Europa

9.9.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Europa | © Shutterstock

4. Impfung

Bereits am gestrigen Morgen durften meine bessere Hälfte und ich unsere inzwischen vierte COVID-19 Impfung empfangen. Den ganz neuen Impfstoff soll es zwar erst später geben, dennoch entschieden wir uns für diese Impfung, da die dritte bereits etwas länger zurückliegt.

Erstaunlich dabei ist, dass es meine bessere Hälfte gestern Nacht dann so richtig gebeutelt hat, obwohl wir beide erst im Mai eine COVID Infektion überstanden hatten. Ich bekam die gleiche Impfung und fühle mich heute (noch) im Gegensatz zu meiner besseren Hälfte erstaunlich gut.

Dies kann daran liegen, dass mein Dienstherr schon vor Langem dafür gesorgt hatte, dass mein Impfbuch das Who-is-Who der Pharmaindustrie ist oder, wie es ein freundlicher Arzt von nebenan so schön formulierte, was nicht in meinem Impfbuch aufgeführt ist, gibt es nicht.

Wahrscheinlicher aber ist, dass mein Immunsystem auch nicht mehr das jüngste ist. Und so nehme ich mir wieder einmal vor, mich etwas mehr um meinen eigenen Körper zu kümmern.

Gespräch

Gestern konnte ich wieder einmal mit Thomas Aurich zusammensitzen, was mich immer wieder fasziniert, denn er ist eine permanente Quelle neuer Ideen und Vorschläge, um unsere Stadt noch attraktiver zu machen.

Dieses Mal ging es um das Thema einer Markthalle für Heilbronn, die wir beide schon länger befürworten. Und so war es für mich sehr interessant, von einem Fachmann zu hören, was für Kriterien beachtet und welche Notwendigkeiten vorliegen müssen, um eine Markthalle in Heilbronn überhaupt erfolgreich betreiben zu können.

Zudem war es für mich sehr interessant zu hören, wie er erfolgreiche Markthallenkonzepte anderer Städte einordnet, welche ich selber kenne und bisher nur aus Kundensicht beurteilte. Er dürfte hingegen darüber erstaunt gewesen sein, wie ich mir eine Markthalle in Heilbronn vorstellen könnte. Letztendlich aber werden der Investor und der Betreiber entscheiden müssen, wie eine solche Markthalle in Heilbronn auszusehen hat, denn vom Drauflegen können nur die wenigsten Mitbürger existieren.

Sehr gefreut hat es mich, dass wir unabhängig voneinander eine ähnliche Idee für das Kirchhöfle entwickelt hatten, leider aber werden wir beide hier unserer Zeit um ein paar Jahrzehnte voraus sein.

Spannend war es für mich, von ihm über die Sorgen und Nöte der Heilbronner Gastronomen zu hören, und wie man schon mit kleinen Aktionen seitens der Stadt doch so einiges sehr schnell und unbürokratisch lösen könnte, wenn man nur wollte.

Leider war unser gestriges Gespräch wieder einmal viel zu kurz, dennoch gab er mir viele neue Ideen mit auf den Weg, über die ich in den kommenden Tagen wohl noch öfters nachdenken werde.

Europa

„Kommt Heilbronn nicht zu Europa, dann muss Europa halt zu Heilbronn kommen.“ — Wohl jeder kennt dieses uralte Sprichwort. Und so habe ich mich nun dazu entschieden, meinen Heilbronner Mitbürgern Europa durch klitzekleine Aktionen etwas näherzubringen.

Und vielleicht motiviert dies den einen oder anderen Bürger selber etwas mehr, um in Sachen Europa aktiv zu werden. Dazu bedarf es auch keiner Großkundgebung oder einer Veranstaltung mit Millionenetat! Und wir können sehr lange und wohl auch vergebens darauf warten, dass sich ein Heilbronner VIP zu Europa bekennen wird und damit ganz von alleine andere Mitbürger motiviert, sich etwas mehr für Europa zu engagieren.

In kaum 20 Monaten sind die nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament und bis dahin brennt es in ganz Europa zwar weiterhin munter an allen Ecken und Enden, was aber niemanden darüber nachdenken lässt, wie man diese Feuer gemeinsam und gesamteuropäisch löschen könnte; schon gar nicht in Heilbronn!

Um dies gegebenenfalls zu ändern, werden wir Europäischen Föderalisten nicht nur mit den 6. Hertensteiner Gesprächen mitten in die Stadt kommen und dort für alle sichtbar über die Zukunft Europas diskutieren, sondern ich werde als Heilbronner Bürger zudem damit beginnen, mit kleinen Aktionen — ähnlich dem „Guerilla Gardening“ — auf Europa aufmerksam zu machen.

So bin ich gespannt darauf, ob dies überhaupt bemerkt werden wird und noch mehr, ob ich in Heilbronn Nachahmer finden werde. Und wenn ich ganz viel Glück habe, dann wird sich später vielleicht sogar die Stadtverwaltung dazu durchringen und die eine oder andere Europaflagge in Heilbronn hissen.

Sie sehen, ich wage noch zu träumen!


Markthalle in Rotterdam

Markthalle 4.5 (2)

Beitragsfoto: Markthalle in Rotterdam | © Shutterstock

Als ich am 13. Februar 2018 vor der letzten Gemeinderatswahl die schon etwas ältere Idee einer Markthalle in Heilbronn wieder ins Spiel bringen wollte, wurde diese Idee selbst nur von wenigen Freien Wählern aufgegriffen. Irene Seeburger machte mich dabei darauf aufmerksam, dass die Freien Wähler bereits im Wahlkampf des Jahre 2014 vergeblich eine Markthalle ins Spiel gebracht hatten. Und so konnte ich 2019 mit dieser Idee leider weder bei den Heilbronnern noch bei den Parteien im Heilbronner Gemeinderat punkten.

Gefreut hat es mich dann doch, als die Freien Wähler am 9. September 2019 die Entwicklung des „Reim-Areals“ und den Bau einer Markthalle erneut im Gemeinderat beantragt haben; leider wieder vergeblich.

Und so freut es mich heute umso mehr, dass im Vorfeld zur Gemeinderatswahl 2024 nun nicht nur die Freien Wähler sich für eine Markthalle in Heilbronn einsetzen wollen, sondern auch Teile der CDU und der FDP von der Idee einer Markthalle in Heilbronn begeistert zu sein scheinen.

Neu dabei ist, dass manche Heilbronner sogar das Wollhaus als möglichen Standort für eine Markthalle ins Spiel bringen. Wahrscheinlich aber wäre dann selbst eine kombinierte Lösung Käthchenhof und Reim-Areal für eine Markthalle die günstigere Variante.

Wenig überraschend dabei ist, dass doch so einige Stadträte zuerst an eine Weinstube oder gleich mehrere Weinstuben denken, wenn sie von einer Markthalle sprechen. Begrüßenswert aber der Gedanke, dass man sich vorab auf ein gemeinsames Konzept für eine Markthalle einigen möchte. Ich gebe aber zu bedenken, dass ein potentieller Investor hierbei die Federführung haben sollte — nämlich diesem dann ca. fünfzig unterschiedliche Weinstuben als Markthallenkonzept verkaufen zu wollen, dürfte schon im Ansatz scheitern.

Aussagen wie „Heilbronner Markthalle muss lokale Themen wie Wein berücksichtigen“ oder „Schließlich gilt es, im Angebot einer Markthalle auch die Eigenheiten der Region zu integrieren.“ die im Zuge einer „Delegationsreise“ von Heilbronn Gemeinderäten, Händlern, Gastronomen und Marketing-Experten zu Städten mit bereits attraktiven Markthallen aufkamen, lassen Schlimmes befürchten und werden wohl auch mögliche Investoren abschrecken.

Zudem gibt Herbert Burkhardt in seinem Beitrag vom 21. Februar 2022 zu bedenken, dass es „mit dem Reim-Areal erst etwas werden kann, wenn die (Rest)Grundstückseigentümer irgendwann ein Einsehen haben und ihre Fläche zur städtebaulichen Entwicklung (mit einer Markthalle) in das Konzept mit einbringen.“

Auf jeden Fall aber stehen die Freien Wähler und auch ich weiterhin fest zu unserer Forderung nach einer Markthalle in Heilbronn.

Eine Markthalle kann in Heilbronn aber erst dann etwas werden, wenn die große Mehrheit im Gemeinderat und auch die Stadtverwaltung hinter der Idee einer Heilbronner Markthalle stehen. Und im Falle dass wir die Markthalle nicht als Stadt bauen wollen, sondern dafür einen Investor suchen, sollten wir diesen nicht vorab bereits mit unnötigen „lokal-politischen“ Auflagen abschrecken.

Nachtrag 5.9.2022

Thomas Aurich machte mich darauf aufmerksam, dass der erste Vorschlag zu einer Markthalle vom Verkehrsverein Heilbronn um die Jahrtausendwende kam.

„Good companies will meet needs; great companies will create markets.“

Philip Kotler, zitiert in Stuart Crainer, The 75 Greatest Management Decisions Ever Made (1999: 37)

Architekt

Baustellen 5 (4)

Beitragsfoto: Architekt | © Pixabay

Manche Dinge dauern einfach immer etwas länger, und so gibt es auch in Heilbronn Sachen und Angelegenheiten, die man schon etwas länger gerne gehabt oder aber auch nur halbwegs gelöst hätte. Die Frankenbahn oder die Saarlandstraße dürften mit die bekanntesten Heilbronner Baustellen sein. Um das Ganze einmal ein wenig zu sortieren und vielleicht auch ein wenig besser aufzubereiten, möchte ich diese Baustellen in einem einzigen Blog-Beitrag zusammenfassen.

Ich fange damit heute einfach einmal an und baue darauf, dass mir weitere interessierte Heilbronner bei der Komplettierung helfen werden. Die Baustellen werden dabei alphabetisch und nicht gemäß ihrer Bedeutung, ihrer Dringlichkeit oder gar ihres Alters gelistet. Und wenn Sie selbst zu einer Baustelle einen Beitrag schreiben möchten, dann lassen Sie mich dies bitte wissen.

Europahaus

Nachdem sich die Experimenta in Heilbronn etabliert hat, hatte ich nochmals kurz gehofft, dass die Idee einer zielgerichteten politischen Bildung und staatsbürgerlichen Weiterbildung auch in Heilbronn Früchte tragen könnte.

Bereits 2014 und erneut 2017 schrieb ich zu diesem Thema auch hier im Weblog.

Europaplatz

Das Thema in Heilbronn für das ich die meisten Anfragen erhalte. Aber auch ich bekomme seitens des Gemeinderates oder der Stadtverwaltung keine Antworten. Bestenfalls wird man vertröstet, so dass man sich schon sehr lange fragen muss, wann denn eine erneute Umwidmung erfolgt.

Auch hierzu habe ich bereits einen eigenen Blog-Beitrag geschrieben.

Flutlichtanlage Neckarstadion

Fußball spielt in Heilbronn schon lange keine Rolle mehr, und unsere Sportstätten zeichnen sich insgesamt ebenfalls nicht durch Erstklassigkeit aus.

Fontaine bei der Neckarbühne

Nicht einmal das bekommen die dafür Verantwortlichen geregelt. Wir lernen aber ganz gut daraus, dass man sich vorher Gedanken machen sollte, bevor man anfängt, Projekte umzusetzen.

Frankenbahn

Diesem Thema habe ich bereits im Januar 2006 auf diesem Weblog einen eigenen Beitrag gewidmet. Und die Frankenbahn zieht sich seither wie ein roter Faden durch weitere Beiträge.

Fußgängerzonen in der Kernstadt

Seit die Diskussionen um die erste Fußgängerzone begonnen haben, ist dies ein sehr leidiges Thema. Inzwischen kann man selbst bei den bestehenden Fußgängerzonen höchstens noch von verkehrsberuhigten Straßen sprechen, und notwendige Erweiterungen werden weiterhin vehement verzögert und verschleppt.

Großveranstaltungshalle

Man darf doch noch träumen dürfen. Ich habe diesbezüglich im Dezember 2019 eine Idee kundgetan.

Hafen / Hafenbahn

Es ist jammerschade mit ansehen zu müssen, wie kritische Infrastruktur einer Industrie- und Handelsstadt vernachlässigt und heruntergewirtschaftet wird.

Hausboote

Hierzu schrieb ich bereits im Februar 2020 einen Blog-Beitrag. Dieser wurde auch ganz gut aufgenommen. Leider ist dies kein Thema bei den Befürwortern eines „Stadt am Fluss“ Konzeptes. Mit der Ankunft des Neckar-Käpt’ns in Heilbronn kommt aber vielleicht zumindest bei den Boots-Gaststätten etwas Schwung in die Angelegenheit.

Intercity-Halt

Ich denke schon gar nicht mehr an einen Trans-Europ-Express oder einen EuroCity, ganz zu schweigen von einem ICE oder einer internationalen Nachtzugverbindung. Ich wäre inzwischen schon damit zufrieden, wenn in Heilbronn Intercity Züge halten könnten und auch würden.

Da ich jahrzehntelang selbst Pendler war, weiß ich um die Bedeutung einer solchen Zuganbindung. Sehr viele Heilbronner können deswegen auch nicht in Heilbronn bleiben, weil sie keine Chance haben, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeitgerecht an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.

Markthalle

Jüngst ist die Markthalle wieder einmal im Gespräch. Ganz aktuell dabei ist der Beitrag von Herbert Burkhardt. Mein Beitrag hierzu stammt vom Februar 2018.

Neue Kranenstraße

Mit der Entwicklung des Neckarbogens wurde diese Straße zur absoluten Notwendigkeit, um neben der Paula-Fuchs-Alle eine zweite Anbindung an diesen Stadtteil zu erhalten.

Quartiersgaragen

Wohl eine dringende Notwendigkeit in alten bis älteren Stadtvierteln, die noch geplant wurden als es keine Autos gab. Warum man nun damit anfängt, diese gerade in neuen Stadtvierteln zu realisieren, entzieht sich bisher meinem Verständnis.

Saarlandstraße

Viele altergraute Stadträte konnten mir diesbezüglich schon die besten Geschichten erzählen, leider aber hat sich bisher noch keiner getraut, darüber auch einen Beitrag hier auf diesem Weblog zu schreiben.

Surferwelle im Neckar

Bei einem Spaziergang im letzten Jahr erzählte mir Thomas Aurich von seiner Idee einer Surferwelle im Neckar. Auch dieses Thema scheint gerade wieder aktuell zu werden.

Universität

Ein Schild alleine macht noch keine Universität. Und das Wort hat übrigens auch etwas mit Universalität an sich zu tun.

Zum Thema schrieb ich im Januar 2010 einen eigenen Blog-Beitrag.

Waldhaus

Dem ehemaligen Waldheim der Arbeiterwohlfahrt wurde zwar durch viele Ehrenamtliche neues Leben eingehaucht, dennoch besteht hier eindeutig weiterer Sanierungsbedarf.

Mehr zum Waldhaus findet man auf der Vereinsseite.