Donald Trump

1.6.02024 5 (6)

Beitragsfoto: Verbrecher & Spitzenkandidat Donald Trump | © M. H. from Pixabay

Erkenntnis

Der heutige Aufmarsch kampfbereiter Russen mit ihren militärischen look-alike Fahrzeugen nahe der Fußgängerzone ließ mich kurz aufhorchen, dann stellte sich aber heraus, dass es sich nur um das Aufbaukommando des AfD-Infostandes handelte. Und während die AfD-Galionsfiguren ihren Stand aufbauten, wurde ich von einem Russen-Deutschen auf das Übelste beschimpft — was man halt so macht, wenn man zusammen mit einer Wodkaflasche genächtigt hat.

Ganz ohne Frage, die AfD ist zur Sturmabteilung Wladimir Putins verkommen, wohl auch deswegen distanzieren sich die europäischen Faschisten immer mehr von dieser Partei — einmal abgesehen vom widerlichen Rassismus, der selbst einer Marine Le Pen zu viel des Guten ist.

Interessant dabei auch, dass sich damit das linke Lager in Deutschland weiter ausdünnt — aus russischer Sicht haben sie ihre Aufgabe erfüllt — und deren Spitzenleute nun in Richtung AfD wandern. Man mag mir jetzt vorwerfen, dass ich ein Anhänger der Hufeisentheorie sei, ich sehe das aber viel pragmatischer, denn Putin bündelt so langsam aber sicher die totalitaristischen Kräfte in Deutschland, um im Falle einer weiteren Eskalation des russischen Angriffskrieges auf eine schlagkräftige fünfte Kolonne zurückgreifen zu können. Die Kunst ist es dabei, bei uns linke wie rechte Schläger unter einen Hut zu bekommen; in Russland hat das bereits ganz gut geklappt.

Überraschung

Noch kurz vor dem Urteil gegen Donald Trump hatte ich mich in einem Telefonat dahingehend geäußert, dass ich nicht an eine Verurteilung eines ehemaligen US-Präsidenten glaube. Und so hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich mich von dieser zumindest für mich sehr positiven Überraschung erholen konnte. Noch überraschter war ich darüber, wie sich trotz eines Urteils eines unabhängigen Gerichts die Reihen der GOP hinter einem nun auch ganz offiziell Kriminellen schließen.

Jede Partei, die zwischen guten und bösen Kriminellen unterscheidet und dies alleine aufgrund des Parteibuchs, hat ihre eigene Glaubwürdigkeit verloren. Das gilt überall, und so habe ich auch eine Teilnahme an einer SPD-Veranstaltung in Heilbronn abgesagt, denn die Vertreter dort unterscheiden inzwischen ganz offiziell zwischen guten und bösen Nazis.

Das Problem in beiden Fällen, deren Mitglieder sind entweder zu dumm oder zu unanständig für einen Rechtsstaat. In Deutschland tippe ich auf die Folgen einer völlig verfehlten Bildungspolitik, da man bei uns bereits schon in den ersten Krankenhäusern, Arztpraxen oder Apotheken selbst tödliche Krankheiten mit Globuli und Warzenbesprechungen zu behandeln beginnt.

Informationsstände

Gestern konnte ich auf dem Kiliansplatz zusammen mit anderen Europäischen Föderalisten und weiteren Europabegeisterten ganztägig für Europa und eine möglichst hohe Wahlbeteiligung werben. Eine sehr erfreuliche Veranstaltung, wobei sämtliche Gespräche äußerst positiv verliefen. Erfreulich auch die Begegnung mit einem städtischen Mitarbeiter, welcher in echt weit sympathischer ist, als es der vergangene Schriftverkehr erahnen ließ. Und so sind Informationsstände auch für die Standbesatzungen immer wieder eine Bereicherung.

Abends konnte ich noch in die Zeitung von heute gucken und musste dabei feststellen, dass wir Freien Wähler bei der aktuellen Präsentation aller Parteien und Wählergruppen vergessen wurden. Heute geht es sogleich mit dem letzten Informationsstand der Freien Wähler vor der Wahl in der Fleiner Straße weiter und so bin ich einmal gespannt darauf, ob wir auf den Stimme-Artikel angesprochen werden.

Nachtrag

Kein Infostandbesucher erwähnte unser Fehlen im Stimme-Artikel, nicht einmal die Wahlkämpfer der Parteien. Und so blieb es nur ein Thema zwischen Herbert Burkhardt und mir.


Reparaturarbeiten

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Beitragsfoto: Reparaturarbeiten | © Herbert Burkhardt

Verschiedenes

Heute kann man wieder einmal in der Heilbronner Stimme (31.5.2024: 24) lesen, dass ein paar Gemeinderäte für eine Markthalle seien, auch wenn diese bisher sämtliche entsprechenden Versuche boykottiert haben. Und so freue ich mich jetzt einmal darüber, dass zumindest die im Stimme-Artikel erwähnten Gemeinderäte nun wohl zukünftig für eine Markthalle stimmen werden. Da wir als Stadt inzwischen dringendere Prioritäten haben und so schnell auch kein privater Investor nach Heilbronn kommen wird, dürfte dies aber solch eine unrealistische Angelegenheit sein, dass sich der gesamte Gemeinderat ohne Probleme für eine Markthalle aussprechen kann.

Gestern konnte ich zusammen mit Sieglinde und Herbert Burkhardt einen Bauzaunbanner neu aufstellen, was man halt so macht, wenn man einen Blog-Beitrag schreiben, in Ruhe ein Buch lesen oder eine Vorlesung vorbereiten wollte. Danach laß ich dann in der Stimme (31.5.2024: 27), dass auch andere Gruppierungen Probleme mit Randalieren und verschwundenen Plakaten haben, was ich sehr bedauere. Spannend auch, dass die Stadtverwaltung darauf besteht, dass sie neutral sei. Erst vor zwei Tagen fuhr eigens ein städtischer Bediensteter im Auftrag eines Bürgermeisters bei meinen Eltern vor und fotografierte dort zwei Plakate auf Privatgrund. Wäre er ein wenig weiter gefahren, hätte er zudem weitere Plakate einer Gemeinderätin fotografieren können, dafür hatte er wohl aber keinen Auftrag. Jetzt bin ich einmal gespannt, ob ich eine weitere Abmahnung erhalte? Gemäß Claudia Küpper, der städtischen Pressesprecherin: „Hinweisen auf Standorte, die gegen die Vorgaben verstießen, gehe die Verwaltung nach und fordere gegebenenfalls die Verursacher zur Beseitigung beziehungsweise zur Umhängung der Plakate auf.

Unsere Hinweise auf entsprechende Verstöße, die wir in Verteidigung unserer angeblich falsch gehängten Plakate an die Stadt und die betroffenen Parteien gemeldet haben, wurde auch nach vier Wochen noch nicht nachgegangen oder aber man nimmt das Küppersche „Gegenbenenfalls“ nur bei uns Freien Wähler ernst. Wohl deshalb schreibt Joachim Friedl zum Schluss: „Auf die Vorwürfe der Freien Wähler (wir berichteten) gab es aus dem Heilbronner Rathaus keine Erklärung.“

Rundschreiben

Meine beiden üblichen Rundschreiben sind seit gestern im Umlauf. Wer eines davon vermisst, sollte nochmals in seinem Posteingang nachschauen. Allerdings erhalt man das Freie Wähler Rundschreiben nur dann, wenn man dort auch Mitglied ist.

Beim monatlichen Rundschreiben der EUROPA-UNION habe ich mir ein Wort zur Wahl erlaubt, welches Sie nun auch hier finden:

Als Kreisvorsitzender möchte ich die Gelegenheit ergreifen und auf die Bedeutung der kommenden Wahlen, angefangen von jenen auf der lokalen Ebene bis hin zum Europäischen Parlament hinweisen. Nur sehr wenige unserer Mitglieder können zudem noch im November 2024 den kommenden US-Präsidenten wählen.

Wahlen sind immer wichtig und wer nicht wählen geht, der zählt auch nicht! ABER dennoch sind die Wahlen in diesem Jahr besonders wichtig: der nächste US-Präsident wird über das Wohl und Wehe der Westlichen Welt insgesamt entscheiden. 

Und wir Unionsbürger könnten bei der Wahl zum Europäischen Parlament tatsächlich darüber mitentscheiden, ob wir noch eine und vielleicht sogar die allerletzte Chance für einen Europäischen Bundesstaat bekommen werden — insgesamt haben wir alle über sämtliche Parteigrenzen hinweg die letzten gut 70 Jahre einfach nur verspielt.

Zumindest aber liegt es an uns allen zu entscheiden, ob europa- und demokratiefreundliche Parteien weiterhin Oberhand im Europäischen Parlament behalten werden — zumindest an dieser Frage sollten wir nicht scheitern!

Bei den lokalen Wahlen sieht es noch viel trauriger aus, denn dort sind antidemokratische Parteien und Wählergruppierungen längst bei uns Wählern hoffähig geworden: „Eigentlich sind die lokalen Neonazis gar nicht so schlimm“ bis hin zu „Es wird Zeit, dass ein Adolf Hitler hier wieder aufräumt“ konnte nicht nur ich des öfteren im Wahlkampf hören. Und wohlstandsverdorbene Kinder singen in den Bars und Bierfesten in Deutschland auf und ab oftmals nur das nach, was sie von ihren Eltern zuhause aufgeschnappt haben!

Schlimmer noch, kaum ein Gemeinderat schämt sich noch darüber, dass er selbst jahrelang mit einem Alt-Nazi und SS-Mann gekungelt und gefeiert hat, man behält ihn sogar in bester Erinnerung (in Heilbronn gold gerahmt!). Ganz im Gegenteil, man hat inzwischen auch mit Neo-Nazis keine Probleme mehr, denn die sind doch demokratisch gewählt. 

Wenn wir Bürger jetzt bei diesen Wahlen nicht ganz genau aufpassen, bedarf es demnächst nicht einmal mehr eines Ermächtigungsgesetzes!

Musikvideo

Sebastian Schaffer und Philipp Rhein covern das Lewis Capaldi-Lied „Someone You loved“ von 2018. Die Klavierballade erschien erst als Download, war dann die dritte Single seines zweiten Extended-Play-Albums „Breach“ (2018) und kam anschließend auch auf sein Debütalbum „Divinely Uninspired to a Hellish Extent“ (2019). 


Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

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Beitragsfoto: Rathaus Heilbronn | © Shutterstock

Flopp

Da planen plötzlich „berufene Europäer“ in Heilbronn eine Europaveranstaltung nach der anderen und dies ganz an der EUROPA-UNION Heilbronn vorbei, worüber wir uns natürlich freuen, denn es kann nach unserer Meinung nie zu viele proeuropäische Veranstaltungen geben.

Dumm nur, dass die eine oder andere Veranstaltung nun zu floppen droht. Und jetzt, sprichwörtlich fünf vor Zwölf, fragt man die EUROPA-UNION an, ob sie nicht in die Bresche springen könne — wie tief können manche Menschen bloß sinken?

Wo(für) steht die SPD?

Manche Heilbronner Genossen sollten es sich einmal überlegen, auf welcher Seite der Geschichte sie eigentlich stehen möchten, spätestens dann, wenn Heilbronner Journalisten beginnen, sich wie Brigitte Fritz-Kador die Finger zu einem ganz bestimmten Thema wund zu schreiben, wenn zwei Stadträte einen entsprechenden Antrag stellen — hinter dem ich als Freie Wähler Vorsitzender zu 100 % stehe — und zudem SPD-Mitglieder außerhalb Heilbronns nur noch noch mit den Köpfen schütteln.

Auch wenn nun am Samstag beim Info-Stand einige SPD-Mitglieder auf mich zukamen und darüber verhandeln wollten, wie man den Nazi-Hoffmann doch noch retten könne oder wenn man ihn dann doch abhängt, dafür andere SPD-Mitglieder eigene Straßennamen in Heilbronn bekommen könnten, ist es jetzt für solche Spielchen wirklich zu spät!

So lange Hans Hoffmann noch im Rathaus hängt, sollten sich die Heilbronner Genossen lieber schämen, wenn sie uns Bürgern etwas über Verteidigung der Demokratie oder gar Anstand erzählen wollen.

Unverständnis

Ich kann es ja noch nachvollziehen, dass ich jüngst von der Volkshochschule als Vorsitzender der EUROPA-UNION ausgeladen wurde, um dort einen Vortrag über Europa zu halten und dies mit der Begründung, weil ich ganz überraschend (!) für den Gemeinderat kandidiere und jetzt ein SPD-Mitglied den Vortrag hält, denn die SPD befindet sich allgemein bekannt überhaupt nicht im Wahlkampf. Auch verstehe ich es voll und ganz, wenn ich diesbezüglich auch nicht bei den SPD-Senioren willkommen bin, denn die waren noch nie für ein geeintes Europa zu haben. Und wenn die Genossen einmal jemanden auf dem Kieker haben, dann machen die keine halben Sachen.

Was ich dann aber doch nicht verstehe ist, warum sie sich jetzt auch noch auf den Verein der EUROPA-UNION einschießen. Erst wurde die langjährige Beteiligung der EUROPA-UNION Heilbronn bei der Europawahlkampagne des Landes in der Heilbronner Stadtzeitung „unterschlagen“ und jetzt wird die EUROPA-UNION zugunsten dort normaler Weise nicht beteiligter SPD-Größen auch noch in der Heilbronner Stimme nicht erwähnt; meine Nachfrage ergab, dass man eine Meldung der Stadtverwaltung übernahm.

Sehr geehrter Herr J.,

über meine Frau und über die Heilbronner Stimme bekam ich Ihren Artikel zugesandt.

Dieser Artikel ist inhaltlich nicht ganz richtig. Die EUROPA-UNION Heilbronn unterstützt diese Kampagne des Staatsministeriums von Anfang an und war dort auch immer mit einem Infostand und mehreren Helfern vertreten.

Deshalb nehmen wir es als Mitglieder der EUROPA-UNION mit großem Erstaunen zur Kenntnis, dass die EUROPA-UNION in Ihrem Bericht als auch in der Weiterleitung an die Heilbronner Stimme keine Erwähnung findet. 

Als Heilbronner Bürger werde ich es nicht hinnehmen, dass im Mitteilungsblatt der Stadt Halbwahrheiten berichtet werden. Deswegen nehme ich Gemeinderäte meines Vertrauens und einen beteiligten Redakteur der Heilbronner Stimme mit in Kopie.

Mit freundlichen Grüßen
Heinrich Kümmerle

E-Mail an die Stadt Heilbronn, 27.5.2024

Auch wenn ich damit nicht alleine bin, denn auch andere nicht parteilich organisierte ehrenamtliche Heilbronner Vereinsvorsitzende stehen sehr schnell auf der Abschussliste von Heilbronner Fraktionsvorsitzenden, wenn diese nicht die Spielchen der alten Gaffenberg-Mafia oder gar der erlauchten Hasenmahl-Gesellschaft mitmachen.

Deswegen kann man es verstehen, wenn sich immer weniger Heilbronner finden, die noch unbezahlte Ehrenämter oder gar Vereinsvorsitze übernehmen wollen — man macht es uns einfach unerträglich!