Blitz

Nostalgie 4.5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Ende der 1980er-Jahre war Putlos gut zwei Jahre lang meine Heimat. Ich dürfte damals mit gut jedem zweiten Maulwurf auf Du und Du gewesen sein. Damals herrschte auch noch viel mehr Betrieb; wenn die Übungstruppe nicht vor Ort war, gehörte der gesamte Platz uns und wir konnten bis zum Geht nicht mehr üben, üben und nochmals üben.

https://youtu.be/eh7JGDrlEoY?si=51Ek8KGSG8Aro2lJ

Wenn ich nun so den Platz sehe, stelle ich erneut fest, dass Naturschützer und Zivilisten einem echten Naturschutzgebiet einfach nicht gut tun — sie sind dabei sogar immer stolz darauf, dass sie das Gebiet ausplündern, wo sie es nur können. Spätestens in ein paar Jahren wird es auch hier so aussehen wie in unseren sonstigen Naturschutzplantagen. Jeder verschwundene Übungsplatz ist ein herber Verlust für die Natur!

Wenn man nun nach dem Betrachten dieses Videos glaubt, dass der Übungsplatz wunderbar ist, dann hätte man ihn erst einmal erleben müssen als es dort nur uns Soldaten gestattet war, das Leben zu genießen. Wir arrangierten uns sowohl mit der Flora als auch mit der Fauna, die vor ein paar Jahrzehnten eindeutig noch weit besser dastanden — ok, die vielen Schnaken konnten einem die Nächte zur Hölle machen.

Das Wild war dabei professioneller als viele unserer Soldaten, wunderbar mit anzusehen, wie die Tiere das Zielgebiet von ganz alleine und erst ganz kurz vor Schießbeginn verließen und gegen Schießende — selbst wissend, sobald ein Nachtschießen auf einer Bahn angesetzt war — ungeduldig am Rand der Schießbahn warteten, bis der jeweilige Sicherheitsoffizier den Platz wieder frei gab.

Unvergessen die Nächte am Strand selbst oder im strandnahen Wald! Unvergessen aber auch die Begegnungen mit den Gästen des Feriendomizils gleich nebenan, die sich gerne am Zaun drängten, sobald wir uns etwas zu weit in deren Nähe begaben.

In der Nähe von Köln gab es einmal einen kleinen Übungsplatz, wo fast mannshohe Farnfelder die besten Übungsmöglichkeiten boten. Kein Jahr nach Öffnung des Platzes war das Farn fast ausgestorben — Naturschutz à la Deutschland.


Fediverse Reactions
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Wehrpflicht 4.4 (8)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Eine sogenannte Wehrpflicht wird wie zuvor auch nur noch jene in die Bundeswehr bringen, die die Politik von der Straße haben möchte: Wehrunfähige, Zivilversager und moralisch völlig Ungeeignete.

Wir müssen endlich akzeptieren, dass wir eine Nation der Drückeberger sind!

Zudem benötigt die Bundeswehr des 21. Jahrhunderts, wie übrigens alle demokratischen Streitkräfte auch, nur noch die besten der Besten unserer Gesellschaft.

Schlümpfe, Deppen und Kriminelle helfen nur Streitkräften wie z. B. jenen Russlands weiter, die man dann gut als Kanonenfutter verheizen kann.

Da wir aber schon sehr lange einen Mangel an qualifizierten Staatsbürgern haben, muss man wie folgt vorgehen:

  • Anwerbung von Soldaten aus anderen Ländern, die dann Deutsche werden. Das war schon im alten Rom notwendig und üblich;
  • Roboterisierung der Streitkräfte;
  • Eine Erhöhung der Besoldung, sodass auch die Besten unserer Gesellschaft diese als attraktiv erachten;
  • Endlich eine Militärkonzeption umsetzen, die der Verteidigung und nicht der Wirtschaftsförderung dient.

Damit schaffen wir zukunftsfähige Streitkräfte, die auch über ausreichend Personal verfügen. Damit wird auch die Bundeswehr insgesamt attraktiver und gesellschaftlich voll und ganz anerkannt.

Im Endeffekt ist dann jeder Bürger ganz offiziell ein Schlumpf, den die Bundeswehr nicht haben wollte. Und so werden unsere Schlümpfe alles daran setzen, dass die Bundeswehr weiter in Richtung Sowjetarmee mutiert!

Nachtrag:

Schlümpfe sind bekanntlich (meist) nette Wesen, nur ist mit ihnen kaum ein Staat zu machen.


Blitz

5 Prozent 5 (6)

Beitragsfoto: Glühbirne | Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Aufgrund der US-Drohungen und ganz besonders wegen der existentiellen Bedrohung, die von der Russischen Föderation ausgeht, sind die NATO-Mitgliedsstaaten so langsam dazu bereit, wenigstens über 3,5 Prozent für Verteidigung, aber dies erst im kommenden Jahrzehnt nachzudenken.

Ganz folgerichtig ergänzen sie die 5 Prozent-Forderung der USA mit 1,5 Prozent für Infrastruktur, welche selbstverständlich der Verteidigung dienen soll.

Auch wenn unsere Volksvertreter weiterhin keine Ahnung von Verteidigung oder einfach nur völlig andere Schwerpunkte haben, sind die 5 Prozent, für den Fall, dass sie sich noch rechtzeitig auswirken, ein guter Schritt in die notwendige Richtung.

Aktuell geben wir 179,3 Milliarden Euro für Arbeit und Soziales (Essen und Trinken) aus, während wir nur 53,25 Milliarden Euro für Verteidigung ausgeben, wobei davon wieder — in der Realität — die Masse für Arbeit und Soziales ausgegeben wird — die Korruptionskosten einmal herausgerechnet.

Wir sollten endlich unsere Sicherheits- und Verteidigungspolitik ganzheitlich betrachten und unseren Bundeshaushalt entsprechend ausrichten. Was nicht für Verteidigung, Infrastruktur oder Bildung benötigt wird, kann man gerne anderweitig ausgeben.

Schnell wird man dabei feststellen, dass dies, da man nun wieder die richtigen Schwerpunkte hat, überhaupt kein Problem mehr sein wird — man wird sogar wieder mit Gewinnen wirtschaften können.

Das Problem dabei, wir wollen es nicht!