Buggles

Wunschvideo 5 (6)

Beitragsfoto: Langspielplatte

Auf Wunsch eines einzelnen Herrn, genauer gesagt von Andreas Lochner, lege ich nun noch mit einem weiteren Blog-Beitrag nach. Da ich aktuell etwas bewegungseingeschränkt bin und mich außer in der Stoa zu üben wenig machen kann, komme ich diesem Wunsch sehr gerne nach — jede Ablenkung ist mir sehr willkommen!

„The Age of Plastic“ (1980) ist das Debutalbum des Duos Buggles. Ursprünglich ein Trio, was übrigens auch einmal der Name einer Band war, blieben bereits nach den ersten Aufnahmen nur noch Geoff Downes und Trevor Horn übrig.

Trevor Horn wurde beim Erstellen der Langspielplatte von Kraftwerks Album „Die Mensch-Maschine“ (1978) inspiriert; sie konnten dennoch nie an Kraftwerk heranreichen, meine bessere Hälfte ist da sicherlich anderer Meinung.

Das Album wurde im Laufe des Jahres 1979 eingespielt; meine regelmäßigen Leser dürften meine musikalische Vorliebe für dieses Jahr bereits kennen. Und der besagte Wunschsong von Andreas Lochner kam bereits vorab im September 1979 in die Radios.

Auch wenn dieser Song noch heute ein Ohrwurm ist, gefiel mir damals der Song „I Love You (Miss Robot)“ noch besser. Dieser erinnerte mich tatsächlich etwas an Kraftwerk, aber später mehr noch an Grace Jones‘ „Pull Up To The Bumper“ (1981).

Die Folge-LP „Adventures in Modern Recording“ (1981) nahm ich dann nicht mehr bewusst wahr. Vielleicht nun eine ganz gute Gelegenheit, um mir diese Platte einmal in Ruhe anzuhören.

Jetzt aber liegt „The Age of Plastic“ am Plattenspieler und ich gucke einmal, was meine bessere Hälfte dazu sagen wird. Wahrscheinlich: „Hauptsache kein Kraftwerk!“

Der Vollständigkeit halber nun noch die zweite Seite des Albums, denn Buggles war doch ein Duo.

Nachtrag

Tatsächlich bekomme ich keine negativen Reaktionen von meiner besseren Hälfte auf die Platte — könnte aber auch an der gewählten Lautstärke liegen. Hat etwas gedauert, bis ich sie entstaubt hatte. Und zumindest aus heutiger Sicht ist die Platte insgesamt ein richtiger Ohrwurm; ich merke, wie sich mein Geschmack über die Jahrzehnte doch ein wenig geändert hat.


Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (6)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Vor Kurzem machte mich Jason Kottke darauf aufmerksam, dass es anlässlich 50 Jahre Talking Heads — wie die Zeit verfliegt — ein neues Video zum Hit „Psycho Killer“ aus 1977 gibt. Die Protagonistin ist dabei Saoirse Ronan.

Die Talking Heads gründeten sich bereits 1975 in New York, dem Geburtsort von Saoirse Ronan ein paar Jahre später. Die Gruppe, welche in den 1980er-Jahren sehr populär war, bestand aus Tina Weymouth, David Byrne, Chris Frantz und Jerry Harrison. 1991 löste sich die Band auf.

Der Hit „Psycho Killer“ befindet sich gleich auf dem ersten Album „Talking Heads: 77“ (1977). „Once in a Lifetime“ vom Album „Remain in Light“ (1980), „Burning Down the House“ vom Album „Speaking in Tongues“ (1983) und „Road to Nowhere“ aus dem Album „Little Creature“s (1985) dürften ebenfalls noch bekannt sein.

Nun aber zurück zum heutigen Hit, den die Band bereits 1974 in einer ersten Version unter ihrem Namen „Artistics“ aufgeführt haben soll und dann als Talking Heads 1975 weiter bearbeiteten. Ich finde noch heute, dass der Song tatsächlich besser in die erste Hälfte der 1970er-Jahre passt als in die 1980er.

Wie ich finde, gibt Saoirse Ronan heute dem Lied eine ganz andere Bedeutung, wobei schon damals™ die angebliche Verbindung zu den „Son of Sam“-Morden (July 1976 – July 1977) wohl nur von den Medien hochgespielt wurde, was sowohl der Faktenlage als auch den Aussagen der Band widersprach — „News“, die dem Erfolg des Lieds nicht geschadet haben dürften. Und noch heute wird das Lied mit Serienmördern in Verbindung gebracht; auch ich habe den Song noch so in Erinnerung.

Nun können Sie sich mit den beiden obigen Videos ein eigenes Bild vom Inhalt des Liedes machen und dabei auch wieder einmal die Macht von Bildern erkennen. Eine weitere Bilder-Deutung findet sich in meinem Blog-Beitrag „Once in a Lifetime“ (diese spielt sicherlich auf die „Son of Sam“-Morde an).

Auf alle Fälle geben nun die Talking Heads zu ihrem Fünfzigsten dem Song „Psycho Killer“ eine offizielle Deutung, welche sie mit Saoirse Ronan bildlich ganz gut untermauern. Diese Deutung ist auf alle Fälle politisch korrekt und passt in unsere Zeit.

Mein Kommentar zum 50. Jubiläum der Band

Ein rühriger Pfarrer organisierte einen Abend für Ehemänner, die kurz vor ihrem 25. Hochzeitstag stehen. Dazu lud er auch ein Gemeindeglied ein, das kurz vor dem 50. Hochzeitstag stand.

Er bat diesen zu berichten, was er zum 25. gemacht hätte. Dieser gab an, dass er mit seiner Frau nach Südafrika fuhr. Der Pfarrer lobte dieses Engagement als mustergültig für eine gute Ehe und fragte den Mann, was er nun zum 50. geplant hätte?

Dieser antwortet darauf, dass er sie nun wieder aus Südafrika abholen möchte.

„Ce que j’ai fait, ce soir-là
Ce qu’elle a dit, ce soir-là
Réalisant mon espoir
Je me lance vers la gloire … OK !“

TAlkinG Heads (1977)

Streetart

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Beitragsfoto: Streetart

Vermischtes

Die Eskalation im Iran-Israel-Konflikt kam mit langjähriger Ankündigung. Die aktuelle Gesamtlage und die zunehmende Isolation der USA trugen sicherlich mit dazu bei, dass nun die Fronten auch im Nahen Osten geklärt werden müssen. Und da sich der Islam immer mehr alleine damit begründet, dass man andere Religionen ausrotten müsse, kann es keine gangbare Alternative zur Unterstützung Israels geben.

Schlimm dabei nur, dass wir in Europa viel zu vielen bekennenden Europafeinden eine Heimat bieten. Inzwischen heißen wir sogar abgenutzte russische Soldaten bei uns willkommen. Leider müssen wir nun erkennen, dass offene Gesellschaften nicht so stark und überlebensfähig sind, dass sie auch die schlimmsten Menschen dieser Welt einfach nur so absorbieren können.

Vor unseren Augen zerbrechen die USA und wir Europäer werden die nächsten sein. In einem sind sich Antidemokraten und Totalitaristen aller Länder einig, nämlich darin, dass man offene Gesellschaften zerstören muss. Erst danach werden sich diese abgrundtief bösen Menschen wieder selber an den Kragen gehen.

Kommende Woche stehen gleich drei mir sehr wichtige Geburtstage an, zumindest einen davon werde ich nicht bei vollem Bewusstsein „erleben“. Dafür nehme ich mir vor, dieses Jahr wenigstens den sich diesen Geburtstagen anschließenden Hochzeitstag nicht zu vergessen. Wobei, dieses Mal hätte ich sogar eine Entschuldigung parat.

Derweil werden in den USA die ersten demokratischen Politiker regelrecht abgeschlachtet, das haben sich die Amerikaner übrigens von uns abgeguckt. Die letzten US-Demokraten werden zeitgleich durch das US-Militär und den Polizeiapparat ruhig gestellt.

Als dies alles noch in Europa so geschehen ist, konnten die freiheitsliebenden Menschen wenigstens in die USA fliehen. Wohin sollen aber die US-Amerikaner fliehen? Etwa nach Europa, wo man nach vierzig Jahren wieder die Grenzen hochzieht, während man zeitgleich das Schengen-Abkommen feiert und zudem sämtlichen kriminellen Volksvertretern ewige Immunität zusichert?

Egal wohin man auch schaut, unsere Welt ist nicht mehr in Ordnung. So viel Sand gibt es nicht mehr, dass man seine Köpfe noch ausreichend tief hineinstecken kann!

Wenn wir Demokraten nun nicht aus den Puschen kommen und unsere offene Gesellschaft nicht etwas pimpen, dann wird es für alle von uns ein sehr böses Erwachen geben!

Der große Vorteil an unseren offenen Gesellschaften ist es doch, dass es für wirklich jeden Interessierten eine Möglichkeit gibt, um sich für die freie Welt, für unser Europa oder auch nur für unsere Bundesrepublik zu engagieren und einzusetzen. Wir müssen endlich damit anfangen, allesamt Flagge für unsere Demokratie zu zeigen!

Streetart

Man muss nicht unbedingt durch New York, London oder Brüssel streifen, auch bei uns kann man das eine oder andere Werk bestaunen. Bei einem meiner letzten Spaziergänge konnte ich eine solche Künstlerin bei ihrer Arbeit beobachten; da die Zeit drängte, fand ich keine Gelegenheit, um dem nun Folgenden etwas auf den Grund zu gehen.

Beides dasselbe Kunstwerk. Die erste Version hatte bereits hier auf dem Blog einen weniger guten Kommentar erhalten. Ich halte das Kunstwerk aber nach wie vor für sehr gelungen. Die Kunst wie auch die Wissenschaft leben von Zitaten. Ich hoffe nun sehr, dass es nicht die Rechteinhaber von Snoopy waren, die dafür sorgten, dass dieses Werk verändert wurde.

Wenn dem so wäre, dann können wir tatsächlich das Ende von Kunst und Wissenschaft beobachten. Beides lebt nämlich von Wiederholungen und Anspielungen; manchmal ist dafür nicht einmal eine Quellenangabe vonnöten, denn jeder halbwegs normale Mensch weiß z. B. um was für eine Welle es sich hierbei handelt.

Die zweite Version hat zumindest meines Erachtens nun an Qualität und Aussagekraft verloren. Dabei hilft es auch nicht, dass die Künstlerin noch eine Katze mit hinzufügte, wohl nur, um den abgestumpfteren Zeitgenossen eine Freude zu bereiten — Katzenbilder gehen immer.

Zu den Katzenbildern habe ich eine ganz eigene Theorie. Diese tauchen immer mehr in den Medien auf, vor allem seit das menschliche Nacktsein immer verpönter wird. Wenn man das noch mit den Katzenfutter-Softpornos verbindet, könnte man befürchten, dass die Sodomie bei uns wieder Einzug hält.

Basteln

Vielleicht ist es einem der Leser aufgefallen, ich bastele erneut an meinem Blog. Die größten Veränderungen gibt es allerdings unter der Haube. Nachdem ich nun notgedrungen die IP-Blocker für mich entdeckt habe, ist es hier in meinem Blog richtig ruhig geworden. IP-Adressen zu blocken, wobei man heute wegen des Datenschutzes gleich ganze Bandbreiten abdecken muss, weil man kaum noch eine einzelne IP-Adresse herausfiltern kann, widerspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck des Internets. Mir blieb aber leider nichts anderes mehr übrig, denn mein Provider hätte ansonsten wohl ein extra Atomkraftwerk ans Netz nehmen müssen.

Als Folge davon habe ich aber auch die Abfragen meines eigenen Blogs auf andere Seiten beendet, denn wer weiß, vielleicht fühlte sich der eine oder andere Admin ebenfalls genervt — zu meiner eigenen Entlastung, meine initiierten Abfragen gingen nicht in die Tausende je Sekunde!

Und da ich schon einmal dabei war, habe ich auch das eine oder andere Plug-in gleich mit entsorgt. Dafür aber gibt es nun ein Monitoring-Tool (Back-end) auf dem Blog, das die hier verwendete Software prüft; das kostet auch Ressourcen, aber im verträglichen Rahmen.

Ein Ergebnis habe ich bereits, kaum eine Software läuft fehlerfrei und mich dabei völlig erstaunend, nicht die Software von Hobby-Bastlern weist die meisten Fehler auf, sondern jene, die von größeren Firmen kommt. Was mich nun zurück an die Hochschule bringt, wo Detlef Stern gebetsmühlenartig etwas von Softwaretests predigt. Sobald die Absolventen einen entsprechenden Job in der Industrie erhalten, glauben sie wohl, dass man solche Tests, wenn überhaupt, nur während des Studiums fahren muss.

Was ist eigentlich aus dem Qualitätsmanagement geworden, für das wir Deutschen einmal so berühmt berüchtigt waren? Ein französischer Freund behauptete einmal, dass wir Deutschen nur deshalb so gute Produkte liefern, weil wir es als Inkarnation des Unsympathischen hassen, uns bei anderen Menschen entschuldigen zu müssen.

Was mich nun wieder an eine VW-Werbung denken lässt, zu Zeiten, als dieser Konzern noch halbwegs in der Lage war, Autos zu bauen.

Da haben deren Gewerkschafter auch noch keine Millionen Euro Gehälter eingefahren, sondern wurden nur regelmäßig zu Besprechungen in südamerikanische Bordelle geflogen. Vielleicht waren deshalb die Mitarbeiter insgesamt etwas entspannter und konnten sich noch richtig auf ihre Arbeit konzentrieren.

Das mit der fehlerhaften Software lass ich jetzt einmal lieber, soll es doch noch die eine oder andere Gerichtsverhandlung geben. Mein Tipp: auch diese Täter werden verschont werden.

Ceterum Censeo