Mädchen mit Europaflagge

5.5.02025 5 (10)

Beitragsfoto: Mädchen mit Europaflagge | © Shutterstock

Vermischtes

Heute hat sich auch die SPD geäußert und ihre Bundesminister vorgestellt. Positiv dabei, dass Saskia Esken nicht mit an Bord ist. Diese hatte es bereits vor Jahren geschafft, sich bei einem Treffen in Heilbronn mit uns Europäischen Föderalisten innerhalb von fünf Minuten menschlich und fachlich völlig zu disqualifizieren, was die SPD aber nicht davon abhielt, sie zu einer ihrer Vorsitzenden zu machen.

Auch wurde jüngst bekannt, dass die Nazis in Deutschland tatsächlich Nazis sind. So eine Erkenntnis hätte ich dem Verfassungsschutz gar nicht zugetraut. [Diese Aussage wurde wegen „juristischer Bedenken“ wieder entfernt — böse, wer Schlimmes dabei denkt!] Jens Spahn, die Saskia Esken der CDU, eiert nun doch noch ein wenig herum, denn jetzt ist es gar nicht mehr so einfach, um aus der AfD einen künftigen Koalitionspartner für demokratische Parteien zu machen. Deshalb möchte sich die Unionsfraktion nach den Worten ihres heute inthronisierten Vorsitzenden mit der SPD über einen gemeinsamen Kurs zur AfD verständigen, denn dann ist hinterher wieder keiner schuld. Mein Rat an die beiden Fraktionen: schickt derweil die Esken und den Spahn aufs Klo. Das soll mit Victor Orban in der EU ganz gut funktionieren.

Bei so viel heutiger Presse für die Regierungsparteien habe ich noch gar nichts von Markus Söder gehört — Halt! Völlig falsch! Der ist jetzt ein Jedi-Ritter! Jeder Mensch weiß doch, dass dies viel mehr als Kanzler oder Minister ist. Möge der Saft der HoWe Wurstwaren weiterhin mit „unserem Markus“ sein!

Europastammtisch

Bereits vor Jahren hatte ich den digitalen Europastammtisch hier auf dieses Blog hinübergerettet, inzwischen berichte ich hier nur noch ab und zu über die erfolgten „analogen“ Europastammtische. Die letzten beiden Jahrzehnte hat sich unser Europastammtisch weiterentwickelt und sich zu einem lockeren Treff von Mitgliedern und Freunden der EUROPA-UNION gemausert. Die meist tiefgründigeren Diskussionen über Europa haben wir schwerpunktmäßig auf die jährlich stattfindenden Hertensteiner Gespräche verlegt. Auch diese Gesprächsreihe habe ich inzwischen auf dieses Blog umgezogen, denn sowohl für unsere Stammtische als auch für die Hertensteiner Gespräche rechnen sich nachweislich keine eigenen Webseiten. Selbstverständlich würde ich mich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.

Erfreulich aber ist es, dass wir bereits für den morgigen Europastammtisch über 20 Anmeldungen haben, noch erfreulicher wäre es, wenn dies tatsächlich etwas mit der Europawoche zutun hat.

Der Vorteil unserer geselligeren Formate wie Stammtisch, Frühstück und Kegeln ist es, dass diese mit ihrer Unverbindlichkeit eher den Nerv der Zeit treffen. Wir können die Menschen nicht ändern und so bieten wir weiterhin solche unverbindlichen Formate an, um wenigstens dadurch etwas über unsere Europäische Idee und unsere Bürgerbewegung informieren zu können.

Vor dem morgigen Europastammtisch mache ich mir während meiner Vorlesung an der Hochschule Gedanken über uns Menschen im allgemeinen und über jene, die sich gerne später beruflich mit Softwareprojekten beschäftigen möchten im besonderen. Aber auch hierbei trifft die völlige Unverbindlichkeit den Nerv der Zeit. Der Stoiker Seneca merkt dazu an, dass Zufälliges nicht gut macht und deswegen auch kein Gut sei (2023: 743).

Und so wünsche ich mir zumindest für diese Europawoche mehr Verbindlichkeit.

Europawoche

Heute beginnt wie bereits schon etwas länger die Europawoche und manche begehen inzwischen sogar Europawochen — was aber alles nichts hilft, weil kaum einer hingeht und noch weniger darüber wissen.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich die EUROPA-UNION Heilbronn darum bemüht, wenigstens den Europatag in Heilbronn etwas bekannter zu machen. Als dieser dann tatsächlich mit dem Treffpunkt Europa etwas bekannter wurde und immer mehr Zuspruch auch in der Bevölkerung fand, begannen die Heilbronner Entscheidungsträger diesen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu torpedieren. Und wie später Donald Trump scheute man auch nicht davor zurück, durch fortwährende Umbennenungsversuche Europa wegzuleugnen und durch eigene Begrifflichkeiten zu ersetzen.

Auf Landesebene und darüber hinaus gingen die Gegner der Europäischen Idee einen anderen Weg, nämlich den der Verwässerung — zugegeben, der weitaus intelligentere. Nachdem wir Europäer uns endlich auf einen Termin für einen einzigen Tag geeinigt hatten, wurde erst verhindert, dass dieser den Status eines Feiertages bekommt, dann wurde schnellstmöglich ein Gegentag geschaffen (die Gegenpäpste aus dem Mittelalter lassen grüßen!) und als wir Europäer, nachdem wir dieses Vorgehen erkannten, einfach beide Tage inkorporierten, konterten unsere Gegner erst mit einer Europawoche und als wir auch dies für uns umzusetzen begannen gleich mit mehreren Europawochen.

Und so dürften auch viele meiner Leser sich nicht mehr so ganz sicher sein, welchen Europatag wir heute feiern. Gut, das Feiern fällt aus, da in Europa selbst das Undenkbare einen eigenen Feiertag erhalten kann, aber auf alle Fälle nicht Europa! Wer sich jetzt ein wenig schlauer machen möchte, der kann gerne meinen Blog-Beitrag vom 9. Mai 2020 lesen, denn dort habe ich bereits einmal die verschiedenen Europatage zusammengefasst.

Meine Europawoche begann heute mit der üblichen Fahrt mit dem meseno-Bus, denn Caritas gehört einfach mit zu Europa. Dann stellte ich kurz bei meiner täglichen Lektüre fest, dass vor gut 2 000 Jahren Seneca viel weiter war, als ich es wohl jemals sein werde. Was wohl ein Beweis sein dürfte, dass wir Menschen uns nur in mehreren Jahrzehntausenden weiterentwickeln; wenn überhaupt noch, denn manche meinen gar, dass wir uns seit Jahrzehnten allesamt rückentwickeln! Was auch den Kampf um die Europatage erklären könnte.

Bis zum Samstag, 10. Mai 2025, dem Tag des Balls, jagt für uns Europäer ein europäisches Ereignis das andere und hält uns diese Woche ganz besonders auf Trab. Mein Schwerpunkt diese Woche werden die letzten Vorbereitungen für den Ball sein. Ab Sonntag ist dann die diesjährige Europawoche für mich vorbei, gerne dürfen die etwas jüngeren Europäer noch weitere Europawochen anhängen. Europa hätte es mehr als verdient, dass man Europa das gesamte Jahr über feiert.

Wem von uns Heilbronnern an Europa tatsächlich etwas liegt, der geht am Samstag zum Europa-Ball, selbst dann, wenn er nicht tanzen kann!

Unser Europa wird sicherlich nicht an seinen Gegner zugrunde gehen, sondern einzig und alleine wegen der Ignoranz von uns „Europäern“.

Aus meiner Mottenkiste

https://youtu.be/98xIUSYTJEQ?si=Ywj7F5yF-x_O-1L5

Social Media

Social Media 3.9 (10)

Beitragsfoto: Social Media | © Shutterstock

Jetzt, da ich trotz meiner Aversion für Social Media doch wieder mit gleich vier unterwegs bin, könnte ich mir durchaus einmal überlegen, was ich mit diesen eigentlich anfangen möchte?

Seit 2011, nachdem ich meine eigenen Bemühungen um eine Video-Website eingestellt hatte, habe ich einen Account bei YouTube. Mit dem Twitter-Ende habe ich mich nach Alternativen umgeschaut, noch bevor ich überhaupt wusste, wozu letztendlich Twitter ein Gewinn ist, und mich um einen Bluesky-Account bemüht. Diesen erhielt ich dann auch im September 2023. Kurz darauf wurde ich auf Daft aufmerksam und konnte mich dort im Januar 2024 noch kostenfrei registrieren. Last but not least bin ich seit diesem März wieder einmal auf Mastodon unterwegs, dieses Mal nur, um zu gucken, wie meine Blog-Beiträge dort durch das Tool ActivityPub (Stichwort: Fediverse) geteilt werden.

Bluesky

Aktuell folge ich dort 110 Accounts und habe selbst 61 Follower. Damit habe ich aber bereits eine zumindest für mich sinnvolle Größe überschritten, um mit den jeweiligen Accounts selbst interagieren zu können.

Und so nutze ich diesen Account ähnlich wie vormals Twitter auch eher dazu, um für meine eigenen Blog-Beiträge etwas mehr Reichweite generieren zu können. Damit dies allerdings auch nur halbwegs funktionieren kann, werde ich sicherlich ein paar Hundert Follower benötigen.

Und da dies erfahrungsgemäß wenig wahrscheinlich ist, gucke ich dort nur ab und zu vorbei und lasse mich dabei überraschen, was sich ganz aktuell und rein zufällig in meiner Timeline befindet. Manchmal triggert dies mich tatsächlich, um eigene Blog-Beiträge zu schreiben. Und manchmal antworte ich gar auf einzelne Posts, was ich dann meist sofort wieder bereue.

Und so werde ich nun einmal spaßeshalber versuchen, wie viele Follower ich letztendlich erzielen kann — zu meinen besten Zeiten hatte ich auf LinkedIn und Facebook jeweils über 1 000 Follower; aber auch damit konnte ich nicht wirklich etwas Sinnvolles anfangen.

Seit Six Degrees (of Separation) hat sich zumindest für mich noch keine wirklich sinnvolle Verwendung für Social Media herauskristallisiert — meine ursprünglichen Hoffnungen auf ein solides Informations- und Netzwerk-Tool wurden nicht erfüllt.

Daft

Da Daft ein Anti-Social Netzwerk für Minimalisten ist, können mir dort nur jene Menschen folgen, die rein zufällig meinen Account hier im Weblog gefunden haben. Und im Falle, dass jemand mit diesen Account interagieren möchte, müsste man mir schon eine entsprechende E-Mail schreiben.

Bisher habe ich selber noch keinen Daft-Account gefunden, dem ich per RSS-Feed folgen könnte. Spannender Weise aber hat Detlef Stern meinen Daft-Account in seiner eigenen Blogroll — sehr viel Strom wird dies auf alle Fälle nicht kosten.

Man kann aber auch einzelne Posts teilen, wobei ich jetzt nicht wirklich wüsste, warum überhaupt. Und so habe ich dieses Social Media als bisher erstes und einziges Medium nicht wieder gelöscht, sondern nur stillgelegt.

Vielleicht findet sich ein Leser, der mir eine sinnvolle Verwendung für dieses „anti-soziale“ Medium vorschlagen kann.

Mastodon

Da mein aktueller Account der jüngste hier in der Sammlung ist, habe ich bisher nur sechs Follower, wobei ich selber bereits 67 Accounts folge.

Und dies könnte tatsächlich einmal eine Gelegenheit sein, um zu gucken wie sich eine reduzierte Community (Mastodon) im Gegensatz zu einer stetig wachsenden (Bluesky) verhält.

Und da meine Blog-Beiträge automatisch ins Fediverse gelangen, da mein Blog über einen separaten Mastodon-Account verfügt, besteht meinerseits auch keine Notwendigkeit um diese hier ebenfalls zu teilen.

Was mich ein wenig an eine bestimmte Twitter-Periode von mir erinnert, wobei ich Twitter nur nutzte, um mit zwei oder drei anderen palavern zu können. Inzwischen erledige ich dies in einem einzigen Fall nun mit Delta Chat, was dieses Tool damit nicht wirklich zu einem Social Medium macht.

YouTube

Und zum guten Schluss mein nunmehr ältestes Soziale Medium, wahrscheinlich aber auch nur, weil ich dort gleich ein paar Tage später die Chat-Funktionen abgeschaltet hatte. Auch nutze ich die dort weiterhin vorhandenen Kommentarfunktionen so gut wie nicht.

Eigentlich dient es nur noch als eine sehr bequeme Ergänzung für mein Weblog. „Früher“ nutzte ich meinen Account mit dazu, um für die EUROPA-UNION Video-Beiträge zu teilen. Dies hat sich mit dem Ende des Treffpunkts Europa aber von alleine erledigt.

Erstaunlicher Weise habe ich dort aber weiterhin 20 Follower. Dafür mache ich aber auch für vier andere YouTuber etwas Werbung.

Mein Fazit

Nach all den Jahren wäre es wirklich an der Zeit, für den Fall, dass ich mich nicht gleich ganz von den Social Media verabschiede, diese so zu ordnen und zu verwenden, dass deren Nutzung für mich nicht nur eine ganz nette Nebenbeschäftigung ist, vor allem aber nicht auch noch zu einer völligen Zeitverschwendung wird, sondern so etwas wie ein kleiner Nutzen entstehen kann.

Zumindest habe ich nun erneut einmal meine entsprechenden Gedankengänge reformuliert und werde sicherlich noch etwas weiter darüber nachdenken.

Vielleicht führt dieser Blog-Beitrag aber auch dazu, dass ich weitere Tipps und Hilfestellungen erhalte?

Fediverse Reactions

Ballgäste

Europa-Ball 2025 4.9 (9)

Beitragsfoto: Ballgäste | © Akzente Foto Store 2024

Bekanntlich ist nach dem Ball auch vor dem Ball und so freuten wir uns schon am Abend des letzten Europa-Balls, dass die Tanzband Happyness Voice und die meisten gerade aufgetretenen Tanzgruppen sofort auch für den diesjährigen Europa-Ball am Samstag, 10. Mai 2025 in der Heilbronner Harmonie zusagten.

Kurz hatte ich mir überlegt, gleich auch eine eigene Website zum Europa-Ball zu erstellen, dann aber dazu entschlossen, mich mit einer Webpage auf der EUROPA-UNION Heilbronn-Website zu begnügen. Ich habe tatsächlich aus meinen Versuchen mit jeweiligen Websites für die Hertensteiner Gespräche, Europastammtische oder gar europäische Diskussionsforen etwas gelernt. Manchmal ist weniger einfach mehr, vor allem wenn man rein ehrenamtlich unterwegs ist und die notwendigen Arbeiten an sehr wenigen Akteuren hängen bleiben.

Inzwischen steht das Rahmenprogramm und auch die meisten Informationsstände im Foyer der Harmonie sind uns bekannt; dabei freut es mich sehr, dass wir die Zusage von allen demokratischen Parteien erhalten haben, zumindest von jenen, die ich in unserer Region kenne.

Jetzt geht es noch an die Einzelabsprachen mit dem Catering, welches erneut von Voltino sichergestellt wird, und mit den sehr netten Damen und Herren, die für die Harmonie zuständig sind.

Einziges Manko und das verwundert mich doch ein wenig ist, dass es tatsächlich noch freie Plätze für den Europa-Ball gibt. Ganz besonders deshalb, weil wir den Teilnehmerkreis bewusst begrenzt haben, um jedem Tanzpaar eine ausreichend große Tanzfläche bieten zu können. Diese Tanzfläche ist so groß, dass selbst die auftretenden Gruppen zuerst ein wenig zurückschrecken und sich mit dem neuen Raumgefühl zurechtfinden müssen. Und so ist es immer eine wahre Freude, den Künstlern und Tänzern bei den Proben zugucken zu können. Die etwas älteren Tänzer kennen noch die 100 Quadratmeter große Bühne des Treffpunkts Europa, welche fast keine Wünsche offenließ. Jetzt aber stehen den Gruppen ganze 360 Quadratmeter zur Verfügung und das ist doch schon eine Ansage — besonders für die jüngsten Tänzerinnen der Gruppen.

Sobald der Europa-Ball dann mit den Worten „Alles Walzer!“ eröffnet ist, können sich sämtliche Tanzpaare so richtig austoben und wenn gewünscht, auch Strecke machen — welcher Ball kann dies sonst noch von sich behaupten?

Aber der Europa-Ball ist nicht nur ein hervorragender Tanzball, sondern mit seinem Rahmenprogramm auch für echte Tanzmuffel Unterhaltung pur. Und so finden sicherlich Tanzbegeisterte andere Tänzer für den Fall, dass der eigene Partner lieber das Geschehen vom Seitenaus betrachtet.

Und da fünf Stunden Tanzen am Stück auch für Tanzprofis eine kleine Herausforderung ist, gibt es den gesamten Abend über nicht nur eine bequeme Sektbar im Foyer, sondern dort auch noch Informationsstände von unseren Partnervereinen und demokratischen Parteien. Ganz dem Ballmotto „Culture meets Politics“ geschuldet, kann man sich dort zwanglos informieren und mit dem einen oder anderen Volksvertreter ins Gespräch kommen; dabei muss es auch nicht um die große Politik gehen.

Mein Geheimtipp für jene, die Bälle gerne noch mit bester Kulinarik verbinden, ist, sich vorab im Restaurant des Parkhotels einen Tisch reservieren zu lassen. Ballsaal und Restaurant liegen nicht weit voneinander entfernt und so muss man auch nicht das Gebäude verlassen — der Wechsel vom Ballsaal zum Restaurant und wieder zurück ist den gesamten Abend über garantiert.

Wer gerne in Wiener Opernball-Stimmung kommen möchte, der kann sich nach Ballende auch einen Platz in der Bar 10/42 sichern. Ich empfehle allen externen Ballteilnehmern gleich auch noch ein Zimmer im Parkhotel zu reservieren und den Europa-Ball am nächsten Morgen mit einem exzellenten Frühstück abzuschließen — europäische Ballkultur at its best!

Wie bereits geschrieben, der Europa-Ball ist nicht nur für Tanzbegeisterte ein Highlight des Jahres, sondern auch ein überregionaler Treffpunkt für alle Kulturliebhaber und Genießer.

Fediverse Reactions