Konzert

Musikvideo der Woche 5 (4)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Das Album von Leonard Cohen namens „Old Ideas“ (2012) habe ich mir sogleich auf einer Autofahrt und dies noch als MP-3 Version zugelegt, und so musste meine bessere Hälfte bis zum Ende der Fahrt dem Album gleich zweimal lauschen. Danach konnte ich es nur noch hören, wenn ich mit dem Hund unterwegs war — wir hatten zufällig denselben Musikgeschmack.

Das Musikvideo der Woche stammt allerdings von seinem Album „Various Positions“ aus dem Jahr 1984 und war bereits sein siebtes Album. Neben dem Lied „Dance Me to the End of Love“, welches gleich hier zu hören sein wird, ist bestimmt noch „Hallelujah“ allseits bekannt.

Den meisten Lesern dürfte Leonard Cohens Lied „Suzanne“ bekannter sein, welches er bereits 1967 auf seinem Debutalbum „Songs of Leonard Cohen“ veröffentlichte. Interessant dabei, dass er es als erstes als Gedicht 1966 herausbrachte und dies dann zuerst von Judy Collins als Lied vertont wurde. Zu seinem Gedicht wurde er übrigens von der Tänzerin Suzanne Verdal inspiriert.

Noch heute aber ist „Old Ideas“ meine Lieblingsplatte von Cohen.


Kaffeegenuss

Zeit für ein Gedicht 5 (5)

Beitragsfoto: Kaffeegenuss | © Pixabay

Das heutige Gedicht wird Marvin zugeschrieben und wird deshalb gerne auch als „Marvin’s lullaby“ geführt. Viele meiner Leser dürften sogleich aber an Douglas Adams denken, wobei Detlef Stern und ich befürchten, dass bereits schon zu unseren eigenen Lebzeiten immer weniger Menschen diese Verknüpfung tätigen.

How I Hate the Night

Now the world has gone to bed
Darkness won’t engulf my head
I can see by infra-red
How I hate the night

Now I lay me down to sleep
Try to count electric sheep
Sweet dream wishes you can keep
How I hate the night

MArvin (Douglas Adams)

Spannender Weise referenziert Marvin mit „try to count electric sheep“ Philip K. Dicks „Do Androids Dream of Electric Sheep?“. Dieser Roman inspirierte wiederum Ridley Scott zum Film  „Blade Runner“, der hier im Blog ebenfalls schon Thema war, was wiederum an meinen eigenen Blog-Beitrag „Wiederholungen und Anspielungen“ erinnert.

Wobei wir damit bereits wieder bei „Gödel, Escher, Bach: an Eternal Golden Braid“ wären, ein Buch, das ich gerne zumindest als Sekundärliteratur für mein Seminar „IT-Systeme“ verwenden möchte.

Bevor ich dort aber einmal so richtig elegant mit Marvin einsteige, versuche ich es zuerst einmal mit meiner neuen „Useless Box“, eine Idee, die bereits Detlef Stern positiv aufnahm.

Nun aber wieder zurück zu Marvin, der eigentlich ein Roboter ist. Gebaut wurde er laut Douglas Adams von der „Sirius Cybernetics Corporation“ und läuft mit einer Software, die auf der berühmt berüchtigten GPP (Genuine People Personalities) Technologie basiert. Verwendung findet er als (Raum)Schiffsroboter auf der „Heart of Gold“.

Wenn man Marvin selbst Glauben schenken darf, dann hat sein Gehirn die Größe eines Planeten und er ist gut 50 000 Mal intelligenter als z. B. Albert Einstein. Und obwohl ihn Zaphod Beeblebrox als „Paranoid Android“ bezeichnete und Ford Prefect ihn gerne als manisch-depressiven Roboter vorstellte, ist er m. E. doch eher ein modernes Beispiel eines Stoikers.

Nach Douglas Adams sollte Marvin wie folgt charakterisiert werden:

„We never met. But when I asked Douglas what sort of character Marvin might be he told me he was a cross between Eeyore and Clement Freud (A descendant of Freud who was a chef and TV personality who had a face like a Doberman and talked very slowly and monotonously).“

Stephen Moore in einem Interview (31.3.2012)

Derzeit liegen die Preise für einen gebrauchten Marvin noch astronomisch hoch und so werden sich die Studenten wohl auch in Zukunft weiterhin an meiner Useless Box abarbeiten müssen.

Aber bereits in wenigen Jahren ist bei uns IPAI (ein Projekt für angewandte Künstliche Intelligenz) am Start, und so bin ich guter Hoffnung, dass es doch noch etwas mit der GPP-Technologie werden wird. Bis dahin bin ich dann hoffentlich auch mit meinem Essay „Zwang und Zeit“ fertig.

Bis dahin aber arbeite ich mich weiterhin an Martin Heidegger ab und frage mich, wie viel Metaphysik, egal ob allgemein oder speziell, eigentlich in KI steckt. Hoffentlich nicht so viel wie in der Blockchain-Technologie.

Nachtrag

Es gibt tatsächlich gleich zwei Versionen von Marvin. Nämlich die des BBC (sechsteilige Fernsehserie aus 1981) und jene aus dem Film (2005). Beide dürften inzwischen Kultstatus haben.

Hier findet man Marvin aus dem Film:


Konzert

Musikvideo zum Wochenende 5 (5)

Beitragsfoto: Konzert | © Bild von Pexels auf Pixabay

Das Musikvideo zum Wochenende stammt von einer meiner ersten eigenen Platten überhaupt. Steppenwolf gründete sich bereits 1968 und war bis in die 1970er-Jahre hinein populär. Der Lead-Sänger der Gruppe war übrigens Joachim Fritz Krauledat. Neben dem Lied „Born to be wild“ (1968) dürfte noch „Magic Carpet Ride“ (1968) etwas bekannter gewesen sein.

Dieses Lied fand bereits in einer Verballhornung auch auf diesem Blog Erwähnung — gut, wenn sich die „Babyboomer“ noch selber auf den Arm nehmen können. Wie komme ich aber nun auf dieses Lied? Nicht etwa weil sich „The Economist“ ganz aktuell ebenfalls darauf bezieht („It’s a generation that has enjoyed extraordinary wealth and progress.“), sondern einzig und alleine, weil es mir gerade danach ist.

Aber auch das hat seine Gründe. Heute die Horror-Show bei der Nachhilfe, wobei die Realschüler noch nicht einmal mehr Kindergartenniveau erreichen — deren Eltern gehören geteert, gefedert und aus der Stadt getrieben. Und davor die Erkenntnis, dass ich beim Vorlesen zwar weiterhin der „nette Onkel“ bin, aber kaum ein Schüler den einfachsten Texten mehr folgen, geschweige denn diese verstehen kann.

Das Ganze aber wird dann doch noch von Heilbronner Studenten übertroffen, eine dieser E-Mail gebe ich hier zum besten.

[Auf eine Bitte hin entfernt, böse, wer Schlimmes dabei denkt.]

E-Mail von meinem Hochschulaccount [https://iiics.org/h/20240706110500]

Steppenwolf benannte sich übrigens nach einem Roman (1927) von Hermann Hesse. Der Komponist von „Born to Be Wild“ ist Mars Bonfire. Erwähnenswert noch, dass sich dieser Song auch im Film „Easy Rider“ (1969) wiederfindet und damit später unter den Motorradfahrern Kultstatus erzielte.

Nun ist es wohl an der Zeit, dass ich mich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widme. Deshalb hier nochmals die heute aktuelle Version eines ehemals wilden Songs.

Im Gegensatz zur heutigen Jugend können wir aber noch das kleine Einmaleins und sind meist weiterhin auch noch in der Lage, wenigstens ein paar Sätze fehlerfrei zu formulieren.

Auf der anderen Seite haben wir dafür nicht nur unsere Umwelt und Gesellschaft völlig zerstört, sondern auch noch die heutige Jugend zu dem gemacht, was sie ist — nicht viel!

Man hätte insgesamt betrachtet besser mehr in die eigenen Kinder als in Autos, Motorräder und Urlaube investiert.

„Ich sehe in ihnen aber etwas mehr, ein Dokument der Zeit, denn Hallers Seelenkrankheit ist – das weiß ich heute – nicht die Schrulle eines einzelnen, sondern die Krankheit der Zeit selbst, die Neurose jener Generation, welcher Haller angehört, und von welcher keineswegs nur die schwachen und minderwertigen Individuen befallen scheinen, sondern gerade die starken, geistigsten, begabtesten.“

Der Steppenwolf (1999 [1927]: 30)