Schlagwort: Lebenshilfe

  • Messer Maurer 5 (7)

    Messer Maurer 5 (7)

    Gestern habe ich meinen Stadtgang mal wieder unterbrochen und bin in das Messerfachgeschäft Maurer gegangen, nicht nur zum Gucken und Einkaufen, sondern auch zu einem kleinen Plausch mit Beate Maurer, die ich, wie auch ihren Bruder Jürgen Maurer bereits seit den Tanzschulzeiten kenne.

    Beide habe ich damals bewundert, weil sie so viel besser als ich tanzen konnten. Und Beate noch mehr, weil sie es immer stoisch nahm, wenn ich ihr wieder einmal auf die Füße trat, was bei mir sehr oft vorkam. Jahre später konnte ich Beate auch beim Treffpunkt Europa begrüßen, wo sie unter anderem bei Stepptanzvorführungen zu sehen war.

    Aber nicht nur deshalb wurde der Messer Maurer zu einem meiner Lieblingsgeschäfte in Heilbronn, sondern weil mir erstens das Warensortiment zusagt und zweitens darüber hinaus immer auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, sondern das Ganze und drittens noch durch einen exzellenten Kundenservice ergänzt wird. Daher kann ich dieses Fachgeschäft allen nur wärmstens empfehlen!

    Nur ein Beispiel zur Verdeutlichung. Vor Kurzem, wegen der Pandemie, habe ich meine Haarschneidemaschine reaktiviert. Dabei musste ich feststellen, dass diese doch schon ca. zwei Jahrzehnte auf dem Buckel und auch nicht mehr so funktionierte, wie ich es noch in Erinnerung hatte. Kurz und gut, Jürgen Maurer hat mir ohne zu mucken das dafür nötige Ersatzteil besorgt und da ich auch keine Gebrauchsanweisung mehr hatte, mir auch noch eine Einweisung in die richtige Handhabung gegeben.

    Mehr muss man wohl dazu nicht mehr schreiben. Vielleicht noch, dass es den Messer Maurer inzwischen seit 85 Jahren in Heilbronn gibt und dieses Fachgeschäft nun in der dritten Generation familiengeführt ist.

    Wie wir alle wissen, haben Fachgeschäfte jetzt nicht nur durch den vermehrten Online-Handel zu leiden, sondern ganz besonders durch die sich immer wieder verändernden und der Pandemie geschuldeten Auflagen.

    So ist es für diese Fachgeschäfte besonders schwer, ihre klaren Vorzüge gegenüber dem Online-Handel voll auszuspielen und den potenziellen Kunden zu verdeutlichen.

    Dabei ist es doch immer wieder eine Freude, wenn man „nur zum Gucken“ in ein Fachgeschäft kommt, dort sicherlich von der angenehmen Atmosphäre und den freundlichen Mitarbeitern ein klein wenig zum Kauf „verführt wird“ aber dabei immer mit der Gewissheit, dass man diesen Einkauf auch nach ein paar Jahrzehnten nicht bereut — zumindest mir geht es dort immer so.

    Und jetzt denke ich gerade darüber nach, unsere Messer, die jetzt auch schon ins dritte Jahrzehnt kommen, wieder einmal schleifen zu lassen. Und wo könnte man dies besser als beim Messer Maurer?

    „Ah, human felicity! to have at once so many wants suggested and supplied! Wretched Grecian daughters! miserable Roman matrons! to whom shopping was an unknown pleasure, what did, what could employ them?“

    Letitia Elizabeth Landon, Romance and Reality (2011 [1832], Volume I, Chapter 10)

  • 17.11.02021 5 (1)

    17.11.02021 5 (1)

    Überessen

    Gutes und reichhaltiges Essen ist ein Luxus, den viel zu viele kaum noch zu schätzen wissen. Und wie bei den meisten anderen Dingen auch, ist es immer besser, nicht ganz aus dem Vollen schöpfen zu wollen; das richtige Maß ist der vielbesungene goldene Mittelweg.

    Und gerade beim Essen kann man sehr viel feststellen. Es gibt zwar durchaus auch Menschen, die gutes Essen sehr schätzen und dafür eine richtige Leidenschaft entwickeln, aber selten werden diese mehr als gut genährt und, ich möchte es mal so bezeichnen, etwas füllig. Aber sie werden niemals fett!

    Warum Menschen fett werden, ist inzwischen bei uns ein viel diskutiertes Thema. Und die angebotenen Antworten sind bei den meisten Menschen wenig beliebt. Zum einen und bestimmt auch an erste Stelle ist es das Problem von Primärprozesslern in einer Wohlstandsgesellschaft. Sich vollzustopfen ist leichter möglich und bei weitem nicht so anstrengend, wie Sex zu haben. Und auszuschlafen hat in einer Wohlstandsgesellschaft schon längst den Nimbus von Luxus verloren und wird deswegen einfach durch noch mehr essen ersetzt.

    Eine zweite Antwort ist die völlige Überforderung von Menschen. Sie kommen im Beruf und im restlichen Leben einfach nicht mit sich klar, und so wird das Essen zu einer Art Übersprungshandlung, die dazu führt, dass die davon Betroffenen fett werden.

    Wenn Sie einen Menschen sehen, der fett ist oder immer fetter wird, müssen Sie erstmal nicht davon ausgehen, dass dieser schwer krank ist, denn eine „Fettsucht“ gibt es nicht. Aber Sie sollten ergründen, ob dieser Mensch einfach nur ein Primärprozessler ist, oder aber völlig mit sich und seiner Welt überfordert.

    Bei ersteren können Sie sofort helfen und versuchen, dass diese Menschen eigene Interessen entwickeln, die am besten nichts mit Nahrungsaufnahme zu tun haben.

    Bei letzteren hingegen sind Sie meist machtlos, es sei denn es handelt sich um Politiker. Diesen können Sie ebenfalls sofort und sehr nachhaltig helfen, indem Sie diese nicht mehr wählen. Und bis dahin helfen Sie ihnen, indem sie diese nicht noch am Buffet bedienen oder erlauben, dass sie sich immer wieder beim Essen vordrängeln.

    Hierzu gibt es sogar einen alten aber leider längst vergessenen Grundsatz: der Chef ist zuletzt!

    Und bitte merken Sie sich, wer sich schon beim Essen vordrängelt, der tut dies auch bei anderen Gelegenheiten — und dies ist meist nicht zum Wohle der Allgemeinheit.

    Weihnachtsmarkt

    Da es nunmehr offensichtlich ist, dass all jene, die sich impfen lassen könnten, aber dennoch nicht tun, einfach nur asoziale Subjekte sind, wäre es an der Zeit, dass wir als Gesellschaft reagieren und von uns aus bestimmte Dinge einschränken.

    So wäre es ganz gut, wenn die Weihnachtsmarktbetreiber nicht abwarten bis von irgend jemand, bei Politikern wartet man da sicherlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, Entscheidungen kommen, sondern proaktiv und zum Schutz für uns alle einfach generell die 2G-Regelung einführen.

    Sich halbwegs zuständig fühlende Verwaltungen könnten dann sogar nachsteuern und mit Kontrollen der vermeintlich Geimpften dafür sorgen, dass man die Kriminellen herausfiltert und damit den Schutz der Bevölkerung weiter erhöht.

    Wenn wir nicht anfangen, uns selber zu kümmern, dann werden in Kürze von der Politik wieder die einfachsten Lösungen verkündet: Hausarrest und Ausgangssperren für alle und jeden — außer für Politiker.

    Ergo, wer die Weihnachtsmärkte noch möchte, der sollte diese schleunigst mit einer 2G-Regelung versehen!

    Datenschützer

    Nicht nur als Privatperson, sondern vor allem auch als Vereinsvorsitzender und teilweise auch als Mitglied eines anderen Vereines, werde ich seit Beginn der COVID-19 Pandemie verstärkt mit Werbe-E-Mail zugeschüttet.

    Da ich meinen Posteingang schon immer selbst erledigt habe und auch immer wieder SPAM- und sonstige Filter durchforste, um möglichst keine relevante Post zu versäumen, erhöht sich mein dafür notwendiger Zeitaufwand gewaltig. Und das jeden Tag.

    So bin ich richtig froh darüber, dass wir auch in Baden-Württemberg einen Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit haben; dies ist seit 2017 Dr. Stefan Brink. Noch mehr freut es mich, dass seine Dienststelle sehr gut mit den entsprechenden Dienststellen der anderen Länder zusammenarbeitet.

    So ist es für jeden Bürger sehr einfach, sich im Beschwerdefall an den „eigenen“ Datenschutzbeauftragten zu wenden, der den Vorgang ggf. dann auch an die dafür verantwortliche Stelle weiterleitet.

    Wie gesagt, meine Erfahrungen sind sehr positiv, auch wenn es bereits dazu führte, dass ich inzwischen einen Anruf eines Firmeninhabers bekam, der mir vorwarf, dass ich seine Firma ruiniere, da er nun ein Zwangsgeld in Höhe von 25 000 Euro zahlen müsse.

    Anderen Firmen, vor allem aus dem Bereich der Medizintechnik, sind solche Androhungen von Zwangsgeldern offensichtlich völlig egal, da sie mich trotz Nachfragens weiterhin mit unerlaubter Werbung überschütten. Ich gehe einmal davon aus, dass auch diese Firmen irgendwann entweder keine Zwangsgelder mehr zahlen möchten — weil es einfach nervt — oder diese Gelder dann so eine Höhe erreichen, dass es auch solche Firmen ein klein wenig spüren.

    Auf jeden Fall bekommt man durch entsprechende Beschwerden beim Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit einen guten Überblick über die offensichtlichen Gewinnmargen in einzelnen Branchen.

    Website des Tages

    Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

    Datenschutz ist ein Grundrecht, und wenn man dabei berücksichtigt, alleine wie viel Lebenszeit uns geraubt wird, wenn Firmen oder Personen dieses missbrauchen, auch ein sehr, sehr wichtiges.

    Geburtstag des Tages

    Honda Soichiro


  • Mein Minimalismusprojekt 5 (4)

    Mein Minimalismusprojekt 5 (4)

    Beitragsfoto: Baum mit Bank | © Pixabay

    Vor knapp zwei Jahren hatte ich schon einmal über Death-Cleaning geschrieben und festgestellt, dass sich dies nur auf den ersten Blick hin makaber darstellt.

    „Meines Erachtens kann kein Mensch zu früh mit dem Entrümpeln des eigenen Lebens beginnen, denn letztendlich führt es dazu, dass man einmal genauer darüber reflektiert, und wer weiß, damit auch das eigene Konsumverhalten ändert.“

    Bescheidenheit-Beitrag vom 25. Januar 2020

    Vor lauter Pandemie-Gedöns habe ich dann allerdings das Ganze wieder aus den Augen verloren. So konnte ich bisher nur ein einige Mitgliedschaften, Social Accounts, Websites und ein paar Autoladungen an Büchern entsorgen sowie auch ein paar überzählige Elektrogeräte in andere Hände geben.

    Und rein pandemiebedingt, hat sich die Anzahl meiner unnötigen Internet-Präsenzen wieder erhöht; für was so eine Pandemie alles herhalten muss.

    Um das Ganze nun ein bisschen zu beschleunigen, starte ich dieses Minimalismusprojekt und versuche als eingefleischter „Jäger & Sammler“, mich zumindest einmal in der Woche von einem liebgewordenen Gegenstand zu trennen.

    Schon als ich heute den ersten Gegenstand in Händen hielt, begann das eigentliche Martyrium, denn im Geiste konnte ich zwar noch an die Vorpandemiezeit anknüpfen, der Rest von mir aber sträubte sich zu sehr, um den Worten auch Taten folgen zu lassen.

    So war ich richtig erleichtert, als meine bessere Hälfte, mit einem unschönen Kommentar zu meiner neuen Idee, meinen inneren Zwiespalt temporär auflöste und mich das Projekt nunmehr ein wenig vorsichtiger angehen lässt.

    So nehme ich mir vor, einmal in der Woche einen Gegenstand, eine Mitgliedschaft oder eine Internet-Präsenz zu identifizieren, die ich dann zur Weitergabe, Löschung oder Entmüllung in Erwägung ziehe.

    So hoffe ich, dass ich mich langsam aber sicher wieder daran gewöhne, unnötigen Ballast loszuwerden. Auch bleibt zu hoffen, dass sich mir keine weitere Pandemie dabei in den Weg stellt.

    Ich halte Sie hier weiter auf dem Laufenden und freue mich auf unterstützende oder vielleicht auch „beruhigende“ Kommentare und Vorschläge.

    Wer weiß, vielleicht finden sich ja noch andere, die willig und fähig sind, dieses Experiment mitzumachen?

    „Have nothing in your houses that you do not know to be useful, or believe to be beautiful.“

    William Morris, „The Beauty of Life“, ein Vortrag vor der Birmingham Society of Arts and School of Design (19. Februar 1880)

  • 18.10.02021 5 (1)

    18.10.02021 5 (1)

    Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

    Rassismus

    Auch wenn es uns selbsternannte Chefideologen immer öfters glauben lassen wollen, Rassismus hat nichts mit der Hautfarbe zu tun. Selbst dann nicht, wenn diese es pseudowissenschaftlich anhand von bestehenden und vermeintlichen Unterdrückungsverhältnissen herleiten und zu zwei Schlussfolgerungen kommen, nämlich, dass es keinen schwarzen Rassismus gibt und der Rassismus deshalb fast ausschließlich immer weiß sei. Ich glaube, schöner kann man sich kaum selber als Rassisten enttarnen.

    Dabei lässt sich Rassismus ganz einfach an einer einzigen Frage festmachen: Ist man ein Arschloch oder ist man es nicht? Wenn man diese Frage mit „ja“ beantwortet, dann sind die Chancen ziemlich groß, dass man auch noch ein Rassist ist.

    Tanzen

    Zu meinem Geburtstag hat mir meine bessere Hälfte einen Tanzkurs geschenkt, und so schwinge ich nach ein paar Jahrzehnten wieder das Tanzbein. Dieses Mal in der Tanzschule Brenner gleich bei uns um die Ecke.

    Angefangen habe ich in den 1970er-Jahren bei der Tanzschule Wolf auf der Allee und dann eine ganze Weile in der Tanzschule Wolf-Boppel in der Paulinenstraße getanzt.

    Jetzt gilt es, an die alten Tanzkünste anzuknüpfen, aber vor allem anderen, immer wieder ein paar vergnügliche Stunden zu haben.

    Verbote

    Anstatt sich mit Büchern auseinanderzusetzen und zu versuchen, diese zu verstehen und dabei auch in den Kontext ihrer Zeit zu setzen, macht man es sich bei uns inzwischen sehr, sehr einfach.

    Bücher, die man nicht versteht oder verstehen möchte, werden jetzt ganz einfach zensiert oder gar gleich verboten.

    Sehr interessant ist dabei auch zu beobachten, welche Bücher dafür eingekauft und beworben werden — einige davon erfüllen nicht einmal die Mindeststandards unserer Sprache, von mangelnden Inhalten einmal ganz abgesehen.

    Wenn wir weiterhin alles möglichst einfach haben möchten und keine Mindeststandards mehr kennen, werden bald die Esoterikabteilungen in unseren Bibliotheken völlig die Überhand gewinnen und die nächsten Bücherverbrennungen zum Volks-Event.

    Geburtstag des Tages

    Chuck Berry


  • Datenwolken 5 (2)

    Datenwolken 5 (2)

    Beitragsfoto: Beispielbild | © Pixabay

    Wer Computer oder Smartphones nutzt, der hat bestimmt auch schon den einen oder anderen Cloud-Dienst genutzt, die allesamt „Cloud storage“ anbieten und dabei Ihre Daten auf einem Server des entsprechenden Unternehmens ablegen. Zusätzlich, vor allem dann, wenn es sich um größere Unternehmen handelt, bieten sie einen ergänzenden Datenabgleich zwischen den angemeldeten Geräten, ob Computer, Tablett oder Smartphone, an.

    Die bekanntesten dürften dabei Apple mit der iCloud und Microsoft mit OneDrive sein, aber auch Telefongesellschaften wie die Telekom oder Vodafone bieten diese Dienste inzwischen an.

    Dass unsere eigenen Dateien und selbst die von uns benutzte Computersoftware auf Firmenservern liegen, hat bereits Bill Gates vor Jahrzehnten angeregt. Zumindest was die Daten betrifft, wurde dies inzwischen bereits umgesetzt — wobei wohl nur noch eine Minderheit auf diesen Komfort verzichtet.

    Die Idee der „Cloud“ stammt dabei aber nicht von Bill Gates, denn diese Idee ist sehr viel älter, als viele annehmen dürften. Bereits das ARPANET aus den 1960er-Jahren nutzte Speichermöglichkeiten auf Zentralservern und CompuServe bot solche Dienste ab den 1980er-Jahren an. Allerdings war dies damals noch eher etwas für „Nerds“, die wohl auch in der Lage waren, ihre eigenen Daten auf den fremden Servern selbst zu verschlüsseln.

    Heutzutage bietet u. a. Microsoft an, dass man auf OneDrive einen eigenen Datensafe besitzt. Weitere Firmen werben mit einer End-to-End Verschlüsselung und andere Firmen, besonders in Europa, damit, dass ihre Server in Europa zu Hause sind — was allerdings für die Datensicherheit überhaupt keine Rolle spielt.

    Von uns Bürgern ausgehend, nicht von forschungsintensiven Firmen oder Behörden mit Zugang zu personenbezogenen Daten, kann man diese „Problematik“ allerdings etwas entspannter angehen. Hier wäre meine Empfehlung

    • auf die, meist sehr günstigen, Angebote von Firmen aus der totalitären Welt zu verzichten,
    • dafür auf jene von renommierten Unternehmen zurückzugreifen und
    • keine Daten in der Cloud zu speichern, deren Veröffentlichung einem selbst schaden könnte.

    Wobei ich bei Letzterem empfehle, diese Daten grundsätzlich auch nicht auf Geräten abzuspeichern, die mit dem Internet verbunden sind.

    Ich für meinen Teil nutze von Anfang an eigene Server, die seit Längerem von 1&1 – IONOS sehr zuverlässig gehostet werden. Und noch einen, den ein Freund für mich wartet.

    Und aus reiner Bequemlichkeit heraus nutze ich noch einen kleinen Server zu Hause, der mir eher als Spielwiese dient und zur Datenablage von Dateien und Bildern, die ich nicht unbedingt im World Wide Web wiederfinden möchte.

    Da meine Telefone über die Telekom funktionieren, nutze ich zusätzlich noch die entsprechende MagentaCloud, die zu meinem Telefonvertrag mit dazugehört.

    Als Apple-Nutzer bietet es sich zudem an, die iCloud zum Datenabgleich meiner eigenen Geräte zu nutzen.

    Da ich aber meist mit Microsoft Office arbeite, nutze ich zudem und bevorzugt OneDrive. Und als Amazon-Kunde konnte ich dem kostenfreien Angebot nicht widerstehen, alle meine Fotos auf den Amazon Drive zu legen.

    Und da das für mich schon mehr als ausreicht, habe ich weitere Speichermöglichkeiten, die ich durchaus auch empfehlen kann, stillgelegt. Dazu gehört die altbekannte Dropbox, der Strato HiDrive oder der IONOS HiDrive sowie auch der Google Drive. Und sollten einmal meine Datenmengen die genutzten Cloud-Kapazitäten überschreiten, was sicherlich nicht passieren wird, kann ich diese Cloud-Dienste auch wieder reaktivieren.

    Wer aber glaubt, dass es besser wäre, alles in einer Wolke abzulegen, dem erwidere ich, dass unterschiedliche Wolken gut für unterschiedliche Aufgaben und Zwecke genutzt werden können und einem damit auch die Kosten für eine größere Cloud sparen.

    Im Falle, dass Sie aber stets mit personenbezogenen Daten, vor allem anderer Mitbürger arbeiten oder gar forschungsintensiv, empfehle ich Ihnen unbedingt auf eigene Server zurückzugreifen und damit ihre Eigenständigkeit zu erhalten.

    „And again, the Internet is not something you just dump something on. It’s not a big truck. It’s a series of tubes.“

    Ted Stevens, speech before the US Senate on network neutrality (28 June 2006)

  • Montage 5 (2)

    Montage 5 (2)

    Beitragsfoto: Montag | © Pixabay

    Ich hatte es schon einmal erwähnt, Montage sind nur für jene völlig überraschend bis bedrohlich oder zumindest aber unangenehmer als die restlichen Wochentage, die völlig unbedarft aus dem Wochenende zur Arbeit kommen.

    Es sei denn, man hat mit einem Arbeitsumfeld zu tun, in dem sich die meisten Mitarbeiter oder gar Vorgesetzte montags selbst sehr gerne überraschen lassen.

    Wenn man solch ein Arbeitsumfeld nicht meiden oder wechseln kann, bietet es sich an, montags der erste Mensch am Arbeitsplatz zu sein und zu versuchen, bis zur Mittagszeit die Initiative zu behalten oder wiedergewinnen zu können.

    Schafft man dies und findet man sogar Gefallen daran, ist es zuweilen sogar möglich, dass man diese „Montags-Kollegen“ bis über den Mittwoch hinaus „fremdbestimmen“ kann. Spätestens dann sollten auch diese wieder ihre eigene Taktung gefunden haben und bis zum Freitag ihre Aufgaben selbstbestimmt erledigen können — und montags geht das Ganze dann wieder von vorne los.

    Insgesamt betrachtet, ist es aber produktiver und auch für ein angenehmeres Arbeitsverhältnis zwingend, wenn es sich alle von Anfang an angewöhnen, im Rahmen der eigenen Kompetenzen, selbst zu priorisieren und sich die jeweiligen Aufgaben einzuteilen.

    Sollte dies nur in Abstimmung mit anderen Betroffenen möglich sein, muss man sehr darauf achten, dass diese Priorisierungen, Einteilungen oder Zeitschritte auch für alle realisierbar sind; sonst schafft man sich unnötigerweise selbst Überstunden oder sehr beschäftigte Wochenenden, um das Ganze wieder ein- und aufzufangen.

    Die Alternative dazu, nämlich auf der Arbeit oder im Berufsleben nur „so da zu sein“, halte ich zumindest für die meisten von uns als wenig attraktiv und führt zudem zum bekannten „Montags-Blues“. Wer möchte aber immer wieder montags aus allen Wolken fallen?

    Kurz und knapp, wer angenehme Montage möchte, der muss Aufgaben priorisieren und die notwendigen Arbeitsschritte zeitlich reihen — bitte dabei an Pufferzeiten denken — sowie bereits freitags den Montag vorbereiten. Und wer dies so handhabt, für den werden die allermeisten Überraschungen zum Salz in der Suppe, die das eigene Arbeitsleben erst so richtig interessant und spannend machen.

    Auf jeden Fall aber verlieren die Montage für einen selbst ihren schlechten Ruf — und das sollte doch die anfänglichen Mühen wert sein.

    „The ‘Monday Blues’ describe a set of negative emotions that many people get at the beginning of the workweek if they’re not happy at work … It contains elements of depression, tiredness, hopelessness and a sense that work is unpleasant but unavoidable.“

    Alexander Kjerulf, in 11 Ways to Beat the Monday Blues (25.02.2013)

  • 19.9.02021 5 (1)

    19.9.02021 5 (1)

    Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

    Menschenbild

    Es ist schon erstaunlich, was so manche Gemeinderäte von ihren Mitbürgern so denken: „Sie sollen sich nicht nur um Falschparker und Hundekotbeutel kümmern, sondern darüber nachdenken, wie der Ort aufgewertet werden kann.“

    Da sitzen so manche im Gemeinderat und haben bestenfalls eigene Aufsichtsratsposten im Sinne, ohne jemals selbst darüber nachdenken zu wollen, was man in Heilbronn verbessern könnte, geschweige denn selbst einmal Positives dazu beizutragen, oder gar mit Hand anzulegen — ok, wenn es pressewirksam ist, lässt man sich schon einmal ein Papierchen zum Einsammeln vor die Füße legen.

    So muss der Bürger bereits eigenhändig Menschenkot aus den Straßen, Gassen und Hauseingängen entfernen, dafür sorgen, dass er aus seiner Hofausfahrt herauskommt und Hundekotbeutel aus dem Garten aufklauben, und soll jetzt auch noch darüber nachdenken, neue Erlebnisorte zu schaffen.

    Dabei könnte sich der Heilbronner Gemeinderat dafür einsetzen, dass es z. B. ausreichend öffentliche Toiletten gibt, die Sauberkeit auf unseren Straßen verbessert wird, eine funktionierende Verkehrsplanung einschließlich befahrbarer Radwege gewährleistet wird, und vor allem, dass die Stadtverwaltung dafür sorgt, dass in Heilbronn wieder Regeln eingehalten werden.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir schon damit eine wunderbare städtische Erlebniswelt hätten, was dann auch Bürger dazu motiviert, zusätzlich noch einzelne „Tüpfelchen auf die Sahnehaube” zu setzen.

    Neue Ideen

    Gestern konnten wir wieder einmal von vielen neue Ideen in der Heilbronner Stimme lesen. So zum Beispiel wird angeregt, alle Ampelstandorte daraufhin zu überprüfen, ob ein Rechtsabbiegepfeil für Autofahrer möglich ist. Das ist besonders interessant, da man zuvor still und heimlich solche in Heilbronn entfernt hat, z. B. gleich bei mir um die Ecke an der Südstraße.

    Das hat eine ähnliche Qualität, wie das beträchtliche Reduzieren des Polizeiapparates, um gleich danach jahrelang mehr Polizisten zu fordern. So schafft man sich populäre Themen, die eigentlich gar keine wären — auf jeden Fall wird so Politik sehr, sehr bequem.

    Die Forderung nach grünen Pfeilen für die Radfahrer in Heilbronn dürfte hingegen ein Novum sein. Nur hat dies einen gewaltigen Haken, denn in Heilbronn gelten für Radfahrer überhaupt keine Regeln. Damit sind solche Pfeile völlig überflüssig.

    Gespräche

    Gestern hatte ich die Ehre, die inzwischen 5. Hertensteiner Gespräche erneut eröffnen zu dürfen, welche dann in gut zehn Stunden vier Gesprächsthemen sehr intensiv hinterfragten und ausloteten.

    Zwar war der Teilnehmerkreis nicht so groß wie bei den vorherigen drei Präsenzveranstaltungen, dafür aber hoch qualifiziert. Dies war von Vorteil, da es gelungen ist, die diesjährigen Themen von allen Seiten zu beleuchten und dabei auch in die Tiefen der eigentlichen Thematiken zu gelangen.

    Alle Teilnehmer waren sich nach diesen erneut sehr fordernden Gesprächen einig, dass es gut investierte Zeit war, und die kommenden 6. Hertensteiner Gespräche am 17. September 2022 — dann wieder in Präsenz — auf jeden Fall eine Reise nach Heilbronn wert sind.

    Besonders gefreut hat es mich, dass fast der gesamte Heilbronner Kreisvorstand der EUROPA-UNION mit diskutierte, und sich Michael Georg Link MdB trotz Wahlkampf die Zeit nahm, erneut als Moderator eines der Gesprächskreise zu fungieren.

    Konstantin Kümmerle, erstmals in der Funktion als Moderator bei den Hertensteiner Gesprächen, legte sehr stark vor und motivierte damit die anderen Moderatoren, ebenfalls in die Vollen zu gehen — das Gesamtergebnis war alleine deshalb eine Veranstaltung, welche für die Diskussionskultur im Gesamtverband Maßstäbe setzen wird.

    Geburtstag des Tages

    William Golding


  • 16.9.02021 5 (1)

    16.9.02021 5 (1)

    Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

    Mandate

    Gerade in Zeiten, in denen wir Bürger keine Chance mehr haben, um auf die Anzahl, Bezahlung und Arbeitsweise unserer Volksvertreter einzuwirken, muss man ein neues Kontrollinstrument einziehen, das einem Wildwuchs oder gar Missbrauch von politischen Ämtern entgegen wirkt.

    Dieses Instrument wäre auch sehr schnell umsetzbar und führt mittel- bis langfristig auch zu einer Verhaltensänderung bei unseren Abgeordneten und anderen politischen Mandatsträgern.

    Das Instrument ist eine zeitliche Begrenzung von Mandaten, indem Politiker nur zweimal in einem Parlament sitzen dürfen. Und dies muss explizit so gehandhabt werden, damit Berufspolitiker nicht zwischen den Landtagen, dem Bundestag und dem Europäischen Parlament hin und her wechseln.

    Auch weitere Parlamente, wie Bezirks-, Kreistage und Gemeinderäte müssen — bei sehr wenigen Ausnahmen (z. B. Kleinstädte) — mit einbezogen werden.

    Und diese Amtszeitbegrenzung muss auch für Bürgermeister, Landräte, Ministerpräsidenten und Bundeskanzler gelten, die nur einmal zur Wiederwahl kandidieren können sollten.

    Agrarminister

    Wenn unsere Agrarminister eines nicht gelernt haben, oder auch nie verstehen werden, dann dies: wenn man mehr produziert als der Markt benötigt, sinken die Preise — außer im Sozialismus.

    Und wenn man dann noch auf Kosten von Natur und Gesellschaft sämtliche produktionsbegrenzenden Gesetze und Hürden beseitigt sowie die Massenproduktion beständig fördert und anheizt, muss man sich nicht wundern, wenn dabei die schwächeren Landwirte auf der Strecke bleiben und die Großkonzerne aufblühen.

    Unsere Landwirte sind demzufolge in ihrer Gesamtheit eine Gruppe, die sich gerne über den Tisch ziehen lässt und die entstehende Reibungshitze als menschliche Wärme des jeweiligen Ministers empfindet.

    Defibrillatoren

    Wieder einmal kann man beobachten, dass Ideen zu haben, viel einfacher ist, als diese dann auch erfolgversprechend umzusetzen. Auf jeden Fall habe ich heute gelernt, dass die meisten Heilbronner Apotheken mit einem Defibrillator ausgerüstet sind. Und man darf davon ausgehen, dass das dortige Personal sich damit auch auskennt.

    Das Problem mit den stationären Defibrillatoren ist aber, dass kaum Menschen gerade vor solch einem Apparat umfallen. Und wenn diese umfallen, dann ist die Suche nach einem solchen, absolut suboptimal.

    Richtig ist, dass man sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnt und den Rettungsdienst abruft. Wenn dann noch zeitgleich ein weiterer Bürger mit einem Defibrillator um die Ecke kommt, der in der Nähe stationär vorhanden ist, und mit dem Gerät umgehen kann, ist dies noch besser.

    Illusorisch und nicht zweckmäßig (außer für die Produzenten und Defibrillatorenhändler) ist es aber, alle 100 Meter einen solchen zur Verfügung zu haben. Es läuft wohl auch kein Passant in die nächste Arztpraxis, wenn auf der Straße jemand umfällt.

    Zudem sieht man an den noch vorhandenen Telefonhäuschen, was unsere Mitbürger daraus machen: erstens beschädigen sie diese so, dass sie nicht mehr funktionieren und zweitens dienen diese dann zur Müllablage. Warum sollte es den freien Defibrillatorstandorten anders ergehen?

    Darüber hinaus sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch der Unterhalt nicht zu bezahlen, besonders vor dem Hintergrund, dass diese Geräte zu weit über 90 % nur so da wären — so wie sie bereits jetzt in den Apotheken mit Masse nur so da sind.

    Deshalb schlage ich vor, dass man Defibrillatoren in allen Apotheken, in Frei- und Hallenbädern, in den größeren Sporthallen und in den Polizeiposten vorrätig hält und dafür auf weitere publikumswirksame „Lagerorte“ verzichtet.

    Was Firmen und Privatpersonen nicht davon abhalten muss, eigene Defibrillatoren an die Wände zu hängen, zu unterhalten und die Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

    Letztendlich kommt es immer darauf an, dass, wenn ein Mensch in Not gerät, ein anderer bereit ist, um zu helfen und den Rettungsdienst zu informieren. Noch besser wäre, wenn der freiwillige Helfer, dann noch in der Ersten Hilfe geschult ist; dabei zählt der Erste Hilfe Schein, den man zusammen mit dem Führerschein vor etlichen Jahren erworben hat, nicht mehr.

    Leider leben wir aber in einer Zeit, in der man anderen kaum noch hilft, sich auch nicht dazu befähigt, anderen helfen zu können, sondern lieber an jede Ecke einen Defibrillator hängt und im Notfall zum Mobiltelefon greift, um ein tolles Video in den sozialen Medien zu posten.

    Mein Fazit ist, es wäre viel besser für öffentliche Toilettenanlagen zu sorgen, denn diese werden auf jeden Fall täglich dringend benötigt und können auch von sehr vielen Mitbürgern ordnungsgemäß bedient werden.

    Und um die Defibrillatorenverkäufer etwas zu beruhigen, könnte man auch die öffentlichen Toiletten mit Defibrillatoren ausstatten. Dabei wäre dann meine Forderung, dass man das Personal vor Ort auch in deren Gebrauch und zusätzlich in der Ersten Hilfe schult.

    Geburtstag des Tages

    Lauren Bacall


  • 31.8.02021 5 (1)

    31.8.02021 5 (1)

    Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

    We Are All Part of Europe!

    Morgen starte ich mit dem Layout meines neuen Buches. Übersetzer und Proofreader haben ihre Arbeit getan, jetzt muss das Ganze noch in Form gegossen und die letzten Unstimmigkeiten beseitigt werden.

    Bin einmal gespannt darauf, wie lange ich dafür benötige. Einen ersten Eindruck über das Buch kann man sich schon jetzt auf der Website zum Buch machen. Und sobald es das Buch zum Kaufen gibt, hoffe ich darauf, dass ein Europäischer Föderalist dazu auch in der Federalist Debate eine Kritik schreibt.

    Zettelkasten

    Detlef Stern lässt einfach nicht locker und baut seinen Zettelstore immer weiter aus. Inzwischen hat dieser eine Komplexität erreicht, die mir schon wieder etwas zu viel ist — man kann das eine oder andere „Feature“ natürlich auch ignorieren, oder muss potentielle „Add-ons“ auch erst gar nicht integrieren.

    Ich nutze die regelmäßigen Informationen über den jüngsten Entwicklungsstand des Zettelstores, um wieder einmal einen manuellen Backup meines Zettelkastens zu machen — einzig und alleine deshalb, weil meine Hardware so langsam in die Jahre kommt und es absehbar ist, dass diese sich plötzlich und ganz unverhofft verabschiedet.

    Dem Thomas Michl, der beständig nach funktionierenden und einfach handbaren „Zetteldingern“ sucht, kann ich den Zettelstore schon jetzt nur wärmstens empfehlen. Einzig ist, man muss noch einen „Workaround“ für den mobilen Einsatz etablieren, und das mit den PDF (ein reines „Bequemlichkeits-Issue“) wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.

    Magazin

    Nach einem kurzen Stadtgang, fand ich die Federalist Debate im Briefkasten vor. Damit könnte der Tag eigentlich nur noch zum Lesen dienen. Ein erster Blick verspricht eine sehr interessante Lektüre und so liegt das Magazin nun auf meinem Bücherstapel, der noch zu lesenden Bücher.

    Im vorangegangenen Magazin hatte ich dort über die Grundlagen des europäischen Föderalismus geschrieben und so freue ich mich nun in dieser Ausgabe auf weitere Artikel und Buchkritiken über die Geschichte des Föderalismus’.

    Zudem ist es sehr erfreulich, wie viele Zeitgenossen sich noch inhaltlich mit dem Föderalismus beschäftigen und ihn dabei immer noch als die Lösung für die meisten gesellschaftlichen Probleme und Herausforderungen ansehen.

    Website des Tages

    Zettelstore

    „Zettelstore is a software that collects and relates your notes (“zettel”) to represent and enhance your knowledge.“

    Inzidenz des Tages

    Die Stadt Heilbronn ist mit einer Inzidenz von 143,1 erneut Spitze im Land. Unsere Verwaltung bekommt einfach nichts auf die Reihe. Deshalb können wir froh darüber sein, dass Heilbronn von Fluten, Erdbeben oder ähnlichem weiterhin verschont bleibt.


  • World citizenship 5 (2)

    World citizenship 5 (2)

    Beitragsfoto: Screenshot der Website

    Diese Website-Domain hatte ich mir Anfang der Nullerjahre zugelegt, um eine Art „Facebook“ aufzubauen, aber dies mit einer bestimmten politischen Aussage verbunden.

    Vielleicht war das dann auch der Grund, warum diese Website nie sehr populär wurde, obwohl sie anfangs gut 1 000 Zugriffe am Tag hatte.

    Über all die Jahre hinweg, habe ich diese Domain dann immer wieder mit anderen Inhalten und auch Zielen versehen. Jetzt nutze ich sie nur noch — und dies aus rein nostalgischen Gründen — für mich ganz persönlich.

    Ich sammle dort nun meine eigenen Hyperlinks, damit ich einen schnelleren Zugriff auf diese habe. Sozusagen mein erster wirklicher Backup.

    Diese Website läuft jetzt unter World Citizenship’s Web Directory und kann von jedermann genutzt werden.

    Außerdem ergänzt sie meinen Blog-Beitrag über Hyperlinks vom März 2005 sehr gut.

    Nachtrag vom 21. Dezember 2021

    Jetzt ist diese Domain endgültig Geschichte und wird auf dieses Weblog weitergeleitet.

    „Halt dein Rößlein nur im Zügel,
    Kommst ja doch nicht allzuweit.
    Hinter jedem neuen Hügel
    Dehnt sich die Unendlichkeit.
    Nenne niemand dumm und säumig,
    Der das Nächste recht bedenkt.
    Ach, die Welt ist so geräumig,
    Und der Kopf ist so beschränkt.”

    Wilhelm Busch, Beschränkt

  • Einwurf 5 (1)

    Einwurf 5 (1)

    Beitragsfoto: Fußballspieler | © Pixabay

    Omas, die zuhause einsam und vergessen ableben, Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, Kinder, die in Afrika verhungern, oder Afghanen, die in ihrem eigenen Land verfolgt werden, und vieles andere auch, dienen unserer Luxusgesellschaft bestenfalls als Aufreger, um ein wenig Abwechslung in den ansonsten langweiligen Alltag zu bekommen.

    Kaum hat man sich so richtig über etwas Schlimmes aufgeregt, kommt auch schon der Nachbar oder ein Medium mit einer anderen Aufregung um die Ecke. Bestenfalls — weil „es sich so gehört“, oder weil der Nachbar guckt — zückt man vielleicht noch den Geldbeutel und spendet für das ein oder andere, besser noch, man wird endlich den eigenen Müll aus dem Keller oder der Garage los.

    Einzig und alleine das eigene Wohlbefinden zählt und daran wird alles andere gemessen. Wir alle sind es gewohnt, einfach wirklich alles ohne große Probleme, eigenes Bemühen oder gar eigene Leistung serviert zu bekommen — denn das steht uns zu! Warum auch immer. Und sollte für uns etwas wirklich unerfüllbar scheinen, kommt die nächste Wahl um die Ecke und man bekommt auch das — zumindest versprochen.

    Hilfsorganisationen — egal welcher Art — sind schon sehr lange zu reinen Aufregungsbegleitern mutiert, die uns mehr mit ihren Schreckensmeldungen „bespassen“ als sie jemals Gutes für andere leisten werden. Warum sollten sie auch?

    Denn ohne regelmäßige Aufreger müssten wir wohl alle über unsere eigene Existenz und ihre Vergänglichkeit nachdenken, schlimmer noch, darüber, was wir alles mit unserer Umwelt angestellt bzw. an menschlichem Handeln unterlassen haben.

    Aber bevor es dazu kommt, regen wir uns lieber wieder über andere auf, besonders über jene, die mehr als wir selbst haben, und auch gerne über jene, die haben möchten, was uns schon immer zusteht — alleine uns!

    So sind wir Menschen halt und werden wohl auch immer so bleiben. Glücklich sind jene, die gerade an Orten und in Zeiten leben, wo einem der Rotz die Backe hochläuft.

    Schade nur, dass es immer weniger Menschen gibt, die dieses Glück zu schätzen wissen. Gut dabei ist wohl nur, dass das Glück an sich sehr wechselhaft ist!

    „I don’t watch the ball. I watch them. Like I said — You make your own luck. Perception is reality. And it doesn’t matter a tuppeny toss where the ball actually lands … Just as long as they see what I want them to see.“

    John, in Hellblazer (Issue 232, Wheels of Chance, Systems of Control, Part 1 of 2 by Andy Diggle)

  • 29.7.02021 5 (2)

    29.7.02021 5 (2)

    Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

    Ehrenamt

    Was hat es noch mit einem Ehrenamt zu tun, wenn man dafür bezahlt wird oder gar damit seinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann? Auch muss man sich fragen, warum eine Verwaltung unbedingt das ehrenamtliche Engagement seiner Bürger regeln, kontrollieren und mit deren eigenem Geld finanzieren möchte?

    Man kann es vielleicht noch verstehen, wenn die Verwaltung dadurch neue Dienstposten und Aufgaben erhält, die man auch nicht mehr mit verwaltungsspezifisch qualifiziertem Personal besetzen muss, und sich somit immer weiter selbst vergrößert. Und dies wohl mit dem Ziel aller Verwaltungen, unabhängig von der eigenen Gemeinde oder dem Land, ein Eigenleben führen zu können. — Das geht aber auch nur solange gut, wie es noch Bürger gibt, die ausreichend Steuern zahlen können.

    Schlimmer wäre es, wenn es sich dabei um das altbekannte sozialistische Leitbild handelt, das den Bürger vollständig entmündigen möchte, um diesen im Anschluss zu einem besseren Menschen zu erziehen. — Wie wir alles wissen, funktioniert das nicht, lässt Bäume aus Dachrinnen wachsen und macht Bananen zum Luxusgut.

    Sommertheater

    Die Krokodile in unseren Seen sind längst verhungert oder an einem Hitzschlag zugrunde gegangen, so trifft es sich ganz gut, dass man sich jetzt zu Beginn der Urlaubszeit vollumfänglich um das „Gendern“ kümmern kann. Eine gute Gelegenheit, um am Bürger vorbei, en passent sozusagen, eine Unnötigkeit durchzusetzen, die unsere Sprache noch unsprechbarer und noch unlesbarer machen wird.

    Dabei müsste es doch jedem klar sein, dass seit den letzten Rechtschreibreformen und ersten Sprachverboten selbst Germanisten kaum noch in der Lage sind, ein Deutsch zu Papier zu bringen, das noch halbwegs für eine produktive Kommunikation ausreicht — außer vielleicht für Trash-Shows und Polit-Talks, für die genau so eine Sprache notwendig ist, um u. a. von fehlenden Inhalten abzulenken.

    Da darf es auch keinem mehr wundern, dass gerade jene, die auf Sprache angewiesen sind, immer mehr auf English als verbindliche Sprache ausweichen — das erspart einem zudem völlig unnötige Gefechte mit Lektoren, Proof readern oder gar selbsternannten Sprachexperten, und rettet Autoren zudem vor Schreibverboten.

    Verwaltungsfee

    Ich habe heute Morgen erstmals das Wort „Verwaltungsfee“ gelesen und schon erinnert man sich wieder. Auch mir sind schon einmal zwei solche begegnet. Vor ein paar Jahren war ich mit meiner bessern Hälfte und zwei kleinen Kindern an einem Samstag (!) auf dem Weg in den Urlaub. Bahn und Bus hatten wir bereits hinter uns und standen nun am Gate in Tegel, wieder einmal viel zu früh.

    Als dann endlich das Boarding begann, sagte uns die nette Flugbegleiterin, dass seit Neuem auch Kleinkinder eigene Pässe benötigen — da hatten wir Auslandsdeutschen mit Wohnsitz in Stettin wohl etwas nicht mitbekommen.

    Kurz und gut, die Maschine flog ohne uns in den Urlaub. Was nun? Nette Polizisten vor Ort — mussten wohl öfters solche Situationen erleben — verwiesen uns auf eine Behörde in der Innenstadt.

    Mit Kind und Kegel in den nächsten Stadtbus und mit ein wenig Hilfe von Einheimischen fanden wir auch die besagte Behörde. Nach einer kleinen Odyssee in den Gängen eines imposanten Behördengebäudes fanden wir die entsprechende Abteilung. Wir betraten das Dienstzimmer, fanden dort genau zwei Verwaltungsfeen vor und hatten kurz darauf zwei Kinderpässe in der Hand.

    Wieder zurück zum Flughafen, leider gab es aber an diesem Tage kein Flugzeug in unsere gewünschte Richtung mehr. Also wieder mit Sack und Pack in den Bus, dann in die Bahn und zurück nach Polen.

    Zwei Tage später konnten wir dann endlich in den verdienten Urlaub fliegen, dank zweier Verwaltungsfeen, die schneller und erfolgreicher handelten als alle sonst an der Sache beteiligten.

    Website des Tages

    Newport Beach

    Was waren das noch für gute Zeiten, in denen man frei reisen konnte!

    Geburtstag des Tages

    Dag Hammarskjöld