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Miyamoto Musashi

Miyamoto Musashi war ein exzellenter japanischer Soldat und dazu noch ein Ausnahmestratege. Er lebte in Japan von 1584 bis 1645. Sein Buch „Go Rin No Sho“, besser als das Buch der fünf Ringe bekannt, welches er 1645 niederschrieb, gehört noch heute zu den militärischen Meisterwerken und ist für jeden Soldaten ein Must-Read.

Die erste Schwierigkeit dabei ist, dass man eigentlich der japanischen Sprache mächtig sein müsste, um es auch wirklich nachvollziehen zu können, und selbst dann erschließen sich dem Leser seine Lehren auch nur, wenn dieser sich dazu noch zumindest im Stockfechten übt.

Denn wie meist üblich und bei Kochbüchern auch exemplarisch nachvollziehbar, setzen Fachbücher die eine oder andere Grundkenntnis bereits voraus. Auch ersparen sie einem nicht, die jeweiligen Rezepte immer wieder auszuprobieren, um letztendlich zu einem passablen Ergebnis zu kommen. Und dies ist auch bei Musashis Buch genau der Fall.

Ich habe mich selbst jahrelang mit diesem Buch auseinandergesetzt und bedauere heute sehr, dass ich mich nie dazu durchringen konnte, zuerst einmal die japanische Sprache zu erlernen. So blieben mir nur die diversen Übersetzungen, wobei für mich keine einzige letztendlich auch befriedigend war.

So habe ich vor Jahren schon für mich eine mir bereits vorliegende Übersetzung ins Englische modifiziert und mich dann immer wieder an dieser versucht, um Musashis Strategie besser verstehen zu können. Miyamoto Musashi selbst gibt dabei diesen Ratschlag:

This is the way for men who want to learn my strategy:

1. Do not think dishonestly.

2. The Way is in training.

3. Become acquainted with every art.

4. Know the ways of all professions.

5. Distinguish between gain and loss in worldly matters.

6. Develop intuitive judgment and understanding for everything.

7. Perceive those things which cannot be seen.

8. Pay attention even to trifles.

9. Do nothing which is of no use.  

Miyamoto Musashi, The Book of Five Rings

Die für jeden Soldaten aber wichtigste und absolut grundsätzliche Aussage Musashis ist die nun folgende:

Generally speaking, the Way of the warrior is resolute acceptance of death.

Miyamoto Musashi, The Book of Five Rings

Wer sich weiter mit Miyamoto Musashi auseinandersetzen möchte, der kann gerne hier auf den von mir angepassten Text zurückgreifen. Bitte beachten Sie aber dabei, dass es auch heute noch vorkommen kann, dass ich diesen weiter verändere.

Und sollten Sie selbst eine gute Übersetzung des Buches kennen, dann lassen Sie mich dies bitte wissen.

„Of course the void is nothingness. By knowing things that exist, you can know that which does not exist. That is the void.“

Miyamoto Musashi, The Book of Five Rings
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Europa

Europatag 2007

Die europäische Erfolgsgeschichte geht weiter. Am 25. März,  während der deutschen Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007, konnten wir Europäer fünfzig Jahre Römische Verträge feiern; dies bedeutet für uns hier in Deutschland an erster Stelle über sechzig Jahre Frieden und seit über siebzehn Jahren für alle Deutschen auch in Freiheit.

Frieden und Freiheit sind damit schon lange für uns Europäer Selbstverständlichkeiten geworden; man könnte fast meinen, dass wir inzwischen das Haar in der Suppe suchen ohne uns vielfach noch bewusst zu sein, dass die Suppe vor allem satt macht, ganz zu schweigen davon, dass sie durchaus auch gut schmecken kann.

Deshalb möchte ich Sie gerne auf einige weitere Vorteile aufmerksam machen, die uns Europa schon jetzt gebracht hat. Ein Wirtschaftsraum ohne Grenzen und Zölle mit fast 500 Millionen Unionsbürgern, eine gemeinsame Währung für gut 300 Millionen Menschen, eine Vereinheitlichung von technischen Lösungen im Bereich des Personen-, Waren- und Geldverkehres, der Telekommunikation und des Rechtswesens, die Sicherstellung der Energie- und Nahrungsversorgung. Darüber hinaus gibt es viele weitere positive Errungenschaften, die mit der europäischen Einigung zu verbinden sind. Auch werden sich mit Sicherheit im Zuge der weiteren Entwicklung der Europäischen Union neue, zusätzliche Vorteile für uns alle ergeben.

Für uns in Heilbronn bedeutet dies, dass sich die Stadt Heilbronn bereits schon jetzt zu einer weltoffenen, europäischen Großstadt entwickelt hat, die Heimat für Menschen aus fast allen Herkunftsländern unseres Planeten geworden ist. Die Mehrheit davon nennt sich schon jetzt nicht mehr Ausländer, sondern zumindest Unionsbürger und identifiziert sich zunehmend mit ihrer Wahlheimat. Dies konnten wir während der letzten Fußballweltmeisterschaft eindeutig feststellen. Auch bringen sich unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund immer aktiver in die Heilbronner Gesellschaft ein, unter anderem auch bei der EUROPA-UNION Deutschland (EUD).

Zu den Veranstaltungen und Aktivitäten des Kreisverbandes Heilbronn der EUD möchte ich Sie alle recht herzlich willkommen heißen und zum Mitmachen einladen. Neben unseren regelmäßigen Europa-Stammtischen, Vortragsveranstaltungen und Fahrten zu den europäischen Institutionen, möchten wir auch durch Straßenaktionen und vor allem durch unseren, in Heilbronn schon zur Tradition gewordenen Treffpunkt Europa dazu beitragen, dass Europa auch im kleinen Rahmen weiter zusammenwächst und damit die Fundamente einer erfolgreichen Europäischen Union gestärkt werden.

Deshalb möchten wir Europäer am Samstag, 12. Mai 2007 beweisen, dass die „europäische Suppe“, nicht nur satt macht, sondern darüber hinaus in all ihren Variationen hervorragend schmeckt. Überzeugen Sie sich bitte selbst!

„I myself subscribe more to the European philosophy of life, my priorities leaning towards wine, women and, well that’s about it.“

Jude Law als Alfie in Alfie (2004) 
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Europa

Europatag 2006

Vor sechzig Jahren, genau am 21. September 1946, haben visionäre Europäer am Vierwaldstättersee in der Schweiz das Hertensteiner Programm verabschiedet. Durch zwei Weltkriege geprägt, forderten sie eine europäische Gemeinschaft auf föderativer Grundlage. Unter Übertragung von Souveränitätsrechten wollten sie europäische Bürgerrechte in Freiheit und Sicherheit für alle Völker europäischer Wesensart. Seit diesen Tagen setzt sich die EUROPA-UNION auch in Heilbronn parteiübergreifend und unermüdlich für die europäische Idee zur Schaffung eines vereinten Europas und die Integration seiner Bürger unter Bewahrung der Eigenart aller seiner Völker ein.

Neben einer Vielzahl von Aktionen, dabei auch das Initiieren von Städtepartnerschaften und Schüleraustauschen war es der EUROPA-UNION immer ein Anliegen, aktiv an die Heilbronner heranzugehen und für den europäischen Gedanken zu werben, Ängste zu nehmen, zu vermitteln und damit zum Erfolg Europas beizutragen. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen, wie Fahrten zum Europäischen Parlament, in unsere Nachbarländer sowie Podiumsdiskussionen und Vortragsreihen, richtet die EUROPA-UNION seit dem 6. Mai 1989 jährlich den Treffpunkt Europa auf dem Kiliansplatz aus. Getragen vom Gedanken eines freien und geeinten Europas in Vielfalt feiern Jung und Alt, ob Heilbronner „Urgestein“ oder „Neig’schmeckte“, zusammen mit Musik und Tanz. Kulinarische Angebote aus allen Herkunftsländern unserer ausländischen Mitbürger sorgen dabei für das leibliche Wohl.

Inzwischen zählt die Europäische Union 25 Mitgliedsstaaten und weitere Anwärter streben eine Mitgliedschaft an. Frieden, Stabilität, offene Grenzen, Urlaubsreisen in unsere Nachbarländer und eine gemeinsame Währung sind für uns und unsere Kinder inzwischen Selbstverständlichkeiten; der damit einhergehende Wohlstand und die Freizügigkeit sind fast schon „einklagbar“. Mit Sicherheit hat unsere europäische Zivilisation bereits jetzt ihre jahrhundertealten Erfahrungen und Überzeugungen fest in alle Bereiche von Politik, Wirtschaft und Kultur verankert und damit eine Stärke erlangt, für die uns alle anderen Staaten und Menschen auf der Erde beneiden.

Dennoch führen uns die jüngsten Ereignisse und die Reaktionen unserer Mitbürger vor Augen, dass wir Europäer unsere gewonnene Stärke nicht nur selbst erkennen müssen, sondern auf sie vertrauend, weiter auf ihr aufbauend unseren erfolgreichen Weg weitergehen, damit ein reiches, starkes und einiges Europa seinen Beitrag zum Weltbund der Völker leisten werden kann.

Deswegen wirbt die EUROPA-UNION weiter für eine gemeinsame Verfassung, für den Beitritt aller Völker europäischer Wesensart und ihre vollständige Integration in Frieden und Vielfalt. Auch nach sechzig Jahren behält das Hertensteiner Programm seine Gültigkeit!

Anlässlich des diesjährigen Treffpunkt Europas geben wir diese Broschüre zum sechsten Mal heraus, um zum einen für den Treffpunkt zu werben und zum anderen, Ihnen die EUROPA-UNION Deutschland und ihre Ideen ein wenig näher zu bringen.

Hertenstein im Herbst

„History teaches us that men and nations behave wisely once they have exhausted all other alternatives.“

Abba Eban, in The Times (17. Dezember 1970)
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Heilbronn

Frankenbahn

Ein vollständiger und vollwertiger Ausbau der Frankenbahn von Stuttgart bis in den Hauptbahnhof von Würzburg hinein, ist eine absolut notwendige Voraussetzung, um Heilbronn eine akzeptable Anbindung an den Rest der Welt zu ermöglichen und auch, um den regionalen Schienenverkehr von und nach Heilbronn zu stärken.

Sie macht zudem die zwingend notwendige Integration Heilbronns in das Intercity-Netz der Deutschen Bahn möglich und garantiert zugleich eine passable Anbindung Heilbronns an die ICE- und Schnellbahnstrecken innerhalb Europas.

Damit wird es Heilbronnern auch leichter gemacht, attraktive Arbeitsplätze außerhalb der Region anzunehmen, ohne gleich ihre vertraute und geliebte Heimat für Jahre oder gar Jahrzehnte verlassen zu müssen.

Beim Warten auf den Zug nach Los Angeles.

„The true traveler is he who goes on foot, and even then, he sits down a lot of the time.“

Sidonie-Gabrielle Colette, Paris From My Window (1944)
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The Dilbert Principle

Scott Adams erste beiden Bücher, das Dilbert Principle aus dem Jahr 1996 und der Folgeband The Dilbert Future aus dem Jahr 1997 sind noch heute mit die besten Bücher, die jemals über Management geschrieben wurden.

Und wer sich nicht in diese Bücher vertiefen möchte, der findet immer noch viele seiner Dilbert Comics auf der entsprechenden Website.

Scott Adams Philosophy wird gleich im ersten Buch deutlich.

„The most ineffective workers will be systematically moved to the place where they can do the least damage – management.“

Scott Adams, The Dilbert Principle 1996

Bis heute entwickelt Adams bezaubernde Theorien rund um unsere Arbeitswelt und Dilbert hat inzwischen auch einige Helfer wie Dogbert, Catbert oder Ratbert bekommen, die neben seinem Boss und weiteren Mitarbeitern das Ganze noch besser verdeutlichen.

Das Dilbert’s salary theorem besagt zum Beispiel, dass Ingenieure und Wissenschaftler nie soviel wie Manager oder Verkäufer verdienen können.

Dies wird durch einfache Mathematik gestützt:
As every engineer knows: power = work / time.

Since:
Knowledge = power
Time = money
Knowledge = work / money.

Solving for money, we get:
Money = work / knowledge.

Thus, as knowledge approaches zero, money approaches infinity, regardless of the amount of work done.

Conclusion:
The less you know, the more you make.

Ein weiterer Klassiker der Management-Literatur ist das Peter Principle von Laurence J. Peter, welches er zusammen mit Raymond Hull im Jahre 1969 veröffentlichte.

Auf den Punkt gebracht lautet das Peter-Prinzip wie folgt:

„In a hierarchy every employee tends to rise to his level of incompetence.“

Laurence J. Peter und Raymond Hull (1969:22)

Was letztendlich dazu führt, dass …

„In time, every post tends to be occupied by an employee who is incompetent to carry out its duties.“

Laurence J. Peter und Raymond Hull (1969:24)

Scott Adams würde wohl anführen, dafür aber immer bestens bezahlt.

Mein Dilbert funktioniert seit Jahren.

„Dance like it hurts, love like you need money, work when people are watching.“

Scott Adams, Dilbert and the Way of the Weasel (2002: 147)
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Arbeitsrichtlinie

Diese Arbeitsrichtlinie der Oberpostdirektion Frankfurt am Main bezüglich der Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen kleineren oder mittleren Wuchses, die in Diensträumen Verwendung als Dienstweihnachtsbäume finden, wurde am 18. Dezember 1992 verfasst und danach in der gesamten Republik verteilt.

Schon damals gab es offensichtlich auch in Behörden Menschen mit Humor. Was mit dem Autor dieser Arbeitsrichtlinie geschah, ist mir nicht bekannt.

Als ich selber am 1. April 1997 eine Handlungsanweisung für einen geplanten „Drive In“ auf der Sniper Alley in Sarajewo herausgab, führte dies einerseits zu einer konzertierten und auch sehr gut begründeten Forderung unserer fliegenden Verbände zur Erweiterung zu einem „Fly In“, anderseits aber zu einer sehr elaborierten und äußerst umfangreichen Transformation in geltendes deutsches Recht seitens unserer nationalen Führung. Dass ich in Folge davon auch Vorgesetzte mit weniger Humor kennenlernen durfte, hätte ich mir eigentlich denken können.

Ich hoffe nur, dass der Auto der nun folgenden und diesem Beitrag zugrunde liegenden Arbeitsrichtlinie auf Vorgesetzte mit ausreichend Humor gestoßen ist und wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest.

„Men with hunches, that’s where the real work gets done.“

Alan Arkin als the Chief in Get Smart (2008)
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Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote nach Martin Luthers Kleinem Katechismus. Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Die hier wiedergegebene Fassung folgt der lutherischen und römisch-katholischen Tradition.

Eine andere Zählung ergibt sich dort, wo das Bilderverbot – „Du sollst dir kein Bildnis machen“ – als zweites Gebot aufgeführt wird, so in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition. Dort werden dann „neuntes“ und „zehntes“ Gebot als ein Gebot verstanden.

Das erste Gebot

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 

Das zweite Gebot

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen. 

Das dritte Gebot

Du sollst den Feiertag heiligen. 

Das vierte Gebot

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. 

Das fünfte Gebot

Du sollst nicht töten. 

Das sechste Gebot

Du sollst nicht ehebrechen. 

Das siebte Gebot

Du sollst nicht stehlen. 

Das achte Gebot

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 

Das neunte Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. 

Das zehnte Gebot

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

„They broke all the Commandments. Can they have some more?“

Moses to God the day after