Lesezeichen

Gute Schulen 5 (5)

Beitragsfoto: Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Sarah Mervosh | The New York Times

Who Runs the Best U.S. Schools? It May Be the Defense Department. — Schools for children of military members achieve results rarely seen in public education (zuletzt aufgerufen am 15.10.2023, 09.50 Uhr; meine Leser können den Beitrag übrigens kostenfrei lesen).

„With about 66,000 students — more than the public school enrollment in Boston or Seattle — the Pentagon’s schools for children of military members and civilian employees quietly achieve results most educators can only dream of.“


Da unser öffentliches Schulsystem immer mehr in Trümmern liegt und die Kinder von Soldaten ganz besonders darunter zu leiden haben, wäre es eine sehr feine Sache, wenn wir in Deutschland ein ähnliches System etablieren könnten.

Bundesdeutscher Neid und Missgunst werden dies sicherlich zu verhindern wissen.


Blitz

Metropole 5 (4)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Während der OB und die Heilbronner Stimme Heilbronn bereits als aufstrebende Metropole bezeichnen, müssen wir Bürger dennoch ein paar Fragen stellen dürfen, auch wenn dies für die Heilbronner Stadtverantwortlichen und ihre Hofberichterstatter nur bloßes Gemecker ist.

Selbst wenn Heilbronn gemäß einer völlig antiquierten Einschätzung weiterhin als Großstadt gilt, müssen wir Bürger anerkennen, dass wir zu Wasser, Land und Luft von den Verkehrsströmen weitestgehend abgekoppelt sind. Die Bahn wird nur noch als Straßenbahn aufrechterhalten und stellt — wenn wir Glück haben — auch noch den Anschluss zu echten Hauptbahnhöfen wie Stuttgart, Mannheim und Würzburg sicher. Wenigstens darüber kann man den Luftweg erreichen.

Der Wasserweg nach Heilbronn wird mittelfristig stillgelegt und der Neckar dient dann nur noch ein paar Ausflugsdampfern und Segelboten. Die Bundesautobahnen hingegen können mangels Alternativen das zu erwartende Verkehrsaufkommen nicht mehr länger stemmen.

Neben all der, eine Großstadt unmöglich machende, maroden Infrastruktur kommt noch erschwerend mit hinzu, dass die Heilbronner Bevölkerung nicht nur deutschlandweit als bildungsschwach angesehen wird und trotz vielfältiger und völlig unkoordinierter Bemühungen der Bürgerschaft keine Besserung in Sicht ist.

Beides wird mittel- bis langfristig sehr negative Auswirkungen auf Handel und Gewerbe haben und dazu führen, dass produktivere Bevölkerungsteile aus Heilbronn und seinem Umland abwandern werden.

Dies erkennend, sollten wir Heilbronner uns endlich einmal realistische Ziele setzen und Heilbronn eher zu einer prächtigen Mittelstadt — der Perle des Unterlands — gerne auch als Touristeneldorado ausbauen.

Auf jeden Fall aber ist es an der Zeit, dass der Gemeinderat und die Stadtverwaltung endlich tragbare Pläne und Konzepte entwickeln, wie wir Heilbronn weiterhin als Stadt erhalten können.

Folgende Fragen drängen sich dabei ganz spontan so richtig auf:

  • Wie soll die Innenstadt in Zukunft aussehen?
  • Kann Heilbronn eine auf Ladengeschäfte basierende Fußgängerzone in der aktuellen Größe überhaupt noch stemmen? Was wären die Alternativen?
  • Kann der vorhandene Investor des Wollhauszentrums überhaupt die für eine Entwicklung notwendigen Hunderte von Millionen Euro aufbringen? Wäre es dabei nicht sinnvoller, dass bis zur Klärung Stadtverwaltungsmitarbeiter andere realisierbare Projekte begleiten und nicht weiterhin mit Wolkenkuckucksheimen planen müssen?
  • Kann eine verdichtete Heilbronner Innenstadt zukünftig überhaupt noch infrastrukturell versorgt werden?

Weinberg

8.9.02023 5 (4)

Beitragsfoto: Weinberge

Belehrung

Heute wurde ich schriftlich darüber belehrt, dass es „die Presse“ nicht gibt und, dass man gerne gekommen wäre, wenn es eine passende Einladung gegeben hätte.

Hintergrund der Belehrung ist der folgende Satz, den ich auf der Website der Freien Wähler veröffentlicht habe:

„Bedauerlich war nur, dass weder ein Pressevertreter noch Vertreter der anderen Gemeinderatsfraktionen vertreten waren.“

Freie Wähler, 6. September

Die betreffende Freie Wähler-Veranstaltung dürfte die meist beworbene in der Geschichte unseres Vereins gewesen sein; auf jeden Fall war der Zuspruch der Heilbronner immens.

Ich weiß jetzt auch nicht, wie wir es noch besser hätten machen können?

Infrastruktur

Die Protagonisten, die die Heilbronner Infrastruktur weiterhin gegen die Wand fahren, treffen sich gerne traditionell und öffentlichkeitswirksam bei der Eröffnung des Weindorfs — man kennt seine gemeinsamen Schwerpunkte.

Und so verwundert es nicht, dass wir gerade im Zuge der Weindorferöffnung in der Heilbronner Stimme lesen können, dass der Schleusenausbau nicht kommen wird (Heilbronner Stimme, 8.9.2023: 6), genau so wie man bei der Frankenbahn weiterhin nicht bereit ist, wenigstens die letzten Kriegsschäden zu beseitigen. Jetzt bin ich einmal sehr gespannt darauf, welche Hiobsbotschaften uns noch die kommenden zehn Tage so ganz en passant vermittelt werden.

Was uns aber alles bis zum Ende des Weindorfs nichts machen wird, so lange das Viertele ab 2 Euro 50 Cent zu haben ist. Und wenn wir ganz ehrlich zu uns selber sind, das mit der Großstadt haben wir noch nie wirklich gewollt: Deutschlands gemütlichstes Weindorf und dies das ganze Jahr über reicht schon.

Weindorf

Von Anfang an durfte ich das Weindorf — die fünfte Heilbronner Jahreszeit — aus nächster Nähe miterleben und habe deswegen meine ganz persönliche Meinung dazu. Faktum aber ist, dass es wohl eines der ältesten Weindörfer (seit 1971) in Baden-Württemberg ist und inzwischen an elf Tagen gut 200 000 Besucher anlockt.

Gestern war der Beginn des 51. Weindorfs, ich konnte dabei bestaunen, mit welcher Geduld die Besucher aus den Vororten und den Landgemeinden mit ihren Autos durch die Stadt touren, nur um ja kein Parkhaus anfahren zu müssen. Und gleich zu Beginn haben sich unsere Wengerter nicht nur im SWR zur besten Sendezeit über die Doppelbelastung beschwert, die sie mit dem Weindorf auf sich nehmen müssen.

Als guter Bürger habe ich mich nun dazu entschieden, unsere Wengerter wenigsten ein klein wenig zu entlasten, indem ich erst gar nicht aufs Weindorf gehe.

Nachtrag

Jetzt rächt es sich wieder einmal, dass Heilbronn kaum bis keine öffentlichen Toiletten hat. Ich freue mich schon richtig darauf, in den kommenden Tagen erneut den Kot aus den Hauseingängen oder gar den Treppenhäusern zu entfernen.

Ganz aktuell schreibt die Heilbronner Stimme: „Mann uriniert in Parkhaus und geht auf Security los.“

Touch me

Passend zum Weindorfstart nun auch der jüngste Song von Sebastian Schaffer.