Treppenhaus

3.8.02024 5 (6)

Beitragsfoto: Treppenhaus

Verschiedenes

Das obige Foto hat nichts mit dem Beitrag zu tun. Eigentlich wollte ich aus gegebenem Anlass ein Bild von Caspar David Friedrich zeigen. Leider war es mir nicht vergönnt, um die Ausstellung „Unendliche Landschaften“ in der Nationalgalerie besuchen zu können. Wie ich heute erfahren konnte, mussten selbst Einheimische sechs Stunden Schlangestehen in Kauf nehmen, um in die Ausstellung zu gelangen.

Dafür durfte ich jüngst ehrenamtlich in unserer Landeshauptstadt unterwegs sein und die hat auch schöne Ecken; das Foto zeigt so eine. Und die Stuttgarter schaffen es zudem, um in ihrer Stadt für Ordnung zu sorgen.

Nun habe ich mich für eine Baustellenführung im neuen Stuttgarter Hauptbahnhof angemeldet. Mit ca. 255 000 Besucher am Tag und täglich ca. 1 280 haltenden Zügen gehört der Stuttgarter Hauptbahnhof zu den frequentiertesten Fernbahnhöfen im Land. Das Projekt S21 wurde 1994 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und die Bauarbeiten begannen im Februar 2010. Seit 2011 ist es auch Thema hier im Blog.

Geschwätz

Das Sommerloch wird nun auch von der Heilbronner Stimme (3.8.2024: 28) dazu genutzt, um sich über den jahrelangen Mangel an Toiletten und die mangelnden Kontrollen in Heilbronn ein wenig zu echauffieren.

„Weil die immer wieder eklige Hinterlasseschafte von irgendwelche Zeitgenosse wegputze müsse. So wie neilich, als irgendjemand in den Uffzug uriniert und im zweite EG in die Ecke gekackt hat. Ekelhafter geht’s eigentlich nemme.“ 

Nun stellt man plötzlich fest, dass viele Heilbronner und deren Gäste in jede nur verfügbare Ecke scheißen, ob Tiefgarage, Hochgarage, Unterführung, Hauseingänge oder Duschen in den öffentlichen Bädern. Eigentlich wollte ich mich nicht mehr darüber aufregen, denn jede Stadt hat so ihre ganz bestimmten Eigenarten. Inzwischen gehe ich zudem davon aus, dass dies von unseren Stadtoberen auch so gewollt ist — manche fühlen sich im Dreck einfach pudelwohl.

Wenn sich aber einmal ein externer Beobachter über die Heilbronner Zustände mokiert und sei es nur wegen fehlenden Grüns in der Stadt, dann werden die Heilbronner Hofberichterstatter sehr schnell wieder dazu verpflichtet, alles möglichst schön zu schreiben. Und so werden wir wohl gleich nach der Sommerpause erfahren dürfen, dass unsere Stadt wieder 10 000 Bäume mehr hat — zählt auch keiner nach.

Aber vielleicht gibt es doch noch einmal einen Ruck — so nach gut 60 Jahren bloßem Schwätzen könnte man wenigstens einmal die Turmstraße ein wenig auf Vordermann bringen; zumindest in der Heilbronner Stimme kursieren seit Jahrzehnten immer wieder die schönsten Planungsbilder und auch so einige Planer und Firmen haben bisher gut davon gelebt.

Übrigens, die von der Stadt in der Fußgängerzone angemieteten Läden, die so etwas wie Bildungseinrichtungen sein sollen und sehr oft verschlossen sind, könnte man sehr leicht in wunderbare öffentliche Toilettenanlagen umwandeln.

Frühstück

Das erste Europäische Frühstück veranstaltete die EUROPA-UNION Heilbronn noch in einem etwas größeren Rahmen. Dieses fand am 24. Juni 2022 auf dem Theaterschiff statt und erzielte über 40 Teilnehmer. Inzwischen finden die Europäischen Frühstücke in einem kleineren Rahmen statt, dafür nun aber monatlich.

Und so trafen sich heute zwar nur ein halbes Dutzend Europäer zum Frühstück, dies allerdings bei bestem Wetter und in einer noch angenehmeren Atmosphäre. Noch erfreulicher, dass ich dabei auf eine Bewerbung der 8. Hertensteiner Gespräche aufmerksam gemacht wurde, die der hessische Landesverband bereits am 1. August 2024 veröffentlicht hat.

Hauptsächlich ging es dieses Mal aber über Bibliotheken und den Nutzen, den Privatbibliotheken heute noch haben. Selbst wenn man die heutigen E-Book-Sammlungen mit einbezieht, so wäre es wahrscheinlich vernünftiger, wenn man sich Bücher ausleiht anstatt selbst zu kaufen. Dies aber auch nur dann, wenn man sich bei jeder Lektüre eigene Notizen macht und diese dann sammelt.

„The good life is anywhere.“

The Daily Stoic, 3rd of August (2016: 232)

Parken in Heilbronn

26.3.02024 5 (7)

Beitragsfoto: Parken in Heilbronn

Initiative

Erfreulich die jüngste Entwicklung im Shopping Haus auf der Allee. Die Mieter und Eigentümer ergreifen die Initiative und versuchen das dortige Parkhaus wieder in den Griff zu bekommen; rund 200 Stellplätze sind in der Innenstadt nicht ohne Bedeutung. So bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahme von Erfolg gekrönt sein wird. Übrigens, die Innenstadt hat bereits 6 500 öffentliche Parkplätze. Leider ist mir nicht bekannt, wie viele weitere private Parkplätze es in Garagen und sonstigen Stellplätzen noch zusätzlich gibt.

Es ist mir aber bekannt, dass viel zu viele öffentliche Parkplätze nachts in der Innenstadt leer stehen und deswegen den Innenstadtbewohnern angeboten werden könnten; bis zu 5 Minuten zu Fuß zum eigenen Auto sollten dabei kein Hindernis sein.

Turmstraße

Erfreulich, dass es nun doch noch mit der Turmstraße weitergehen soll. Nach unzähligen Wettbewerben, Einwohnerbefragungen, städtischen Präsentationen und Unsummen an bereits ausgegebenen Steuergeldern, soll ein weiterer Schritt hin zu einer grünen Turmstraße gegangen werden. Nach all den Jahrzehnten des Stillstands, spricht dabei kein Verantwortlicher mehr von der notwendigen Erweiterung der Fußgängerzone — schon alleine das Wort Fußgängerzone wird seitens der Stadt und des Gemeinderats geflissentlich übergangen (Heilbronner Stimme, 26.3.2024: 26).

Dafür aber sprechen besorgte Gemeinderäte aus den besseren Stadtrandgebieten jetzt von günstigen Parkplätzen und einer völligen Überbetonung des Grüns in der Innenstadt. Dabei ist es der völlig falsche Weg, die Kernstadt alleine als billigen Parkraum und noch billigere Kneipen- und Ladenmeile anzuschauen!

Wir benötigen eine attraktive Kernstadt, möglichst autoarm, dafür mehr Grün und vor allem sauber. Den Anwohnern kann man dabei mit günstigeren Parkmöglichkeiten in den Parkhäusern entgegenkommen und die anderen Stadtteilbewohner könnten durch höhere Parkgebühren dazu motiviert werden, um zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus in die Innenstadt zu kommen.

Sobald das geregelt ist und wir vielleicht sogar wieder öffentliche Toiletten in der Innenstadt haben, werden nicht nur die Flanierer und Shopper verstärkt zurückkommen, sondern auch die entsprechenden Läden und Gaststätten. Was in vielen anderen Städten funktioniert, könnte durchaus auch in Heilbronn klappen.

Und dann überlegen sich bestimmt auch die gebeutelten und von den Gemeinderäten völlig im Stich gelassenen Hausbesitzer, wie sie ihre Gebäude wieder aufwerten können.

Ich befürchte aber, dass solange wir immer wieder dieselben Gemeinderäte wählen, sich in Heilbronn nichts zum Positiven ändern wird. Alleine mehr als 60 Jahre Stillstand in der Turmstraße lassen durchaus daran zweifeln, dass sowohl Gemeinderat wie auch Stadtverwaltung ihren Aufgaben gewachsen sind.

Nachbereitung

Die heutige Vorlesung wurde von ca. 70 Studenten mitverfolgt. Höhepunkt war aber das Käffchen, welches ich zuvor mit Detlef Stern genießen durfte. Zum Schluss traf ich dann noch einen Studenten aus dem letzten Sommersemester, der zwar bei mir hörte, dann aber aufgrund unglücklicher Umstände die Klausur erst im Wintersemester schreiben konnte — erfreulich für uns beide, dass er diese gut bestanden hat.

Meine zugegebener Maßen etwas komplizierten Versuche, die Studenten etwas mehr zur Vorbereitung der jeweiligen Vorlesungen zu motivieren, schlugen schon im Ansatz fehl. Ab der nächsten Vorlesung wähle ich nun einen einfacheren Ansatz.

Frage des Tages: Welche Auswirkungen hat die Archivierung auf das Personalmanagement in einem Projekt?


Das bessere Twitter

Momentaufnahme 4.8 (6)

Beitragsfoto: zwei Social Media-Konten

Während es in der gesamten Welt so richtig kracht, diskutieren viele von uns darüber, was denn das bessere Twitter sei. Meinen Mastodon-Account hatte ich schnell wieder gelöscht, und inzwischen muss auch Detlef Stern feststellen, dass dort noch mehr Schulmeister unterwegs sind, als sonst so in den Social Media üblich.

Ich nutze derzeit noch den Twitternachfolger „X“, der gerade von Elon Musk zu einer Allzweckwaffe umgebaut wird und mir nun auch noch als Telefon dienen möchte. Dies hat bei mir gleich dazu geführt, um meinen schon sehr lange bestehenden Skype-Account zu aktualisieren, wobei ich feststellte, dass Skype weiterhin ganz gut funktioniert. Das Problem bei Skype ist nur, dass sich dort sehr wenige meiner Freunde und Bekannten tummeln.

Seit September nutze ich nun auch Bluesky und stelle erfreut fest, dass es mich an die Anfangsjahre von Twitter erinnert, was nicht verwundert, denn dessen Chef ist der alte von Twitter. Sowohl bei Bluebyte als auch bei „X“ kommt es heutzutage verstärkt auf die sogenannte Reichweite an und bei beiden Social Media kann ich da nicht wirklich punkten; bei „X“ habe ich noch 78 Follower und bei Bluebyte gerade einmal 17.

Das tatsächliche Problem liegt aber wohl an den Social Media selber, denn die erfüllen einfach nicht mehr die Erwartungen eines ganz normalen Bloggers wie mir. Anfangs fand ich das Microblogging als nette Ergänzung für meinen eigenen Blog ganz gut und konnte mich dort zudem mit weiteren Bloggern austauschen. Der Lärm darum herum hat aber doch so genervt, dass ich immer wieder eine Pause eingelegt habe.

Inzwischen aber scheint es so, dass sich der Fokus der Microblogging-Dienste völlig zuungunsten der gewöhnlichen Blogger verändert hat und heute schwerpunktmäßig ganz andere Zielgruppen bedient, denen wohl auch nichts am eigentlichen Bloggen liegt.

Derzeit sieht es wie folgt aus: für die Bewerbung meiner Blog-Beiträge fehlt es mir an Reichweite, vernünftige Unterhaltungen führe ich eher auf Threema, Skype, Delta Chat oder in den guten alten Foren und meine Informationen über Neues in den unterschiedlichsten Medien beziehe ich lieber via RSS oder Newsletter als über die Social Media. So bin ich einmal gespannt darauf, wie sich das mit den Social Media bei mir weiterentwickelt.

Gesundheitlich geht es mir wieder besser und so konnte ich heute ein wenig spazieren gehen. Dabei wurde ich fast von übereifrigen Polizisten auf der Neckarmeile überfahren. Wenn unsere Mitarbeiter des Ordnungsamts nur halb so eifrig wären, dann müsste man sich nicht in den Fußgängerzonen durch Fahrzeuge aller Art quälen oder beständig den Autos auf den Gehwegen ausweichen.

Erfreulich die kurze Diskussion auf der Kaiserstraße zwischen einem Stadtbus- und einen S-Bahnlenker, wer denn nun wem auszuweichen hat. Bis heute dachte ich, das sei geregelt.

Für meine Leser habe ich dann noch einen Tipp. Man kann unschöne Stockungen auf der Allee nicht nur ganz gut über die Gassen und Sträßchen der Fußgängerzone umfahren, sondern, wenn man dazu auch noch den Berliner Platz mit der Turmstraße als Verlängerung nimmt, im Nordteil der Innenstadt sehr gut abkürzen.

Im Falle, dass man diese Wege mit der Neckarmeile kombiniert und zusätzlich noch die Kaufhoftiefgarage (die Durchfahrt kostet nichts) einbindet, erreicht man wirklich jedes Kaffee und Ladengeschäft in der Heilbronner Fußgängerzone mit dem Auto ganz bequem und zahlt auch keine Parkgebühren.

Und sollte ein Fußgänger einmal meckern, dann sagt man dem, dass man den OB ganz gut kennt.

Und wenn wir schon einmal bei der SPD angelangt sind, dann beglückwünsche auch ich den Putinflüsterer und Ausverkäufer Gerhard Schröder für 60 Jahre Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten.