meseno-Standbesatzung

3.7.02023 5 (1)

Beitragsfoto: Standbesatzung | @ meseno

Wahlbeteiligung

Ob man möchte oder nicht, die Höhe der Wahlbeteiligung ist ein Gradmesser für die Akzeptanz von Demokratie. Auch wenn wir uns mangelnde Wahlbeteiligungen seit Jahrzehnten schönreden und so gerne behaupten, dass die Bürger, die nicht zur Wahl gehen, einfach nur mit der Gesamtsituation zufrieden seien, so steht doch zu befürchten, dass diese Bürger nur noch nicht so unzufrieden mit der Gesamtsituation sind, um auf die Barrikaden zu gehen.

Beide Betrachtungsweisen sprechen aber nicht für unsere Demokratie, besonders dann, wenn sich nicht einmal mehr 20 % der Wahlberechtigten überhaupt die Mühe machen, um ihre Stimme abzugeben. Und jene Wahlsieger, die tatsächlich von über 80 % der Wahlberechtigten nicht gewählt wurden, sollten sich dafür nicht feiern lassen!

Sie sollten sich tatsächlich fragen, wie viel Schuld sie selber an dieser miesen Situation tragen und was sie beim nächsten Mal vielleicht sogar besser machen können bzw. müssen.

Aber so schieben wir Bürger uns gegenseitig die Schuld in die Schuhe und behaupten einerseits, dass die Bürger zu dumm und zu faul für eine Demokratie seien und zum anderen, dass unsere Volksvertreter nicht die Richtigen für diese Aufgabe sind. Die Wahrheit dürfte irgendwo dazwischen liegen, was dann aber für sämtliche Beteiligten ein Armutszeugnis ist.

KunST 07

Der Höhepunkt des gestrigen Tages war eine Musical-Soirée des Heilbronner Vereins, dessen Name die Kurzform von Kultur und Sport mit Tradition ist. Schon vor Jahren haben sich dort unter der Führung von Sigrid Lipp deren Tanzgruppen, die Heilbronner Majoretten und der Käthchenhochzeitszug zu einem Verein zusammengeschlossen. Ich kenne allesamt bereits seit gut drei Jahrzehnten, denn KunST 07 war immer ein Garant für gute Unterhaltung beim Treffpunkt Europa.

Auch schon etwas länger wird der Verein nun maßgeblich von Marion Amann mit der Unterstützung von Stefan Buck geführt. Ein gutes Dutzend weiterer Vorstandsmitglieder und Trainer halten den Verein in Schwung. Besonders hat es mich gestern gefreut, dass auch Sigrid Lipp mit im Publikum saß, denn das ist wesentlich besser, als wenn wir uns beide im Krankenhaus begegnen.

Auch wenn „Musical and More“ bereits seit 2001 ein fester Bestandteil des Programms von KunST 07 ist, konnte ich erst dieses Jahr an einer Aufführung im Stadttheater teilnehmen. Nach einer vierjährigen Pause ging Musical and More einfach märchenhaft nach Hollywood, wobei ich gleich zusammen mit meiner besseren Hälfte an der Premiere um 15.00 Uhr teilnehmen durfte.

Ich wusste bereits, dass ich ein interessantes und unterhaltsames Programm erleben werde, auch, dass alles sehr professionell organisiert sein wird. Als bloßer Zuschauer konnte ich es dieses Mal selbst miterleben, wie viel Personal auch im Hintergrund mitwirkt, um solch eine äußerst kurzweilige Show auf die Bühne zu bringen.

Die Show wurde von zwei Journalisten umrahmt und immer wieder mit Lokalbezügen angereichert. Aber auch die Geschichte Heilbronns und des Vereins kam nicht zu kurz. So konnte ich eine der besten Aufführungen des Käthchenhochzeitzugs und auch wieder einmal die Majoretten erleben; inzwischen dürften die jungen Damen die Enkeltöchter der ersten Majoretten sein. Ich kann nicht alle Highlights aufführen, denn ein Höhepunkt jagte den anderen und dazu gab es immer wieder Musik, die selbst mich zum Träumen brachte, wie z. B. Queen oder die Beach Boys. Noch schöner, dass man auch an die Klassik dachte und so brachte Carl Orffs Carmina Burana weitere Stimmung in die Aufführung.

Sehr schön fand ich es, dass Marion Amann selbst mit tanzte, und auch Stefan Buck war öfters zu sehen, hierbei gefielen mir die Menuette besonders gut. Die Aufführung insgesamt war von Anfang bis zum Ende mehr als gelungen und ich bin fest davon überzeugt, dass man keine eigenen Kinder in einer der Gruppen haben muss, um die Vorstellungen von KunST 07 großartig zu finden.

Wer dieses Jahr keine Gelegenheit hatte, um an einer der beiden heutigen Aufführungen teilzunehmen, der sollte sich schon jetzt Karten für das kommende Jahr sichern.

Südstadtfest

Bereits zum 19. Mal fand gestern das Südstadtfest statt. Letztes Jahr ist es auf den Edeka-Parkplatz umgezogen und dies hat sich definitiv bewährt, denn es ist einfach nun mehr Platz für die vielen Stände vorhanden. Seit ein paar Jahren ist dort auch meseno vertreten.

Obwohl das Fest fast vor meiner Haustüre stattfindet, besuche ich es eigentlich nur wegen des meseno-Stands. Und da auch andere an meseno Interessierte dort vorbeischauen, ist es immer eine gute Gelegenheit, um sich untereinander auszutauschen. Und wenn man schon einmal dort ist, kann man sogleich auch der Standbesatzung etwas behilflich sein. Dieses Mal gelang es mir, das eine oder andere Schmuckstückle an einen neuen glücklichen Besitzer zu vermitteln. Dabei erblickte ich auch ein paar Hefte, die besonders für Donaldisten interessant sind und konnte auch diese in neue Hände übergeben; dazu hatte ich spontan eine Online-Auktion einberufenen. Jetzt bin ich einmal gespannt darauf, ob ich auch diesen Käufer zumindest etwas erfreuen konnte.

So ganz nebenbei hatten wir die Möglichkeit, um uns über ein neues TreffpunktPlus-Projekt zu unterhalten. Der Treffpunkt hat einen Bauwagen gespendet bekommen. Der soll nun in den Sommerferien vor dem Treffpunkt-Gebäude aufgestellt werden. Dazu muss Frank Schweizer noch den ehemaligen Garten aufräumen, einen alten Zaun entfernen und etwas graben. Jetzt benötigen wir noch ca. 3 Kubikmeter Schotter und den Transport zum Haus. Der notwendige Rüttler wird vom Spender des Bauwagens gestellt. Im Falle, dass sie beim Beschaffen oder dem Transport des Schotters helfen können oder gerne Frank Schweizer etwas zur Hand gehen möchten, dann lassen Sie mich dies bitte wissen.

Gleich heute geht es dann wieder mit dem meseno-Bus durch unser Landkreisle.


Going There, Getting There and Coming Home

Gesucht & gefunden 4.9 (18)

Beitragsfoto: Going There, Getting There and Coming Home | © James Rizzi

Hier finden Sie meine Vorschläge für Firmen, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen in und um Heilbronn herum. Ich kann alle hier Aufgeführten besten Gewissens empfehlen.

Einleitung

Wenn man neu in einer Stadt ankommt, muss man sich nicht nur an die Örtlichkeiten gewöhnen, sondern immer wieder auch aufs Neue herausfinden, wie man am besten ins Krankenhaus kommt, wo man die entsprechenden Ärzte und eine Apotheke findet, ggf. auch noch Kindergarten und Schule, auf jeden Fall aber Sportvereine und Sportstätten. Welches Hallenbad und welches Freibad liegen in der Nähe und sind diese für einen auch zweckmäßig?

Immer von Vorteil ist es, wenn man in eine größere Stadt zieht, denn dann findet man meist auch die gewohnten Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten, welche man in den Folgemonaten durch den einen oder anderen Tipp von Einheimischen zusätzlich mit lokalen Besonderheiten ergänzen kann.

Nach einem ersten Zurechtfinden schaut man sich gleich noch nach den vorhandenen Freizeit- und Kulturmöglichkeiten um, Parks, Bibliothek und Theater sind schnell gefunden, bei den Kleinbühnen, Kinos und Klubs kann es schon etwas schwieriger werden. In etwas größeren Städten sind es aber für jüngere Familien meist die Kinderspielplätze, die dabei sehr schnell in den Fokus des Interesses geraten — darüber könnte ich gar einen eigenen Beitrag schreiben.

Sobald man sich dann eingewöhnt hat, geraten weitere Bedarfe in den näheren Blick, wie z. B. Schuster, Schneider, Fahrradhändler oder Wäschemangel. Und mitzunehmenden Lebensalter Optiker, Hörgeräteakustiker oder Sanitätshaus; im letzten Lebensalter schadet es nicht, wenn man sich auch bereits nach Heimen, einem Hospiz und last but not least, einem passenden Friedhof einschließlich eines netten Bestattungsinstitutes umschaut.

Sehr gut und äußerst hilfreich ist es immer wieder, wenn man neu in einer Stadt ankommt und sogleich von der neuen Kirchengemeinde oder den Angehörigen der eigenen Berufsgruppe bzw. Firma empfangen wird. Meiner besseren Hälfte und mir hat es immer wieder sehr gefallen, wenn die „neuen Nachbarn“ mit Brot und Salz bewaffnet, dem bereits vorhandenen Umzugschaos eine ganz besondere Note hinzufügten, denn dann wussten wir beide, dass das Einleben in das neue Umfeld wesentlich erleichtert wird.

Hat man sich schließlich in seiner neuen Heimat etabliert, kommen weitere Bedarfe hinzu, die von den dafür notwendigen Handwerkern gedeckt werden können. Nur wie findet man diese am besten?

In diesem Beitrag möchte ich deshalb meine Empfehlungen weitergeben und freue mich, wenn ich dem einen oder anderen Leser damit helfen kann. Wenn Sie nach guten Möglichkeiten zum Auswärtsessen oder -trinken suchen, empfehle ich meinen Beitrag über Gaststätten in und um Heilbronn.

Autovermietung

SchwabenRent
Käppelesäcker 1 in 74235 Erlenbach
Telefon: +49 713293334
E-Mail: heilbronn@schwabenrent.de
Website: https://www.schwabenrent.de

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Baugeschäft

E. + J. Schmidt Baugeschäft GmbH
In der Klinge 6 in 74078 Heilbronn
Telefon: +49 7131 160803
E-Mail: info@bauenmitschmidt.de
Website: https://bauenmitschmidt.de

Bestattungen

Bestattungen Knapp
Karlstraße 57/1 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 252966
E-Mail: info@bestattungen-knapp.de
Website: https:/www.bestattungen-knapp.de

Blumenläden

Blumenhaus Kramer
Allee 23 in 74072 Heilbronn
Telefon:  +49 7131 68211
E-Mail: info@blumenhaus-kramer.de
Website: http://blumenhaus-kramer.de

Gärtnerei Reinwald
Wollhausstraße 114 in 74074 Heilbronn
Telefon: +49 7131 175256
E-Mail: info@reinwald-gaertnerei.de
Website: https://www.reinwald-gaertnerei.de

Buchhandlungen

Stritter
Gymnasiumstraße 37 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 78190
E-Mail: info@stritter.de
Website: https://www.stritter.de

Dachdecker

Josef Lang und Sohn GmbH
Kreuzenstraße 52 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 171184
E-Mail: info@dachdecker-lang.de
Website: https://www.dachdecker-lang.de

Drogerien & Reformhäuser

Reformhaus Maier
Allee 9 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49713181557
E-Mail: reformhaus-maier@t-online.de
Website: https://www.reformhaus-heilbronn.de

Elektrofachhandel

Krauss Elektronik GmbH
Turmstraße 20 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 68191
E-Mail: info@krauss-elektronik.de
Website: https://www.krauss-elektronik.de

Kommentar: https://kuemmerle.name/krauss-elektronik

Elektriker

Elektrotechnik Scheuermann
Wartbergstraße 19 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 81094
E-Mail: info@elektrotechnik-scheuermann.de 
Website: https://www.elektrotechnik-scheuermann.de

Fenster und Rollladen

Würth Rolladenbau GmbH
Austraße 25 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 164580
E-Mail: info@wuerthrolladenbau.de
Website: https://wuerthrolladenbau.de

Fliesenarbeiten

Rudi Hartlieb & Söhne
Benzstraße 21 in 74711 Leingarten
Telefon: ‭+49 (0) 7131 41699‬
E-Mail: rudi.hartlieb@gmail.com
Website: nicht mehr erreichbar

Fotografie

Foto Studio Kuss
Sülmerstraße 49 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 84228
E-Mail: info@foto-kuss.de
Website: https://foto-kuss.de

Akzente Foto Store
Wollhaus 16 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 89240
E-Mail:  info@akzente-foto.de
Website: https://www.akzente-foto.de

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Garten- und Landschaftsbau

Grünteam: Schöneck & Veltwisch GmbH
Christophstraße 3 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 280224
E-Mail: info@gruenteam-gmbh.de
Website: https://www.gruenteam-gmbh.de

Getränke

Getränkezentrum Heilbronn
Weinsberger Straße 50 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 177120

Hörgeräteakustiker

Meister Beuchert GmbH
Herbststraße 3 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 627110
E-Mail: heilbronn@meister-beuchert.de
Website: https://www.meister-beuchert.de

Juwelier

Juwelier Beilharz (Böhnlein)
Fleiner Straße 32 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 68405
E-Mail: heilbronn@juwelier-boehnlein.de
Website: https://juwelier-boehnlein.de/unsere-niederlassung-in-heilbronn/

Krämerladen

Seifen-Reinhardt GmbH
Bismarckstraße 72/2 in 74074 Heilbronn
Telefon: +49 7131 175513
E-Mail: info@seifen-reinhardt.de
Website: https://www.seifen-reinhardt.de

Malerarbeiten

Malerbetrieb Raffael Neumeister
Amsterdamer Str. 14 in 74081 Heilbronn-Horkheim
Telefon: +49 7131 254928
E-Mail: raffael.neumeister@t-online.de

Messer & Haushaltswaren

Messer Maurer
Fleiner Straße 24 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 82577
E-Mail: info@messer-maurer.de
Website: https://www.messer-maurer.de

Kommentar: https://kuemmerle.name/messer-maurer

Möbel

Fromm GmbH, Alternatives Wohnen
Am Wollhaus 19, 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 68331
E-Mail: info@moebel-fromm.de
Website: https://www.moebel-fromm.de

Optiker

Optik Fickartz
Sülmerstraße 44 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 813 27
E-Mail: info@optik-fickartz.de
Website: https://www.doeser-gruppe.de/unternehmen/optik-fickartz-heilbronn

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Sägentechnik & Schärfdienst

Manfred Horrer
Schlichtäcker 4 in 74223 Flein
Telefon: +49 7131 970355
E-Mail: hr-saegentechnik@t-online.de
Website: https://www.hr-saegentechnik.de

Sanitär und Heizung

Scheerle GmbH
Wartbergstraße 9-11 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 177 681
E-Mail: info@scheerle-sanitaer.de
Website: https://www.scheerle-sanitaer.de

Schreibwaren

Seel Schreibwaren
Am Wollhaus 6 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 644610
E-Mail: info@seel-heilbronn.de
Website: https://seel-heilbronn.de

Schreinerei

Schreinerei Riethenauer
Amsterdamer Straße 39 in 74081 Heilbronn
Telefon: +49 7131 576602
E-Mail: info@riethenauer.de
Website: https://riethenauer.de

Schuh- und Schlüsseldienst 

Jakob Rehusch Schuh- und Schlüsseldienst
Kaiserstraße 13 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 627435

Sicherheitstechnik

Sicherheitstechnik Petermann
Fügerstraße 26 in 74076 Heilbronn 
Telefon: +49 7131 627070
E-Mail: info@sicherheit-heilbronn.de
Website: https://www.sicherheit-heilbronn.de

Stempel und Schilder 

[nicht mehr vorhanden]

Tanzschule

Tanzschule Brenner
Wilhelmstraße 23 in 74072 Heilbronn
Telefon: +49 7131 679290 
E-Mail: info@ts-brenner.de
Website: https://www.ts-brenner.de

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Textilpflege

Kölle Textilpflege
Gottlieb-Daimler-Straße 9 oder Kernerstraße 35 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 7131 6441824 oder +49 7131 179293
E-Mail: info@textilpflege-koelle.de
Website: https://www.textilpflege-koelle.de

Zimmerei

Heyd GmbH Zimmerei Holzbau
Hans-Rießer-Str. 16 in 74076 Heilbronn
Telefon: +49 07131 724080
E-Mail: info@zimmerei-heyd.de
Website: https://www.zimmerei-heyd.de

Baier-Holzbau
Kirchgrund 10 in 74199 Untergruppenbach
Telefon: +49 7131 701335
E-Mail: info@Baier-Holzbau.de
Website: https://www.baier-holzbau.de

„Every good craftsman conducts a dialogue between concrete practices and thinking; this dialogue evolves into sustaining habits, and these habits establish a rhythm between problem solving and problem finding.“

Richard Sennett, The Craftsman (2008: 18)

Sülmerstraße 2018

Sülmerstraße 5 (10)

Beitragsfoto: Blick vom Berliner Platz auf die Sülmerstraße (2018)

Bei Heilbronn trafen sich bereits in der Vorzeit uralte Fernwege, die dort den Neckar, einem damals noch sehr wilden und kaum überwindbaren Fluss, überquerten, oder von den Alpen kommend, weiter an ihm entlang in die norddeutsche Tiefebene führten.

Wie bereits die Kelten zuvor, siedelten auch die Römer in der Gegend, um sowohl Übergang als auch Straßen zu nutzen und zu sichern. Letztere erkannten zudem, dass sich die dortigen Hügel rechts des Neckars gut für den Weinbau eignen.

Erstmals wird Heilbronn schriftlich als villa Helibrunna in einer auf das Jahr 741 datierten Schenkung erwähnt. Der Name deutet auf einen Brunnen bzw. eine Quelle hin und gibt damit der Siedlung seinen heutigen Namen. Man vermutet, dass es sich dabei um einen fränkischen Königshof handelte, der am Neckarübergang des fränkischen Königswegs, der als „Alte Hällische Straße“ bezeichnet wurde, lag und nach Schwäbisch Hall führte.

Und schon zu dieser Zeit kann man die zukünftige Sülmerstraße als einen Abschnitt eines Fernwegs am Neckar entlang definieren, und zwar genau von diesem besagten Brunnen in Richtung Norden bis hin zum Übergang des Pfühlbachs, der kurz darauf beim heutigen Bollwerksturm in den Neckar fließt. Ihren Namen bekam die Straße, weil sie als nächstes nach Sulm, dem heutigen Neckarsulm, führt.

Bereits 1050 wird ein Markt in Heilbronn bestätigt, was man durchaus als ersten Schritt in Richtung Großstadt betrachten kann, und 1140 wird auch bereits der Hafen erwähnt, was zeigt, dass man in Heilbronn nicht nur die Landwege genutzt hat. Als 1225 dann Heilbronn erstmals als Oppidum, eine befestigte Stadt, bezeichnet wird, ist die Sülmerstraße nun auch ein fester Bestandteil der Stadt, vermutlich an der ersten Stadtbefestigung gelegen, später aber jener Teil der Handelsstraße, welche sich als Nord-Südachse durch ganz Heilbronn zieht, am Sülmertor beginnt, bis zur heutigen Kilianskirche reicht und dort dann als Fleiner Straße bis hin zum Fleinertor fortgesetzt wird. Eine heute wie selbstverständlich dazugehörende West-Ostachse, die Kaiserstraße, gab es damals nicht, sondern es führte nur die Kramgasse von der Kilianskirche in Richtung Westen bis zu einem befestigten Neckarübergang, einschließlich eines eigenen Stadttors. Erst 1776 wurde die damalige Kramgasse zur Chaussee ausgebaut und 1897 in Kaiserstraße umbenannt. Die Kaiserstraße markiert noch heute die Trennungslinie zwischen zwei verschiedenen Teilen der einstigen Heilbronner Altstadt.

Interessant dabei, dass anfangs der etwas höher gelegene südliche Stadtteil mit den Liegenschaften des Deutschordens, der Kilianskirche und dem dortigen ersten Rathaus den städtischen Schwerpunkt bildete. Der nördliche Teil kam wohl erst um 1200 herum als bewusste Stadterweiterung mit hinzu und war von Anfang an eher dem Handwerk, dem Handel und den jüdischen Mitbürgern vorbehalten. Erst 1535, als das Rathaus beim Kirchbrunnen abbrannte, verlegte man das Rathaus samt Marktplatz in den nördlichen Teil der Stadt, der sich über die Jahrhunderte hinweg immer mehr um die Sülmerstraße herum entwickelte.

Um 1333 ziehen dort noch die Altböckinger hinzu, die zuvor ihr eigenes Dorf verlassen hatten. Diese nutzten dann wohl auch die Kapelle St. Nikolaus, die heutige Nikolaikirche, welche 1351 erstmals Erwähnung findet, als ihr eigenes Gotteshaus; dieses wird damals noch als sogenannte Filialkirche zur bereits bestehenden Kilianskirche, welche bereits 741 und nochmals 889 urkundlich nachgewiesen ist, betrieben. Die an der Sülmerstraße liegende Nikolaikirche wird 1525 übrigens die erste Reformationskirche Heilbronns und in der Folgezeit u. a. auch Zeughaus, schlichtes Waffenlager und Turnhalle, je nach dem derzeitigen Bedarf der Heilbronner. Momentan wird sie erneut umgebaut und einer weiteren Bestimmung zugeführt.

Der an die Sülmerstraße angrenzende Kieselmarkt war im späten Mittelalter mit der Synagoge aus dem Jahr 1357, den rituellen Bädern und einem eigenen Friedhof das Zentrum der jüdischen Gemeinde in Heilbronn, das mit der Lamm- und der Judengasse, der heutigen Lohtorstraße, eigene Hauptachsen hatte. Nach dem Stadtverbot für Juden im späten 15. Jahrhundert wurde das gesamte Gelände überbaut.

Der heute noch existierende Hafenmarktplatz entstand 1593 an der Stelle eines alten Friedhofs und erhielt einen Brunnen, der anfangs vom Cäcilienbrunnen und zuletzt vom Pfühlbrunnen aus gespeist wurde und damit die Wasserversorgung der dortigen Bewohner sicherstellte. Der 1955 am alten Platz neu geschaffene Hafenmarktbrunnen diente uns Kindern neben den beiden Brunnen des Berliner Platzes nicht nur zur sommerlichen Erfrischung, sondern hatte im Gegensatz zu den beiden anderen Brunnen auch im Winter spielerischen Wert.

Bereits aber 1487 sollen in unmittelbarer Nähe (Kieselmarkt?) zum Hafenmarkt Töpferwaren verkauft worden sein.

Der heutige Hafenmarktturm erinnert an das ehemalige Franziskanerkloster, dessen 1314 geweihte Marienkirche 1688 niederbrannte; nur der besagte Turm wurde spendenfinanziert zwischen 1698 und 1727 wieder aufgebaut. Bereits 1544 war das Kloster aufgehoben worden, nachdem es die Heilbronner geschafft hatten, die letzten Mönche von dort zu vergraulen. Aus dem Klostergebäude wurde eine Lateinschule, dann das Karlsgymnasium, das heutige Theodor-Heuss-Gymnasium, welches aber nicht mehr an der Sülmerstraße, sondern nunmehr an der Karlstraße liegt.

Nördlich der Sülmerstraße, am Pfühlbach in der Nähe des Sülmertors und außerhalb der Stadtmauern gab es Ende des 13. Jahrhunderts zudem die erste nachweisbare Heilbronner Einrichtung zur Krankenpflege, nämlich das Sondersiechenhaus bei St. Jakobus am Graben mit eigener Kapelle und Friedhof. Sein Vorratshaus und die Verwaltung befanden sich in der Jakobsgasse innerhalb der Stadtmauern. 

Die Sülmerstraße selbst war von Anfang an eine sehr geschäftige Straße und hatte über die Jahrhunderte hinweg auch so einiges zu bieten; durch sie führte sogar einmal eine Straßenbahn. Ihr wohl heute noch bekanntester Bewohner dürfte der Arzt Robert Mayer gewesen sein, der von 1842 bis zu seinem Tod 1878 im Kirchhöfle arbeitete und lebte.

Der Ritterkanton Kraichgau hatte sein Archiv in der Sülmerstraße 40, dem Standort der ehemaligen Roßmühle. Die Standortwahl der Ritterschaft lag vielleicht auch daran, dass der bekannteste Heilbronner Gasthof im 18. Jahrhundert, nämlich das Gasthaus zur Sonne, nicht unweit in der Sülmerstraße 52 ansässig war; selbst Johann Wolfgang von Goethe war dort zu Gast.

Nicht unerwähnt darf bleiben, dass bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in der Sülmerstraße 54 die Südfrüchtehandlung Lidl & Co. ansässig war, welche heute als Schwarz-Gruppe weltweit mit zu den führenden Lebensmittelhändlern zählt, sich aber aus der Sülmerstraße von der Konkurrenz hat vertreiben lassen.

Vom heutigen Nordende der Sülmerstraße, dem Berliner Platz, ist heute kaum noch etwas zu sehen, inzwischen dominiert das K3 mit Kino, Stadtbibliothek, Musikschule, Komödienhaus, Restaurants und Läden den ehemaligen Torplatz; auch seine beiden Brunnen wurden entfernt und durch einen Theaterbrunnen vor dem neuen Stadttheater ersetzt. Einzig die Turmstraße hin zum Bollwerksturm lässt weiterhin auf eine Sanierung warten — die ehemals avisierte Freilegung des Pfühlbachs dürfte allerdings inzwischen vom Tisch sein.

Noch heute steht aber das Gebäude „Heilbronner Hof“ in der Sülmerstraße 57, welches mein Großvater an der Ecke zur Turmstraße 1952 / 1953 errichten ließ; zuvor hatte er gleich nach dem Krieg die Gaststätte „Sülmertor“ errichtet und betrieben. Der Heilbronner Hof sorgte später als Roxy in Heilbronn für Furore und war für viele Heilbronner offensichtlich zuviel des Guten.

Ich selber wuchs in den 1960er-Jahren in einem später daneben stehendem Geschäfts- und Wohnhaus in der Sülmerstraße auf und erinnere mich noch heute gerne an deren Vielfalt und Geschäftigkeit zurück.

Später dann hat die Sülmerstraße als „Sülmer City“ ihren eigenen Markenkern entwickelt und mit vielfältigen Aktionen versucht, dem weltweit zu beobachtenden Attraktionsschwund der Innenstädte zu begegnen.

Inzwischen hat die Sülmerstraße mit der Unteren Neckarstraße, die sich als Teil der Neckarmeile vermarktet und der aufgehübschten Allee zwei Parallelen erhalten, die ebenfalls versuchen, sich neu zu erfinden. Dies kann meiner Überzeugung nach aber nur gemeinsam gelingen und muss deshalb als GesamtkonzeptNördliche Innenstadt“ neu gedacht und vor allem auch tatsächlich umgesetzt werden.

„Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird.“

J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe