Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

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Beitragsbild: Schachfiguren | © Pixabay

Vereine

„Ein lebendiger und funktionierender Verein hat immer Geld.“ Diese Aussage stammt leider nicht von mir, sondern von einem sehr bekannten Parteifunktionär. Anfangs hatte ich diese Aussage nicht so ganz verstanden, nun, da ich selber auf ein paar Jahre Vereinsarbeit in verantwortlicher Funktion zurückblicken kann, trage ich diese Aussage vollumfänglich mit.

Ein Verein ist eine freiwillige Zusammenkunft von Menschen, die eine gemeinsame Beschäftigung oder ein gemeinsames Ziel vor Augen haben. Dabei hängt der Erfolg von der Zahl und dem Engagement der Mitglieder ab, und nicht, wie es jetzt immer häufiger bekannt wird, von Transferzahlungen, die vom Steuerzahler finanziert werden müssen.

Wenn ein Verein nur noch deswegen besteht, weil seine aktiven Mitglieder bezahlt werden — gerne als Aufwandsentschädigungen bezeichnet — und das Ganze extern finanziert wird, muss man sich fragen dürfen, ob das überhaupt (noch) ein Verein ist und nicht ein Unternehmen zur Gewinnung von Transferzahlungen.

Auf jeden Fall trennt sich hier die Streu vom Weizen, und manche Vereine gliedern gar ein eigenes Unternehmen aus, um halbwegs noch als Verein wahrgenommen werden zu können — was eigentlich für die Attraktivität von Vereinen spricht.

Die tatsächliche Unterscheidung liegt aber darin, ob ein Verein selbständig überleben kann oder auf externe Hilfe angewiesen ist. Im letzteren Fall dürfte es sich um einen „Zombie-Verein“ oder gar um den Deckmantel für ein Unternehmen handeln.

Untätigkeit

Eigentlich eine bekannte Sache, spätestens seit Ur weiß man, dass es Orte gibt, da baut man besser nicht. Spätestens seit der industriellen Revolution kann man, wenn man das Restrisiko in Kauf nimmt, Baugrund schaffen, so lange man bestimmte Bedingungen einhält, immer wieder anpasst und dabei notwendige Schutzwerke auf dem neusten Stand hält.

Spätestens seit ein paar Jahrzehnten weiß man, dass sich Menschen kaum noch an der Realität orientieren und entsprechend nach Lust und Laune siedeln, sowie dabei die Landschaft zersiedeln, was das Ganze noch verschlimmert. Seit dieser Zeit wird auch von den, daraus resultierenden, Folgen gewarnt. Das wirklich Interessante aber ist, dass wohl seit acht Jahren der Politik und unseren Verwaltungen tragbare und aussagekräftige Notfallszenarien vorliegen, die längst hätten zum Handeln zwingen müssen.

Man kann aber nicht sagen, dass überhaupt nicht gehandelt wurde, denn die „Entscheider“ haben für sich und ihr Klientel bequeme Posten geschaffen oder gar ganze Ämter — leider nur, dass diese bis heute alleine der Selbtbelustigung dienen.

Dies stört unsere Berufspolitikern so lange nicht, wie sie auf Kosten der daraus resultierenden Opfer selbst gute Pressefotos erhalten oder die anfallenden Leichen einfach noch weglächeln können. Diese Rechnung geht für sie ohne Frage weiterhin auf, da das Absaufen einzelner Regionen von der Wählerschaft immer noch als tragisches Einzelschicksal angesehen wird. Und da die große Mehrheit der Nichtbetroffenen davon ausgeht, dass sie selber kaum betroffen sein werden und wenn doch, dann nicht so schlimm, kann die Politik ihr Erfolgsmodell der geschwätzigen Untätigkeit weiter zur Perfektion vervollkommnen.

Der tatsächlich Schuldige sind aber wir, denn wir sind es, die gerade jenen den Wahlsieg garantieren, die „Freibier“ versprechen, anstatt jene zu wählen, die ein „gemeinsames Anpacken“ fordern und hoffen lassen, auch selbst mit Hand anzulegen.

Website des Tages

EUROPA-UNION Heilbronn

Die EUROPA-UNION Heilbronn e. V. ist ein überparteilicher und überkonfessioneller Zusammenschluss von Bürgern, die für Frieden, Freiheit, Demokratie und Föderalismus eintreten.

Geburtstag des Tages

Jennifer Akwero


Beitragsfoto: Allee | © Shutterstock

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Foto: Allee | © Shutterstock

Klaviere

Bei meinem Stadtspaziergang habe ich mal wieder Thomas Aurich getroffen, und wir kamen ins Plaudern. Schnell ging es dabei von einem Thema zum anderen. Und dann fragte Thomas, ob auch mir das Fehlen der Klaviere aufgefallen sei. Da er es ansprach, fiel es mir dann ebenfalls auf. Noch 2019 gab es 12 Klaviere und einen Flügel, welche im Zuge des Projekts „Spiel mich! Heilbronn“ in der Innenstadt Menschen zum Musizieren einluden. Wirklich Schade, dass es dieses Projekt wohl nicht mehr gibt.

meseno

Jungs können schon richtig anstrengend sein, das merkt man u.a., wenn man sich bei meseno einbringt. Dort gibt es seit einiger Zeit den Treffpunkt+ und jetzt, da auch ich geimpft bin, gucke ich dort wieder vorbei. Sehr erfreut hat es mich, dass sich die Jungs, welche ich in einer Gruppe anfangs mit betreuen durfte, inzwischen so prächtig entwickelt haben. Dank der Betreuer, die sich während COVID-19 nicht unterkriegen lassen haben! — Was könnte nur aus diesen Burschen alles werden, wenn sich deren Eltern auch etwas kümmern würden?!

Spielabend

Gestern beim Spielabend wurden meine bessere Hälfte und ich mit einem für uns neuen Spiel herausgefordert, und da auch ich einmal gewinnen wollte, hat sich dieser Abend sehr in die Länge gezogen — man glaubt gar nicht, wie schnell die Zeit verfliegen kann.

Den wunderbaren Abend verdanken wir Konstantin, der das Spiel mitgebracht hat, und Wolfgang Kramer, der dieses Spiel namens „6nimmt!“ bereits in den 1990er-Jahren erfunden hat.

Website des Tages

Spiel mich! in Heilbronn

Wir sehen uns wieder in 2021 – bleiben Sie gesund!

Geburtstag des Tages

Reiner Greuling


Frau mit PC und Maske

Daten- und Nichtraucherschutz 5 (1)

Beitragsfoto: Frau mit PC und Maske | © Pixabay

Das sind zwei Gesetze, die ich ganz persönlich für nicht schlecht halte, auch wenn bei letzterem in Deutschland erneut der Amtsschimmel mehr als sonst üblich zugeschlagen hat.

Seit einiger Zeit werden nun auch diese beiden Gesetze durch das „Lex Covid-19“ immer weiter außer Kraft gesetzt. Nehmen wir z. B. die Datenschutzgrundverordnung, die jedem noch so kleinen Weblog-Schreiber sehr viel abverlangt, aber außer von diesen wohl kaum noch beachtet werden muss.

Seit Anfang des Jahres werde ich von nicht angefragten Werbe-Mail aus Verwaltungen und von Firmen nur so überschüttet. Dabei hilft es überhaupt nichts, dass man diese immer wieder von Neuem abbestellt — dies führt nur zum Validieren der eigenen E-Mail-Adresse und noch mehr Datenmüll.

Und wer glaubt, dass einem der Landesdatenschutzbeauftragte mit seinen Mitarbeitern weiterhelfen kann, der glaubt bestimmt auch an den Weihnachtsmann.

Ich gehe einmal davon aus, dass dies nur ein Problem von wenigen ist, der Rest guckt wohl kaum oder selten in den eigenen digitalen Posteingang, oder freut sich sogar darüber, dass er möglichst viel bunte Mail bekommt.

Schlimmer aber ist, da dies nicht nur der Umwelt schadet und Ressourcen verschwendet, sondern auch die Gesundheit von sehr vielen schädigt, die zunehmende Aufhebung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden, Schwimmbädern, Bahnhöfen, Bushaltestellen und Gaststätten aller Art. Dank COVID-19 dürfen unsere Raucher ihrer Sucht wieder fast überall ungehemmt frönen und ihre Mitbürger erneut belästigen.

Ich werde nun damit beginnen — als Notwehrsituation so zusagen — alle meine bisherigen Gaststättenempfehlungen diesbezüglich zu ändern.

„Drei Wochen war der Frosch so krank!
Jetzt raucht er wieder. Gott sei Dank!“

Wilhelm Busch, Münchener Bilderbogen (1862: Nr. 325, Die beiden Enten und der Frosch)