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Bücher

Vor Weihnachten konnte ich doch so einige Bücher selber verkaufen, was mich, zugegebener Maßen, sehr freute. Was mich weniger freute, waren dann erst die Anfragen der Käufer, ob die Bücher denn nun doch noch vor Weihnachten ankämen, und dann die Rückkehr meiner Bücher — vier an der Zahl, um genau zu sein — mit dem Hinweis, dass man die Adressen nicht gefunden habe.

So werde ich wohl im neuen Jahr einen weiteren Versuch starten und dies in der Hoffnung, dass die Mitarbeiter der Deutschen Post nach den Feiertagen des Lesens und Verstehens etwas mächtiger sind als zu den völlig überraschend auftretenden Stoßzeiten.

Positiv dabei ist anzumerken, dass die Bücher wenigstens nicht einfach nur so im Post-Nirvana verschwunden sind — wie etwa unsere Kalender. Deshalb möchte ich jetzt auch nicht darüber spekulieren, wie viele unserer Weihnachtsbriefe oder Postkarten dieses Jahr ihren Empfänger nicht erreichen werden — eine Zustellung zu Ostern oder im kommenden Jahrhundert hat bestimmt auch so ihren Charme.

Spielen

Nachdem die Weihnachtstage mit dem Spiel Siedler von Catan viel zu schnell vorüber waren, haben wir heute einfach nochmals einen Tag drangehängt.

Man kann die obligatorischen Familienfeiern mit Spielen aller Art immer noch am besten verbringen und so wurde auch wieder 6nimmt! gespielt. Und für all jene in der Familie, die nicht schlafen konnten oder wollten, haben wir dann noch Weihnachtsfilme bis zum Abwinken „gebinscht“. Was das ist, wusste ich bis vor Kurzem selber nicht; richtiger Weise heisst es wohl to „binge-watch“.

Auf jeden Fall konnte ich feststellen, dass manche Filme nur dann wirklich zu ertragen sind, wenn man sie übernächtigt und in Serie guckt — und danach freut man sich wieder auf die nächste Spielerunde.

Wohnraum

Das Thema „bezahlbare Wohnungen“ plätschert weiterhin vor sich hin und wird, so wie ich es im Zuge des letzten Gemeinderatswahlkampfes behauptet habe, auch beim nächsten Wahlkampf nicht an Bedeutung verloren haben — gerade in einer Stadt, die doch so Stolz auf einen SPD OB ist, langt es ganz offensichtlich, dass man diesen wählt und damit seine Schuldigkeit getan hat.

Auch die Heilbronner Stimme widmet sich heute einmal diesem Thema, und so erfahren wir, dass es zum Ende des Jahres 2020 1323 geförderte Wohnungen gab, was laut Pressestelle der Stadt Heilbronn einem Anteil von 4,5 Prozent an allen Mietwohnungen entspräche. Leider erfahren wir dabei nicht, wie viele Wohnungen alleine unsere Stadtsiedlung Heilbronn — jene die geradezu prädestiniert ist, um für bezahlbare Wohnungen zu sorgen — im Angebot hat. Gem. deren Website sind es gut 4 000 Wohnungen insgesamt.

Was wir leider auch nicht erfahren ist, dass es ohne die, doch so oft verunglimpften, Vermieter den größten Teil der bezahlbaren Wohnungen in Heilbronn überhaupt nicht gäbe!

So ist es zumindest in Heilbronn so, dass nicht soziale Einrichtungen oder städtische GmbH für genügend bezahlbaren Wohnraum sorgen und auch nicht jene Vermieter, die dafür extra Steuergelder erhalten, sondern es sind weiterhin die ganz normalen Vermieter, die sich unentwegt bemühen, ihren Mitbürgern guten und auch günstigen Wohnraum anbieten zu können.

Und gerade diesen Heilbronnern Vermietern wird seitens der Stadtverwaltung und der sogenannten „sozialen Institutionen“ das Leben möglichst schwer gemacht.

Irgendwie ist es schon verständlich, dass diese doch so „sozialen“ Mitmenschen das soziale Monopol für sich beanspruchen, denn damit sichern sie ihre eigene Existenz. Es wäre aber für alle Heilbronner sehr viel besser, wenn sie dann dafür auch einmal etwas tun würden.

So soll es laut Stadtverwaltung im Bauabschnitt 2 des Neckarbogens bis zu 100 „geförderte“ Wohnungen geben; wer sich diese dann auch leisten kann oder dort zum Zuge kommt, steht wieder an einer anderen Stelle.

Deshalb wiederhole ich zwei meiner Forderungen. Erstens soll man einmal sämtliche geförderten Wohnungen für alle transparent ausweisen und zweitens dabei auch zugleich prüfen, ob die betreffenden Mieter überhaupt oder noch darauf angewiesen sind.

Noch besser wäre es, wenn Gemeinderat und Stadtverwaltung endlich anerkennen würden, dass es in erster Linie die Heilbronner Bürger selbst sind, die sich dieser Sache wirksam annehmen. Dann könnte der Gemeinderat auch einmal überlegen, wie man solche Bürger unterstützen kann, und die Stadtverwaltung könnte sich einmal überlegen, wie man gerade diesen Vermietern weniger Steine in den Weg legt, oder gar, wie man diese in ihrem Vorhaben, allen Heilbronnern guten Wohnraum anzubieten, unterstützt.


Geburtstag des Tages

Johannes Kepler

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Es kommt ein Schiff geladen

Sebastian Schaffer, mein Lieblingsneffe, stimmt uns allesamt auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Ich meine, dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Sebastian Schaffer am 19. Dezember 2021

Websites

Websites sind keine Archive, so wie auch E-Mail-Konten keine Ablage sind. Und so habe ich, mein MInimalismus-Projekt fortführend, selbst mir sehr am Herzen liegende Websites endgültig gelöscht. Darunter waren auch meine ältesten noch vorhandenen Websites, wie iiics.org und worldcitizenship.com.

Websites sind eher mit Zeitungen als mit Büchern zu vergleichen und so sollten jene, die nicht aktuell gehalten werden können — egal aus welchen Gründen auch immer — das World Wide Web durch Wegfall etwas überschaubarer machen.

Etwas schwerer fällt mir noch das Löschen, des erst jüngst, während der Pandemie, eingerichteten Forums. Aber auch hier gilt, dass Foren ebenfalls keine Archive sind und ihre Existenz nur ihren täglichen Nutzern zu verdanken haben. So bleibt wohl nur noch zu überlegen, ob man die einen oder anderen Inhalte, in irgend einer Form auch immer, archivieren soll und kann.

Archive

Erfreuliche Nachrichten kommen derzeit aus Florenz, genauer gesagt aus den dortigen Archiven der Europäischen Union. Die Bestandserfassung der EUROPA-UNION Heilbronn geht mit großen Schritten voran. Aufgrund der Genauigkeit der Aufzeichnungen werden allerdings des öfteren 30 jährige Sperrvermerke gesetzt.

Sollten Sie in der Funktion als Heilbronner Vereinsvorstand noch nicht über ein eigenes Archiv nachgedacht haben, dann empfehle ich Ihnen einmal mit dem Heilbronner Stadtarchiv Verbindung aufzunehmen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es doch so manche Vorgänge ehrenamtlicher Arbeit verdient haben, dass diese auch der Nachwelt erhalten bleiben, und unsere professionellen Archive bieten sich dafür bestens an.


Websites des Tages

Stadtarchiv Heilbronn

„Das Stadtarchiv Heilbronn ist mit seinen Beständen die Zentralstelle für lokale Geschichtsforschung. Es verwahrt das städtische Schriftgut, sammelt auch nichtamtliche Unterlagen und erschließt das Material für die Benutzer, der Lese- und Forschungssaal steht für Recherchen zur Verfügung.“

Archive der Europäischen Union (HAEU)

„The HAEU preserves and makes accessible for research the archives deposited by EU institutions according to the thirty-year rule governing access to archival material. It also collects and preserves private papers of individuals, movements and international organisations involved in European integration.“


Geburtstag des Tages

Benjamin Disraeli

Euro Banknoten
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Der Koalitionsvertrag der neuen Regierung fand hier im Weblog bereits in Sachen Europa Erwähnung. Als Geschäftsführer des diakonischen Sozialunternehmens Aufbaugilde Heilbronn interessiere ich mich dabei aber auch für jene Punkte, die sich zum Beispiel mit dem „Bürgergeld“ beschäftigen.

Deshalb gebe ich in diesem Blogeintrag eine Kurz-Einstufung zu den Aussagen im Koalitionsvertrag der neuen Regierung des Abschnitts „Hartz-IV / Bürgergeld“ (Seite 75) ab. Das Bürgergeld wird bereits in der Präambel zum Vertrag erwähnt: „Wir lösen die Grundsicherung durch ein neues Bürgergeld ab, damit die Würde des Einzelnen geachtet und gesellschaftliche Teilhabe besser gefördert wird.“

Hier finden Sie meine vier Punkte:

Was ist gut?

Die grundsätzliche Idee eines Bürgergelds ist zu begrüßen, jedoch ist inhaltlich noch wenig konkretes bekannt. Dazu sind die notwendigen gesetzlichen Änderungen abzuwarten und zu bewerten.

Die Kosten der Unterkunft rechtsicherer auszugestalten ist überfällig und auch die tatsächliche Übernahme der Kosten einer Unterkunft (insbesondere bei angemessenem Wohnraum).

Der öffentlich geförderte Arbeitsmarkt soll entfristet werden und damit die Teilhabe für langzeitarbeitslose Menschen dauerhaft ermöglicht werden.

Zu begrüßen ist auch, dass vorrangig durch Aus- und Weiterbildung unterstützt werden soll, anstatt Vermittlung in ggf. Niedriglohnbereiche um jeden Preis.

Was ist kritisch zu betrachten?

Hartz-IV wurde als Übergangslösung entwickelt. Langzeitarbeitslosigkeit sollte schnell überwunden werden. Hier fehlen Impulse und Vorschläge einer integrierenden Arbeitsmarktpolitik, wie Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig abgebaut werden kann. Wie die angedachte Neuausrichtung „Beratung auf Augenhöhe“ umgesetzt werden soll, ist noch nicht zu erkennen.

Was fehlt?

Gemäß Koalitionsvertrag scheint es vorrangig eine Begriffsänderung, es sind keine Anstrengungen erkennbar, den Regelsatz zu erhöhen, wie es vom BVerfG angemahnt wurde. Nicht einmal ein Inflationsausgleich ist dem Koalitionsvertrag zu entnehmen. Damit ist die Existenzsicherung in keiner Weise verbessert.

Erleichterungen für erstmalige Hartz IV-Empfänger*innen

Die Schonfristen sind mit Sicherheit Erleichterungen für Menschen, die erstmalig einen Antrag auf Grundsicherung stellen. Nach 24 Monate sind dann Schonvermögen und Wohneigentum – lt. Koalitionsvertrag – nicht mehr geschützt. Hier braucht es bessere Lösungen, um aus dem Leistungsbezug wieder raus zu kommen.

Die Pandemie hat deutlich gezeigt, dass ein vereinfachtes Antragsverfahren für alle hilfreich ist.


Kontakt zur Aufbaugilde Heilbronn gGmbH

Aufbaugilde Heilbronn gGmbH

Hans-Rießer-Straße 7
74076 Heilbronn

Telefon:  +49 7131 770 0
E-Mail:    info@aufbaugilde.de

Informationen zur Aufbaugilde Heilbronn gGmbH

Die Aufbaugilde Heilbronn gGmbH ist ein diakonisches Sozialunternehmen und seit vielen Jahren in den Bereichen Wohnungslosenhilfe, Arbeitslosenhilfe, Suchtkrankenhilfe und Schuldnerberatung tätig, zudem in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Qualifizierung und vermittlungsorientierte Zeitarbeit.


Ich kenne die Aufbaugilde schon aus meiner Jugendzeit, als Freunde über die Aufbaugilde ihren Platz im „ersten Arbeitsmarkt“ gefunden haben. Hannes Finkbeiner habe ich dann bei meiner Rückkehr nach Heilbronn näher kennengelernt, da wir zu Nachbarn wurden und so bereits die eine oder andere unterhaltsame Stunde zusammen verbringen konnten.

So bin ich nun mehr als erfreut, dass er jetzt auch auf diesem Weblog Beiträge schreibt.

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