Universum

3.1.02023 5 (3)

Beitragsfoto: Universum | © Gerd Altmann from Pixabay 

Verfettung

Bereits vor Jahren habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass nicht nur sämtliche Landesparlamente viel zu groß sind, sondern auch der Deutsche Bundestag. Dies wurde zudem vom höchsten deutschen Gericht bestätigt und darüber hinaus noch vom Europäischen Parlament eindeutig bewiesen, dass es durchaus auch ein paar Nummern kleiner geht.

Im März 2018 habe ich dann nochmals an den Herbst 1996 erinnert, dem Zeitpunkt wo der Bundestag beschlossen hatte, einer weiteren Verfettung des Nationalparlaments einen Riegel vorzuschieben. Seither spekulieren alle Interessierten nur noch darüber, wann die 1 000 Abgeordneten-Marke überschritten wird.

Und sobald es wieder einmal zum Thema wird, dass wir viel zu viele „illegale“ (vom Gesetz so nicht vorgesehene) Abgeordnete in den Parlamenten sitzen haben, dazu noch viele abgewählte Abgeordnete kommen, die weiterhin im Bundestag neben unzähligen Lobbyisten und Partei-Assistenten ihr Unwesen treiben dürfen, verspricht ein Berufspolitiker, dass man demnächst zumindest die aktuelle Höchstgrenze an Abgeordneten wieder erreichen möchte. Danach schieben sich die jeweiligen Parteien gegenseitig ein paar Tage lang Schuldzuweisungen zu und die Sache ist wieder vom Tisch.

Tatsache ist, dass inzwischen der Deutsche Bundestag mehr Menschen das Einkommen sichert als der Nationale Volkskongress in Peking mit seinen 2 980 Abgeordneten. Tatsache ist auch, das nun zudem das Kanzleramt weiter ausgebaut wird und damit selbst das Weiße Haus in Washington sehr klein aussehen lässt.

So lange uns unsere Berufspolitiker glauben lassen, dass wir 80 Millionen Deutsche mehr sind als 1,3 Milliarden Chinesen und dabei noch viel bedeutender als 270 Millionen US-Amerikaner, werden wir eine weitere Verfettung unserer Parlamente insgeheim als Ursache für „unsere Weltherrschaft“ ansehen und weiterhin begrüßen.

Dass wir damit längst unseren Rechtsstaat ausgehebelt haben, interessiert niemanden, und unsere Berufspolitiker werden auch diese Problematik weiterhin aussitzen.

Und so gehört die heutige Meldung der Tagesschau, dass die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas langsam ungeduldig wird, nur zum üblichen und folgenlosen Schaulaufen. Diese wird heute wie folgt zitiert: „Ich werde da sicherlich drücken. Anfang des Jahres müsse ein Entwurf ins Parlament, also in den nächsten Tagen.“

Doch ein entsprechender Gesetzentwurf lässt weiter auf sich warten und ich gehe davon aus, dass der kommende Deutsche Bundestag nun endlich die 1 000 Abgeordneten Marke reißen wird, so wie er wohl schon längst die 10 000 Mitarbeiter- und Angestellten-Marke gerissen hat. Und die Landesparlamente werden folgen, dies hat kürzlich der Landtag von Baden-Württemberg für sich so beschlossen.

Mein Fazit aus 2018: nicht an den Worten, sondern an den Taten muss man seine Abgeordneten messen!

Vermüllung

Heute können wir in der Heilbronner Stimme (03.01.2023: 21) lesen, dass Stadtrat Albrecht Merkt inzwischen von einer „organisierten Vermüllung“ unserer Stadt spricht. Und selbst die Stadt Heilbronn beklagt anscheinend eine „sinkende Reinigungsmoral“. So langsam aber sicher erkennen neben mir auch andere Heilbronner, dass unsere Stadt gewaltige Probleme hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese sogenannte „organisierte Vermüllung“ eine der Folgen davon ist und in diesem Sinne könnte ich auch halbwegs mit dem Begriff „organisiert“ leben.

Denn neben einem Verwaltungsversagen, sprich, den fehlenden bis ungenügenden Kontrollen, sind es die von mir immer wieder ins Feld geführten Bildungsdefizite vieler unserer Mitbürger, die zu solchen Sauereien und letztendlich zum Zerfall unserer Stadt führen.

Verantwortlich dafür halte ich unseren Sozialstaat, der entweder ein nicht funktionierendes Hirngespinst von Ideologen ist, oder aber inzwischen von völlig inkompetenten bis kriminellen Mitbürgern gekapert wurde und nun langsam aber sicher Staat und Gesellschaft von innen heraus zerstört.

Schwarzes Loch

So langsam beginnt man sich auch in Heilbronn die richtigen Fragen zu stellen. Und so freut es mich heute in der Heilbronner Stimme zu lesen, dass es seit kurzem Mitbürger und Journalisten von außerhalb gibt, die nun versuchen, ein wenig Licht ins Heilbronner Dickicht zu bekommen. Bereits vor Jahren nannten es Experten aus dem Ausland schlicht und einfach die „Deutschland AG“ und noch heute dürften es dieselben Familien sein, die sich dabei dumm und dämlich verdienen.

Und so waren die vergeblichen Versuche von Gesine Enwaldt, etwas mehr über das Geschäftsgebaren unseres jüngsten Heilbronner Ehrenbürgers zu erfahren, bereits schon einmal kurz Thema hier im Weblog. Auch Max Kronmüller aus Lehrensteinsfeld hat sich diesem Thema angenommen, und Christoph Donauer hat diese ebenfalls vergeblichen Bemühungen um Transparenz — übrigens, eine notwendige Grundlage jeder funktionierenden Demokratie — auf Seite 2 der heutigen Stimme-Ausgabe dokumentiert.

Dabei kennen wir doch alle die Antworten, denn keiner wird Milliardär, weil er Gutes tut oder anderen Menschen hilft. Selbst wenn ein Mensch mit eigenen Leistungen und Erfindungen aufwarten könnte, muss er zudem weiterhin sehr skrupellos seinen eigenen Geschäften nachgehen und stets dafür sorgen, dass kein anderer Vorteile aus diesen Unternehmungen zieht. Dies ist meines Erachtens auch völlig in Ordnung, so lange der Staat mit Regeln dafür sorgt, dass die dabei erzielten Gewinne besteuert werden und somit der Staat an sich und im Rahmen einer geregelten Umverteilung auch viele weitere Bürger profitieren.

In Deutschland haben wir ein weiteres Modell entwickelt, nämlich die Deutschland AG, wobei es zu einer sehr intransparenten Kooperation von Staat und ganz speziellen Familien kam. Und diese Deutschland AG wurde und wird von anderen Ländern beanstandet, da diese Länder zu der Überzeugung kamen, dass dabei deutsche Firmen im Wettbewerb mit anderen Firmen unlautere Vorteile genießen. Und schon damals wurde deshalb von allen Seiten mehr Transparenz eingeklagt — was über die Jahre hinweg immer wieder zu sehr interessanten Entdeckungen führte, und nicht nur der Deutschen Bank oder Großschlachtereien den ehemals guten Ruf nahm.

Deswegen ist es auch nicht wichtig zu erfahren, ob und wieviel die Dieter-Schwarz-Stiftung für ihre Wohltaten bezahlt oder sogar daran verdient, sondern wer mauert und damit verhindert, dass die notwendige Transparenz in diesen öffentlichen Angelegenheiten hergestellt wird. Denn gerade diese Damen und Herren sind es, die, sozusagen als „Verwalter“ der Deutschland AG, den größten persönlichen Vorteil daraus ziehen.


Mülleimer im Südbahnhofviertel

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Beitragsfoto: Mülleimer am Südbahnhof

Triage

Eine der richtig unangenehmen Aufgaben von Fachleuten vor Ort. Diese bewusste Entscheidung über Leben und Tod möchte eigentlich niemand machen — sie gehört aber zum Leben und zum Beruf mit dazu. Deswegen studieren Ärzte auch jahrelang und erarbeiten sich ihre Expertise von Grund auf. Letztendlich sind sie dann, wenn es zum Schwur kommt, alleine vor Gott und ihrem Gewissen verantwortlich.

Das Gleiche gilt bei Soldaten, wann und wen sie töten und auch bei Polizisten, wenn sie zur Waffe greifen. Diese Entscheidung kann einem kein Politiker, kein Jurist und ganz bestimmt nicht jene Scharlatane abnehmen, die zurzeit Gerechtigkeit und Verantwortung heucheln — mit dieser individuellen Entscheidung der verantwortlichen Fachleute vor Ort müssen diese selbst den Rest ihres eigenen Lebens ringen!

Es ist schon bezeichnend für unsere Gesellschaft, wie sich die letzten Deppen unter dem Zeichen von Gerechtigkeit und Demokratie anmaßen, arbeitenden und in dieser schweren Stunde alleine vor Gott und ihrem Gewissen verantwortlichen Menschen befehlen zu wollen, wie sie zu entscheiden haben!

Und so wird es nun sehr wahrscheinlich, dass wenn eine junge Frau oder gar ein Kind ins Krankenhaus kommt und ein alter Herr, um die 90 Jahre herum, ebenfalls in Not geraten ist, dass unsere Ärzte die beiden Leben nun auswürfeln oder seitenlangen Checklisten folgen müssen, um ja nicht am nächsten Tag wegen Mord angeklagt zu werden.

Es ist wirklich an der Zeit, dass in unserer Gesellschaft wieder Eignung, Leistung und Befähigung Oberhand gewinnen!

Dynamikranking 

Von 71 betrachteten kreisfreien Städten in Deutschland schneidet Heilbronn erneut durchaus akzeptabel ab. Die Wirtschaftswoche bescheinigt Heilbronn im Niveau-Ranking einen guten 14. Platz hinter Würzburg und noch vor Karlsruhe und Freiburg. Im Dynamik-Ranking hat Heilbronn immerhin noch einen 18. Platz erreicht, erneut hinter Würzburg aber noch vor Frankfurt.

Eigentlich ein Grund, zufrieden zu sein, vor allem, weil solche Rankings kaum eine wirklich verwertbare Aussage zulassen. Ganz zu schweigen von Empfehlungen für eine weitere Stadtentwicklung. Und so können wir uns ganz entspannt daran erfreuen, dass es sehr viele größere Städte gibt, die im Ranking wieder einmal hinter unserer Stadt liegen.

Für die Heilbronner Stimme (11.11.2022: 8) leider zu wenig, und so attestiert uns Christian Gleichauf einen Dämpfer für Heilbronn. Um das Ganze etwas besser einordnen zu können, dieses Ranking wurde von der Firma IW Consult erstellt und von der Wirtschaftswoche und Immoscout24 bezahlt. Gehen wir einmal davon aus, dass die Consultingfirma mit der Studie ihr Geld verdient, die Wirtschaftswoche ihre Auflage halten und das Internet-Portal damit mehr Werbung verkaufen möchte.

Meinen Lesern kann ich nur raten, dieses Ranking nicht allzu ernst zu nehmen. Auch erinnere ich gerne daran, dass uns die Wirtschaftswoche bereits auch schon als ideale Wohnstadt für Sinsheim gesehen hat; wer diese Studie erstellt hat, weiß ich allerdings nicht, könnte auch IW Consult gewesen sein.

Spaziergang

Mein heutiger Spaziergang endete mit einem erfreulichen Ergebnis, denn die Werderstraße war so aufgeräumt wie schon lange nicht mehr. Auch meiner besseren Hälfte viel es auf, dass kaum noch Fremdparker die Straße versperrten. Und so ist es jetzt auch den Rettungsdiensten ohne größere Schwierigkeiten möglich, an ihre Einsatzorte zu gelangen.

Der Weg entlang des Heilbronner Eidechsenreviers (Südbahnhofareal) offenbarte heute leider aber wieder, dass es entweder zu wenige Mülleimer und Hundekotsammelbehälter gibt oder aber, dass die Reinigungsabstände des Betriebsamtes in diesem Bereich zu lang sind. Ich gehe schon lange davon aus, dass Hundekotsammelbehälter dort zwingend notwendig sind und vor allem auch Kontrollen des Ordnungsamtes zwingend notwendig wären. Sämtliche Müllbehälter waren überfüllt, um sie herum lagerte Haus- oder Party-Müll und das alles wurde von den schwarzen Hundekotbeuteln gekrönt.

Aber auch hier ein Lob an die Müllverursacher, denn die Hundekotbeutel lagen nicht zwischen oder gar auf den Eidechsen herum und der Hausmüll wurde zumindest in der Nähe der Abfalleimer abgelegt.


Wertstoffsammelstelle

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Beitragsfoto: Wertstoffsammelstelle in der südlichen Innenstadt | © Bettina Kümmerle

Bereits 2017 erklärte Tobias Wieland in der Heilbronner Stimme, warum man Heilbronn immer öfters mit einem x schreibt.

„Mal ironisch, mal abwertend, mal liebevoll und vor allem von jungen Menschen gebrauchte Bezeichnung von Heilbronn, in Anlehnung an die (gefährliche) Bronx in New York. Wird demgemäß gerne bei Gesprächen über das Thema Kriminalität verwendet.“  

Tobias Wieland, Mal Heilbronn, mal Heilbronx (1.7.2017)

Inzwischen wissen wir definitiv, dass Heilbronn mit zu den sichersten Städten Deutschlands gehört. Leider aber gehört Heilbronn dafür auch mit zu den dreckigsten Städten Europas.

Inzwischen kann ich auf sechzig Jahre Heilbronn zurückblicken und muss mir eingestehen, dass unsere Stadt jedes Jahr ein wenig dreckiger geworden ist. Ich behaupte, dass dies nicht mit dem Zuzug von Neubürgern — höchstens indirekt — zutun hat, sondern alleine damit, dass in unserer Stadt Asoziale immer mehr Rechte und Unterstützung bekommen und damit der Bildungsstand der Bevölkerung konstant geringer wird — übrigens einfach nur Schul- oder andere Abschlüsse zu vergeben, hat rein gar nichts mit Bildung oder guter Ausbildung zu tun (!) und führt nachweislich nicht zu besseren Bürgern.

Zugegebener Maßen führt dies allerdings dazu, dass weniger geraubt, gestohlen und geplündert wird, leider aber auch, dass diese asozialen (nicht arme!) Menschen ihren Dreck einfach nur noch stehen und liegen lassen — inzwischen sind diese gar zu faul zum Betätigen der Klospülung oder gar zum einfachen Reinigen ihrer Hinterlassenschaften (der Hauptgrund, warum es bei uns kaum noch öffentliche Toiletten gibt). Diese Sicherheit erkaufen wir uns aber sehr teuer und sie ist auch sehr schnell wieder Geschichte, sobald man die Asozialen nicht mehr beständig mit Geldgeschenken bei Laune halten kann.

Wenn wir weiterhin in einer halbwegs sauberen und auch sicheren Stadt wohnen möchten, dann müssen wir allesamt schleunigst Änderungen einklagen!

Am besten wäre es, wenn wir Bildung zur Bürgerpflicht erheben und Bildungsverweigerer nicht nur als solche stigmatisieren, sondern auch seitens unseres Staates maßregeln. Zudem müssen wir Mindestanforderungen bei allen Bürgern einklagen, dazu gehören neben dem kleinen Einmaleins und rudimentären Sprachkenntnissen in Wort und Schrift das Beherrschen einer Klospülung und der Gebrauch von Mülleimern, Besen und Kutterschaufeln. Leider aber — nach inzwischen mehreren Generationen Asozialität — wird dies ein langwieriger und sehr steiniger Prozess werden.

Deswegen müssen wir zugleich auch mit drakonischen Strafen aufwarten, denn kleinere Bußgelder reichen schon lange nicht mehr aus. Unter 100 Euro je Zigarettenkippe oder Kaugummi zuzüglich der Bearbeitungs- und Reinigungsgebühren, dürfte es keine Bußgelder mehr geben — von mir aus kann man diese zudem einkommensabhängig nach oben weiter erhöhen. Und wer beim Müllabladen erwischt wird, den sollte man, je nach Menge wochenlang die Stadt, Feld, Wald und Flur reinigen lassen — die üblichen 30 Tage Jahresurlaub bieten sich hierzu bestens an.

Einige meiner Leser werden sich nun wieder einmal darüber echauffieren, dass ich nicht nur drastische Worte finde, sondern auch noch drastische Maßnahmen fordere.

Bedenken Sie bitte dabei, dass ich mich nicht mit dem Dienstfahrzeug in Heilbronn von A nach B chauffieren lasse oder mich mit dem SUV durch die Stadt bewege, sondern ich gehe weiterhin sehr gerne zu Fuß durch unsere Stadt, dabei gerade auch durch jene Stadtteile, die mir in all den Jahrzehnten ans Herz gewachsen sind und mit deren Reinigungszuständen ich schon lange nicht mehr zufrieden bin — vom Stadtwald spreche ich schon gar nicht mehr.

Und wenn ich dann sehen muss, wie z. B. in Stuttgart oder anderen Städten — auch mitten in der Nacht — kontrolliert wird, dann frage ich mich schon, warum man sich nicht auch bei uns in Heilbronn mehr und besser um Sauberkeit, Ruhe und Ordnung kümmert?

Wir benötigen in Heilbronn (diesbezüglich!) viel mehr städtische Mitarbeiter und gerne auch zusätzliche Hilfskräfte, die im gesamten Stadtgebiet rund um die Uhr kontrollieren und dabei auch dafür sorgen, dass Sünder sehr zeitnah zur Rechenschaft gezogen werden. Und diese Maßnahmen müssen so lange umgesetzt werden, wie es nötig ist.

Damit wird unsere Stadt nicht nur attraktiver, sondern insgesamt auch noch viel leistungsfähiger! Zudem leben wir alle damit auch viel gesünder und glücklicher!

„Wenn man den toten Hund nicht aus dem Brunnen holt, wird man den Brunnen nie sauber bekommen.“

Pakistanisches Sprichwort, Süddeutsche Zeitung (19.08.2008: 4)