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Krankenwesen

Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, außer dass die jüngsten Meldungen über all die vorhandenen Mängel auch den letzten Ignoranten zum Denken anregen. Und meine erste Frage dabei ist auch gleich offensichtlich: was haben all die Gesundheitsminister mit ihren Ministerien die gesamten Jahrzehnte über eigentlich getan? Wohl nur Ringelpiez mit anfassen.

Und wie ich es bereits in anderer Sache erwähnt hatte, lassen sich die Verantwortlichen jetzt für ihre Inkompetenz und Untätigkeit feiern und hauen dabei einen Klopfer nach dem anderen heraus.

Und selbst den Erhalt oder die Beschaffung von notwendigem medizinischen Verbrauchsmaterial kann man vorab regeln, was übrigens zur Mindestanforderung eines zuständigen Ministeriums gehört.

Aber bevor ich in meinen Überlegungen weiter voranschreite, möchte ich an dieser Stelle allen Ärzten, Krankenpflegern und Rettungskräften sowie all den anderen im Krankenwesen Beschäftigten für ihr Engagement danken, welches sie beständig an den Tag legen, obwohl sie seit Jahren mit zu den unterfinanziertesten oder gar unterbezahltesten Beschäftigten in unserem Land zählen.

Auch möchte ich vorher noch kundtun, dass wir im Krankenwesen, oder wie es heute gerne genannt wird Gesundheitssystem, nur eine einzige gesetzliche Krankenkasse benötigen, und damit alleine noch zu entscheiden wäre, ob wir diese gleich auf europäischer Ebene zusammenführen oder doch noch dann aber maximal 27 nationale gesetzliche Krankenkassen unterhalten und finanzieren.

Selbstverständlich sollte es den Menschen weiterhin freigestellt bleiben, dass sie ihre Gesundheit mit privaten Krankenkassen absichern, diese müssen dann aber völlig autark und ohne jegliche staatliche Subventionierung oder gar Rettungsanker operieren, denn den Gewinn zu privatisieren und den Verlust zu vergesellschaften geht einfach nicht!

Nun zu meinen, das Krankenwesen betreffenden, Überlegungen. Auch das Krankenwesen muss föderal von unten nach oben aufgebaut werden, wobei an erste Stelle die Ärzte mit ihren Praxen stehen, danach kommen je nach Bedarf Rettungszentren, Kliniken, dann Krankenhäuser und zuletzt die Zentralkrankenhäuser, die alles anbieten, was die Medizin bieten kann.

Diese Struktur muss sich an der jeweiligen Bevölkerungszahl und dem dortigen Bedarf ausrichten und beständig angepasst werden.

Um auf etwaige nicht vorzusehende Ereignisse, wie z.B. Katastrophen, Epidemien etc. reagieren zu können, muss ab der Ebene Rettungszentren oder Kliniken jede Ebene eine Überkapazität von ca. 5% bis max. 10% vorhalten, für die sie extra aus einem europäischen bzw. nationalen Vorsorgeetat bezahlt wird.

Aus sicherheitspolitischen Erwägungen heraus könnte es sein, dass man zusätzlich noch weitere Kapazitäten vorhält, die zwar dann ebenfalls aus diesem Etat heraus zu finanzieren sind aber alleine aus den obigen Erwägungen heraus innerhalb des Landes aufgebaut werden.

Kern meiner Überlegungen ist aber der folgende, nämlich, dass man im Katastrophenfall nicht das Krankenwesen zu den Kranken bringt, sondern, dass man die Kranken grundsätzlich auf das zuvor aufgebaute Krankenwesen verteilt.

Demzufolge muss neben den Über- und den Vorsorgekapazitäten ein Distributionsapparat vorhanden sein, der Massenanfälle automatisch auf das gesamte Krankenwesen verteilt.

Dieser Verteilungsprozess kann föderal gehandhabt, beständig vonstatten gehen, und muss im Falle von z.B. Pandemien am besten dann gleich europaweit stattfinden.

So können alle vorhandenen Kapazitäten optimal genutzt werden und es werden Situationen wie derzeit in Norditalien oder im Elsass von Anfang an verhindert.

Das ist ganz im Sinne der Kranken, des medizinischen Personals, der staatlichen Stellen und unserer Gesellschaft insgesamt.

Warum es ganz offensichtlich bei den dafür zuständigen Stellen solche Überlegungen weder gab noch heute gibt, bleibt einem diesbezüglichen Laien wie mir unerklärlich.

Ihre Ausreden oder vielleicht sogar Erklärungen können Sie gerne als Kommentar zu diesem Beitrag anfügen.


Bereits am 30. November 1878 merkte William E. Gladstone in einer Rede in Plumstead das Folgende an:

„The disease of an evil conscience is beyond the practice of all the physicians of all the countries in the world.“

William E. Gladstone

Das wirklich Schlimme am Ganzen ist, dass die Verantwortlichen nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben.


Nachtrag:

Man muss die verantwortlichen Minister zur Rechenschaft ziehen!

Jahrelange Untätigkeit, die zudem Tausende Tote kostet, ist eine Straftat. Lesen Sie dazu auch den hier verlinkten Bericht der FAZ.

Verantwortliche Bundesgesundheitsminister seit 2012:

+ Daniel Bahr, FDP (2011 – 2013)
+ Hermann Gröhe, CDU (2013 – 2018)
+ Jens Spahn, CDU (2018 – dato)

Die verantwortlichen „Gesundheitsminister“ in Ihrem Bundesland kennen Sie bestimmt selbst. In Baden-Württemberg sind es:

+ Katrin Altpeter, SPD (2011 – 2016)
+ Manfred Lucha, Bündnis90/Die Grünen (2016 – dato)

Der Verantwortliche für die Stadt Heilbronn ist der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes Dr. Klaus-Peter Axmann.

„James Ross Clemens, a cousin of mine, was seriously ill two or three weeks ago in London, but is well now. The report of my illness grew out of his illness; the report of my death was an exaggeration.“

Mark Twain, Nachricht an den Reporter Frank Marshall White (31. Mai 1897)
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Heilbronn

Märkte & Messen

Märkte gibt es seit Menschengedenken, anfangs dienten sie noch zum Warenaustausch und zum Technologie- und Ideentransfer zwischen den einzelnen Menschengruppen und sorgten so neben dem Fernhandel für die Weiterentwicklung der gesamten Menschheit.

Seit dem Mittelalter war das Marktrecht dann die Vorstufe zum Stadtrecht und sorgte mit dafür, dass sich Städte wie Heilbronn entwickeln konnten.

Später kamen neben den unterschiedlichsten Märkten noch die Messen hinzu, die es den Produzenten und Verkäufern ermöglichten, ihre Waren oder Dienstleistungen prominent zur Schau zu stellen und in Folge davon auch gut zu verkaufen.

Die Märkte und Messen boten dem Besucher zudem nicht nur Speis und Trank, sondern auch weitere Vergnügungen, die letztendlich die Attraktivität der jeweiligen Märkte und Messen weiter erhöhte.

Um den Besuchern das Ganze noch attraktiver zu machen, wurden in den größeren Städten Markt- und Messehallen errichtet, die auch heute noch Massstäbe setzen, wobei besonders die Markthallen vielerorts zu regelrechten Attraktionen wurden und der jeweiligen Stadt internationale Reputation einbrachten.

Inzwischen gibt es durch das Internet und das World Wide Web weitere und für viele Menschen auch weit bequemere Wege, um einzukaufen oder sich über die neusten Produkte und Trends zu informieren. Zudem ermöglichen diese digitalen Märkte und Messen, dass jeder an ihnen und dies auch unabhängig vom eigenen Aufenthaltsort teilnehmen und teilhaben kann.

Diese eigentlich nicht mehr ganz neue Herausforderung kann man dadurch begegnen, dass man zum einen die Vergnügungskomponente erhöht und zum anderen die Kernkompetenz eines Marktes oder einer Messe stärkt.

Da ersteres eher dazu führt, dass man seine eigene Veranstaltung in Konkurrenz zu Festen und Feiern bringt und damit nicht nur in anderen Bereichen „wildert“, sondern Gefahr läuft, den maßgeblichen Standbetreibern ihre eigentliche und für diese auch notwendige Kundschaft weiter zu schmälern.

Deswegen erachte ich es als notwendig, dass man sich wieder den eigentlichen Kernkompetenzen des jeweiligen Marktes oder der jeweiligen Messe erinnert und diese vehement bewirbt und weiter ausbaut. Denn durch die Steigerung der Kernkompetenz erhalten diese Veranstaltungen wieder die notwendige Reputation, um auch gegen ihre digitalen Konkurrenten bestehen zu können, sowie gegenüber den weiteren Festen und Feiern ein Alleinstellungsmerkmal, welches ihre Attraktivität beim gesamten Publikum zusätzlich stärkt.

Feste und Feiern sind zwar ein wichtiger Bestandteil menschlichen Zusammenlebens, es sind seit altersher aber die Märkte und Messen, die Städte ausmachen und insgesamt die Gesellschaft weiterbringen.

251. Pferdemarkt in Heilbronn

„A person who can acquire no property, can have no other interest but to eat as much, and to labour as little as possible.“

Adam Smith, The Wealth of Nations (1776: Buch III, Kapitel 2)
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