Maskerade

7.4.02022 5 (2)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Panzer für die Ukraine

Jetzt wird in Deutschland darüber diskutiert, die viele überflüssigen (weil von unserer Politik so entschieden!) deutschen Panzer, die seit längerem auf eine, bei uns sündhaft teure, „Delaborierung“ — auf Bundeswehrkosten selbstverständlich — warten, der Ukraine kurzfristig für den Krieg zu übereignen — selbstverständlich ebenfalls auf Kosten der Bundeswehr.

Alleine diese Diskussion zeigt, dass die Vorschlagenden und deren Unterstützer von Tuten und Blasen keine Ahnung haben! Denn Panzer müssen nicht nur betrieben und gefahren werden, sondern auch permanent gewartet und repariert. Zudem nutzen sie nur etwas, wenn sie im „Verbund der Waffen“ eingesetzt werden. Aber mit solchen wirren Forderungen ist man bei uns bereits der allerbeste Experte und muss zukünftig wohl — auch auf Kosten der Bundeswehr versteht sich — unterhalten werden.

Ich warte jetzt nur noch darauf, dass die Bundeswehr einen Entschädigungsfond für Kriegsdienstverweigerer und Drückeberger einzurichten hat (mindesten 200 Milliarden Euro sollten das dann doch schon sein). Das wäre doch einmal ein Friedenssignal! Warum unsere Politik bloß noch nicht darauf kam?

Freie Wähler

Gestern fand eine virtuelle Versammlung der Heilbronner Freien Wähler statt. Und ich hatte mich schon so darauf gefreut. Und als dann noch, die in Heilbronn tatsächlich nicht mehr nachvollziehbare Umsetzung von Landesrecht anhand des Stellplatzschlüssels thematisiert wurde, wollte ich mich gerade selbst einmischen …

Dann holte mich aber das ganz normale Leben ein, und ich musste die Versammlung leider verlassen. Schade, jetzt weiß ich nicht, wie meine Mitstreiter zur Thematik stehen und was in der Stadt Heilbronn der Motor für die Festlegung eines Stellplatzschlüssels ist. Ich hoffe nicht, dass „wer gut schmiert, der gut Stellplatzschlüssel hat.“

Wahlrecht

Die Entdemokratisierung ist auch bei uns im Ländle zu beobachten. Wir müssen nicht auf Ungarn oder Polen mit den Fingern zeigen; mit einer etwas längeren Demokratieerfahrung als unsere östlichen Nachbarn, gehen wir bei uns nur etwas subtiler vor.

So wurde gestern ein neues Wahlrecht für den Landtag von Baden-Württemberg beschlossen, das es so richtig in sich hat! Positiv daran ist, dass die FDP den Braten tatsächlich erkannt hat und auch dagegen stimmte.

Prinzipiell spricht tatsächlich nichts dagegen, wenn man das Wahlalter senkt. Und auch das Argument, dass für solch eine, für unsere Demokratie bedeutende, Aufgabe ein Mindestmaß an Reife und Erkenntnis vorhanden sein müsse, greift bei uns nicht mehr, da wir Voraussetzungen für wichtige Dinge längst abgeschafft haben — schauen Sie sich nur viele unserer Minister an.

Das tatsächliche Problem mit der Senkung des Wahlalters ist die weitere Entkopplung von Rechten und Pflichten, die in einer funktionierenden Gesellschaft miteinander harmonieren.

Sprechen wir jetzt aber über die tatsächlich gravierende Änderung in unserem Wahlrecht. Man hat nun auch ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht wie beim Bundestag eingeführt. Und was das bedeutet, sehen wir gerade aktuell am Bundestag, der nach dem chinesischen Volkskongress nun das größte Parlament der Welt ist.

Und mit diesem Wahlrecht ist nun auch bei uns das neue Kastenwesen (Berufspolitiker auf der einen und Verbraucher auf der anderen Seite!) ganz offiziell eingeführt worden. Und ganz unverhohlen geben unsere Politiker auch zu, dass sie damit die Lücke zwischen „was der Wähler bisher immer gewählt hat“ und „was er eigentlich zu wählen hat“ geschlossen werden soll. Mit der Erststimme werden nun die „Zugpferde“ gewählt und mit der Zweitstimme bekommen wir jene Berufspolitiker, die wir eigentlich nicht haben möchten oder die wir bereits schon einmal abgewählt haben.

Gerade in Zeiten, wo man darüber nachdenkt, wie man den Bundestag wieder zu einem für unsere Demokratie funktionierenden Instrument machen könnte, ist die Angleichung unseres Landtages an diesen das völlig falsche Signal. Demnächst werden unsere Politiker wohl nach Warschau und Budapest pendeln, um sich weitere Anregungen zu holen.

Ich kann unseren Berufspolitikern allesamt nur noch empfehlen, gleich eine Partnerschaft mit dem chinesischen Volkskongress abzuschließen.

Geburtstag des Tages

Billie Holiday


Beitragsfoto: Schachfiguren | © Pixabay

31.3.02022 5 (4)

Botschafter

Es gab tatsächlich einmal Zeiten, da waren solche Dienste wichtig und gefragt. Heute sind es Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, und im Falle der Mitgliedstaaten der EU als nationale Botschafter reine Geldverschwendung.

Deshalb ist es wohl auch nicht mehr so wichtig, dass Botschafter überhaupt noch über Expertise oder Mindestvoraussetzungen verfügen müssen. Diese Dienstposten werden inzwischen gerne an kriminelle ehemalige Minister, an ehemalige Pressesprecher oder sonstige erfolglose Berufspolitiker vergeben.

Der einzige Trost dabei ist, dass es anderswo bereits möglich ist, sich durch eine Parteispende einen solchen Botschafterposten zu kaufen. Aber auch dies wird bestimmt bei uns nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Beruflich bedingt, musste ich vor Jahren bereits sehr zweifelhafte Gestalten in dieser Funktion ertragen, und wie man jetzt so lesen kann, wird es nicht unbedingt besser. Und so hat es vielleicht doch etwas halbwegs Belustigendes, wenn wir die übelsten Politiker gleich als Botschafter im Vatikan entsorgen.

Der Unschuldige

Immer öfters und von immer mehr Seiten hört man jetzt plötzlich, dass auch Wladimir Putin nicht nur getäuscht wurde, sondern immer noch getäuscht wird. Geirrt hat er sich sicherlich nicht, das tun nur schwache demokratische Politiker.

Da das „Wenn das nur der Führer wüsste?!“ auch heute noch bei uns so gut funktioniert, müssen wir uns wirklich keine weiteren Gedanken mehr machen! Und in Kürze wird es dann wohl allgemein feststehen, und alle Welt wird sich darin einig sein, es sind erneut und wieder einmal die Geheimdienste und die einfachen Soldaten, die an alledem schuld sein werden.

Diese bösen Buben haben den Vladimir doch so schrecklich hintergangen und in die Irre geführt! Hätte er es doch nur gewusst (!), dann hätte er diese Verräter und Halunken vor Gericht gestellt und uns allen Gas und Öl ganz umsonst geliefert. Wie konnte man nur einen lupenreinen Demokraten so hinters Licht führen?!

Und auch die Oligarchen sind völlig schuldlos, warum, das weiß selbst ich noch nicht. Aber man wird es uns bald erklären.

Was ich aber schon heute weiß ist, dass wir Normalbürger die gesamte Zeche zahlen werden und bald wieder Putin und seine Freunde gemeinsam in allen Talkshows erklären werden, wie sie die Welt wieder einmal gerettet haben.

Abzocke

Ganz ohne Frage, wir befinden uns so langsam am ersten Höhepunkt eines Krieges, ob es sich dabei um den letzten Europäischen Krieg (Kümmerle) oder gar bereits um einen neuen Weltkrieg (Moos) handelt, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausdiskutieren. Dass Kriege nicht wie im Film oder in Büchern funktionieren, erkennen so langsam doch so einige Mitbürger, manche verstehen sogar, dass Krieg nicht nur aus direkten Konfrontationen mit Waffen besteht, sondern darüber hinaus auch ein „Hinterland“ besitzt. In diesem Hinterland befinden wir uns gerade — zumindest noch, muss man dazu sagen. Aber auch im Hinterland oder der Etappe herrscht Krieg: wir Deutschen lernen das gerade anhand unseres Allerliebsten kennen, dem Geldbeutel.

Schlimm genug, dass sich nun die deutschen Verantwortlichen für diesen Krieg (Politiker der CDU, CSU und SPD: man nannte sich noch vor Kurzem ganz stolz die GroKo) aus der Verantwortung stehlen. Angela Merkel hat sich schon verkrochen, wer weiß wo. Der Rest davon, dem es weiterhin nur um das Abzocken von uns Bürgern geht, beeilt sich nun wie z. B. heute der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz zu beteuern: „Wir müssen uns eingestehen, dass wir uns geirrt haben.“ Nein, Herr Merz, wir haben uns nicht geirrt, sie haben uns allesamt, zusammen mit ihrem Kollegen, ob SPD oder CSU, einfach nur verkauft!

Die SPD, der man zudem auch ideologische Gründe für den Ausverkauf von Freiheit und Demokratie unterstellen kann, wählt einen etwas anderen Ansatz. Olaf Scholz und seine Genossen lassen uns nun glauben, dass die SPD erst am Wahlabend der letzten Bundestagswahl geboren wurde, und nun alles daran setzt, um Deutschland zu retten. Dabei ist sich die SPD noch nicht einmal jetzt darin einig, ob sie Deutschland und gleich auch noch das ganze Europa Vladimir Putin als Morgengabe präsentiert, oder ob ihre Politiker besser damit wegkommen, wenn sie sich nun von Joe Biden retten lassen.

Wir sollten uns als Demokraten aber nicht allzu sehr darüber entsetzen, denn letztendlich sind wir Bürger allesamt selber daran schuld, denn das ist der Preis der Demokratie: wir haben diese „Abzocker“ nämlich selber gewählt! Und ganz bewusst nicht die Vertreter einer Marktwirtschaft oder die Vertreter eines ökologischen Wandels. Wir haben die „Abzocker“ gewählt, weil wir allesamt felsenfest daran glaubten, selbst mit zu den Abzockern zu gehören — Selbsttäuschung, der beste Weg in den Abgrund.

Und wenn Sie jetzt glauben, dass ich das Gesagte nicht mehr überbieten kann — weit gefehlt!

Denn, ob wir es wollen oder nicht, wir müssen uns langsam aber sicher an eine Art von Kriegswirtschaft gewöhnen, die, weil wir nach diesem Krieg allesamt (bis auf die Abzocker!) ganz offiziell Pleite sind — inoffiziell waren wir das schon vorab, weshalb wir doch gerade in diese Situation („von die Rente ist sicher“ Politikern) manövriert wurden — und es noch Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte benötigen wird, bis wir danach (nach dem Krieg) eine tragfähige und auch nachhaltige Wirtschaft aufgebaut haben — vorausgesetzt, dass Freiheit und Demokratie als Sieger vom Platz gehen!

Was mich an dieser Situation aber am meisten erschüttert ist, dass weder unsere Politik noch unsere Wirtschaft diese Situation erkennen wollen, sondern weiterhin in erster Linie an den eigenen ganz persönlichen Vorteil denken! Das fängt bei unseren Politikern an, geht bei unseren Bauern weiter und hört noch lange nicht bei der Öl- und Gasindustrie auf! — Jeder möchte erneut aus der Situation für sich das Beste herausschlagen.

War es aber jemals anders?

Gerade ergötzen wir uns an jenen Ukrainern, die wirklich alles für ihr Land geben! Und wir helfen zumindest noch bereitwillig jenen Ukrainern, die dazu nicht in der Lage sind oder sein wollen.

Und wir können ganz gut sehen, wie doch so einige russische Soldaten reagieren, die erkennen, dass sie nur für einen Diktator und eine paar Oligarchen mit deren Familien verheizt werden. Wenn Russen demnächst wieder in Deutschland und Europa Feste feiern und dabei mit Champagner und Kaviar um sich schmeißen, dann sicherlich nicht die russischen Soldaten. Vladimir Putin und Co. werden sicherlich bald wieder von unseren Politikern empfangen und gelobt werden — man kennt sich doch untereinander.

Zumindest meine Soldatengeneration wurde sehr kritisch erzogen und zur permanenten Selbstkritik gezwungen — und das ist auch ganz gut so! — und jetzt beginnen sich immer mehr Soldaten zu fragen, ob ihr Eid „das Recht und die Freiheit“ zu verteidigen überhaupt noch für unsere gesamte deutsche Gesellschaft gilt — das Recht des Stärkeren und die Freiheit der Abzocker?

Schlimmer noch, möchte unsere Gesellschaft überhaupt verteidigt werden? Und dann von „Mördern“, „Nazis“ und „Zivilversagern“?

Nicht nur ich glaube daran, dass es in Deutschland tatsächlich großen Gesprächsbedarf gibt! Und wir Bürger sollten allesamt das eine oder andere klären, bevor wir vielleicht doch noch zu einen Waffengang gezwungen (zumindest wir Soldaten!) werden. 100 Milliarden Euro den schnellsten Politikern und ihrem üblichen Klientel zum Fraß vor zu werfen, trägt nicht dazu bei.

Geburtstage des Tages

Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach und René Descartes


Maskerade

23.3.02022 5 (1)

Beitragsfoto: Maskerade | © Pixabay

Barthel-Areal

Nach einem ersten Hoffnungsschimmer vor ein paar Jahren, wo uns ein 10 geschossiges Gebäude versprochen wurde, das zudem auch noch sehr attraktiv aussah, wird jetzt an dieser sehr prominenten Stelle ein Ersatzbau hingestellt, der architektonisch und größenmäßig selbst weit hinter dem alten Barthel zurückbleibt und diese Ecke nicht nur verunstaltet, sondern mit viel zu wenigen Parkplätzen auch noch weitere Probleme schafft; schon heute parken die Autos bis in den Kiliansplatz hinein.

Was hat unseren Gemeinderat bloß geritten, da noch zuvor damit geworben wurde, dass Heilbronn architektonisch nicht nur aufholen, sondern auch ganz neue Maßstäbe setzen soll. Ob im Zentrum der Stadt und dann noch in einer Sichtachse liegend ein Hotel mit Autohauscharakter und Garagencharme diese Absicht erfüllt, wage ich stark zu bezweifeln.

Die gestrige Diskussion der Gemeinderäte, ob eine Solaranlage auf dem Dach dort Sinn macht oder nicht, hätte man auch bleiben lassen können. So hoffe ich, dass künftige Stadträte dafür sorgen werden, dass solche Gebäude schnell wieder durch bessere und schönere ersetzt werden — vielleicht dann auch durch Gebäude, die einen Nachhaltigkeitsanspruch innovativ umsetzen.

100 Milliarden

Die jüngste Lüge von Olaf Scholz. Ich hatte es bereits vermutet, dass es die, der Bundeswehr noch dieses Jahr für Waffen, Gerät und Munition versprochenen, 100 Milliarden und die sofortige Einhaltung der 2% Regel für den Bundeswehretat nicht geben wird.

100 Milliarden für Banker, 100 Milliarden für die Großindustrie oder 100 Milliarden für Arbeit & Soziales ist bei uns kein Problem. Und wenn es nicht reicht, dann gibt es dasselbe einfach nochmals.

Wie wir seit gestern in den Medien verfolgen können, dann sind die zusätzlichen 100 Milliarden für die Bundeswehr genau die Gelder, die man ggf. zum eventuellen Einhalten der 2% Regel für den Bundeswehretat in den nächsten Jahren einsetzen möchte, wenn wieder einmal nichts dazwischen kommt und man diese 100 Milliarden nicht bereits wieder für alles andere verschwendet hat.

Und dass die Bundeswehr, so wie die meisten NATO Länder schon länger, endlich die schon öfters der Luftwaffe versprochenen US-amerikanischen F35 Jets bekommt, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Das hätte nur dann funktioniert, wenn die zuständigen Stellen und besonders die üblichen Firmen „entschädigt“ worden wären — heisst, diese hätte noch mehr Geld aber für überhaupt nichts bekommen.

Da es aber das Geld für die F35 Jets und für die „Entschädigungszahlungen“ der üblichen Verdächtigen nicht gibt, wird es auch keine Jets geben, so wie es auch keine Munition geben wird. Das macht aber nichts, da die Bundeswehr jetzt in die Flüchtlingsbetreuung einsteigt, dann im Sommer — während der Ferien — noch im Ahrtal aushilft, um dann zum Herbst die Verwaltungen wieder verstärkt bei COVID-19 zu unterstützen.

Dienstgrade für Dummies

Angesichts eines bevorstehenden Dritten Weltkrieges interessieren sich plötzlich viele Deutsche für militärische Dienstgrade. Ich nutze die Gelegenheit und stelle die militärische Hierarchie in der Bundeswehr kurz und sehr verständlich von oben nach unten vor.

Ganz oben in der Hierarchie stehen die „Gottgleichen“, was dem Primat der Politik geschuldet ist. Diese gliedern sich in sämtliche Politiker vom Ortsvorsteher der Freien Wähler über den allerletzten Hinterbänkler der Union bis hin zum Bundespräsidenten der Linken und bilden die militärpolitische Führung — die militärische Elite der Bundeswehr sozusagen. Die Dienstgradgruppe der Gottgleichen wird noch durch das zivile Gefolge der Politiker ergänzt, welches sich u.a. aus Fahrern, Kofferträgern, Prostituierten, Beratern, Journalisten, Entwicklungshelfern und Politikstudentinnen zusammensetzt. Manche Experten gehen davon aus, dass der liebe Gott irgendwo dazwischen einzuordnen ist. Ich hingegen bin der Überzeugung, dass dieser die Bundeswehr schon sehr lange verlassen hat — von einem Kriegsdienstverweigerer konnte man auch nichts anderes erwarten.

Die Aufgabe dieser Dienstgradgruppe ist die Führung der Bundeswehr, was sich ganz grob formuliert auf die Sicherstellung des eigenen Wohlbefindens begrenzt.

Nach der Dienstgradgruppe der „Gottgleichen“ kommt die Dienstgradgruppe der „Versorgungsfälle“. Diese Gruppe setzt sich aus den zivilen Mitarbeitern der Bundeswehr zusammen. Deren Aufgabe ist sehr schnell erklärt. Diese Dienstgradgruppe ist einzig und alleine dazu da, um dem Rest der Bundeswehr das Leben möglichst schwer und die Einsätze zur Hölle zu machen. Da dies eine sehr wichtige Aufgabe ist, dürfte diese Dienstgradgruppe inzwischen die zahlenmäßig größte sein.

Nach der Dienstgradgruppe der „Versorgungsfälle“ kommt die Dienstgradgruppe der „Uniformträger“. Diese Dienstgradgruppe ist sehr leicht auch optisch zu erkennen. Sobald Sie sich fragen, wie kommt dieser Mensch überhaupt in eine Uniform, hoffentlich platzen nicht gleich die Nähte oder was macht dieser Mensch eigentlich mit solch einer Kleidung überhaupt, dann haben Sie einen Angehörigen dieser Dienstgradgruppe vor sich.

Die Aufgabe dieser Dienstgradgruppe ist neben dem bloßen Dasein das Auftragen sämtlicher dienstlich beschaffter Uniformen. Aber ohne diese Dienstgradgruppe würde die Bundeswehr wohl kaum noch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Last but not least, kommen dann die Soldaten. Von denen die einfachen Soldaten das absolut untere Ende dieser militärischen Nahrungskette darstellen. Und obwohl sie die zahlenmäßig kleinste Dienstgradgruppe in der Bundeswehr ist, müssen die Soldaten die schwierigsten Arbeiten übernehmen.

Sobald sie aus den Einsätzen zurückkehren, werden sie in Verwaltungen eingesetzt oder für andere Aufgaben verwendet, die keiner in der Bundesrepublik mehr machen möchte. Und wenn sie diese erfüllt haben, dann dürfen sie wieder in die Einsätze zurückkehren.

Das wirklich Interessante daran ist, dass die Dienstgradgruppe der Soldaten — obwohl absolute Mangelware — weiterhin als Mengenverbrauchsgut gilt, das man ohne Einschränkungen und ganz nach Belieben verheizen darf wie man will.

Weiß doch jeder Deutsche, dass Soldaten die einzigen echten Zivilversager in Deutschland sind, die nichts gelernt haben, nichts können und denen man ungestraft auch Mord und Totschlag unterstellen darf. Und sollte ein Soldat ums Leben kommen, dann ist dieser immer selber Schuld — er hätte doch etwas anderes werden können, z. B. Politiker.


Geburtstage des Tages

Wernher von Braun und Lale Andersen