Wenn sich das Schlechteste aus verschiedenen Kulturen vermischt

Beitragsfoto: Faust | © Pete Linforth von Pixabay 

Zum Jahreswechsel 2022-23 kam es in verschiedenen deutschen Großstädten zu Randale. Gewalt, illegale Feuerwerkskörper, Angriffe auf Feuerwehrleute, die den Schaden begrenzen wollten usw. Es ist kein Geheimnis, dass zu großen Teilen die Täter junge Männer waren, die in sozialen Brennpunkten leben und sehr oft Migrationshintergrund haben. Sofort kamen in den Diskussionen danach bestimmte Schlagworte auf wie „kulturelle Überfremdung“ und auch andere Begriffe. Bemerkenswert ist, solche Parolen wurden nicht nur von den üblichen Rechtsextremen benutzt, sondern auch Politikern, die sich selbst gern der Mitte zuordnen. 

Die Probleme, die hinter den Silvester-Krawallen stehen, sind sicherlich vielschichtig. Natürlich haben wir auch ein Integrationsproblem, bestimmte Jugendliche mit Migrationshintergrund betreffend, die in unserer Gesellschaft keine ökonomische und soziale Perspektive für sich erkennen können. Aber es ist gefährlicher Schwachsinn zu suggerieren, das Problem sei, hier träfen verschiedene Kulturen aufeinander. Es gibt keine Kultur, zu deren Kennzeichen es gehört, Feuerwehrleute, die im Einsatz sind, gewaltsam anzugreifen.

Toxische Männlichkeit, zu der es auch gehört, bei auftretenden Konflikten sehr schnell Gewalt einzusetzen, ist leider ein Phänomen in vielen Kulturen. Es mag sein, dass diese Form der Männlichkeit in den Kulturen, aus denen die Täter zum Teil stammen, noch verbreiteter ist als bei uns. Andererseits ist Alkohol Genuss und damit leider auch verbunden relativ häufiger Alkohol-Abusus kein Kennzeichen der Herkunftskultur dieser Leute, das ist eher etwas, was bei uns häufiger anzutreffen ist. Sozialer Frust und die Vermischung unterschiedlicher Phänomene, die verschiedenen Kulturen zuzurechnen sind, finden wir also unter den Ursachen.

Und wie ist auf solche Randale zu reagieren? Kurzfristig und Vorort hilft nur konsequente Polizeiarbeit, die sich durchaus durch Härte auszeichnen kann. Zu zurückhaltende polizeiliche Aktionen würden von solchen Leuten eher als ein Zeichen der Schwäche ausgelegt. Die rechtlichen Voraussetzungen für solche Polizeieinsätze sind — meiner Einschätzung nach –- vorhanden. Langfristig ist natürlich gute Sozialarbeit und Integration gefragt. Hierbei sollte man sich durchaus die positiven Seiten aller Kulturen zunutze machen.


Ich erlaube mir, diesen Beitrag von Lothar Birkner mit dem Hinweis auf einen Beitrag von Timo Frasch aus der FAZ (07.01.2023) mit dem Titel „Jetzt ist schon wieder was passiert“ zu ergänzen.