Juli 2022 in Heilbronn stattfinden und sicherlich wieder ein Highlight im Heilbronner Veranstaltungskanon werden.

Sehr schwer taten sich vor allem die Vertreter der Partnervereine der EUROPA-UNION mit der nur folgerichtigen und verständlichen Absage des Treffpunkts Europa auch für 2022. Sie baten aber den Kreisvorstand erneut zu prüfen, in wieweit ein Treffpunkt Europa zukünftig in Heilbronn möglich sein wird.

Ich konnte im Namen des Kreisvorstandes „unseren“ Mitgliedern eine solche Prüfung gerne versprechen, musste alle aber auch erneut darauf hinweisen, dass Menschen oder gar Bevölkerungsgruppen, die nicht wählen gehen, zumindest im politischen Leben nicht stattfinden und damit auch seitens der Politik weder wahrgenommen werden, noch eine Unterstützung erhalten.

Ein erstes Zeichen können betroffene Heilbronner dadurch setzen, indem sie am 6. Februar 2022 Kandidaten, die sich nachweislich und ganz offensichtlich weder für unser Europa noch für den Treffpunkt Europa interessieren, nicht wählen werden. Man merke sich: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber!“

Geburtstag des Tages

Jimi Hendrix


Maskerade

26.11.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Minister & Staatssekretäre

Vor Urzeiten haben Regierungschefs noch für die notwendigen Aufgaben qualifizierte Minister und später, als die Minister immer inkompetenter wurden, zusätzlich noch, diese fachlich ersetzende, Staatssekretäre benannt.

Heute, wo der Wähler bei der Auswahl seiner Regierungschefs fast nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, erstaunt es auch nicht mehr, dass Qualifikation (Eignung, Leistung und Befähigung) bei der Vergabe von Regierungsfunktionen überhaupt gar keine Rolle mehr spielt.

Wir können dies erneut bei der Vergabe der aktuellen Bundesämter mitverfolgen und, wer glaubt, dass bei der Besetzung der selbst aktuell unbeliebtesten Positionen, wie etwa Gesundheits- oder Verteidigungsminister, fachliche Gründe oder zumindest eigene Erfahrungswerte — ich denke da ganz unbedarft an Dr. Karl Lauterbach — zum Tragen kommen könnten, der hat sich wohl erneut getäuscht. Aber noch sind die Ernennungsurkunden nicht gedruckt, und vielleicht nutzen die neuen Koalitionäre tatsächlich die Chance, einmal wirklich etwas ändern zu wollen.

So wie es aber bei den Grünen gestern und heute aussieht, ändert sich auch hierbei nichts: das Gerangel um die Futtertröge kennt keine Gnade — Fachkompetenz setzt sich auch dort nicht durch, eher die Kunst, ungestraft an billige Anzüge oder an Freikarten zum Fußball zu kommen; eine Stärke, die bei einer anderen „Parteifamilie“ zum politischen Inhalt wurde.

100 000 +

Sehr viele dieser an COVID-19 oder mit COVID-19 verstorbenen Bundesbürger könnten heute noch leben, wenn unsere Volksvertreter ihre Hausaufgaben bereits vorab gemacht hätten — das nennt man Krisenvorsorge und Planung — und auch sofort mit Beginn der Pandemie verantwortungsvoll und, einer lebensbedrohlichen Situation, angemessen agiert hätten.

So bleiben uns diese Gesundheitsminister und doch so einige Abgeordnete nur deshalb in Erinnerung, weil sie einzig an ihren jeweiligen Karrieren gearbeitet, oder schlimmer noch, sich an der Not von uns allen selbst bereichert haben.

Und es steht zu befürchten, dass wir alle nichts daraus lernen, und kaum wird diese Pandemie in ein oder zwei Jahren Geschichte sein, das selbe „Programm“ erneut mit der nächsten Krise abgespult werden wird — „das haben wir schon immer so gemacht!“


Website des Tages

Charles M. Schulz Museum

The mission of the Charles M. Schulz Museum and Research Center is to preserve, display, and interpret the art of Charles M. Schulz.


Geburtstag des Tages

Charles M. Schulz