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Europa Gastblogger

„Europa ist für alle da!“

Gedanken und Betrachtungen zum
Europa-Buch von Heinrich Kümmerle

Der Vorsitzende des Kreisverbands Heilbronn der überparteilichen EUROPA-UNION, Heinrich Kümmerle jr., hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Europa ist für alle da!“. Blickt man auf die bereits vorhandene umfangreiche Europa-Literatur könnte man fragen, ob ein weiteres Buch neue Erkenntnisse bringen kann, ob das Thema Europa nicht längst ausgeschöpft ist. Auch Kümmerle stellt diese Frage und bekennt, dass viele dieser Bücher seine Grundeinstellung stark beeinflusst haben. Zusammen mit den Werken und Schriften über Europa – von Carlo Schmids Klassiker „Europa und die Macht des Geistes“, Jacques Delors „Erinnerungen eines Europäers“, das 2013, mitten in der Finanzkrise erschienene „Der gefesselte Riese – Europas letzte Chance“ von Martin Schulz und den umfänglichen Geschichtswerken von Tony Judts „Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart“ und von Ian Kershaws „Achterbahn – Europa 1950 bis heute“ lässt sich das konzentriert geschriebene Buch von Heinrich Kümmerle in die großen europäischen Zusammenhänge einordnen. Im Literaturverzeichnis nennt Kümmerle noch viele weitere Europa-Bücher und Schriften.

Gegen Schluss seines Buches versucht der Autor eine Antwort auf die Frage: „Was ist Europa?“. Für ihn ist Europa mit Bürgerbeteiligung gleichzusetzen. „Letztendlich entscheidet der Bürger – jeder einzelne von uns – darüber, ob es das endgültige Ende oder erst der tatsächliche Anfang dieses wunderbaren Projektes einer besseren Welt ist.“  Kümmerle schreibt von einem großen Dilemma: „Man kann das europäische Projekt auch als große Aufgabe und Herausforderung für die kommenden Generationen bezeichnen. Es ist nicht absehbar, wann das Ziel erreicht sein wird. Die Europäer haben sich auf einen mühsamen Weg begeben …“  Darüber, was bisher geschehen und nicht geschehen ist, berichtet Heinrich Kümmerle detailreich und mit vielen Daten.

Man kann Europa und den europäischen Integrationsprozess wahrlich als eine unendliche Geschichte bezeichnen. Im Vorwort seines Buches bedankt sich der Autor bei einer Reihe von Beratern, die dafür gesorgt haben, dass er den roten Faden nicht verloren hat. Auch der Schreiber dieser Betrachtung – ebenfalls Mitglied des Kreisverbands Heilbronn der EUROPA-UNION – geriet immer wieder in Versuchung, über die Darlegungen im Buch hinaus eigene Gedanken zum europäischen Projekt einfließen zu lassen. Immer konnte ich dieser Versuchung nicht widerstehen. So ist hier mehr entstanden als eine Buchbesprechung im üblichen Sinn. Die Frage, ob es zum Thema Europa eines weiteren Buches bedurfte, ist uneingeschränkt zu bejahen. Das europäische Projekt ist noch lange nicht abgeschlossen, der Ausgang ist offen. Europa wird, ja muss noch in vielen Büchern betrachtet werden. 

Auf der Suche nach der europäischen Identität

Noch vor der Beschreibung des bisherigen europäischen Einigungsprozesses greift Heinrich Kümmerle ein schwieriges und vielschichtiges Stichwort auf. In zwei Buchkapiteln beschäftigt er sich über 16 Buchseiten hinweg mit der „Europäischen Identität“.  Angesichts der Komplexität des Themas hätte er darüber ein gesondertes Buch schreiben können. Er verweist darauf, dass sich überzeugte Europäer schon lange bemühen, eine europäische Identität zu kreieren. Es geht dabei um die Frage, was einen Europäer ausmacht. Es geht Kümmerle dabei um mehr als um bloße Strukturen von „Verwaltern und Bürokraten“; um mehr als nur ein „Eliten-Projekt“. Für ihn – und nicht nur für ihn – muss Europa (wieder) zum „Bürgerprojekt“ werden, wie es dies zwischen 1945 bis Anfang der 1950er Jahre schon einmal war. Was aber ist der Kitt, der dieses Projekt zusammenhält? 

In einer Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg am 8.3.1994 hat sich der damalige Staatspräsident der Tschechischen Republik, Vaclav Havel, ebenfalls mit dem Stichwort „europäische Identität“ beschäftigt. „Eine Lektüre des Maastrichter Vertrags, wie hoch dessen Bedeutung als historisches Dokument auch anzuschlagen sein mag, dürfte der Europäischen Union gleichwohl kaum wirklich begeisterte Anhänger verschaffen oder vielmehr: kaum Patrioten in Gestalt von Menschen, die diesen komplizierten Organismus tatsächlich als ihr Vaterland oder ihre Heimat beziehungsweise eine Ebene ihres Heimatzugehörigkeitsgefühls empfinden.“

Vaclav Havel forderte 1994 die Europäische Union auf, eine Charta zu verabschieden, „die klar die Ideen zu definieren hätte, auf dessen sie beruht, den Sinn, den sie hat und die Werte, die sie zu verkörpern trachtet.“ Vielleicht angestoßen durch diese Rede hat die EUROPA-UNION Deutschland am 28.10.1995 in Lübeck eine „Charta der Europäischen Identität“ beschlossen. In Kapitel I dieses Dokuments steht:

„Die Bewahrung des Friedens, die Erhaltung unserer Umwelt und die Organisation eines Lebens in Würde für alle erfordern eine gemeinsame Politik. Europa zu einen heißt, die Antwort zu geben auf die historische Herausforderung der Gegenwart und die leidvollen Erfahrungen der Vergangenheit. Jeder Europäer ist aufgerufen, am Aufbau einer europäischen Friedensgemeinschaft verantwortlich mitzuarbeiten.“

Im letzten Kapitel der Charta – es ist überschrieben: „Auf dem Weg zu einer Europäischen Identität“ – steht u.a.:

„Freiheit, Friede, Menschenwürde, Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit sind unsere höchsten Güter. Um sie zu sichern und weiterzuentwickeln, braucht Europa eine moralisch überzeugende politische Gestalt und eine solidarische Politik, die den europäischen Gemeinsinn stärkt, die Europäische Union glaubwürdig macht und auf die wir Europäer stolz sein können. Wenn das erreicht ist, dann gibt es auch eine stärkere Europäische Identität.“

Inzwischen gilt seit 1.12.2009 für alle Mitgliedstaaten der EU der Vertrag von Lissabon. In den ersten Artikeln des Vertrags, insbesondere in Artikel 2, sind die Ziele und die Werte der Union ähnlich formuliert, wie in der Charta der EUROPA-UNION Deutschland von 1995. Die Charta der Grundrechte der Europäischen Union ist zwar kein integrierter Bestandteil des Lissabon-Vertrags. Die Mitgliedstaaten – mit Ausnahme von Polen – erkennen jedoch den Inhalt der Grundrechtscharta als rechtsverbindlich ausdrücklich an. 

Und doch bleibt die Frage offen, ob es zwischenzeitlich – über den europäischen Integrationsprozess im engeren Sinne hinaus – gelungen ist, an der Europäischen Identität weiterzubauen. Es ist gut und wichtig, dass die Werte und die europäischen Grundrechte im Lissabon-Vertrag verankert sind, in die Köpfe und Herzen der Europäer muss sich noch vieles einnisten. Der Stolz auf Europa, das Bewusstsein, Europäer zu sein, muss weiter wachsen. Vielleicht ist bei vielen europäischen Patrioten mit Blick auf die „Heimat Europa“ das erreicht, was man als rational begründeten Verfassungspatriotismus bezeichnen könnte. 

Dass auch Heinrich Kümmerle die Europäische Identität als große und noch unfertige Baustelle sieht, schließe ich aus den drei Fragen, die er dazu in seinem Buch stellt:

  1. Kann es eine Europäische Identität überhaupt geben?
  2. Benötigen wir Europäer eine gemeinsame Identität, um eine Einheit zu bilden?
  3. Reicht einfach nur „Mensch zu sein“ nicht als gemeinsame Identität völlig aus?

Dieser Fragenkatalog könnte noch verlängert werden: Wie dringlich ist die Frage nach einer Europäische Identität? Oder: Gibt es vorrangigere und wichtigere Baustellen in der Europäischen Union?  Angesichts der sehr unterschiedlichen geschichtlichen Erfahrungen und kulturellen Ausprägungen der 27 Mitgliedstaaten steht die Entwicklung einer Europäischen Identität in einer gewissen Konkurrenz zum Motto: „In Vielfalt geeint.“ Kümmerle bezeichnet dieses Motto an anderer Stelle seines Buches als einen beachtenswerten Ansatz wenn es um „durchaus erfolgreiche Lebensmodelle“ geht und schreibt auch, dass „nicht jeder Mensch Europäer werden möchte.“ Vielleicht dachte er an die verunglückte Diskussion um eine „Deutsche Leitkultur“, als er davor warnte, dass die Europäer mit ihrer neu gefundenen Identität auch erreichen (könnten), sich von anderen abzugrenzen. Mir fällt zu alldem ein:  Alles ist in Bewegung und im Fluss. Kultur verändert sich und damit auch etwaige Vorstellungen über die Identität; insbesondere sobald sie über die Kernsätze in den Verträgen und in einer späteren Verfassung hinausgehen. 

Wichtig ist der Hinweis Kümmerles auf verstärkt auftretende Nationalismen, gepaart mit totalitaristischen Fantasien. Nicht selten geht es dabei vordergründig ums Geld aus Brüssel. Betrachtet man aber manche Entscheidungen des EuGH zu einer Reihe von Gesetzesvorhaben in diesem oder jenem osteuropäischen Mitgliedstaat etwas näher, so geht es um weit mehr als ums Geld.  Verwundern kann den überzeugten Europäer dabei die Auslegung des Begriffs der Souveränität in diesen Staaten und die Art, wie Kritik als „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ des betreffenden Landes zurückgewiesen wird. Dieser Verweis auf „innere Angelegenheiten“ wurde früher und wird auch noch heute von Autokraten gegen Kritik von außen ins Feld geführt. Er sollte unter EU-Partnern, die vertraglich miteinander verbunden sind, nicht verwendet werden. Eine EU-Identitätskrise der besonderen Art wird es womöglich dann geben, wenn Bürgerinnen und Bürger in Nettozahler-Ländern eine Initiative gegen die Mitglieder starten, die Fördermittel aus Brüssel gern annehmen, sich aber um die mit der Mitgliedschaft verbundenen Verpflichtungen wenig kümmern.

Die EU-Anfänge: Anstöße zur Verhinderung einer neuen europäischen Katastrophe

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs haben sich unterschiedliche Bilder ins Gedächtnis der Menschen eingegraben: 

  • Die zerstörten Städte und Dörfer und die ausgemergelten Gesichter der Menschen und diese Bilder sah man nicht nur in Deutschland, ganz Europa war 1945 ausgeblutet;
  • die Schreckensbilder, als die Menschen in Deutschland erkennen mussten, was im Namen ihres Landes in Buchenwald und in all den anderen Todeslagern geschehen war;
  • die Film- und Fotoaufnahmen der Siegesparaden der Alliierten zum Ende des Krieges.

Was war zu tun, damit sich solche Bilder nicht wiederholten? Wie konnte verhindert werden, dass die Deutschen womöglich erneut von der Kriegslust gepackt wurden? Es gab Stimmen, die dafür plädierten, nicht nur das deutsche Führungspersonal zur Verantwortung zu ziehen sondern das ganze Land zu bestrafen. Doch weitsichtige Politiker im Westen und eine Reihe von Entwicklungen haben verhindert, dass die Fehler nach dem Ersten Weltkrieg wiederholt und womöglich die Saat für einen neuen Krieg gelegt wurde. Die Deutschen – insbesondere die Westdeutschen – hatten das Glück, nach kurzer Zeit wieder in das europäische Haus aufgenommen zu werden.

Kümmerle schreibt vom Wunsch nach Frieden, der sich bis heute wie ein roter Faden durch die Geschichte Europas zieht und berichtet, wie bei der Diskussion darüber, was „danach“, was nach Ende des Krieges, kommen sollte, in der französischen Widerstandsbewegung auch die europäische Ebene mit bedacht wurde. In der illegalen Zeitung der Gruppe „Combat“ wird die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa gefordert. Kümmerle zitiert aus „Het Parod“, dem führenden niederländischen Widerstandsorgan, in dem dieser Krieg als die größte Krise der Staatssouveränität angesehen wurde. „Wenn er nicht vergeblich gewesen sein sollte, muss er in ein europäisches Zusammenwirken der Staaten einmünden, die einen Teil ihrer souveränen Macht in ein kollektiv verwaltetes Organ einbringen.“  Kümmerle verweist auch auf den Widerstand gegen das Nazi-Regime in Deutschland. Beispielhaft sei erwähnt, dass in einem der Flugblätter der Studentengruppe „Die Weisse Rose“ ebenfalls auf Europa Bezug genommen wird: „Nur in großzügiger Zusammenarbeit der europäischen Völker kann der Boden geschaffen werden, auf welchem ein neuer Aufbau möglich sein wird. Jede zentralistische Gewalt, wie sie der preußische Staat in Deutschland und Europa auszuüben versucht hat, muss im Keime erstickt werden … Nur eine gesunde föderalistische Staatenordnung vermag heute noch das geschwächte Europa mit neuem Leben zu erfüllen.“

In einem weiteren Flugblatt zitieren die Mitglieder der „Weissen Rose“ Novalis (1772 – 1801), den Dichter der deutschen Frühromantik: „Es wird so lange Blut über Europa strömen, bis die Nationen ihren fürchterlichen Wahnsinn gewahr werden, der sie im Kreis herumtreibt, und von heiliger Musik getroffen und besänftigt zu ehemaligen Altären in bunter Vermischung treten, Werke des Friedens vernehmen und ein großes Friedensfest auf den rauchenden Walstätten mit heißen Tränen gefeiert wird.“ Ein inbrünstiger Ruf nach Frieden. Doch es sollte noch sehr lange dauern, bis etwa der Sedantag am 2. September, jener große Festtag, der insbesondere in Preußen mit Pomp und Militärparaden begangen wurde, kein deutscher Feiertag mehr war. 

Hans und Sophie Scholl und viele weitere Widerstandskämpfer haben für ihren Bekennermut mit dem Leben bezahlen müssen. Sie wurden zu Zeugen dafür, dass es in Deutschland nicht nur Täter und Mitläufer mit den Nazis gab sondern auch jenen Funken Anständigkeit und Empathie, der unser Land vor dem Vorwurf der Kollektivschuld bewahren konnte.

Blickt man auf die für Europa aktiven Gruppierungen und Daten, die Kümmerle für nahezu alle europäischen Länder nennt, so könnte man unmittelbar nach Kriegsende durchaus von Europabegeisterung sprechen. Am 6.9.1946 hatte der amerikanische Außenminister James F. Byrnes in Stuttgart seine „Rede der Hoffnung“ gehalten, in der er u.a. die wirtschaftliche Unterstützung – und nicht wie nach dem Ersten Weltkrieg die Bestrafung Deutschlands – in Aussicht stellte.  Der britische Historiker Tony Judt zitiert aus dieser Rede: „Solange die Anwesenheit von Besatzungskräften in Deutschland notwendig ist, wird die Armee der Vereinigten Staaten Teil dieser Besatzungsmacht sein.“  Judt merkt dazu an, dies sei zwar kein energisches Bekenntnis zu Europa gewesen, doch es habe den zunehmenden Unmut der Amerikaner über das schwierige Verhältnis zu den Sowjets reflektiert.  „Die Deutschen waren nicht die einzigen, die einer solchen Versicherung bedurften“, schreibt Judt weiter; „besonders die Briten erfüllte der Wunsch, der Amerikaner, Europa seinem Schicksal zu überlassen, mit Sorge …“.

Welch bitterer Kelch den Deutschen letztlich erspart blieb, belegen die bei Judt zitierten Aussagen amerikanischer Politiker: „Es muss den Deutschen klargemacht werden, dass Deutschlands rücksichtslose Kriegsführung und der fanatische Widerstand der Nazis die deutsche Wirtschaft zerstört und Chaos und Leiden unvermeidlich gemacht haben und dass sie nicht der Verantwortung für das entgehen können, was sie selbst auf sich geladen haben … (Direktive der Vereinigten Stabschefs vom 26.4.1945, die die Auffassung Henry Morgenthaus u.a. wiedergab).

Ganz anders dagegen die Auffassung von George C. Marshall, des amerikanischen Außenministers: „Die Lösung besteht darin, den Teufelskreis zu durchbrechen und das Vertrauen der Europäer in die wirtschaftliche Zukunft ihrer Länder und des ganzen Kontinents zu stärken.“ Europa und vor allem Westdeutschland hatten das Glück, dass Marshalls Vorstellungen letztlich obsiegt haben.

Am 19.9.1946 hielt Winston Churchill in Zürich seine „Rede an die akademische Jugend der Welt“. Darin war jener später immer wieder zitierte Satz enthalten: „Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten.“

In dieser für Europa und den Europagedanken geradezu dramatischen Zeit fand im September 1946 im schweizerischen Hertenstein am Vierwaldstätter See die Hertensteiner Konferenz statt, die Kümmerle als die wesentliche eigene Leistung der Europäischen Föderalisten beschreibt. Die am 21.9.1946 verabschiedeten zwölf Thesen des „Hertensteiner Programms“ sind auf der Website der EUROPA-UNION Heilbronn zu finden. Die Heilbronner EUROPA-UNION veranstaltet jährlich das Hertensteiner Gespräch. Es ist ein Verdienst des Kümmerle-Buches, über die Benennung der Daten, Konferenzorte und Ergebnisse hinaus auch die Verästelungen und die größeren, zum Teil aber auch nur minimalen Meinungsunterschiede innerhalb der Europa-Bewegung zu beschreiben. Einig ist man sich im großen Ganzen über das Ziel der Vereinigten Staaten von Europa mit einer föderalen Verfassung; Meinungsunterschiede gab und gibt es darüber, wie dieses Ziel zu erreichen sei. 

Von der Montanunion zum Vertrag von Lissabon – Europa erhält Strukturen

Private Organisationen und Bewegungen entwerfen Positionspapiere, diskutieren und beschließen darüber auf Kongressen und Konferenzen. Staatliche Institutionen – auch das überstaatliche Europa – brauchen vor allem feste Strukturen, um arbeitsfähig zu sein. Die erste europäische Struktur war die mit dem Vertrag von Paris am 18.4.1951 gegründete Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion). Der EGKS-Vertrag trat am 23.7.1952 in Kraft.  Kümmerle bezeichnet die EGKS als die erste überstaatliche Organisation in der Geschichte der Menschheit. Sein Buch wird nun unter der Überschrift „Einigung der Nationalstaaten“ zur gewissenhaften Chronik der großen und auch der weniger großen Verträge und Vereinbarungen im Verlauf des europäischen Einigungsprozesses. Wer die Daten und Orte des Geschehens sucht, wird in diesem Buchabschnitt fündig; etwa, dass das Vereinigte Königreich am 31.7.1961 den Beitrittsantrag zur EWG gestellt hat, dass aber die Beitrittsverhandlungen nach einem Veto von Charles de Gaulle am 14.1.1963 abgebrochen wurden. Einen weiteren Dämpfer erhielt die britische Europabegeisterung – wie große oder weniger groß sie damals auch gewesen sein mag – als sich de Gaulle am 27.11.1967 erneut gegen einen Beitritt des Vereinigten Königreichs aussprach. Erst am 22.11.1972 – also 11 Jahre nach dem Beitrittsantrag – wurde der britische Beitritt besiegelt. Ein wenig sarkastisch könnte man feststellen, dass der britische EU-Austritt schneller ablief: Am 23.6.2016 stimmten die Briten für den Brexit, am 1.1.2021 werden sie die Europäische Union verlassen.

Verbindungslinien nach Heilbronn

Im bereits zitierten Kapitel über die „Einigung der Nationalstaaten“ berichtet Kümmele über zahlreiche weitere Verträge, wann und wo sie beschlossen wurden, welche Zielrichtung sie hatten und wer die wesentlichen Akteure waren. Im Zusammenhang mit den Römischen Verträgen vom 25.3.1957, die am 1.1.1958 in Kraft traten und als die Geburtsstunde der Europäischen Union gelten, erwähnt Kümmerle, dass es Jean Monnet gelang, aktive Politiker aus allen demokratischen Lagern, wie etwa die deutschen Sozialdemokraten Erich Ollenhauer und Herbert Wehner, zu gewinnen. „Erstmals stimmt dann in Deutschland bei der Ratifizierung eines Vertragswerks der europäischen Integration auch die Sozialdemokratie zu.“ 

Diesem „Einschwenken“ der SPD auf die Westintegration der Bundesrepublik vorausgegangen waren viele dramatische und hochkarätige Diskussionen im Bundestag über die Grundausrichtung der bundesdeutschen Politik. Welchem Ziel sollte Priorität eingeräumt werden: der Westintegration oder der Wiedervereinigung des Landes?

Ende der 1950er Jahre gab es zwischen den Parteien erste Versuche, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu erreichen.  Nachdem Chruschtschow am 16./17.5.1960 die Gipfelkonferenz der „Großen Vier“ in Paris hatte scheitern lassen, debattierte der Bundestag am 30.6.1960 die dadurch entstandene Lage. Herbert Wehner, der damalige stv. SPD-Fraktionsvorsitzende, verkündete in einer umfassenden Tour d’Horizon – seine Rede umfasst knapp 10 Protokollseiten – die neuen Grundlagen der Deutschland- und Europapolitik der SPD. Zwei Passagen der Wehner-Rede waren für das Thema Europa besonders bedeutsam:

  • Nachdem Europa schon durch die Kommunisten gespalten ist, darf nicht dazu beigetragen werden, Europa noch einmal zu spalten.  Vielmehr muss, soweit wir dazu etwas tun können, alles in die Wege geleitet werden, damit es in einer breiten Gemeinschaft zusammenarbeiten kann.
  • Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands geht davon aus, dass das europäische und das atlantische Vertragssystem, dem die Bundesrepublik angehört, Grundlage und Rahmen für alle Bemühungen der deutschen Außen- und Wiedervereinigungspolitik ist.

Zu dieser Rede Wehners im deutschen Bundestag gibt es eine Verbindungslinie nach Heilbronn. Am 25.6.1960 fand in der Festhalle Harmonie in Heilbronn der SPD-Landsparteitag statt, bei dem Herbert Wehner die Hauptrede hielt. Er hat dabei wesentliche Punkte der Rede vorgetragen, die er fünf Tage später im Bundestag gehalten hat. Wehner hat sich dazu in Heilbronn gewissermaßen warmgelaufen. 

Viele bemerkenswerte Zitate

An den Anfang jedes Kapitels und jedes Abschnitts seines Buches stellte Heinrich Kümmerle ein zum Inhalt passendes Zitat eines Politikers, Schriftstellers oder einer sonstigen Persönlichkeit. Er erreichte damit eine bemerkenswerte Sammlung von Gedanken und Aussagen die zeigen, wie sehr das europäische Projekt viele Menschen beschäftigt hat und noch beschäftigt. Kümmerle schreibt, dass der Anlass, dieses Buch zu schreiben, zum einen eine Aussage von Jean-Claude Juncker war – er hat sie dem Vorwort seines Buches vorangestellt – zum anderen war es die Überzeugung, dass ein gemeinsames Europa genau die Lösung sei, für die heute mehr als jemals zuvor ernstzunehmende Bedrohung aller Gesellschaften durch Egoismus, Intoleranz, Chauvinismus, Nationalismus und Totalitarismus.

Das Juncker-Zitat lautet:

„Wer glaubt, dass sich die ewige Frage von Krieg und Frieden in Europa nie mehr stellt, könnte sich gewaltig irren. Die Dämonen sind nicht weg, sie schlafen nur.“

Ähnlich zwiespältig klingt die Aussage von Walter Hallstein, eines Vorgängers von Juncker, der 1958 – 1968 Vorsitzender der EWG-Kommission war:

„Wer in europäischen Dingen nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

Kurz und klar ist eine Aussage von Hans-Dietrich Genscher:

„Unsere Zukunft ist Europa – eine andere haben wir nicht.“

Oder auch die von Willy Brandt:

„Der Tag wird kommen, an dem der Hass, der im Krieg unvermeidlich scheint, überwunden wird. Einmal muss Europa Wirklichkeit werden, in dem Europäer leben können.“

Exkursion: Andalusien und die Wurzeln Europas in der islamischen Welt  

Die im Vorherigen genannten Zitate beschäftigen sich mit dem gegenwärtigen Zustand und den europäischen Zukunftshoffnungen.  Eine andere Zielrichtung hat die im Kümmerle-Buch zitierte Aussage des früheren Papstes Benedikt XVI anlässlich seiner Ansprache im Bundestag am 22.9.2011:

„Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die Identität Europas.“

Hier geht es nicht um das heutige oder das zukünftige Europa, hier geht es um die Wurzeln, um die Grundlagen und um die Werte und darum, woher sie kommen. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Was ist die Europäische Union und was ist sie nicht? Wichtig bei dem Papst-Zitat ist, was genannt wird – aber auch, was nicht. 

Unmittelbar im Anschluss an dieses Zitat sagte der Papst in seiner Berliner Rede:

„Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas.  Sie hat im Bewusstsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist.“

Wesentliche Bestandteile der europäischen Kultur kommen aus dem Nahen und Mittleren Osten, aus dem hellenistischen Griechenland und aus dem antiken Rom. Der britische Historiker Peter Frankopan beschäftigt sich in seinem Buch „Licht aus dem Osten – Eine neue Geschichte der Welt“ – über das Geografische hinaus – mit den kulturellen Inhalten, die über Jahrhunderte hinweg aus dem Nahen und Mittleren Osten nach Europa flossen und hier um- und weiterverarbeitet wurden. Auf dem rückseitigen Klappentext des Buches wird erläutert, dass Frankopan nicht Europa sondern den Nahen und Mittleren Osten – so wie auch Papst Benedikt – zum Ausgangspunkt der Geschichte macht: „Er (Frankopan) erzählt von den ersten Hochkulturen und den drei monotheistischen Weltreligionen, die von dieser Region aus ihren Siegeszug antraten.“… „Der eigentliche Schmelztiegel, der „mediterane Raum“ im wahrsten Sinn – die Mitte der Erde – war nicht ein Meer, das Europa und Nordafrika von einander trennt, sondern lag mitten auf dem asiatischen Kontinent,“ schreibt Frankopan und erzählt im Buchkapitel „Von Mekka bis Cordoba – der Siegeszug des Islam“ vom Kultur- und Wissenstransfer aus der maurisch-islamischen Welt ins mittelalterliche Europa.

Die von Frankopan dargestellten Gründe und Hintergründe für den raschen militärischen, religiösen und kulturellen Siegeszug der neuen Religion sollen hier nicht dargestellt werden. Wichtig für die spätere geistige Entwicklung in Europa ist das Geschehen in der großartigen Metropole Bagdad, wo im 9. Jahrhundert n. Chr. unzählige Texte aus dem Griechischen, Persischen und Syrischen ins Arabische übersetzt wurden; darunter die Werke der alten griechischen Philosophen.  „Diese Texte dienten dann als Ausgangspunkt für weiterführende Studien. Bildung und Lernen wurden zu einem kulturellen Ideal.“ Der britische Historiker nennt die islamische Medizin, Arzneimittelkunde, Optik, Astronomie und Astrologie, Logik, Theologie, Mathematik und Philosophie und schließlich das das numerische System der Araber, das die Null einführte. Während muslimische Kommentatoren großen Respekt für Ptolemäus und Euklid, für Homer und Aristoteles aufbrachten, schrieb der Kirchenvater Augustinus, „Wissgier“ sei einfach nur krank. „Die Wissenschaft wurde vom Glauben besiegt“, schreibt Frankopan. „Es ist fast das exakte Gegenteil der Welt, die wir heutzutage vor Augen haben: Die Fundamentalisten waren nicht die Muslime, sondern die Christen …“.

Andalusien, die südliche Region Spaniens, das maurisch-islamische al-Andalaus, das in Teilen 700 Jahre von maurischen Muslimen beherrscht wurde, entwickelte sich zur Brücke für den Kultur- und Wissenstransfer zwischen der in Blüte stehenden arabischen Welt und dem mittelalterlichen Europa. Cordoba war zeitweise ein Hotspot der islamisch-jüdisch-christlichen Gelehrsamkeit und des Austauschs. Hier werden die zuvor ins Arabische übersetzten alten Text übertragen ins Lateinische und damit zugänglich für die Europäer. Das maurische Erbe ist in Andalusien noch deutlich sichtbar: Die Mezquita, die heutige Kathedrale und frühere Moschee der Stadt und auch die Alhambra, die maurische Stadtburg von Granada, sind in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen worden.  

Beim Wissens- und Kulturaustausch zwischen Orient und Okzident muss auch der Stauferkaiser Friedrich II, der Erbauer des rätselhaften Castel del Monte in Apulien, genannt werden. Auch er versammelte an seinem Hof christliche, muslimische und jüdische Gelehrte.

Und dieser Kulturaustausch zwischen Europa und der muslimischen Welt findet auch heute – fast unbemerkt und verdeckt von den Berichten über islamistische Gewalttaten, Hass und Intoleranz – noch immer statt. Die Impulse gehen nun in die andere Richtung; das heute weltoffene Europa gibt zurück, was es vor Jahrhunderten erhalten hat. Diskutiert, geschrieben und gestritten wird z.B. über einen Europäischen Islam. Wie lässt sich die Religion und Kultur der Muslime mit den Grundwerten und gesellschaftlichen Normen verbinden, die sich in Europa über Jahrhunderte hinweg – auch mit jenem „Licht aus dem Osten“ – herausgebildet haben? Am 16.9.2016 veröffentlichten in Zürich Reformmuslime aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine gemeinsame Erklärung, die Freiburger Deklaration, in der sie u.a. zur Ausarbeitung moderner Lesarten des Korans, beruhend auf einer historisch-kritischen Textanalyse, aufriefen. Die Deklaration beginnt mit dem Satz: „Wir träumen von einer Islamreform.“ An anderer Stelle heißt es: „Wir stehen für ein humanistisches, modernes und aufgeklärtes Islamverständnis im zeitgemäßen Kontext und verstehen uns selbst als säkulare Musliminnen und Muslime. Unserem Koranverständnis nach beruht der Glaube auf der ganz persönlichen und individuellen Beziehung des Einzelnen zu Gott. Der Glaube stellt eine Quelle dar für Spiritualität, Resilienz und innere Stärke.“ 

Gegen Ende der Deklaration steht: „Wir lehnen Extremismus, Diskriminierung, Gewaltverherrlichung und Segregation entschieden ab. Demokratie und Menschenrechte stellen für uns die Grundlage für das friedliche Miteinander aller Menschen in unserer Gesellschaft dar.“ Auf einen kurzen Nenner gebracht: Extremisten jeglicher Couleur sollen sich nicht auf die Religion berufen können.

Diese Diskussion der Muslime über eine moderne Lesart ihrer Religion – über einen Europäischen Islam in der europäischen Gesellschaft – ist weder im wahhabitisch ausgerichteten Saudi-Arabien möglich noch im Iran der Ayatollahs oder in Erdogans Türkei, wo die Religionen staatlich kontrolliert werden. Diese Diskussion kann nur im toleranten Europa geführt werden. Toleranz war zwar nicht immer, aber oft, ein wichtiger Faktor im Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religion in al-Andalus. Doch auch in Europa ist das tolerante Zusammenleben eine stets neue Herausforderung. 

Ein ambivalenter Blick in die Zukunft Europas

Unter der Überschrift „Anfang oder Ende – Versuch eines Resümees“ wagt Heinrich Kümmerle den Blick in die Zukunft des europäischen Projekts. Optimismus klingt durch, wenn er schreibt: „Unser aller Europa, egal wie weit man es letztendlich auch ausdehnen möchte oder kann, muss unbedingt als etwas Neues betrachtet werden, das aufgrund vielfältiger Erfahrungen und dies mit teilweise katastrophalen Auswirkungen erst Mitte des letzten Jahrhunderts entstanden ist und sich damit bestenfalls am Beginn der eigenen Entwicklung befindet.“

Kümmerle nennt die vielfältigen Probleme, vor denen dieses neue Europa steht – Ressourcenknappheit und Krankheiten sowie deren Auswirkungen, wie etwa Migration oder Kriege. Der britische Historiker Ian Kershaw zählt in seinem Buch „Achterbahn – Europa 1950 bis heute“ eine ganze Reihe weiterer Herausforderung für Europa und die übrige Welt auf: Klimawandel, Demographie, Energieversorgung, Massenmigration, Spannungen des Multikulturalismus, Automatisierung, die größer werdende Einkommenskluft, die internationale Sicherheit. Kershaw schreibt, wie gut Europa für die Bewältigung dieser Probleme gewappnet ist, lasse sich kaum sagen. „Wie es auf die Herausforderungen reagieren und die Zukunft des Kontinents gestalten wird, liegt nicht nur, aber doch zu einem guten Teil in den Händen der Europäer selbst.“  Anschließend macht er eine wichtige Feststellung: „In gefährlichen Gewässern bleibt der Konvoi am besten zusammen und vermeidet es, auseinanderzudriften.“ Eine Mahnung an alle, die von einer großen Zukunft in Eigenständigkeit träumen wollen.

Meines Erachtens hat die Europäische Union das nötige Wissen und die erforderliche Erfahrung, bei der Lösung all dieser Probleme mitzuwirken. Nötig ist dazu der gemeinsame Wille der Mitgliedstaaten. Gefahren für die Union liegen noch auf einer anderen Ebene. Kümmerle spricht sie an und beklagt den althergebrachten Nationalismus. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban beschreibt sein Land als eine „illiberale Demokratie“ – ein Widerspruch zu dem, was in den europäischen Verträgen steht.  Gefährlich für die Zukunft Europas ist auch die Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung mancher Mitgliedstaaten. Man hat sich mit der heutigen, noch unfertigen EU arrangiert, hat sich eingerichtet mit dem Status quo, nicht zuletzt weil man glaubt, mit den Geldern aus Brüssel gut leben zu können. Doch eine unfertige Organisation, ein Projekt, das auf halbem Weg stehen bleibt, wird am Ende scheitern.  Auch für das Europäische Projekt bedeutet Stillstand letztlich Rückschritt. Deshalb muss das Vertragsziel einer „immer engeren Union der Völker Europas“ – über die Notwendigkeit der Lösung all der anderen Probleme hinaus – in der Europäischen Union wieder stärker in den Vordergrund treten. 

Dafür gibt es keine Patentrezepte. Wie eh und je gilt: Überzeugte Europäer brauchen einen langen Atem und ein pragmatisches Gespür dafür, was in einer bestimmten Situation, auch in einer Krise, möglich ist.  In einem Interview zur Corona-Pandemie sagte der erfahrene Politiker Wolfgang Thierse: „Die Zukunft ist wie immer auch in diesem Fall offen … Wir müssen hoffen, dass die Menschheit lernt, allerdings ohne die Illusion zu haben, dass sich die Welt komplett ändern wird.“ Diese Einsicht ist auch auf das Europäische Projekt übertragbar.


Hans Müller, der Autor dieses Gastbeitrages, ist langjähriges Mitglied der EUROPA-UNION Heilbronn; er hat dabei u.a. als Arbeitsgruppenleiter „Vereinsgeschichte“ seine Meriten verdient.

Vielen Heilbronnern ist er nicht nur als ehemaliger Amtsleiter des Amtes Familie, Jugend und Senioren der Stadt Heilbronn bekannt, sondern auch als gestandener Sozialdemokrat.

Sein besonderes Interesse als Lokalhistoriker gilt der Heilbronner Geschichte, und so ist es nicht verwunderlich, dass man ihn auch immer wieder im Stadtarchiv Heilbronn findet, wo er für seine Artikel und wissenschaftlichen Beiträge recherchiert.

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