Zebrastreifen

6.9.02023 4.4 (5)

Beitragsfoto: Zebrastreifen | © Stefan Schweihofer auf Pixabay

Konflikt

Je mehr man lernt und versteht, umso weniger weiß man. Diesen Konflikt muss man aushalten können, wenn man nach Wissen oder gar Erleuchtung strebt.

Leider wollen dies immer weniger Menschen und streben deswegen verstärkt in die heile Welt der absoluten Gewissheiten und festen Überzeugungen. Und es gibt dabei genügend Gleichgesinnte, die sich dies zu eigen machen und noch den eigenen Vorteil suchen.

Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann, dass man sehr vorsichtig sein muss, wenn etwas ganz offensichtlich, glasklar und völlig verständlich ist. Noch mehr muss man aufpassen, sobald sich diese Gewissheiten zu einer Mehrheitsmeinung, wenn nicht gar zu einer Mehrheitsüberzeugung entwickelt haben.

Deswegen ist es demokratischer Brauch, dass sich jede Mehrheit auch um die Meinung der Minderheit zu kümmern hat und im Endergebnis Kompromisse auf der Tagesordnung stehen — mit einer einzigen Ausnahme, den faulen Kompromissen.

Das Leben ist nämlich ein Konflikt, die völlige Harmonie der Tod.

Fußgänger

Heilbronn ist schon etwas länger ein unsicheres Pflaster für Fußgänger, und so haben sich meine bessere Hälfte und ich in den letzten Jahren daran gewöhnt, dass man sich als Fußgänger nicht völlig unbeschwert durch die Straßen bewegen darf. Selbst beim Schaufensterbummel mitten in der Fußgängerzone muss man stets darauf achten, dass man nicht von irgendwelchen Fahrzeugen angefahren wird.

Gestern hatten wir sehr viel Glück, denn erst hat die automatische Notbremsung eines SUV dafür gesorgt, dass ich nicht mitten auf dem Zebrastreifen der Cäcilienbrunnenstraße unter die Räder kam, und später dann konnten sich meine bessere Hälfte und ich durch einen gelungenen Sprung vom Zebrastreifen zurück auf den Gehweg in der Wollhausstraße vor zwei „Rennwagen“ retten, wobei der zweite tatsächlich noch Gas gab, wahrscheinlich nur, um mit dem ersten Schritt zu halten, und eher nicht, um uns dann doch noch zu erwischen. Beide Raser setzten ihren Spurt bis zur Oststraße weiter fort — ich vermute einmal, dass es sich hierbei um eine Art Gedächtnisrennen für einen Gleichgesinnten handelte, der sich gerade vor Gericht verantworten muss.

Schlimmer als die Fußgänger sind nur noch die Eidechsen des neuen Eidechsenschutzgebietes im Heilbronner Osten dran, denn die werden sehr gerne auf dem Fußweg daneben plattgefahren. Manchen Radfahren scheint dies sogar etwas Freude zu bereiten — denn im Gegensatz zum Plattfahren von Fußgängern wird einem diese Aktion nicht negativ angerechnet und man muss später auch keine Krokodilstränen in Untersuchungshaft vergießen.

Zebrastreifen würden auch den Eidechsen nicht weiterhelfen, das können nur Menschen, die ein wenig mehr Rücksicht auf andere und ihre Umwelt nehmen.

Lob

Gestern war ich mit meiner besseren Hälfte in der Harmonie, um die ersten Gespräche für den kommenden Europa-Ball am Samstag, 13. April 2024 zu führen. Wir trafen dort auf zwei junge Männer, die uns nicht nur ein erstes Konzept vorstellten, sondern beim anschließenden Gespräch durch Fachkenntnis, Engagement und Kundenorientierung überzeugten.

Und so macht es besonders als Ehrenamtlicher großen Spaß, eine solche Veranstaltung zu planen und zu organisieren. Ich freue mich auf die folgende Besprechung und erlaube mir schon jetzt das Harmonie-Team zu loben. Auf jeden Fall mache ich mir seit heute keine Sorgen mehr darüber, ob es dieses Mal mit dem Europa-Ball in der Harmonie klappen wird oder nicht.


Feedback

Ein Leser meinte heute, dass der Begriff „meine bessere Hälfte“ eine gruselige Aussage sei. Ich halte diese Bezeichnung auch heute noch für völlig in Ordnung, und die beste Ehefrau von allen hat sich bis zum heutigen Tag darüber nicht beschwert. Wobei ich ich den allseits bekannteren Begriff „beste Ehefrau von allen“ dann doch für etwas zu stark aufgetragen empfinde und wohl deshalb den hier im Blog üblichen Begriff gewählt habe.

Wie sehen das die anderen Leser?

Tanzen

29.7.02023 4.7 (3)

Beitragsfoto: Tanzen | © Pixabay

Vermischtes

Sehr erfreulich ist es heute in der Heilbronner Stimme (28.7.2023: 28) zu lesen, dass man erneut einen Silvesterball in der Harmonie plant. Das Ticket für den Silvesterball kostet 139 Euro pro Person und ist sowohl bei der Tourist Information in der Kaiserstraße 17 als auch online erhältlich. Meine bessere Hälfte und ich sind auf jeden Fall mit dabei.

Und wem der Silvesterball gefällt, dem wird auch der Europa-Ball am Samstag, 13. April 2024 in der Harmonie gefallen. Dort wird es nur Achtertische geben, die schon jetzt bei mir reserviert werden können.

Das neue Heilbronner Monopol, dieses Mal bei E-Scootern, erzeugt bei mir ein lächelndes und ein weinendes Auge. Zum einen bin ich froh darüber, dass diese Spielzeuge zukünftig weniger in Heilbronn anzutreffen sein werden, aber zum anderen muss man sich schon fragen, ob es gut für die Nutzer ist, wenn es nur noch eine einzige Firma gibt. Immerhin will diese weiterhin mit 600 Rollern und 300 Fahrrädern in Heilbronn vertreten bleiben. So bleibt zu hoffen, dass auch diese Angelegenheit weiter vom Markt geregelt werden wird und sich die Stadtverwaltung nicht dazu hinreißen lässt, einen Monopolisten zu subventionieren oder gar möglichen anderen Anbietern den Zugang nach Heilbron erschwert.

Erfreulich ist die Entwicklung beim neuen Gaskraftwerk, denn der Gemeinderat hat nun auch den Bebauungsplan genehmigt. Zusätzlich soll noch ein Fernwärmespeicher mit hinzukommen und das Heilbronner Fernwärmenetz ausgebaut werden. Da man weiterhin in Heilbronn auf Fernwärme setzt, wäre nun zu überlegen, ob man nicht spätestens dann, wenn das Gaskraftwerk auf Wasserstoff umgestellt werden wird, die Fernwärme durch Müllverbrennung erzeugt, denn Fernwärme aus Wasserstoff zu erzeugen, dürfte nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Hinzu kommt, dass wir nach Abbruch des Kohlekraftwerks bereits den Platz für eine Müllverbrennungsanlage hätten. Und auch den Müll haben wir reichlich. Dieser muss bisher mit Lastwagen nach Stuttgart oder Mannheim transportiert werden und kommt nach der Verbrennung wieder mit Lastwagen zurück nach Heilbronn, um bei uns eingelagert zu werden.

Der Charme dabei, wir sparen die LKw-Fahrten ein und können den teuer erzeugten Wasserstoff anderweitig nutzen.

Sommerzone

Wie von mir befürchtet, werden die Heilbronner Sommerzonen nun zu einem Spielball der Lokalpolitik. Als ehemaliger Bewohner einer dieser Sommerzonen, der dort gut zwei Jahrzehnte gerne gelebt hat und auch noch heute ein direkt Betroffener ist, habe ich meine entsprechende Überzeugung, die sich übrigens die letzten fünf Jahrzehnte nicht geändert hat. Es kommt nur noch die Erkenntnis mit hinzu, dass nun alleine aufgrund des Klimawandels eine weitere Umgestaltung unserer Innenstädte zwingend notwendig ist!

Bereits mein Vater ist damals die Sülmerstraße und Turmstraße hoch und runter spaziert, um die Ladenbesitzer von der Notwendigkeit einer Fußgängerzone zu überzeugen. Und schon damals waren die Argumente der damaligen Gegner einer zeitgemäßen Stadtentwicklung dieselben wie heute. Und diese Argumente sind heute noch so falsch wie damals.

Ich kenne keine einzige Kneipe, Laden oder Geschäft, das in den letzten Jahrzehnten Pleite ging, weil man nicht mit dem Auto vor die Türe fahren konnte. Insgesamt haben es heute viele Geschäfte und auch Restaurants schwer, vielleicht sogar noch schwerer als vor einigen Jahrzehnten. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Aber kein Geschäft muss schließen, nur weil es keinen Parkplatz vor der Türe gibt — große Supermärkte und Einkaufszentren einmal ausgenommen. Interessanter Weise aber kommen diese jüngst wieder verstärkt mit etwas kleineren Versionen in die Fußgängerzonen zurück.

Noch spannender und sehr tragisch die Tatsache, dass sehr viele Läden und Geschäfte gerade in jenen Straßen und Gassen meines Heimatviertels schließen mussten, obwohl sie Parkplätze direkt vor der Türe hatten. In der Turmstraße ist nur noch der Elektro Krauss übrig und in den anderen Straßen und Gassen sind bereits alle mir noch bekannten Geschäfte und Kneipen weg. Und selbst das Kaffee Roth musste nicht, wie immer befürchtet, wegen mangelnder Parkplätze schließen. Leider gilt auch hierbei, dass das Mädchen, das nicht tanzen kann, die Schuld auf die Musik schiebt.

Besser wäre es gewesen, man hätte bereits vor Jahrzehnten Nägel mit Köpfen und die Innenstadt insgesamt zum Fußgängerbereich gemacht. Ich behaupte, wir stünden heute allesamt viel besser da und hätten genau die Kundenfrequenz, die man jetzt so vermisst! Hinzu kommt noch, was ich auch schon immer bemängele, die fehlende Sauberkeit, fehlende öffentliche Toiletten, mehr Kontrollen bei den Hausierern, Bettlern und Kleinkriminellen, eine bessere Ausschilderung von den Parkplätzen zu den Geschäften und einen attraktiveren Weg dorthin — ergo ein tragfähiges Innenstadtkonzept!

Man schaue sich nur einmal selber an, wie glückliche und zufriedene Menschen ihre Einkaufstüten zu den Autos an den Rand von Metzingen schleppen, darunter sehr viele Heilbronner, die, wenn man sie fragt, nur dann in Heilbronn einkaufen würden, wenn sie direkt vor einem Geschäft kostenfrei parken dürften.

Ich kaufe z. B. kein Hochwertprodukt in der Heilbronner Innenstadt, welches mir nach dem Kauf übrigens kostenfrei nach Hause gebracht werden würde, weil ich keinen Parkplatz vor Ort finde, sondern einfach nur deshalb, weil ich für so viel Geld auch im Laden gut bedient werden möchte! Und für einen guten Kaffee gehe ich sogar ein paar Kilometer zu Fuß; ein Parkplatz vor der Tür entschädigt mich nicht für schlechten Kaffee oder gar schlechten Service.

Aber auch ich halte die Sommerzonen für eine reine Geldverschwendung! Zum einen verhindern diese weiterhin eine notwendige Stadtentwicklung — den Ausbau zu einer attraktiven Fußgängerzone — und zum anderen geben sie erneut Populisten die Gelegenheit, sich wieder einmal sehr billig zu profilieren. Das Lustige ist dabei, dass die meisten dieser Menschen wohlbehütet in einem Stadtteil wohnen, gerne zum Einkaufen in größere Städte fahren und sich nur dann in meinem Heimatviertel sehen lassen, wenn es etwas umsonst oder eine schöne Pressemeldung gibt.

Wenn sich gerade unsere Gemeinderäte jetzt so um die Sommerzonen echauffieren, dann könnten sie uns doch einmal erklären, was sie den all die Jahre für mein Heimatviertel getan haben; den mehr als notwendigen Umbau der Turmstraße hatten sie schon vor vier Jahrzehnten zugesagt. Gerne würde ich wissen, wie viele Millionen Steuergelder sie seither für weitere Konzepte, Ideen, Versuche, Besichtigungsreisen, Expertenmeinungen, Besprechungen, Exposés und Veranstaltungen ausgegeben haben. Man hätte die Turmstraße damit schon längst in Gold aufwiegen können.

Und so vermute ich einmal, dass es den allermeisten unserer Gemeinderäte nicht um mein Heimatviertel geht, sie nutzen dieses einzig und alleine nur, um sich selbst profilieren zu können — und dies auf Kosten meiner Heilbronner Mitbürger und mir!

Große Städte

Heute gab es einen spannenden Vortrag bei einer Besprechung der Freien Wähler auf Landesebene. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch stellte dabei der aktuellen Politik in Sachen Gebäudesanierungen, Neubauten und Anpassung von Heizungskonzepten ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Das war zu erwarten, da unsere Politik seit Jahrzehnten nur noch auf Probleme reagiert, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

Sehr interessant dabei die Information über die Umweltkosten für aktuelle Neubauten. Selbst wenn diese den jüngsten energetischen Forderungen genügen, sind diese derzeit nicht zu vertreten. Und schon gar keine neuen Einfamilienhäuser in Großstädten. Das Bauen muss insgesamt neu erfunden werden, bevor man sich wieder verstärkt dieser Thematik widmet.

Und so passt es auch ganz gut, dass das Wollhaus nicht abgerissen und neu erstellt werden soll, sondern man die alte Bausubstanz nutzt. Wie ich heute erfahren durfte, sind die alleine dabei eingesparten Umweltkosten immens.

Zum Abschluss konnten sich die Freien Wähler der größeren Heilbronner Städte noch über den Sachstand der Vorbereitungen zur Gemeinderatswahl 2024 austauschen. Interessant dabei war, dass sämtliche Großstädte auch hier mit ähnlichen bis identischen Herausforderungen zu kämpfen haben. Deswegen ist es auch ganz gut, dass sich die Freien Wähler in Baden-Württemberg zu einem Landesverband zusammengefunden haben — man muss das Rad nicht jedes Mal neu erfinden.

Zum Abschluss konnte Herbert Burkhardt den anderen Freien Wählern noch unser neues Heilbronner Wahlkampfkonzept vorstellen, was übrigens das alte aus 2019 ist — ganz nebenbei spart auch dies Kosten und schont sogar ein ganz klein wenig unsere Umwelt.

Klausuren

Bereits vor ein paar Tagen konnte ich dieses Thema für mich abschließen und die Ergebnisse an Detlef Stern bzw. die Hochschule übermitteln; ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Jetzt bleibt mir nur noch, die Klausuren in der kommenden Woche bei der Hochschule abzuliefern. Ich spekuliere dabei auf ein Käffchen und ein gutes Gespräch.

Zum Abschluss von zwei Semestern habe ich ein paar kleine Beobachtungen zu teilen und bin einmal gespannt darauf, wie diese Dinge von den Profis betrachtet werden. Ganz ungewollt und von mir erst jetzt erkannt, hatte ich diese beiden Semester so ganz nebenbei zum praktischen Teil meiner damals rein theoretischen Abschlussarbeit gemacht.

Ob dies nun in den Bereich Déformation professionnelle fällt oder gar sämtliche „Überlebende unseres Bildungssystems“ insgesamt so sozialisiert wurden, wäre eine weitere Beobachtung wert.

Alt werden im Amt

Heute hat die New York Times dieses Thema aufgegriffen. Und Jim Manleys Erkenntnis: The Senate is such a warm, comforting place that you can live inside that bubble.“ dürfte inzwischen auch allen deutschen Volksvertretern gut bekannt sein.

Meine Vorgänger im Amt bei der EUROPA-UNION Heilbronn hatten bereits vor über 20 Jahren eine Altersgrenze von 80 Jahren festgelegt. Ein Vorstandsmitglied ist sogar bereits mit 70 Jahren aus seinem Amt ausgeschieden — beides ist aber auch viel einfacher zu bewerkstelligen, wenn diese Ehrenämter weder Wärme bieten noch sonstige Vorteile mit sich bringen.

Die beiden Autoren des Times-Artikels Lisa Lerer und Reid J. Epstein stellen sich zum Schluss noch die Frage, ob ein mögliches sich im Amt rein altersbedingt lächerlich zu machen, Politiker nicht dazu bewegen könnte, einfach von ganz alleine aufzuhören. Friedrich Merz und Winfried Kretschmann dürften beide hierbei völlig anderer Meinung sein.

Meine Leser können den besagten Times-Artikel gleich hier kostenfrei erhalten.


1. Gesprächskreis 2022

Hertensteiner Gespräche 5 (5)

Beitragsfoto: Gesprächskreis 2022 mit Michael Georg Link MdB

Tiefgründige politische Gespräche finden sich nicht mehr so oft wie selbst von vielen politisch Interessierten gedacht. Und wenn es sich dabei noch um eine ganz spezielle Zielrichtung handelt noch viel weniger. Und so sind wir Europäischen Föderalisten zum einen froh darüber, dass uns die Etablierung einer solchen Diskussionsveranstaltung gelungen ist, schwitzen aber zum anderen wieder Blut und Wasser, ob es uns auch dieses Mal gelingen wird, ausreichend Diskutanten zu finden, die sich die Mühe machen, um konzentriert einen ganzen Tag lang miteinander über europäische Themen zu sprechen.

Für wahr, es gehört schon viel Begeisterung und Engagement dazu, um aus allen Ecken Europas für einen Tag Diskussion nach Heilbronn zu reisen, zumal jeder Teilnehmer seine Kosten selber trägt. Für die Heilbronner wäre es da schon einfacher, diese müssten sich nur den Termin merken und am Samstag, 23. September 2023 zu den Gesprächen ins Parkhotel Heilbronn kommen.

Dieses Jahr haben wir für die Hertensteiner Gespräche eine sehr attraktive Location gewählt, die zudem im Zentrum der Stadt liegt und damit von allen sehr gut erreicht werden kann. Da die Gespräche einen ganzen Tag lang andauern, haben wir für eine Tagungsverpflegung gesorgt, deren Höhepunkt ein gemeinsames Mittagessen ist. Deshalb müssen wir dieses Mal von allen Teilnehmern eine Tagungspauschale erheben, welche für Europäische Föderalisten auf 10.- Euro ermäßigt ist. Alle anderen Teilnehmer zahlen 20.- Euro.

Da einige der Teilnehmer bereits am Vorabend anreisen, treffen wir uns zudem am Freitagabend in der Bar 10/42 des Parkhotels. Eine gute Gelegenheit, um den einen oder anderen Teilnehmer, Moderator oder Referenten etwas näher kennenzulernen.

Leider ist es uns nicht gelungen, den Europa-Ball am Samstagabend als Abschluss der Hertensteiner Gespräche zu realisieren; hier waren wir doch ein wenig zu optimistisch. Dafür aber werden wir zusammen mit der Tanzschule Brenner eine Europa-Party veranstalten, die sowohl den Tanzbegeisterten als auch echten Tanzmuffeln einen gelungenen Gesprächsabschluss bieten wird.

Und auch für die Partner und Begleiter unserer Gesprächsteilnehmer wird gesorgt werden. In enger Zusammenarbeit mit Heilbronn Marketing werden wir ein sehr interessantes Rahmenprogramm anbieten können. Dies ist besonders für jene interessant, die von weiters her nach Heilbronn kommen und die Gelegenheit nutzen möchten, die Stadt etwas näher kennenzulernen.

Die Gespräche selbst beginnen am Samstag um 9.00 Uhr im Parkhotel mit der Begrüßung und Vorstellung der einzelnen Gesprächskreise. Bereits am Vormittag werden u. a. Michael Georg Link MdB, Jean Marsia aus Belgien und Prof. Dr. Walther Heipertz aus Heidelberg für gute Diskussionen sorgen. Weitere und auch ganz spontane Gesprächsgruppen sind zeitgleich möglich und machen die Hertensteiner Gespräche erneut sehr spannend. An interessanten Gesprächspartnern mangelt es dabei sicherlich nicht. Mit Evelyne Gebhardt, ehemalige Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Nico Weinmann MdL und Christian Moos, Generalsekretär der EUROPA-UNION, stehen sehr interessante Gesprächspartner zur Verfügung. Zudem sind ganztägig Präsidiums- und Landesvorstandsmitglieder sowie Kreisvorsitzende der EUROPA-UNION und der JEF anwesend und garantieren damit sehr fundierte Diskussionen über unser Europa und seine föderalistische Ausrichtung bis hin zu einem Bundesstaat. Dabei ist sichergestellt, dass durch die Anwesenheit von Vertretern aller demokratische Parteien die Gesamtbreite der Vorstellungen über ein gemeinsames Europa abgedeckt werden kann.

Wer sich schon jetzt einen Überblick über die Bandbreite der Diskussionen machen möchte, der kann gerne auf die Beiträge in diesem Weblog zugreifen, die von „unseren Hertensteinern“ hier bereits veröffentlicht wurden: Dr. Walther Heipertz, Michael Georg Link MdB, Jean Marsia, Christian Moos, Hans Müller und Peter Schulze; gerne aber auch auf meine Beiträge zum Thema Europa, die Sie hier finden können.

Der Samstagnachmittag steht dieses Mal voll und ganz im Zeichen unserer aktuellen Verbandsdebatte zur Erarbeitung eines Föderalistischen Manifests, welches noch vor den Wahlen zum Europäischen Parlament am 9. Juni 2024 veröffentlicht werden soll.

Der Generalsekretär der EUROPA-UNION Christian Moos wird anfangs in den Sachstand einführen und die Teilnehmer haben danach die Gelegenheit, um in Gesprächskreisen über die drei Hauptthemen „Demokratisches Europa“, „Sicheres Europa“ und „Nachhaltiges Europa“ zu diskutieren. Da diese Themen bereits virtuell das gesamte Jahr über in Online-Konferenzen besprochen wurden, können wir sicherlich auf vielfältige neue Ideen und Vorstellungen zurückgreifen. Und wer jetzt schon Lust und Laune hat, der kann sich gerne auch selbst bei den Online-Konferenzen teilnehmen und im September dann darüber aus erster Hand berichten.

Und auch zu diesen Themen erwarten wir noch weitere Moderatoren und Referenten und sind uns sicher, dass auch die inzwischen 7. Hertensteiner Gespräche wieder ein voller Erfolg werden. Und wie jedes Jahr erneut, stellen alle Teilnehmer fest, dass die Zeit am Ende wieder viel zu schnell verflogen ist und sie auch bei den nächsten Gesprächen teilnehmen wollen.

Bis dahin schwitze zumindest ich wieder Blut und Wasser, ob wir genügend Teilnehmer für die diesjährigen Gespräche gewinnen können, auch wenn ich weiß, dass es bereits Zusagen aus dem Ruhrgebiet, Straßburg, Mannheim, Heidelberg, Berlin und Stuttgart gibt.

Deshalb würde es mich sehr freuen, wenn auch meine Weblog-Leser ihre verbindlichen Anmeldungen so langsam aber sicher an mich schicken — es würde mich sehr erleichtern!

Und all jene, die nun enttäuscht sind, dass das mit dem Europa-Ball im September 2023 nicht klappt, die darf ich auf Samstag, 13. April 2024 vertrösten, denn wir haben bereits einen neuen Versuch gestartet.