Ausbildung

Wehrpflicht 4.4 (7)

Beitragsfoto: Ausbildung | © Petra from Pixabay

Streitkräfte benötigen keine Wehrpflicht; die jeweiligen Gesellschaften müssen ihre Soldaten nur ausreichend bezahlen, dann gibt es auch keinen Mangel an Wehrwilligen. Und bei einer etwas besseren Bezahlung sogar noch Wehrfähige.

Spätestens aber nach meiner heutigen Erfahrung bin ich nun zu der festen Überzeugung gelangt, dass zumindest unsere Gesellschaft, nämlich die der Bundesrepublik Deutschland, dringend eine Wehrpflicht benötigt!

Zuerst müssen dafür die Mindestvorraussetzungen für eine Wehrpflicht festgelegt und danach auch die Ausbildungskapazitäten aufgebaut werden.

Dann kann man mit der Musterung aller Bevölkerungsteile beginnen und diese in wehrfähig und wehrunfähig einteilen. Was man mit den Wehrunfähigen macht, ist dann wieder eine andere Frage — vermutlich werden diese Berufspolitiker.

Alle Wehrfähigen werden zu einer von der Bundeswehr unabhängigen Ausbildungsorganisation einberufen, wo sie allesamt ein Jahr lang militärisch grundausgebildet werden. Wobei hier eine Trennung zwischen weiblich und männlich notwendig ist — aber auch nur weil unsere weiblichen Bevölkerungsteile noch lange nicht so emanzipiert sind, dass man auf eine Trennung verzichten könnte. Wer sich jetzt fragt warum, dem erwidere ich sogleich, dass Emanzipation keine Vorteilsgewinnung auf Kosten anderer ist!

Nach einem Jahr werden die für Streitkräfte, Bundespolizei oder Polizei ungeeigneten Bürger mit einem entsprechenden Hinweis auf Nichteignung wieder entlassen.

Geeignete Bürger wurden bereits nach den ersten sechs Monaten (Bestenauslese) auf eigenen Wunsch hin in die Bundeswehr, zur Bundespolizei oder die Länderpolizeien überführt. Alle anderen geeigneten Bürger leisten ihre Wehrpflicht in Gänze ab und bleiben der Ausbildungsorganisation für ein weiteres halbes Jahr als (Hilfs-)Ausbilder erhalten.

Diese werden dann nach 18 Monaten in allen Ehren entlassen und können bei Bedarf der Bundeswehr oder der Ausbildungsorgansation als Reservisten weiter zur Verfügung stehen.

Damit erreichen wir zum einen, dass die Schlümpfe in unserer Gesellschaft wenigstens etwas gebessert werden und alle anderen sehr schnell an Lebenserfahrung gewinnen, die sie durch ihr restliches Leben tragen wird.

Ach ja, die Kosten für den Betrieb dieser Ausbildungsorganisation tragen das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Bundesministerium für Gesundheit.


Automobil

25.7.02024 4.4 (8)

Beitragsfoto: Automobil | © Peter H from Pixabay

Gadget

Aktuell erhalte ich neue Hörgeräte, was nach gut acht Jahren auch so langsam an der Zeit war, denn nicht nur mein Gehör ist inzwischen an seine Grenzen gestoßen, sondern auch die Hörgerätetechnik war am Ende der eigenen Leistungsfähigkeit.

Nichtsdestotrotz musste ich zum Ohrenarzt, der wiederholt feststellen musste, dass mein Gehör wieder einmal schlechter als zuvor ist, so wie übrigens die vergangenen zwei Jahrzehnte bereits. Für den notwendigen Kauf neuer Hörgeräte war dieser Arztbesuch allerdings überflüssig — er dient einzig und alleine nur dazu, um einer völlig überbordeten Bürokratie gerecht zu werden. Sowohl die Zeit der Ärztin als auch meine, hätte unsere Gesellschaft sinnvoller nutzen können.

Und so muss ich wieder einmal tief in die Tasche greifen, nur um meine Mitmenschen etwas besser verstehen zu können; da ich schon lange keine Vögel mehr hören kann, geschweige denn auf dem Gehweg daher rasende Radfahrer, mache ich mir schon so meine Gedanken, ob sich diese Investition tatsächlich noch lohnt.

Um mir das Ganze nun doch noch ein wenig schmackhafter zu machen, habe ich mir nun einen Fernsehadapter zugelegt. Wenn er das halbwegs hält, was er verspricht, kann ich künftig wohl auf die meisten der eingeblendeten Schriften verzichten. Und auch meine Mitbewohner dürften davon profitieren — es wird wohl im Raum nun etwas weniger laut sein.

Die Boxen meiner Stereoanlage bleiben aber weiterhin defekt, denn ich höre meine Lieblingsmusik schon sehr lange und zum größten Teil aus meiner Erinnerung heraus — ich genieße die Platte bereits schon bevor der Tonarm die richtige Rille getroffen hat.

Übergabe

Heute wurde ich wieder exemplarisch an die sieben Phasen der Veränderung (Elisabeth Kübler-Ross / Richard K. Streich) erinnert, nämlich als das erste Mitglied der Freien Wähler in die Phase 3 eintrat und mit der Übergabe begann. Und so konnte ich schon einmal den Freie Wähler-Account auf meine.stimme.de übergeben.

Ich hoffe jetzt, dass die Phase 4 und 5 schnell folgen und wir nach der Sommerpause einen neuen Vereinsvorsitz wählen werden können. Meine in Papier vorhandenen Unterlagen kann ich dann zum einen an meinen Nachfolger und zum anderen an das Heilbronner Stadtarchiv übergeben. Das alles ist inzwischen satzungs- und vertragsmäßig geregelt und dürfte somit niemanden mehr intellektuell herausfordern.

Last but not least muss der neue Vorstand noch eine Entscheidung über die künftige Vereins-Website treffen. Danach kann ich auch dieses Kapitel in meiner Biographie mit gutem Gewissen schließen — manche reagieren über meinen (plötzlichen) Rückzug etwas verärgert; das hätte man sich aber vorher überlegen und entsprechend handeln können.

Haben wollen

Mit immer größerem Erstaunen muss ich zur Kenntnis nehmen, wie viel zu viele meiner Mitbürger immer alles haben wollen, dann meist auch noch sofort, und dies ohne jemals nur darüber nachzudenken, dass man dafür auch etwas tun muss.

Leider aber werden sie immer öfters darin bestätigt, dass einem die Würste und Hähnchen nur so und ganz von alleine in den Mund fliegen. Wie selbstverständlich setzen sie sich an den bereits gedeckten Tisch und gehen, sobald es wieder Zeit wird, um mit dem Aufräumen zu beginnen.

Feste und Feiern organisieren sich bei uns von ganz alleine, genau so wie Websites einfach so aktualisiert werden und man sich dort immer selbst im besten Licht wiederfindet. Schnöde Arbeit ist etwas für die anderen.

Deshalb war es mir gestern Nacht nach meiner Rückkehr von einer Veranstaltung eine große Freude vor der Haustür ein Päckchen vorzufinden, das von einem fleißigen Zusteller dort abgelegt wurde. Ich durfte zuvor an einer Stallwächterparty teilnehmen, wobei ich mich erneut fragen musste, warum diese heute noch so heißen, obwohl dort kein einziger Stallwächter mehr zu finden ist — wie schon gesagt, es ist schick, es gibt etwas zu essen und zu trinken, man kann sich völlig unbedarft am Smalltalk ergötzen, muss selbst nichts machen aber kann sich dafür ein paar Stunden lang als „Stallwächter“ fühlen. Heutzutage sind es einfach die wahren, die echten Gefühle, die zählen!

Noch in der Nacht habe ich in Lucius Annaeus Senecas Briefe an Lucilius über Ethik gestöbert. Reclam hat diese auf Latein sowie auf Deutsch herausgegeben und mit einem Nachwort von Marion Giebel (Seneca 2018: 1423) versehen.

„Der Philosoph hat ein Manuskript in der Hand und richtet einen eindringlichen Blick auf seinen Schüler. Der junge Mann [Nero] schaut, lässig zurückgelehnt, desinteressiert, ja gelangweilt drein …“


Lesezeichen

Fußverkehr 5 (4)

Lesezeichen | © kertlis von Getty Images

Mathis Gann und  Tina Groll | Die Zeit

Bundesregierung will bessere Bedingungen für Fußgänger schaffen – Fußverkehr (zuletzt aufgerufen am 13.7.2024, 14.18 Uhr)

„Die Ampel plant, Zufußgehen zum “gleichberechtigten Verkehrsmodus” zu erheben. Das Bundesverkehrsministerium arbeitet dafür an einer “nationalen Fußverkehrsstrategie”.

Fußverkehr sei “die einfachste und ursprünglichste Art der Fortbewegung”, heißt es in dem Papier. Bislang werde ihm jedoch “in der öffentlichen Wahrnehmung keine adäquate Aufmerksamkeit zuteil”. Deshalb müsse das Zufußgehen künftig als “gleichberechtigter Verkehrsmodus” anerkannt sowie in der Verkehrspolitik und -planung stärker berücksichtigt werden.“


Wer erklärt dies aber nur uns Heilbronnern?!

Gerade wurde ich wieder einmal hinterrücks auf dem Fußweg von einem Radfahrer angefahren. Er habe doch geklingelt! Was mir als Schwerhöriger nichts hilft, zudem höre ich auch die Fahrgeräusche nicht mehr.

Und so werde ich in Heilbronn langsam aber sicher neben den alten Damen und Kleinkindern zum Opfer.

Bei uns in Heilbronn machen sich Gemeinderat und Stadtverwaltung permanent der fahrlässigen Körperverletzung schuldig, schon alleine dadurch, indem sie in Heilbronn Gesetze und Regeln einfach so mir nichts dir nichts außer Kraft setzen und zudem Polizei und Ordnungsdienste davon abhalten, uns Bürger zu schützen.

Aber wehe dem Bürger, der aus reiner Notwehr heraus nun einmal selber tätig wird!