Lampoldshausen

18.9.02023 4.8 (8)

Beitragsfoto: DLR Lampoldshausen

Co-funded

„Co-funded“ darf nicht mit mundtot gemacht verwechselt werden! So schön und gut es auch ist, dass manche ehrenamtliche Organisationen staatlicherseits eine Unterstützung erhalten, so muss diese Unterstützung „politisch neutral“ erfolgen und darf nicht den Eindruck erwecken, dass sich die Politik damit Loyalität erkauft.

Dies ist allerdings von beiden Seiten aus zu bedenken und darf auch nicht dazu führen, dass sich Organisationen, die eine Unterstützung vom Staat erhalten, selbst mundtot machen und schon im Vorfeld jegliche unbequeme Stellungnahme oder entsprechende Äußerung vermeiden.

Dieses Co-funded-Dilemma könnte man sehr einfach dadurch durchbrechen, indem der Staat seine Steuergesetzgebung wieder zugunsten der Bürger ändert und diesen damit auch einmal die Chance und Möglichkeiten gibt, ehrenamtliche Organisation aus eigenen Stücken heraus zu fördern.

So aber zieht unser Staat die Steuerschraube immer weiter an und entmündigt damit seine Bürger — Demokratie geht genau anders herum!

Empfang

Heute muss ich einmal die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken loben. Diese hat einen „Empfang in der Region“ und dies in Lampoldshausen ausgerichtet. Für mich war der dortige Schwerpunkt die Besichtigung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Es war zwar nicht mein erster Besuch im DLR aber dieses Mal übertraf er alle meine Erwartungen. Eine sehr profunde Führung und dies verbunden mit einem Blick hinter die Kulissen. Mehr als spannend und dann auch noch der Rundgang zu den neuen Wasserstofferzeugungsanlagen einschließlich eines Abstechers zum neuen Heizkraftwerk.

Zwei Fachleute standen uns zur Verfügung, der eine für Triebwerkstechnologie und der andere für die Wasserstofferzeugung, welche u. a. den Technologietransfer von der Raum- zur Luftfahrt und noch weiter bis hin zu einer möglichen Wasserstofftransformationsstrategie der Region Heilbronn-Franken ebnen soll.

Schilder

Während der Rest der Menschheit bekanntlich von Luft und Liebe leben kann, ist dies bei uns Deutschen nicht ganz so einfach. Wir können nur existieren, wenn es genügend Schilder und Vorschriften gibt.

Auf der heutigen Fahrt nach Lampoldshausen stand ich schon kurz nach der Hofausfahrt im Stau und entschied mich deswegen, die Autobahnauffahrt in Untergruppenbach zu nutzen. Und so hatte ich heute gleich dreimal das Vergnügen diese Strecke zurückzulegen, denn am Morgen fuhr ich den ersten Teil bereits mit dem meseno-Bus.

Und so konnte ich die Strecke etwas genauer unter die Lupe nehmen und dabei die Schilderpracht, die sich inzwischen auch auf dieser Strecke zur vollen Blüte entwickelt hat, bewundern. Man kommt nicht umhin, den folgenden Schluss zu ziehen: es ist nicht Deutschland, wenn auf einem Quadratkilometer weniger als 100 Schilder zu finden sind.

Um was für Schilder es sich hierbei handelt, ob diese sinnvoll sind oder diese gar einen ganz bestimmten Zweck verfolgen, spielt dabei offensichtlich überhaupt keine Rolle — eher schon, dass man die deutscheste der deutschen Schlüsselindustrien fördert. Die Schilderproduktion kommt neben dem Druck von Vorschriften und Erlassen wahrscheinlich demnächst sogar noch vor dem Automobil und dem Maschinenbau.

Wer diese Strecke nach Heilbronn fährt, der stellt vielleicht sogar fest, dass die Ausschilderung nach dem Verlassen der Autobahn inhaltlich immer noch falsch ist: das dortige Schild „Neugereut“ steht falsch und müsste eigentlich und dies nach all den Jahren endlich einmal gegen ein richtiges Schild für „Neugreut“ ausgetauscht werden.

Was lernen wird daraus? Es kommt bei uns nicht darauf an, was auf einem Schild steht und ob dies auch irgend einen Sinn macht, die Hauptsache ist, dort steht ein Schild. Denn sonst könnten wir Gefahr laufen, dass wir nicht mehr in Deutschland sind.

Enjoy the Silence

Es gab 1990 wohl keine einzige Autofahrt bei der dieses Lied nicht aus dem Radio tönte und dies senderübergreifend von Hamburg bis Stuttgart. Wie ich von Jason Kottke erfahren konnte, wird dieser Song auch noch heute gecovered von Musikgruppen live aufgeführt; als damaliger Hörer gefällt mir das Original auch heute noch am besten. Enjoy the Silence erschien am 5. Februar 1990 als Single der Band Depeche Mode.


Blitz

Metropole 5 (4)

Beitragsfoto: Blitz | © Bild von PIRO auf Pixabay

Während der OB und die Heilbronner Stimme Heilbronn bereits als aufstrebende Metropole bezeichnen, müssen wir Bürger dennoch ein paar Fragen stellen dürfen, auch wenn dies für die Heilbronner Stadtverantwortlichen und ihre Hofberichterstatter nur bloßes Gemecker ist.

Selbst wenn Heilbronn gemäß einer völlig antiquierten Einschätzung weiterhin als Großstadt gilt, müssen wir Bürger anerkennen, dass wir zu Wasser, Land und Luft von den Verkehrsströmen weitestgehend abgekoppelt sind. Die Bahn wird nur noch als Straßenbahn aufrechterhalten und stellt — wenn wir Glück haben — auch noch den Anschluss zu echten Hauptbahnhöfen wie Stuttgart, Mannheim und Würzburg sicher. Wenigstens darüber kann man den Luftweg erreichen.

Der Wasserweg nach Heilbronn wird mittelfristig stillgelegt und der Neckar dient dann nur noch ein paar Ausflugsdampfern und Segelboten. Die Bundesautobahnen hingegen können mangels Alternativen das zu erwartende Verkehrsaufkommen nicht mehr länger stemmen.

Neben all der, eine Großstadt unmöglich machende, maroden Infrastruktur kommt noch erschwerend mit hinzu, dass die Heilbronner Bevölkerung nicht nur deutschlandweit als bildungsschwach angesehen wird und trotz vielfältiger und völlig unkoordinierter Bemühungen der Bürgerschaft keine Besserung in Sicht ist.

Beides wird mittel- bis langfristig sehr negative Auswirkungen auf Handel und Gewerbe haben und dazu führen, dass produktivere Bevölkerungsteile aus Heilbronn und seinem Umland abwandern werden.

Dies erkennend, sollten wir Heilbronner uns endlich einmal realistische Ziele setzen und Heilbronn eher zu einer prächtigen Mittelstadt — der Perle des Unterlands — gerne auch als Touristeneldorado ausbauen.

Auf jeden Fall aber ist es an der Zeit, dass der Gemeinderat und die Stadtverwaltung endlich tragbare Pläne und Konzepte entwickeln, wie wir Heilbronn weiterhin als Stadt erhalten können.

Folgende Fragen drängen sich dabei ganz spontan so richtig auf:

  • Wie soll die Innenstadt in Zukunft aussehen?
  • Kann Heilbronn eine auf Ladengeschäfte basierende Fußgängerzone in der aktuellen Größe überhaupt noch stemmen? Was wären die Alternativen?
  • Kann der vorhandene Investor des Wollhauszentrums überhaupt die für eine Entwicklung notwendigen Hunderte von Millionen Euro aufbringen? Wäre es dabei nicht sinnvoller, dass bis zur Klärung Stadtverwaltungsmitarbeiter andere realisierbare Projekte begleiten und nicht weiterhin mit Wolkenkuckucksheimen planen müssen?
  • Kann eine verdichtete Heilbronner Innenstadt zukünftig überhaupt noch infrastrukturell versorgt werden?

Stahlhelm

16.9.02023 4.9 (7)

Beitragsfoto: „Helm ab zum Gebet!“ | © 753446 auf Pixabay

Veranstaltungsreigen

Der gestrige Abend klang wunderbar beim meseno-Mitarbeiterfest aus. Da ich regelmäßig den meseno-Bus fahre und auch bei der dortigen Nachhilfe unterstütze, war ich auch mit dabei.

Der heutige Tag steht nun voll und ganz im Zeichen von EUROPA-UNION Besprechungen, darunter auch eine Landesausschusssitzung in Stuttgart.

Großer Zapfenstreich

Viel Sonne und noch mehr Wein haben den Heilbronner Veranstaltern des Weindorfs ganz offensichtlich nicht sehr gut getan. Wohl beflügelt von sehr vielen Mittrinkern, haben sie am 15. September 2023 in der Heilbronner Stimme über Kilian Krauth verlautbaren lassen, dass sie das 51. Heilbronner Weindorf „gegen 21 Uhr … mit dem Großen Zapfenstreich, zu dem Lieder wie “Ich bete an die Macht der Liebe” und die Nationalhymne gehören, [beenden…]. Der Musikverein Kirchhausen wird ihn unter Stabführung von Ralf Denninger intonieren. Es gibt sogar einen Fackelzug – die Feuerwehr steht bereit.“

Ich selbst bin kein Freund antiquierter Militärzeremonien, aber bis heute ist der Große Zapfenstreich das protokollarisch höchstrangige militärische Zeremoniell der Bundeswehr und gilt als höchste Auszeichnung, die die deutschen Streitkräfte einer Zivilperson zuteilwerden lassen können. Grundsätzlichen Anspruch auf eine Verabschiedung durch einen Großen Zapfenstreich haben Bundespräsident, Bundeskanzler und Bundesverteidigungsminister und nun auch ganz folgerichtig der Heilbronner Wein.

So bleibt nur zu hoffen, dass die Weindorfbesucher auch die richtige Nationalhymne singen.

Beitragsfotos

Bekanntlich sagen Bilder mehr als Worte und so verziere ich bereits seit längerem wieder auch die Beiträge hier auf diesem Weblog. Und da ich mindestens einmal sämtliche Aufnahmen entfernt hatte, musste ich zusätzlich ältere noch vorhandene Blog-Beiträge wieder mit Fotos garnieren — was nicht so einfach war, weil man auch dabei inzwischen sehr viel beachten muss.

Hinzu kommt, dass die jeweiligen Fotos am besten auch einen Bezug zum entsprechenden Artikel haben. Und so finden sich hier im Blog Aufnahmen, die meine bessere Hälfte oder ich geknipst wie auch professionellere Aufnahmen von Fotografen, die ihre Fotos u. a. auf Pixabay, Pexel, Shutterstock und Getty Images zur Verfügung gestellt haben.

Meine neuste Idee ist es nun, auch meinen Lesern die Möglichkeit zu geben, um ihre Aufnahmen als Blog-Beitragsfotos hier einzustellen. Wenn Sie so ein Foto haben, dann lassen Sie es mich bitte wissen, und ich gucke, welchen Beitrag ich damit aufhübschen kann.

Sie werden dabei unter „Beitragsfoto: Bildbeschreibung | © Ihr Name“ erwähnt.


Grüße von Dan Schaffer aus Ohio

„A year has passed since the last college football season was kicked off, so here is your first installment of OSUMB excitement from last Saturday.  As you watch, remember that the *ichigen Wolverines are the big rival of OSU and hence open to ridicule. N-joy!“