Beitragsfoto: Affenmusik | © Pixabay

2.12.02021 5 (1)

Blacklist

Heute sprühe ich nur so vor Ideen. Zum Beispiel denke ich nun darüber nach, eine ganz persönliche „Blacklist“ über Firmen anzulegen, die mich nur noch nerven. Und da ich ja ständig hier auf Kümmerles Weblog schreibe, diese Liste dann, ganz folgerichtig, für jeden einsehbar zu führen.

Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, was aus dieser Idee wird? Dabei halte ich zumindest für mich fest, warum mich gerade diese Firma so stark nervt, dass ich Zeit darauf verwende, um sie in eine solche Liste einzutragen.

Datenschutz

Noch vor Kurzem habe ich die Institution Datenschutzbeauftragter gelobt, da diese tatsächlich das macht, wofür sie geschaffen wurde. Dabei hatte ich aber auch festgestellt, dass es doch so einige deutsche Firmen gibt, denen Datenschutz völlig egal ist und die auch keine Angst davor haben, von unseren Beauftragten für Datenschutz angesprochen zu werden.

Inzwischen hat sich das Ganze weiter verändert.

Im Falle, dass man sich nun beim Datenschutzbeauftragten beschweren möchte, langt es nicht mehr, eine E-Mail an den, für einen selbst zuständigen, Datenschutzbeauftragten zu senden, die dieser dann an die entsprechende Stelle — man kennt seine Kollegen, zumindest sollte es so sein — weiterleitet.

Sondern, man wird aufgefordert, zuerst festzustellen, welcher Datenschutzbeauftragte für die Firma, über die man sich beschweren möchte, zuständig ist. Dies festzustellen ist in Deutschland nicht so einfach, da die Impressumspflicht — die einen die Firma auch lokalisieren lässt — wohl nur für den Normalbürger gilt.

Wenn man nun den Geschäftssitz der betroffenen Firma herausgefunden hat, dann sucht man noch den dafür zuständigen Datenschutzbeauftragten heraus. Und wenn man den gefunden hat, sucht man nun das entsprechende Formular.

Dort darf man sich dann als Bürger „vollständig ausziehen“ bevor man die Gelegenheit erhält, Angaben zum Sachverhalt zu machen. Erfreulicher Weise wird man nun sogar gefragt, ob man zustimmt, dass die Behörde die eigenen persönlichen Daten an die betroffene Firma weiterleitet.

Und wenn man das dann alles gemacht hat und auf Absenden drückt, verschwindet die Beschwerde im digitalen Nirvana deutscher Behörden. Seit Tagen warte ich nun wenigstens auf die gesetzlich vorgeschriebenen Empfangsbestätigungen dieser Behörden — wahrscheinlich haben sie meine Beschwerden aber erhalten, da ich von einer betroffenen Firma nun sehr massiv mit Werbung zugeschüttet werde.

Da passt es jetzt doch sehr gut, dass die ersten Politiker weniger Datenschutz fordern! Dabei meinen sie aber nur weniger Schutz für uns Bürger, denn betrügerische Firmen und Verbrecher genießen in Deutschland schon immer den höchst möglichen Schutzstatus.

Termine

Konnte ich mir gestern noch den Tag mit vorlesen an meiner alten Grundschule versüßen, so habe ich heute doch ein paar weniger angenehme Termine vor mir. So richtig frei wird man wohl erst dann sein, wenn man es schafft, nur noch die Termine wahrzunehmen, die einem auch persönlich zusagen. Aber ich arbeite zumindest daran.

Geburtstage des Tages

Maria Callas und Gianni Versace


Käthchen-Weihnachtsmarkt 2021

Weihnachtsmarkt 5 (1)

Beitragsfoto: Käthchen-Weihnachtsmarkt 2021

Wir erinnern uns, der Weihnachtsmarkt 2020 musste deshalb ins Wasser fallen, weil unsere Verwaltung von Weihnachten allzu sehr überrascht wurde, und deshalb keine Zeit mehr blieb, um auch nur alternative Ausrichtungsmöglichkeiten in Erwägung zu ziehen. Ich hatte dazu bereits am 17. Oktober 2020 einen entsprechenden Beitrag geschrieben.

Wir erinnern uns auch, dass zu Anfang der Pandemie einige Experten davon berichteten, dass eine Pandemie durchaus drei bis vier Jahre lang wüten kann, und darüber hinaus alle einer Meinung sind, dass für eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung weit über 80 Prozent der Bevölkerungen immunisiert sein müssen, sei es, dass sie selbst aufgrund eines entsprechenden Krankheitsverlaufes oder einer Ansteckung Abwehrstoffe entwickelt haben oder durch diesbezügliche Impfungen geschützt sind.

So war uns allen spätestens ab diesem Sommer bekannt, dass die Pandemie auch noch zu Weihnachten wüten wird und ihre Opfer verlangt, und ganz besonders war uns Heilbronnern bekannt, dass wir als Stadt- und Landkreisbevölkerung an der Spitze der Pandemieverleugnung marschieren. Warum dies so ist, hatte ich ebenfalls und mehrfach hier im Weblog geschrieben. Auf jeden Fall hat dies Folgen und die lassen sich auch messen: die gestrige Inzidenz der Stadt Heilbronn beträgt übrigens 585,2!

So war uns allen bekannt, dass es spätestens zu Weihnachten zu Engpässen in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung kommen und es uns Heilbronner besonders hart treffen wird. Auch ist uns allen bekannt, dass Geimpfte nicht nur weniger schlimm von einer Erkrankung getroffen werden, sondern deren Inzidenz auch signifikant geringer ist! Deswegen gibt es seitens der Politik auch das Versprechen — wir wissen leider, was politische Versprechen Wert sind (!) –, dass Geimpfte und Genesene nicht wieder in Sippenhaft genommen werden.

Und so musste ich bereits wieder u. a. am 20. Oktober 2021 über das Thema Weihnachtsmarkt schreiben. Tragbare und funktionierende Möglichkeiten, um doch noch einen Weihnachtsmarkt in Heilbronn ausrichten zu können, wurden von der Stadtverwaltung abgelehnt. Hierbei muss ich der Verwaltungsspitze nunmehr attestieren, dass dies mit voller Absicht so geschieht. Das Rational dahinter ist einfach und passt zu diesen Pandemieleugnern: wenn schon Ungeimpfte keinen Weihnachtsmarkt haben dürfen, dann auch alle anderen nicht!

Deswegen hat man nun einen Weihnachtsmarkt aufbauen lassen, wie wenn die Pandemie zu Weihnachten auf Mallorca am Strand sitzen würde. Und alle mussten mitmachen, da sie sonst wohl für die kommenden Jahre ihre Stammplätze verloren hätten. Diesen Braten konnte jeder riechen, und so verlegte ich als Vereinsvorsitzender bereits im Oktober „unsere Weihnachtsfeier“ von der Blockhütte auf dem Kiliansplatz in ein Restaurant am Rande der Stadt.

Und seit gestern wissen wir alle nun aus der Heilbronner Stimme:

„Die Stadtspitze und die Heilbronn Marketing GmbH haben nach intensiver Abwägung und unter Abstimmung mit den Fraktionsspitzen des Gemeinderats entscheiden, den Markt abzusagen.“

Stimme.de, 20. November 2021, 14:45 Uhr

Eine immer traurigere Angelegenheit, die jedem klar vor Augen führt, dass unsere Heilbronner Verwaltung nicht einmal mehr verwaltet, sondern bestenfalls noch reagiert und auf Entscheidungen „von oben“ wartet, obwohl mir dabei nicht mehr verständlich ist, was sowohl Verwaltungsspitze als auch der Gemeinderat unter „von oben“ meinen?

Der HMG-Geschäftsführer Steffen Schoch versucht sich dabei wie folgt aus der Verantwortung zu schleichen: „Wir hätten uns als Veranstalter hier rechtzeitig eine klare Entscheidung von der Landesregierung gewünscht.“ (Stimme.de, 20. November 2021, 14:45 Uhr).

Korrektur zum Nachtrag (21.11.2021):

Ein Anrufer hat mich darüber informiert, dass der OB anscheinend doch noch am Samstag alle Fraktionsspitzen über seine Entscheidung informiert hat, und dafür allseits auch gelobt wurde.

Dinge an die Wand fahren, und sich dann dafür loben lassen — eine Erfolgsgeschichte.

Nachtrag (21.11.2021):

Wie es mir gerade mitgeteilt wurde, dürfte die obige Stimme-Meldung eine Falschmeldung sein, da sich mindestens eine Fraktionsspitze nicht daran erinnern kann, dass sie zum Sachverhalt überhaupt befragt wurde.

„Der Gemeinderat hat bei der Schließung oder Öffnung des Weihnachtsmarkt nichts zu sagen. Das liegt alleine in der Entscheidung des OB und der Fachämter.“

„Il est dangereux d’avoir raison dans des choses où des hommes accrédités ont tort.“

Voltaire, „Catalogue pour la plupart des écrivains français qui ont paru dans Le Siècle de Louis XIV, pour servir à l’histoire littéraire de ce temps,„Le Siècle de Louis XIV” (1752) — Heute hat Voltaire übrigens Geburtstag!

Mann mit Fässer

13.11.02021 5 (1)

Mann mit Fässer | © Pixabay

Projektarbeit

Seit den 1980er-Jahren bin ich es gewohnt, in und mit internationalen Teams zu arbeiten und habe dies über all die Jahrzehnte hinweg sehr zu schätzen gelernt. Auch bin ich dadurch zu der Überzeugung gelangt, dass es für alles eine Lösung gibt, man muss die entsprechenden Frage- oder Problemstellungen nur in der dafür passenden Sprache stellen.

Seit ich mich im Internet bewege, habe ich auch das eine oder andere Projekt angestoßen und schnell dabei festgestellt, dass die diesbezüglichen Mitarbeiter meist nicht um die nächste Ecke wohnen, sondern fast immer in Ecken dieser Welt, in die man als Heilbronner sonst wohl nie so schnell gelangen würde.

Und so habe ich inzwischen so manche Erfahrungen gesammelt, z. B., dass man gute indische Mitarbeiter immer auch mit einer ganzen Menge an Bürokratie erhält, und man sich für die simpelsten Programm-Codes von einem „Superviser“ zum nächsten durchhangeln muss, was einen bei komplexeren Aufgaben sehr schnell in den Wahnsinn treiben kann.

Positiv überrascht wurde ich jüngst von Programmieren aus Südamerika, die ihre Aufgabenstellungen nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr selbständig und praxisorientiert lösten.

Negativ überrascht haben mich aber die Angebote und Dienstleistungen aus dem chinesischen Bereich, die immer öfters auf dem Markt erscheinen. Teilweise geben diese „Freelancer“ sogar vor, dass sie aus den USA stammen, und ehe man sich versieht, landet man in Zentralchina. Und dann ist es auch meist zu spät, denn selbst die Mindeststandards internationaler Zusammenarbeit werden kaum eingehalten.

Gastblogger

Seit letztem Jahr schreiben hier auf Kümmerles Weblog auch Gastblogger. Über jeden einzelnen dieser „Mitmacher“ freue ich mich ganz besonders! Bei der Auswahl von Gastbloggern lege ich Wert darauf, dass diese sich zum einen ehrenamtlich in unserer Gesellschaft einbringen und zum anderen durch ihr kontinuierliches Engagement und ihre Expertise auch interessante Beiträge zu diesem Weblog beisteuern können.

Dem Weblog geschuldet, handelt es sich dabei meist um europäische oder lokale — in diesem Falle Heilbronner — Themen. Gerne nehme ich aber weitere spannende Themen mit auf. Die Gastblogger sind ohne Wenn und Aber für ihre Beiträge selbst verantwortlich.

Ich weiß, dass viele der Blog-Leser diese Beiträge sehr schätzen und hoffe, dass dabei die Möglichkeiten zum Kommentieren auch etwas stärker genutzt werden.

Wochenende

Die Zeit, in welcher man mit noch mehr Schwung als unter der Woche seinen ehrenamtlichen Aufgaben nachkommen kann. Ich sitze dieses Wochenende beim 64. Bundeskongress der EUROPA-UNION und genieße es, dass es dieses Mal von mir zuhause aus möglich ist.

Bereits gestern konnten wir in Heilbronn neue Pflöcke für das kommende Jahr einschlagen, und so freut es mich, dass ich in Kürze auf der 68. Kreisversammlung der EUROPA-UNION Heilbronn unsere Aktion 500 vorstellen werden kann. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir aus der COVID-19 Pandemie mit neuem Schwung herauskommen und allen unseren Mitgliedern sowie interessierten Bürgern interessante und informative Veranstaltungen bieten werden können.

Website des Tages

EUROPA-UNION Heilbronn

Ein vereintes Europa in einer vereinten Welt.

Geburtstag des Tages

Robert Louis Stevenson