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Blogroll

Ich habe gerade beim Weblog-Stöbern — ein viel besserer Zeitvertreib als die doch so kommerziellen Social Media — wieder einmal eine Blogroll gesehen. Als erstes wollte ich diese auch gleich durchschauen, aber dann dachte ich daran, dass ich heute doch noch so einiges vorhabe und ließ es bleiben. Jetzt bin ich gespannt darauf, wann meine Neugierde zu groß werden wird und ich darauf zurückkommen werde. Die „Zwischentage“ bieten sich da bestimmt gut dazu an.

Auf jeden Fall habe ich jetzt aber wieder einen Floh mehr im Ohr und überlege mir, ob so eine Blogroll auch etwas für mein Weblog ist — wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich so eine Blogroll auch schon das eine oder andere Mal.

Wenn ich mich weiter erinnere, dann kamen die Blogrolls aus der Mode, weil sie von den Google Algorithmen als eine Art „Spamming“ angesehen wurden, und damit dem allseits so beliebten SEO zum Opfer fielen. Dabei sind sie doch noch heute in erster Linie gute Tippgeber für Weblog-Leser und ein guter Einstieg in die Welt der Weblogs.

Und wer sich damit näher beschäftigt, wird staunen, wie viele Weblogs doch noch so im World Wide Web zu finden sind. Ich meine, diese Welt ist wesentlich interessanter und oftmals auch spannender als die Twitter und Co. „Zwitschereien“, welche nicht nur immer mehr kommerzialisiert werden, sondern auch meist nicht allzu sehr zielführend sind.

Mülleimer

Jüngst setzen sich einige Stadträte der Freien Wähler, u.a. Marion Rathgeber-Roth, für mehr Mülleimer innerhalb des gesamten Stadtgebietes ein. Leider stehen solche — bei uns durchaus notwendigen — Maßnahmen nicht im Fokus der Stadtverwaltung.

Hier sind unsere Stadträte ganz offensichtlich wieder näher am Bürger als unsere eigene Verwaltung, die wohl weiterhin vom „Idealbürger“ ausgeht. Auch ich bedauere es sehr, dass es nötig ist, in unserer Stadt für mehr Mülleimer und Hundekotbeutelspender einschließlich entsprechender Entsorgungsbehältnisse zu sorgen.

Wir Heilbronner sollten lieber wieder zur alten Tradition der Müllvermeidung zurückkehren. Noch heute ist es mir unverständlich, dass ein Einheimischer überhaupt auf öffentliche Mülleimer zurückgreifen muss. Noch unverständlicher ist es mir, dass diese Mitbürger dann nicht einmal in der Lage sind, ihren Müll in solchen auch zu platzieren.

Meines Erachtens liegt die Lösung alleine in der vermehrten Bildung unserer Mitmenschen und bis dahin bei drakonischen Strafen, die so richtig, ich meine wirklich richtig, weh tun — gerne ab 500 Euro aufwärts je Kippe etc. Selbstverständlich müssen diese dann auch durchgesetzt werden!

Kernstadt

Erfreulich ist, dass die wenig ansprechende Situation der Heilbronner Kernstadt so langsam in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt — sollte es auch, denn dies ist für alle Heilbronner eine sehr ernste Angelegenheit.

Gut ist auch, heute in der Heilbronner Stimme zu lesen, dass die Verantwortlichen jetzt auch Punkte thematisieren, die uns Heilbronnern bereits Jahrzehnte bekannt sind. „Heilbronn kenne man ja nur von der Autobahn aus und den zwei Kühltürmen.“ (Stefan Ernesti, Heilbronner Stimme v. 16.12.2021: 24)

Weniger gut ist, dass die Verantwortlichen weiterhin sämtliche Verantwortung von sich weisen; „alle“ sind schuld an der Misere, nur nicht die, die von uns dafür bezahlt werden, dass Heilbronn wieder zu einer lebenswerteren Stadt wird.

Und gerne nochmals: Großinvestoren sind gut für die Schau und schmücken auch so manchen OB, aber eine Stadt lebt von den Investitionen ihrer Bürger. Und diese Bürger können und wollen nur dann investieren, wenn die Stadtverwaltung für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgt und diese dann auch über Jahrzehnte hinweg garantiert. Denn eine Heimatstadt ist kein kurzfristiges Spekulationsobjekt oder gar ein Steuervermeidungsmodell!

Traurig ist, dass die verbliebenen Heilbronner Immobilienbesitzer, die, über Jahrzehnte hinweg, versuchen ihre Objekte in Schuss zu halten, nicht nur unter dem Wegfall der notwendigen Ruhe und Ordnung in der Kernstadt sowie dem Mangel an Sauberkeit zu leiden haben, sondern auch immer öfters Opfer von Mietnomaden oder Miet-Vandalen werden.

Wenn man, wie es in den USA beispielhaft zu sehen war, die Kernstädte bewusst ruiniert, und dies wahrscheinlich nur, um Großinvestoren später billig zu neuen Objekten zu verhelfen, wird man erkennen müssen, dass diese an verwahrlosten Innenstädten ebenfalls kein Interesse mehr haben. Wie dann solche Innenstädte aussehen, kann man noch heute, z.B. in Detroit und Co. wunderbar beobachten.

Ceterum censeo, wir müssen unsere Fußgängerzonen wieder zu solchen machen! Wir müssen diese sogar auf die Nebenstraßen der Kernstadt erweitern! Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Kfz aller Art, Bettler, Hausierer und sonstige Gestalten die Bürger belästigen! Wir müssen sie wieder sichtlich müllfrei bekommen!

Nicht zu vergessen: das Thema der öffentlichen Toiletten!

Sobald unsere Kernstadt mit einem stimmigen Konzept von den Parkhäusern bis hin zu den kleinsten Läden um die Ecke aufwarten kann, und sowohl Heilbronner Bürger als auch Besucher wieder unbeschwert durch die Stadt flanieren und dort auch, z.B. auf einen Kaffee, verweilen können, wird Heilbronn zu einer Stadt werden, an der man nicht nur winkend auf der Autobahn vorbeifährt.


Leseempfehlung des Tages

Diese kommt heute vom New Yorker und hat das Neinsagen zum Thema. Liana Finck schrieb diesen kurzen Einwurf unter dem Titel „Dear Pepper: The Power of No“ am 1. Dezember 2021.


Geburtstage des Tages

Jane Austen, Wassily Kandinsky und Arthur Charles Clarke

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