Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

14.8.02021 5 (2)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Wahlplakate

Die ersten Wahlplakate sind wieder zu bestaunen und lassen die Normalbürger wissen, dass man erwartet, dass sie demnächst wieder einmal zur Wahl schreiten, nämlich zur 20. Bundestagswahl.

Ob die bisherigen Plakate und ihre Aussagen ausreichen, um die Bürger zur Wahl zu bewegen, bleibt abzuwarten.

Grillen

Gestern Abend konnte ich in sehr angenehmer Runde meinen Grill anwerfen. Und da das Grillgut genau das machte, was ich von ihm erwartet hatte, kann ich diesen Abend unter „äußerst gelungen“ verbuchen.

Interessen

Seit dem 1. Juli 2012 ist der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland in Kraft und wird nun wohl auch, mit dem Inkrafttreten der Neufassung am 1. Juli 2021, umgesetzt werden.

Damit hatten die Betreiber von Spielhallen m. E. genügend Zeit, um die Interessen der Gesetzgeber mit zu berücksichtigen. Dass dies durchaus geht, haben während der letzten zehn Jahre die Betreiber von Online-Glücks- und Automatenspielen gezeigt, die nun mit der letzten Novellierung des Staatsvertrags aus der Illegalität traten.

Als Laie betrachtet, war es dabei offensichtlich sehr hilfreich, dass die Online-Glückspielanbieter gut bezahlte Nebenjobs für unsere Prominenz schufen — ein Spiel über die Bande sozusagen.

Und die nun in Heilbronn wegfallenden Spielhallen werden bestimmt bald durch Friseurläden, Schmink-Shops oder Döner-Buden ersetzt werden.

Website des Tages

Kaufland

Ohne Frage ist den Betreibern des Webshops von Kaufland (Online-Marktplatz) ein gutes Stück Arbeit gelungen. Dabei dürfte die Einbindung der eigenen Filialen sogar das Killer-Kriterium werden.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob sie damit auch zu Amazon aufschließen können.


Bücher

Bücherkauf 5 (2)

Beitragsfoto: Bücher | © Marisa Sias auf Pixabay

Nicht erst seit es die Bücherketten gibt, wird der Bücherkauf immer mehr zu einem Shopping-Erlebnis à la Kaufland, Lidl und Co. Kennt man eine Buchhandlung, kennt man auch den Rest. Zumindest die dort ausgelegten Bücher sind meist die gleichen.

Die Auslage wie auch die vorrätigen Bücher werden wohl von den zwei oder drei Großhändlern in Deutschland bestimmt, die auch über die zu erhaltenen Bücher im jeweiligen online-Shop verfügen. Anhand der Aufmachung und der Suchergebnisse auf der Website der Buchhandlung kann man feststellen, welcher Großhändler diese beliefert.

Dabei gäbe es in Deutschland durchaus die Möglichkeit, dass die Buchhändler grundsätzlich auf die Website Buchhandel.de zugreifen und dort alle in Deutschland verfügbaren Titel durchsuchen.

Am besten unterscheidet man heute Buchhandlungen an der Ware, die sonst noch so angeboten wird. Hierbei scheinen die Buchhändler noch entscheidungsfreudiger und auch flexibler sein zu dürfen.

Und weil dies inzwischen so in Buchhandlungen üblich ist, hat sich nunmehr mein eigenes Einkaufsverhalten entsprechend geändert.

Zuerst gucke ich bei Amazon nach. Es ist zumindest für mich die bequemste Möglichkeit zu einem Buch zu kommen.

Danach gucke ich ins oben bereits erwähnte Verzeichnis der in Deutschland verfügbaren Bücher. Wenn es dort zu finden ist, muss ich nur noch eine Buchhandlung anrufen, die ebenfalls darauf zurückgreift und kann es bei dieser bestellen. Ein paar Tage später bekomme ich es zugesandt.

Sollten beide Wege nicht erfolgreich sein, nutze ich das zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher, um das entsprechende Buch zu finden.

Alternativ greife ich auf die Bibliothekskataloge und die Fernleihe zu, besonders dann, wenn es ausreicht, das Buch nur einmal in den Händen zu halten.

Und erst dann, wenn alle diese Wege erfolglos waren, muss ich einen Buchhändler bemühen, der hoffentlich aufgrund seiner Berufserfahrung letztendlich fündig wird.

Wirklich schade, dass es kaum noch Buchhandlungen gibt, in denen man nach Bücher stöbern kann ohne dabei von der Unzahl an Publikationen erschlagen zu werden, die es auch bei Rossmann oder anderen Discountern gibt.

„Books are not made to be believed, but to be subjected to inquiry.“

Umberto Eco, The Name of the Rose (1980: 307)

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12.8.02021 5 (1)

Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

Erkenntnis

Ein mir nicht bekannter Kamerad der US-Navy schrieb vor Kurzem in einem Bericht über den Zustand der US-Flotte: „The first step in solving the problem is acknowledging there is one.

Diese Erkenntnis kann man ohne Weiteres generalisieren. Die Vorstufe zu dieser Erkenntnis ist bei uns noch heute sehr gut zu beobachten. Wie verdammen sehr gerne und allzu schnell den Boten und preisen dabei die Verursacher allen Übels in den höchsten Tönen.

Streik

Wenn schon Gewerkschaften kaum noch für ihr Klientel eintreten, dann müssen sie wenigstens den Rest der Welt schikanieren, so wie gerade diese Kleingewerkschaft für völlig überflüssige Jobs (GDL).

Es ist wirklich an der Zeit, dass man nicht nur Arbeit neu definiert und unsere Gesellschaft entsprechend anpasst, man muss auch dringend über die Notwendigkeit von Gewerkschaften nachdenken. Vielleicht wäre es besser, wenn Betriebe nur entsprechende Räte hätten, die eigenverantwortlich mit ihren Arbeitgebern verhandeln. Denn dies würde Unmengen von Gewerkschaftern freisetzen, die man bestimmt für tatsächlich notwendige Arbeiten einsetzen könnte.

Metaebene

Das bringt mich gleich zum Thema der „Meta-Institution“: für alles gibt es inzwischen das entsprechende Meta, nämlich eine Meta-Ebene. Kaum finden sich Menschen zusammen, um z. B. freiwillig und ehrenamtlich Müll zu sammeln, finden sich sogleich selbsternannte Meta-Menschen, die das Ganze dann bewerben, koordinieren und kontrollieren wollen, aber auf keinen Fall Müll sammeln möchten.

Selbst für Vereine gibt es jetzt schon Vereine, die sich um Vereine kümmern wollen.

Da das Ganze nur halbwegs funktioniert, wird die nächste Ebene eingezogen, die dann von weiteren Meta-Menschen besetzt wird. Der Müll bleibt letztendlich liegen, und die Freiwilligen ziehen sich völlig entnervt zurück, was erneut dazu führt, dass eine weitere Meta-Ebene noch mehr Meta-Menschen beschäftigt. Die bekannteste Form des Meta-Menschen ist übrigens der allseits beliebte Übermensch, ergo Superman.

Auch hierbei böte es sich an, dass wir uns alle wieder auf die tatsächlich notwendige Ebene begeben und versuchen die Arbeit zu erledigen, die auch anfällt — davon dürfte es wirklich genug geben.

Geburtstag des Tages

Erwin Schrödinger

Sein Gedankenexperiment sollte jeder Katzenliebhaber kennen.