Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

28.2.02022 5 (2)

Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Der totale Widerstand

Es gibt in Europa Länder, die tatsächlich wehrfähig und -willig sind. Diese Länder haben für ihre Bevölkerungen auch die Grundlagen geschaffen, dass diese sich auf den Ernstfall vorbereiten können; es muss dabei auch nicht jeder Widerstandskämpfer werden.

Die etwas älteren Bürger unseres Landes wissen noch, wie man für sich geeignete Vorräte anlegt und auch schon bestimmte Vorkehrungen trifft. Meiner Generation rate ich, dass sie nicht davon ausgehen soll, sich kurzfristig mit dem Flieger oder dem Auto der Gesamtsituation entziehen zu können. Dieser Luxus wird wohl nur unseren Volksvertretern vorbehalten bleiben.

Wer sich gerade wegen der aktuellen Situation — gehen wir einmal nicht davon aus, dass es auch zu einem Atomkrieg kommt — etwas mehr Gedanken macht, dem empfehle ich ein schon etwas älteres Buch von Major H. von Dach mit dem Titel „Der totale Widerstand – Kleinkriegsanleitung für jedermann“.

Das Buch gibt einen guten Eindruck darüber, was geschehen kann, wenn es kein Territorialheer gibt oder auch die letzten eigenen Streitkräfte unser Land verlassen mussten.

Pferdemarkt

Sehr erfreulich ist, dass der Pferdemarkt auch auf der Theresienwiese ein voller Erfolg wurde. Das beweist, dass ich mit meinen Vorschlägen, auch den Weihnachtsmarkt dort die letzten beiden Jahre zu veranstalten, nicht ganz falsch lag. Dies hätte unseren Marktbetreibern sicherlich sehr geholfen.

Aufgrund der aktuellen Ereignisse hatte ich allerdings keine Lust, den Markt selber zu besuchen. So musste ich mich nur beim sonntäglichen Spaziergang durch die Falschparker im Neckarbogen und der Kanalstraße quälen. Eines muss man unseren Landbewohnern aber lassen, sie sind sehr findig im Auffinden von kostenlosen Parkplätzen — und da macht es auch nichts, dass man mit Frau und Töchtern direkt beim oder gar im Puff parkt; man kennt sich halt in Heilbronn aus.

Sondervermögen

Olaf Scholz hat gestern angekündigt, über das Instrument eines Sondervermögens der Bundeswehr 100 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Das hört sich für den Normalbürger erst einmal ganz gut an, dient letztendlich aber nur dazu, um vom jahrzehntelangen Politikversagen etwas abzulenken. Seine Zusage aber, zukünftig Verträge auch und deshalb nun die 2 % Regel beim Verteidigungshaushalt einzuhalten, lässt mich ein wenig hoffen!

Wenn man aber weiß, was alleine eine Modernisierung der Bundeswehr kosten würde, und dabei sprechen wir nicht einmal von einer notwendigen Vergrößerung, ist das leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Das wirklich Schlimme daran ist aber, dass selbst von diesen 100 Milliarden Euro nur sehr wenig tatsächlich bei der Bundeswehr ankommen wird — bestenfalls erfüllen sich ein paar Politiker ein paar Prestigeprojekte mit Bundeswehrbezug. Wahrscheinlicher aber wird es sein, dass sich unzählige Politiker und darunter doch so einige Bürgermeister schon jetzt um die 100 Milliarden kräftig streiten und in den Haaren liegen. Dazu gesellen sich alsbald zahlreiche Beraterfirmen und Industriekonzerne.

Und dann geschieht, was in den letzten Jahrzehnten immer geschehen ist: Bürgermeister bekommen eine neue Infrastruktur für ihre Gemeinden, Landkreise werden ertüchtigt, neue Dienstposten im Beamten und Mitarbeiterapparat geschaffen, völlig neue multisex- und gendergerechte Ideen konzipiert, für alles nur Erdenkliche Beraterverträge abgeschlossen und neue Institute geschaffen.

Dann schlägt die Industrie zu, und die Bundeswehr muss Waffen, Gerät und Wehrmaterial beschaffen, das ernstzunehmende Streitkräfte nicht benötigen, was aber angeblich Arbeitsplätze schafft, eher aber ein paar Firmeninhaber oder deren Aktionäre schwer reich macht.

Und sollte dann wieder einmal ein Journalist herausfinden, dass die Panzer und Fahrzeuge weder in die neuen Flugzeuge, Hubschrauber oder andere Transportmittel passen, die militärische Infrastruktur und Technik nicht NATO kompatibel ist, den Soldaten die Uniformen und Schuhe vom Körper fallen, die Waffen nicht schießen, geschweige den Wirkung beim Feind erzielen können … man könnte die Aufzählung seitenweise fortsetzen, dann entsetzen sich alle Bürger über das inkompetente Militär.

100 Milliarden hören sich ganz gut an, jetzt sollten wir einmal gespannt darauf sein, was die Bundeswehr tatsächlich dafür bekommt. Dringend benötigen würde die Bundeswehr sehr viel.

Fregatten bzw. Zerstörer kosten gut 1 Milliarde Euro pro Stück — netto versteht sich — ohne Personal, Wartung etc. –> 10 davon sollte man schon haben.

Kampfflugzeuge kosten netto gut 80 Millionen Euro pro Stück — ohne wirklich alles, was die Kosten locker nochmals verdoppelt. –> 200 Stück sind wirklich nicht zu viel verlangt.

Ein Panzer kostet netto gut 7 Millionen –> wir hatten einmal ein paar Tausend davon und sollten gerade jetzt nicht darunter bleiben (man kann zurzeit wieder einmal sehen, wie schnell diese „verbraucht“ werden).

Und das wären allerdings nur die günstigeren Anschaffungsvorhaben. Deshalb fordere ich auch schon immer, sämtliche Beschaffungen grundsätzlich im NATO-Rahmen zu tätigen. Leider aber spielen unsere Steuergelder oder unsere Wehrfähigkeit in der deutschen Politik überhaupt keine Rolle!

Der Finanzminister Christian Lindner sagte heute im Bundestag, man möchte jetzt nicht mit den Fingern auf die Schuldigen zeigen — frei nach, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!

Nehmen wir dies aber einfach einmal positiv und hoffen, dass sich unsere Politiker angesichts der aktuellen Bedrohung besinnen und das Wohl unseres Landes und seiner Bevölkerung einmal vor ihre eigenen ganz persönlichen Interessen stellen!

Meinungsbeitrag des Tages

What caused EU’s geopolitical irrelevance in the Ukrainian drama?

[Seit dem 2. September 2022 nicht mehr verfügbar]

This article is a continuation of a discourse between Leo Klinkers and Ingo Piepers in Europe Today Magazine, titled ‘The European State System at a Crossroads’.

Geburtstag des Tages

Frank Gehry


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

21.2.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Feedback

Schöner kann ein Tag kaum enden, wie damit, dass ein anderer Autor anfragt, ob er aus meinem Buch zitieren könne. Zumindest mir geht es so, dass ich dies als höchstes Lob auffasse, das einem Autoren gegeben werden kann.

Damit hat mein Buch zudem die nächste Stufe erklommen. Jetzt hoffe ich, dass das neue Buch dieses Autoren ein großer Erfolg werden wird.

Markthalle

Heute dürfen wir in der Heilbronner Stimme lesen, dass wohl doch nicht alle Gemeinderäte für eine Markthalle in Heilbronn sind. Verständlich, dass sich nur die Befürworter namentlich nennen lassen. Denn sollte es doch einmal zu einer — und dann gar noch erfolgreichen — Markthalle in Heilbronn kommen, will doch jeder Gemeinderat zumindest der Initiator einer solchen gewesen sein.

Der Karlsruher Feinkosthändler Erkan Kirbas meint dazu: „In Stuttgart oder Mannheim geht so etwas. Diese Städte spielen in einer anderen Liga.“ (Heilbronner Stimme, 21.02.2022: 31). Da halte ich doch gleich einmal fest, dass Stuttgart und Mannheim auch nur Universitätsstädte sind, genau so wie Heilbronn auch. Und ganz im Gegensatz zu Stuttgart und Mannheim war Heilbronn schon ein Markt, da haben dort die Rehe noch Gänseblümchen auf Wiesen gezupft.

Deshalb sollte auch Heilbronn endlich eine Markthalle bekommen, um seine originären Vorteile in Gänze ausspielen zu können. Diese Markthalle kann und soll dabei auch nicht den Wochenmarkt ersetzen, sondern, ganz im Gegenteil, ergänzen und komplettieren. Und selbst vereinzelt entstehende Konkurrenzsituationen werden sowohl dem Wochenmarkt als auch der Markthalle nur zum Vorteil gereichen.

Also, liebe Heilbronner Gemeinderäte, haben Sie den Mut zum Fortschritt und ergreifen Sie die Chance, unsere Stadt positiv weiterzuentwickeln.

Kalender

Es ist wieder einmal soweit, auch dieses Weblog hat erneut einen Kalender. Dabei hatte ich mich noch vor Kurzen auch von weiteren Kalendern der unterschiedlichsten Websites verabschiedet, wobei ich nur noch zwei Kalender aufrechterhielt, weil meine bessere Hälfte ihr Veto eingelegt hatte.

Und kaum waren die Kalender verschwunden, kamen auch schon die ersten Anfragen, wo diese denn seien oder warum man denn nicht einen solchen Kalender anbietet. Kompromisse bestimmen einfach das Leben, und so fasse ich die Kalender der Seiten, für die ich die Verantwortung innehabe, zu einem Kalender zusammen, den ich dann hier auf diesem Weblog pflege.

Jetzt darf ich darauf gespannt sein, ob dieser neue Kalender genutzt werden wird. Der Vorteil dabei ist, dass ich in diesem Weblog die Nutzerzahl — datenschutzkonform versteht sich — angezeigt bekomme und damit den Kalenderbefürwortern zukünftig die Nutzungshäufigkeit darlegen kann. Der Zeitaufwand für dessen Betrieb ist dabei weiterhin Nebensache, da es eine rein ehrenamtliche Tätigkeit ist.

Geburtstag des Tages

Nina Simone


Wandkalender

Termine 5 (6)

Beitragsfoto: Wandkalender | © Pixabay

Terminkalender, ob auf Papier oder digital, gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Auch welche, die man nicht nur im Internet teilen, sondern auch gemeinsam verwalten kann.

In den letzten Jahren habe ich sehr viele davon selbst geführt und auch so einige auf den unterschiedlichsten Websites Interessierten zur Verfügung gestellt. Alle haben dabei eines gemeinsam, einer muss die notwenige Mindestarbeit leisten. Und zumindest in meinem ehrenamtlichen Bereich haben sich diese Kalender nicht bewährt, selbst die einfachsten Terminhinweise, die noch auf den Websites zu finden sind, werden so gut wie gar nicht von den Betroffenen wahrgenommen.

Auf der EUROPA-UNION Heilbronn Website ist es eigentlich nur ein Mitglied, das sich darüber informiert und von dem wir auch ein entsprechendes Feedback erhalten — letztendlich ist es einfacher und weniger zeitaufwändig, wenn ich das betreffende Mitglied einfach nur bei Terminen anrufe oder eine SMS sende.

Deshalb starte ich jetzt einmal einen ganz minimalistischen Ansatz, der zudem keine eigenen Ressourcen benötigt, indem ich einfach diesen Blog-Beitrag als Terminhinweis verwende.

Ich stelle hier zukünftig einfach jene Termine ein, die ich selbst für so wichtig erachte, dass es mir das Einstellen auch wert ist. Und wer möchte, der kann ab und zu nachschauen, ob sich auch etwas geändert hat — wer einen RSS-Reader sein eigen nennt, ist jetzt sogar etwas im Vorteil.

Und wer meinen jetzt gewählten Ansatz für völlig daneben hält oder gar diesem etwas abgewinnen kann, der kann dies gerne in der Kommentarfunktion kundtun. Bitte sehen Sie aber davon ab, mir jetzt Tipps für Kalender aller Art geben zu wollen, denn darum geht es doch gar nicht.

Nachtrag

Und kaum hatte ich alle über meine Entscheidung informiert, wurde ich auf einer Präsenzveranstaltung sehr nett gebeten, nochmals einen Versuch zu wagen. Deshalb findet man jetzt einen neuen Kalender hier auf diesem Weblog. Und jetzt bin ich sehr gespannt darauf, ob dieser dann auch von den Lesern genutzt werden wird.

Nachtrag 18.12.2023

Heute war es dann soweit und ich habe auch diesen Terminkalender endgültig gelöscht.

Nachtrag 25.6.2024

Heute habe ich einen Idee von Matt Webb aufgegriffen und meinen Lesern die Möglichkeit eröffnet, während meinen „Unoffice Hours“ jeweils 30 Minuten Gesprächszeit mit mir zu buchen.
[Am 13.12.2024 habe ich meine Unoffice Hours wieder stillgelegt.]

„Warum soll ich mich zum Sklaven von Terminen machen, wenn ich meine Selbständigkeit voll genießen und meine Rede überall hinlenken kann, wie es mir gefällt, nicht dem Urteil geringschätziger Zuhörer unterworfen, sondern als mein eigener Maßstab?“

Synesios von Kyrene, Dion Chrysostomos (403), übersetzt von Kurt Treu, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt (1959: 41)